Karat ist eine deutsche Rockband, die 1975 von Henning Protzmann, dem Bassisten der Band Panta Rhei, gegründet wurde. Die Band feierte bereits in den späten 1970ern und 1980ern große Erfolge. Mit zahlreichen Alben, eingängigen Melodien und poetischen Texten gewann Karat ein stetig wachsendes Publikum. Trotz häufiger Besetzungswechsel blieben die Charterfolge und Auszeichnungen nicht aus.
Der größte Hit der Band ist „Der blaue Planet“, für den Karat eine Goldene Schallplatte erhielt. Kein späteres Lied konnte diesen Erfolg übertreffen.
Nach einem Rechtsstreit, der die Band zwischenzeitlich zwang, unter dem Namen „K…!“ aufzutreten, durfte Karat wieder unter ihrem ursprünglichen Namen auftreten.
Die Studioalben von Karat
- 1978 - Karat
- 1979 - Über sieben Brücken (DDR) / Albatros (BRD)
- 1980 - Schwanenkönig
- 1982 - Der blaue Planet
- 1983 - Die sieben Wunder der Welt
- 1987 - Fünfte Jahreszeit
- 1990 - … im nächsten Frieden
- 1991 - Karat (Self-Titled)
- 1995 - Die geschenkte Stunde
- 1997 - Balance
- 2003 - Licht und Schatten
- 2010 - Weitergeh’n
- 2015 - Seelenschiffe
- 2018 - Labyrinth
- 2025 - Hohe Himmel
Live- und Jubiläumsalben
- 1985 - Live - Auf dem Weg zu Euch
- 2001 - 25 Jahre - Das Konzert
- 2005 - 30 Jahre Karat - Das Konzert
Kompilationen und Sondereditionen
- 1992 - Vierzehn Karat - Die größten Hits
- 1998 - Sechzehn Karat - Ihre größten Hits Vol. 2
- 2000 - Ich liebe jede Stunde (Remakes & neue Songs)
- 2007-09 - Ostrock in Klassik Vol. 1 & 2
Ausgewählte Tracklistings von Kompilationen
Die folgenden Tabellen zeigen eine Auswahl von Tracklistings aus verschiedenen Kompilationen von Karat, die die Vielfalt und den Erfolg der Band widerspiegeln.
| Album | Tracklisting (Auswahl) |
|---|---|
| Ostrock in Klassik Vol. 1 | 1. Das Monster 2. Märchenzeit 3. Die Burg 4. Reggae Rita Star 5. König der Welt |
| Ostrock in Klassik Vol. 2 | 1. Introduktion 2. He, Mama 3. Blues 4. Wilder Mohn 5. Musik zu einem nichtexistierenden Film |
| Sechzehn Karat - Ihre größten Hits Vol. 2 | 1. Über sieben Brücken mußt du geh'n (+ Peter Maffay) 2. Hab' den Mond mit der Hand berührt 3. Märchenzeit 4. Und ich liebe dich 5. ...und der Mond schien rot |
| Ich liebe jede Stunde (Remakes & neue Songs) | 1. Ich liebe jede Stunde (Remake 2000) 2. Das kann niemand so wie Du 3. Wo bist Du 4. Laß das Licht herein 5. Kleine Dinge |
Die frühen Jahre und der Durchbruch
Gemeinsam mit Hans-Joachim Neumann (Gesang), Christian Steyer (Keyboard) und Konrad Burkert (Schlagzeug) formte Henning Protzmann die erste Besetzung von Karat. Steyer verließ die Band jedoch schon bald und wurde durch Ulrich Swillims ersetzt, der zuvor Pianist bei Panta Rhei gewesen war. Kurz darauf stieß Herbert Dreilich als Sänger und Gitarrist hinzu - damit war die Formation komplett.
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Christian Bartmann schrieb 1979 im Begleittext zur LP: „Das also ist die neue KARAT-LP - KARATS zweite. KARAT zählt schon seit geraumer Zeit zu den führenden Rockbands der DDR. 1975 aus der damals renommierten Gruppe ‚Panta Rhei‘ hervorgegangen, eroberte sie sich mit ihrer liedbetonten Rockmusik sehr bald viele Fans im Lande.“
Karat konnte mit seinem unverwechselbaren Sound bestens im Ausland bestehen. Tourneen führten die Gruppe mehrmals in die Sowjetunion, in die VR Polen, in die BRD, nach Bulgarien, Rumänien, in die ČSSR und nach West-Berlin.
Besetzung der Band (1979)
Die Besetzung der Band im Jahr 1979 umfasste:
- Herbert Dreilich (Gesang, 12-saitige Gitarre)
- Ulrich „Ed“ Swillms (Keyboards, Klavier)
- Bernd Römer (Gitarre, 12-saitige Gitarre)
- Michael Schwandt (Schlagzeug)
- Henning Protzmann (Bassgitarre, Gesang)
Licht und Schatten (2003)
„Licht und Schatten“ besteht hauptsächlich aus liedhafter, melodischer Rockmusik, die vorwiegend romantische oder nachdenkliche, philosophische Themen verarbeitet. In dem gitarrenlastigen Lied „Unterwegs nach Haus #2“ greift die Band zahlreiche alte Songtitel ihrer Diskografie auf und schafft damit eine Art Abhandlung ihrer eigenen Geschichte.
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