Die Geschichte des Mixed Wrestling: Eine Reise von den Anfängen bis zur BDSM-Szene

Die Welt des Mixed Wrestling ist vielschichtig und reicht von sportlichen Wettkämpfen bis hin zu erotischen Fetisch-Szenarien. Dieser Artikel beleuchtet die Geschichte und Entwicklung dieser ungewöhnlichen Praxis.

Die Anfänge und persönlichen Erfahrungen

Die ersten Berührungen mit dem Kampfsport können schon in jungen Jahren erfolgen. So begann beispielsweise eine Mixed Wrestlerin im Alter von sechs Jahren mit Karate, weil ihr Bruder mit dem Training anfing und sie beaufsichtigt werden musste. Der erste Schritt auf die Matte war prägend, und so wurden zwei Verträge unterschrieben.

In der elften Klasse kam neben dem klassischen Shotokan-Karate das deutsche Ju-Jutsu hinzu. Dort erfolgte die erste Begegnung mit dem Bodenkampf, dem Bodenrandori. Anfänglich löste die Situation, wenn ein Trainingspartner auf einem lag, Panik aus. Doch mit der Zeit wandelte sich dies, und es entstand ein Gefühl des Wohlseins auf der Matte.

Wie wurde man nun ein Mixed Wrestler? Durch einen ersten Termin im Jahr 2017. Die Aufregung vor der ersten Wrestlingsession war groß, ähnlich wie bei vielen Gästen vor ihrem ersten Treffen. Es folgte eine Stunde Action auf der Matte, ein schweißtreibendes und erregendes Kräftemessen. Runde um Runde wurde hart um die Punkte gekämpft. Am Ende stand ein knapper Sieg mit 9:8, und das Feuer und die Leidenschaft für das Kämpfen waren wieder entfacht.

Die Entwicklung der Szene

Im Laufe der Zeit trafen viele interessante Männer aufeinander, die sich messen wollten. Ein Jahr später kam der erste "Gegner" wieder auf die Matte. Trotz gesammelter Erfahrung und zusätzlichem Training in MMA und Grappling war die Aufregung wieder da. Doch dieses Mal war die Überlegenheit deutlich, und es stand X:0. Die Sessions und das Training hatten sich ausgezahlt, die Bewegungen und Techniken waren flüssiger, und das Selbstbewusstsein war gestiegen.

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In den 90er-Jahren erlebten Live-Chatrooms eine Blütezeit, auch wenn sie im Vergleich zu heutigen Möglichkeiten primitiver waren. Die ersten Versuche, ins Internet zu gelangen, waren mit einem 486er mit 16MB RAM und einem 56K-Modem verbunden. Die Browser brauchten eine Ewigkeit, um einsatzbereit zu sein. Die erste Homepage war Swankyville, und es herrschte der Irrglaube, dass Bodybuilderinnen die kampfstärksten Frauen der Welt seien.

Doch es wurde eines Besseren belehrt. Bodybuilderinnen haben zwar Kraft, aber auch zu viele Muskeln an den falschen Stellen. Beim Ringen mag das noch halbwegs funktionieren, aber beim Boxen haben sie keine Chance. Eine sportliche Frau mit schlaksigen Muskeln oder eine voluminösere mit etwas Fett auf den Hüften kann einen Bodybuilder fertigmachen.

Sally Mcneil und die Mixed Wrestling Szene

Ein Name, der in der Szene eine besondere Bedeutung hat, ist Sally Mcneil. Sie war bis zu ihrer Verhaftung sehr bekannt. Die älteren Mitglieder der Szene erinnern sich noch gut an sie. Sie wurde 1995 verhaftet und kam 25 Jahre später wieder frei. Die Mixed Wrestling Szene zahlte Sallys Kaution und hielt zu ihr, als schon alle anderen abgesprungen waren. Sally war arm, verdiente aber in der Wrestling Szene doch richtig Asche, hätte aber wahrscheinlich mehr damit anfangen können als Tonnen an Aufbausubstanzen zu kaufen.

Eine Dokumentation über Sally hat einige interessante Aspekte der Szene beleuchtet:

  1. Männer, die für Geld mit Frauen kämpfen, wurden in der Szene als Trottel bezeichnet.
  2. Die Mixed Wrestling Szene zahlte Sallys Kaution und hielt zu ihr, als schon alle anderen absprangen.
  3. Sally war arm, verdiente aber in der Wrestling Szene doch richtig Asche, hätte aber wahrscheinlich mehr damit anfangen können als Tonnen an Aufbausubstanzen zu kaufen.

Die moderne BDSM-Wrestling Szene

Heute hat sich eine Nische im BDSM entwickelt, in der Männer dafür bezahlen, von Frauen niedergerungen zu werden. Der Submission Room in London ist eine Agentur, die verschiedene Arten von Sessions anbietet, darunter auch solche mit 20 Wrestlerinnen. Ein einstündiger privater Kampf mit einer Wrestlerin kostet etwa 190 Euro.

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Pippa the Ripper, die Gründerin des Submission Room, begann mit BDSM-Wrestling, nachdem sie als Studentin auf eine Anzeige geantwortet hatte. Die meisten Frauen auf ihrem Dienstplan arbeiten nebenberuflich als Wrestlerinnen, oft als Personal Trainer, Fetisch- oder alternative Models oder professionelle Dominas.

Im Gegensatz zum Profi-Wrestling im World Wrestling Entertainment gibt es beim BDSM-Wrestling kein „Kayfabe”. Wenn ein Mann aufgibt, dann gibt es keine vierte Wand. Er gibt auf, weil er Schmerzen hat. Das ist der große Unterschied zwischen BDSM-Wrestlerinnen und weiblichen Profi-Wrestlern im WWE: Es ist intimer, persönlicher und vor allem schmerzhafter.

Die Amerikanerin Kelli Provocateur, Schauspielerin, Fitnessmodel, Profi-Bodybuilderin und Domina, ringt seit 12 Jahren Männer nieder. Sie hat vom BDSM-Wrestling durch einen Kunden während einer Session erfahren. „Es geht darum, die Macht der Frau zu spüren”, sagt sie. „Immer wenn ich sie auf die Matte lege, wollen sie spüren, wie mein Trizeps und Bizeps pulsieren.”

Sunny Megatron, Sexualpädagogin und Moderatorin der Show Sex with Sunny Megatron, meint, dass der Reiz des BDSM-Wrestlings für jeden Einzelnen „sehr individuell” ist. „BDSM-Wrestling ist eine Mischung aus Wrestling, Sex und BDSM. Wie genau die Kombination aussieht, hängt vom Geschmack der Teilnehmer ab”, sagt sie.

Für fast alle scheint der Reiz am Wrestling darin zu liegen, noch einmal in die Kindheit zu entfliehen, sich selbst in den wiegenden Bewegungen schwitzender Gliedmaßen zu verlieren und sich kindisch zu beschimpfen-die reinste Form des Spielens und eine Flucht aus dem Erwachsensein.

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Bekannte Namen der Szene

Einige bekannte Namen in der BDSM-Wrestling Szene sind:

  • Pussy Willow
  • Kelli Provocateur
  • Pippa the Ripper

Diese Frauen haben die Szene geprägt und tragen dazu bei, dass sie sich weiterentwickelt und neue Anhänger findet.

Zusammenfassung

Die Geschichte des Mixed Wrestling ist vielfältig und reicht von den sportlichen Anfängen über die erotische Aufladung bis hin zur modernen BDSM-Szene. Persönliche Erfahrungen, die Entwicklung der Technologie und die Einflüsse verschiedener Persönlichkeiten haben dazu beigetragen, dass sich dieser Fetisch immer weiterentwickelt und neue Anhänger findet.