Robert Zimmermann ist ein bekannter Name im deutschen Judo. Seine Karriere ist geprägt von Erfolgen, Herausforderungen und einem unermüdlichen Einsatz für diesen Sport.
Frühe Karriere und Erfolge
Vor 20 Jahren lernte Robert Zimmermann beim UJKC seine ersten Techniken. Der Judoka des UJKC Potsdam freute sich auf die Kulisse im Palais Omnisports de Paris-Bercy.
Robert Zimmermann überraschte mit seinem Sieg beim Grand Slam in Moskau. Der Potsdamer bezwang im Finale den Olympia-Dritten Andreas Tölzer.
Robert Zimmermann hat dem Deutschen Judo-Bund (DJB) beim Weltcup in Sao Paulo eine unerwartete Goldmedaille beschert. Der erst 22 Jahre alte Potsdamer gewann im Finale der höchsten Gewichtsklasse (über 100 kg) gegen Lokalmatador Rafael Silva und holte sich damit seinen ersten internationalen Turniersieg.
Im Viertelfinale konnte Zimmermann den kubanischen Vize-Weltmeister Oscar Brayson bezwingen.
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Verletzungen und Rückschläge
Der 27-jährige Bundespolizist hatte vor über einem Jahr einen Kreuzbandriss erlitten und war auf dem Weg, zu alter Stärke zurückzufinden, als er bei einem Judo-Trainingswettkampf mit dem Ringer Ricardo Melz Ende August 2014 erneut eine Knieverletzung erlitt.
Nachdem die erste Diagnose erneut auf Kreuzbandriss gelautet hatte, ergaben weitere Untersuchungen, dass es sich „nur“ um einen Teilabriss handelt.
Die neuerliche Verletzung des Punktgaranten war auch ein schwerer Schlag für den UJKC im Kampf gegen den Abstieg.
Wechsel und neue Ziele
Paukenschlag beim UJKC Potsdam: Schwergewichtler Robert Zimmermann wird nicht mehr für den Judo-Bundesligisten starten. Der UJKC „wird seine zukünftigen Bundesligakämpfe ohne seinen ehemaligen Kapitän und Nationalmannschaftsathleten Robert Zimmermann bestreiten“, teilte der Verein am Dienstag mit.
„Auf Grund der für ihn bevorstehenden langen Olympiaqualifikation, die aus sportlicher Sicht Priorität besitzt, hat man sich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit geeinigt, um dem langjährigen Leistungsträger die Verwirklichung seines Traums, eine Olympiamedaille bei den Spielen 2016 zu erringen, zu ermöglichen“, heißt es in der Mitteilung weiter.
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Der Entschluss des Vereins geht offenbar auch darauf zurück, dass Robert Zimmermann verstärkt bei Nationaltrainer Detlef Ultsch in Berlin trainiert.
Es mache keinen Sinn, ihn als Kaderathleten zu führen, wenn er nicht mehr da ist, sagte UJKC-Präsident Michael Goldschmidt den PNN.
Der jetzigen, intensiveren Trainingsarbeit in Berlin kann der zweifache Weltcup-Sieger viel Positives abgewinnen. Täglich unter den Augen des Bundestrainer „trainiert man ganz anders“, sagt Zimmermann.
Er will und muss sich jetzt auf Olympia konzentrieren, trifft im Training auch auf unmittelbare Konkurrenten im deutschen Lager.
Gern würde er beim Grand Slam in Tokio im Dezember an den Start gehen und vielleicht bei einem weiteren Wettkampf der anstehenden Asien-Tour.
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Für ihn geht es darum, Punkte für die Olympiaqualifikation zu sammeln, um sich trotz des Verletzungspechs seinen Traum von Olympia 2016 in Rio des Janeiro zu erfüllen.
Bedeutung für den Verein
Zimmermann sei, so Goldschmidt, „nicht nur ein Leistungs-, sondern auch ein Sympathieträger. Wir hoffen, dass er dem Verein zugeneigt bleibt.“
„Ich bin froh, dass die junge Mannschaft den Ausfall kompensiert hat“, sagte Zimmermann am Dienstag. Sie sei auch ohne ihn „eine Top-Mannschaft mit einem geilen Grundniveau. Ich wünsche ihr alles Gute.“
Der UJKC verliert damit binnen kurzer Zeit einen weiteren Leistungsträger.
Weitere Judo-Aktivitäten
Robert Zimmermann ist auch Abteilungsleiter. „Auch wenn es vom Alter her ein wenig nach Seniorensport aussieht, befindet sich sehr viel Judoerfahrung auf der Matte. So besitzen gleich mehrere der Anwesenden den 5. Dan im Judo, und auch der zweifache Deutsche Meister Rüdiger Vaegs trainiert in der Gruppe mit. Auf ihn sei der Verein „besonders stolz“, sagt Robert.
Für die Zukunft wünscht sich Robert mehr ehrenamtliche Trainer im Jugendbereich und etwas mehr Platz für die Erwachsenen.
Judo als Sportart
Judo ist eine asiatische Kampfsportart und bedeutet wörtlich übersetzt „sanfter Weg“. Das Prinzip des Judo lautet „Siegen durch Nachgeben“ beziehungsweise „maximale Wirkung bei minimalem Aufwand“.
Entwickelt wurde der Kampfsport 1882 in Japan von Jigoro Kano, unsere Judoabteilung beim Sportclub Krefeld 05 gibt es seit 1962.
Judo wird heute in über 150 Ländern ausgeübt und ist damit die am weitesten verbreitete Kampfsportart der Welt.
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Ebenso ist der (Wieder)Einstieg jederzeit möglich, da wir immer alters- und leistungsgerecht trainieren, um niemanden zu überfordern.
