Viele Menschen interessieren sich für die Frage, wann ein MMA-Kämpfer sein erstes Geld verdient. Verdient man als Amateur schon etwas oder ab wann gibt es das erste Geld?
Der Weg zum ersten Verdienst
Seien wir realistisch: Im Normalfall bekommt man als MMA Fighter nichts, wovon man leben kann. Das klappt höchstens in der UCF und selbst dort ist die Gage mit 10.000€ nichts, was einen reich macht. Da musst du schon die Zusatzboni bekommen. Selbst als Profi sind mehr als 2-3 Kämpfe im Jahr unrealistisch. Und 30.000 Brutto Umsatz p.a sind halt einfach nichts...In Deutschland gibt es Events, bei denen du ein paar tausend Euro bekommst. Dafür musst du aber etabliert und gut sein. Heißt erst mal jede Menge Amateuer/Semi Professionelle Kämpfe.
Wer in Deutschland davon lebt, tut das vor allem durch Einnahmen als Trainer/Club Inhaber. Die Kämpfe sind da aus Business Sicht eher Werbung, als dass sie groß Geld bringen. Das als Karriere zum Geld verdienen zu machen ist idiotisch.
Einkommensquellen für MMA-Kämpfer
Die Haupteinnahmequelle als Kämpfer ist die Kampfgage. Die kann zwischen 500 Euro und einer Million liegen. Wie viel man aber tatsächlich bekommt, ist von vielen Faktoren abhängig. Es gibt aber auch noch andere Einnahmequellen, zum Beispiel durch Sponsorengelder. Und man wird manchmal auch an den Ticketverkäufen für die Kämpfe beteiligt.
Der Hauptverdienst kommt wohl eher durch Sponsoren und durch gegebene Seminare an Wochenenden, ggf. hat aber auch ein Sponsoring durch einen Klamottenhersteller.
Lesen Sie auch: Einkommen professioneller Kickboxer
Die UFC als Königsklasse
Die Ultimate Fighting Championship (kurz UFC) ist die Elite-Liga des Mixed Martial Arts.
Grundsätzlich bestehen die UFC Gehälter aus einem Basis-Fixum. Wie hoch das ist, hängt vom Bekanntheitsgrad des Kämpfers und von seinen bisherigen Erfolgen ab. Die Bandbreite der UFC Gage für einen Kampf kann sich von ein paar tausend Dollar bis auf beispielsweise 750.000 Dollar strecken - dieses Fixum kassierte beispielsweise Schwergewichtler Stipe Miocic für seinen Titelkampf bei UFC 252. Noch namhaftere MMA-Superstars wie Khabib Nurmagomedov kassieren Beträge im Millionenbereich als UFC-Gage.
Ein Sieg bei einem UFC-Kampf bringt eine entsprechende Prämie ein, die vorab vertraglich vereinbart wurde. Zusätzlich gibt es noch das Prämiensystem von UFC-Ausrüster Reebok. Für bekanntesten Octagon-Gladiatoren sind diese Prämien aber nur ein kleines Taschengeld.
Die Zahl der Pay-per-Views (PPV) - also die digitalen Eintrittskarten - über ESPN+ und den UFC Fight Pass belaufen sich auf mehrere Millionen Verkäufe.
Beispiele für UFC Gagen
Zur Verdeutlichung: Der Kampf zwischen McGregor und Khabib im Herbst 2018 hatte fast 2,5 Millionen PPV-Verkäufe erzielt und damit einen UFC-Rekord aufgestellt. McGregor hat damit fast 50 (!) Millionen Dollar verdient. Seine Fix-Gage von der UFC von 3 Mio. Diese extreme UFC Gage von McGregor ergibt sich daraus, dass der Ire an den Abschlüssen in Australien, Kanada, Irland und England beteiligt ist. Rund 90 Prozent der Einnahmen aus diesen Ländern fließen direkt in die Tasche von McGregor.
Lesen Sie auch: Rückspülfilter JUDO Profi Plus
Beeindruckend war auch die UFC Gage für McGregor für sein Comeback im Januar 2020 gegen Donald „Cowboy“ Cerrone. 40 Sekunden braucht McGregor für seinen Sieg - 4,4 Millionen Dollar bekam vorab als Fixum.
Der Topverdiener bei UFC 300 war Alex Pereira, der im Hauptkampf der Jubiläumsveranstaltung seinen Titel gegen Hill verteidigen konnte. 2,8 Millionen US-Dollar beträgt die UFC Gage für Pereira, der für diesen Verdienst nur 3:14 Minuten brauchte, da er in Runde 1 durch TKO gewonnen hat.
Die Nummer 2 auf der Liste der UFC Gehälter bei der UFC 300-Party war Justin Gaethje, der trotz seiner Niederlage gegen Max Holloway beeindruckende 2.369.000 Dollar kassiert hat. Holloway selbst kassierte für seinen KO-Sieg in Runde 5 satte 2,1 Mio.
Auf dem dritten Platz der Gagen bei UFC 300 landet mit Zhang Weili eine Frau. Die Chinesin streifte $ 2.250.000 ein.
Jamahal Hill, der im Headliner den Titelfight gegen Pereira verloren hat, durfte sich mit einer UFC Gage von 540.000 Dollar trösten - 500.00 davon war seine Antrittsgage.
Lesen Sie auch: Profi Plus Ersatzteile – Judo
Jorge Masvidal hat damals für den für den Mega-Fight gegen Kamaru Usman als UFC Gage die Garantiesumme von 500.000 US-Dollar kommen, wie übrigens auch sein Gegner.
Im Jahr 2018 betrugen die durchschnittlichen UFC Gehälter der Käfig-Künstler lediglich 138.000 US-Dollar.
Vergleich der UFC Gagen (UFC 300)
| Kämpfer | UFC Gage (USD) |
|---|---|
| Alex Pereira | 2.800.000 |
| Justin Gaethje | 2.369.000 |
| Max Holloway | 2.100.000 |
| Zhang Weili | 2.250.000 |
| Jamahal Hill | 540.000 |
Frauen im MMA: Gage und Anerkennung
Dennoch dürfen sich die erfolgreichen Damen über recht üppige Gagen freuen. Andererseits fühlte sich die frühere UFC-Kämpferin Paige van Zant extrem unterbezahlt und ließ ihren UFC-Vertrag sogar auslaufen. Für ihren Geschmack deutlich zu wenig.
Andererseits sind die UFC Frauen Gagen und Gehälter, die um die Titel in das Octagon steigen, deutlich höher. Wer im Käfig erfolgreich ist, kassiert nämlich nicht nur die fixen Antrittsgagen der UFC, sondern auch Titelprämien sowie einen Boni für „Performance of the Night“.
Katharina Dalisda ist professionelle MMA-Fighterin. Von den insgesamt 13 Profikämpfen, die sie bisher hatte, gewann sie zehn. Im September gewann sie als erste Deutsche den “Oktagon MMA”-Titel im Strohgewicht, bis 52,2 Kilogramm.
Aleksandar Rakic: Ein Beispiel für Erfolg im MMA
Aleksandar Rakic ist derzeit überhaupt der beste MMA-Fighter im deutschsprachigen Raum.
Rakic ist erst der dritte Österreicher nach Nandor Guelmino und Mairbek Taisumov, der von der UFC verpflichtet wurde. Kurze Zeit später stand Aleksandar Rakic dann auch das erste Mal im Octagon: Im September 2017 besiegte er Francimar Barroso bei seinem UFC-Debüt.
Da Rakic seit 2017 in der UFC ist, soll seine gesamte UC-Gage auf etwa 400.000 Dollar betragen. Sein bislang größter Zahltag in der MMA-Eliteliga war für Rakic der Sieg gegen Thiago Santos bei UFC 259.
Mit seiner UFC-Gage die ihm pro Jahr 100.000 Euro und mehr einbringt, hat Aleksandar Rakic im Nachgang alles richtig gemacht. Er hat schon sehr früh alles auf die MMA-Karte gesetzt.
Conor McGregor: Das Aushängeschild des MMA
Allein die UFC-Gage von MMA-Superstar Conor McGregor liegt pro Kampf bei rund 3 Millionen US-Dollar.
Conor McGregor verdiente stetig höhere Summen für seine Kämpfe. Angefangen bei knapp 16.000 Dollar bei seinem ersten Kampf, strich McGregor laut Berichten fünf Millionen Dollar beim Kampf gegen Nurmagomedow ein.
Der Fight gegen Khabib soll McGregor deshalb knapp 50 Millionen Euro eingebracht haben.
McGregor hat damit fast 50 (!) Millionen Dollar verdient. Seine Fix-Gage von der UFC von 3 Mio. Diese extreme UFC Gage von McGregor ergibt sich daraus, dass der Ire an den Abschlüssen in Australien, Kanada, Irland und England beteiligt ist. Rund 90 Prozent der Einnahmen aus diesen Ländern fließen direkt in die Tasche von McGregor.
Damit ist McGregor mit Abstand der bestverdienende Käfig-Fighter aller Zeiten!
Der Einfluss von Dana White
Der UFC-Boss verdient schätzungsweise rund 20 Millionen US-Dollar pro Jahr. Geschätzt wird seine UFC Gage auf rund 20 Mio. Dollar pro Jahr.
