Und wieder steht eine weitere Etappe auf unserer Reise durch die WWE-Vergangenheit an. Und passend zum diesen Sonntag stattfindenden Royal Rumble 2015 soll heute - gewissermaßen zur Einstimmung - auch ein Royal Rumble behandelt werden: Der 26 Jahre zuvor stattfindende zweite Rumble aus dem Jahr 1989 ist an der Reihe.
Die Vorgeschichte
Zur Vorgeschichte gibt es nicht allzu viel zu vermelden: Im November 1988 ging zwar die aus der Jim Crockett Promotions entstandene Mid-Atlantic Championship Wrestling Promotion in den Besitz eines gewissen Ted Turners über, der unter dem Banner von National Wrestling Alliance die Shows der neuen World Championship Wrestling austrug. Zum Bruch von Turners WCW mit der National Wrestling Alliance kam es aber erst im Jahre 1991.
In Sachen Storyline ging es in der WWF im Zeitraum zwischen SummerSlam 1988 und Royal Rumble 1989 wie folgt weiter: Die Mega Powers bestehend aus Hulk Hogan und Randy Savage durchpflügten und zerpflückten das Roster der WWE konsequent! So waren sie bei der Survivor Series die einzigen „Überlebenden“ ihres Teams. Neben diesen beiden Superstars blieb dementsprechend wenig Raum für andere Talente, um sich ins rechte Licht zu rücken. Die Ausnahme bildete der Ultimate Warrior, der in der Gunst der Fans weiterhin rasant stieg.
In Sachen Heels hingegen war es schwer, ein entsprechendes (und vor allem halbwegs glaubhaftes) Gegengewicht zu diesen strahlenden Helden zu etablieren. André the Giant wurde immer mehr zum Schatten seiner selbst, Rick Rude war noch sehr jung, der Honky Tonk Man hatte nicht das Starappeal für die allerhöchsten Cardregionen und Ted Dibiase konnte nicht alles alleine machen. Das war in etwa die Ausgangssituation für den Royal Rumble 1989.
Der Beginn der Übertragung
Die eigentliche Übertragung begann mit der aus dem Off kommenden prägnanten Stimme von Vince McMahon, der es sich nicht nehmen ließ, höchstpersönlich in der für die ausklingenden 80er Jahre typischen marktschreierischen Kapitalisten-Stimmlage jeden Wrestler heraufzubeschwören, der am bevorstehenden Royal Rumble Match teilnehmen sollte. Im unmittelbaren Anschluss daran kam die obligatorische Begrüßung von Gorilla Monsson und Jesse Ventura, die in gewohnter Weise die Matches auf der Card durchgingen (dieses Mal waren es nicht wirklich viele, was natürlich wie immer dem langen Rumble Match geschuldet war).
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Die Präsentation
Schon vor dem eigentlichen Match fiel auf, dass sich in der WWF in Sachen Präsentation gegenüber dem ersten Royal Rumble doch einiges getan hatte: Die ganze Darstellung und Optik des Rings (und um den Ring herum) war wesentlich professioneller und entsprach dem Entertainment-Standard, der auch in den Folgejahren maßgebend sein sollte. Das Event war nicht nur (wie die folgenden Stunden zeigen sollten) gut durchdacht und aufgebaut, sondern auch dem Niveau eines Marktführers entsprechend in Szene gesetzt.
Patriotisch, wie eine WWE-Veranstaltung nun einmal zu sein hat, salutierten vor dem Match alle Faces vor der amerikanischen Flagge (was - wie immer - ziemlich dusselig aussah, vor allem, wenn man bedenkt, dass Bret Hart ein lupenreiner Kanadier ist!
Die Matches im Detail
Der Opener
Neidhart trat zu beginn gegen Bravo an - und die beiden Powerhouses machten das, was man von ihnen erwarten konnte (Shoulderblocks, Elbows etc.). Danach wurde Duggan eingewechselt und zog die für ihn typische Show ab (die unglaublich gut ankam und mir einen kleinen Schauer über den Rücken laufen ließ - das war Jim Duggan auf dem Höhepunkt seiner Popularität!). Mit Bret Hart kam später dann auch das technische Können dazu, so dass sich ein flottes Match entwickelte, was nicht zuletzt auch der Tatsache, dass die Crowd jede Sekunde im Match drin war, zu verdanken war.
Dass gerade die Rougeaus technisch beschlagene und auch noch charismatische Heels waren, rundete das Ganze ab - ohne sie hätte der Opener ganz sicher nicht diesen Unterhaltungswert gehabt. Die eine oder andere interessante Aktion gab es auch noch on top (Anvil setzte seinen Rammbock in die Ringecke gegen alle drei Heels gemeinsam an), und die Faces hatten alles unter Kontrolle - bis nach einer heeligen Aktion (Raymond zog nach einem Whip-In von Bret Hart ein Seil herunter) die Heels wieder ins Match fanden und die Oberhand gewannen.
Bravo setzte daraufhin seinen Side Suplex an, die Rougeaus ließen ihren sehenswerten Finisher (die „Le Bombe de Rougeaux“) folgen - und schon stand es nach 5 1/2 Minuten 1:0 für Heels. Nachdem er gepinnt wurde, musste Bret Hart auch Runde 2 beginnen. Hierbei steckte er die meiste Zeit ein und unterstrich seine ihn auch später auszeichnenden Nehmerqualitäten. Auf der anderen Seite überzeugten die Rougeaus mit stellenweise feiner Technik. So vergingen die folgenden Minuten - und es setzte immer wieder Pinversuche, aus denen Hart freilich jedes Mal auskicken konnte.
Wie gehabt gelang Bret irgendwann der Hot Tag, der natürlich zunächst vom Referee nicht gesehen wurde. Nach einigen (für mich etwas zu häufig gezeigten) Haltegriffen der Heels gelang dann natürlich doch noch der Hot Tag mit Jim Duggan, der daraufhin im Ring aufräumte. Nach einem (verbotchten) Bodyslam zog er dann per Slingshot erst den Anvil von außerhalb des Rings auf einen geslamten Quebequer (die Aktion gelang gut), dann (was gnadenlos verbotcht wurde) den Hitman (die beide dusseligerweise ein Cover ansetzten, obwohl kein Tag gemacht wurde), um danach seinerseits einen Elbow Drop zu zeigen und das Cover zum 1:1 Ausgleich durchzuziehen (was m.E. ein ziemlich mauer Move war, um den wichtigen Ausgleich zu holen - aber naja, vielleicht war Hacksaw technisch zu nicht viel mehr in der Lage).
Im letzten Durchgang zerlegte Hacksaw seinen Gegner, bis er sich (dümmlich, wie Faces nun mal zu sein haben) mit den anderen beiden Heels anlegte und so von hinten angegriffen werden konnte. Das Ende des Matches war dann fast schon Hogan-like: Der im Ring stehende Dino Bravo wurde von dem außenstehenden Duggan hinterrücks mit dem 2x4 niedergeschlagen, was der Hitman zum Sieg nutzte.
Das letzte (und wie immer wahre) Wort zu diesem Kampf gebührte natürlich einmal mehr Jesse Ventura, der mit empörter und vor Zorn bebender Stimme nur noch Wor-te wie „illegal“ und „cheating“ krakeelte. Als Gorilla Monsoon mit erbärmlicher Argumentation versuchte, den illegalen Eingriff Hacksaws juristisch und vor allem moralisch damit zu rechtfertigen, dass die Heels sich ja vorher auch alles andere als regelkonform verhalten hätten, konterte Jesse trocken und entlarvend: „Ich bin sicher, dass sie kein 2x4 eingesetzt haben!“ Da war man kaum in der Lage, dem guten Mann zu widersprechen...
Pose-Down zwischen Rick Rude und dem Ultimate Warrior
Wer aber schon dieses Segment langweilig fand, der wird bei dem nun folgenden Part entweder eingeschlafen sein oder sich vor Fluchen kaum wieder unter Kontrolle bekommen haben - vielleicht stand man aber auch (wie der Verfasser dieser Kolumne) einfach nur sprachlos und mental in seinen Grundfesten erschüttert mit offenem Mund entsetzt vorm Fernseher. Denn es folgte allen Ernstes ein Pose-Down zwischen Rick Rude und dem Ultimate Warrior!
Ziel der Veranstaltung war es, herauszufinden, wer nach vier (!!!) Runden Muskelpräsentation die besten Posen zu bieten hatte. Frisurentechnisch hatte Rick Rude seine Vorbilder Paul Breitner und Wolfgang Petry mittlerweile locker in den Schatten gestellt - da war jedes Haar in eine perfekt dauergewellte Lockenpracht eingereiht. Der Warrior seinerseits kam so an den Ring, wie man ihn kennt - und versuchte dazu noch, in erbärmlichster Weise Cheap Pops bei der Bevölkerung des nördlichsten deutschen Bundeslandes zu erhaschen, da er mit in den schleswig-holsteinischen Landesfarben gehaltenen Wuselbändchen an den Armen einlief.
Und dann ging das Drama los: In vier Runden wurden verschiedenste Muskelgruppen in bester Pose zur Schau gestellt. Genaugenommen war hier alleine Rick Rude derjenige, welcher mehr oder weniger professionelle Figuren zeigte, während sich der Warrior auf höhlenmenschenartige Gesten im Tarzanlook beschränkte, die schlicht und einfach nur großer Mist waren.
Rick Rude nahm die Niederlage dann auch genauso sportlich hin, wie sich das für einen Heel gehört: Nachdem klar war, dass er den Pose-Down verloren hatte, zog er dem Warrior mehrfach eins mit der Biegefederstange über (großartig war hier einmal mehr Jesse Ventura, der während des Beatdowns nicht mit weiteren detaillierten Ausführungen über die Definition von Muskelgruppen geizte) und machte sich danach aus dem Staub.
An und für sich wäre die ganze Aktion rückblickend eigentlich nur ein weiteres belangloses Segment im Rahmen eines WWF-Events geblieben - wenn, ja wenn man hier nicht in deutlicher und erschütternder Weise gesehen hätte, was die spätere Todesursache der beiden Wrestler war. Auf den allerersten Blick sah man schon, was der Warrior seit Jahren in seinem Müsli hatte. Und auch bei Rude wurde ein makelloser Körper präsentiert, bei dem ebenfalls (wie Rude später selber zugab) mit besonderen Präparaten nachgeholfen wurde. Beide zahlten die Einnahme der Steroide letztlich mit ihrem Leben, der eine früher, der andere später. Leider wurde es nach diesem Reinfall nur bedingt besser.
Das Diven-Match
Positiv war, dass Sensationell Sherry ebenfalls kurz auftrat und ein Match gegen die Gewinnerin forderte - dadurch kam immerhin etwas Glamour in die ganze Sache. Überhaupt Sherry: Diese Dame spaltete ihre ganze Karriere lang die Wrestlingwelt. Die einen waren von ihrer kreischenden Stimmlage genervt, andere sahen in ihr etwas kaum zu Benennendes und Faszinierendes. Ich tendiere eindeutig zur zweiten Kategorie und oute mich hier als Sherry-Fan (leider erlebte auch sie ihren 50.
Über das Match selber gibt es leider nicht viel zu berichten: Beide Damen wirkten stets bemüht, aber leider nur selten überzeugend. Da auch die Crowd keine Anstalten machte, ihr Desinteresse wenigstens halbwegs höflich zu verbergen, kam eine Euphorie wie auf dem Friedhof auf, so dass die ganze Sache mehr oder weniger geräuschlos und fast schon ein wenig beschämend vor sich hinplätscherte. Gegen Ende des Matches gab dann aber doch noch ein paar sehenswerte Aktionen: So wurde anderem ein ziemlich ansprechender DDT gezeigt, der hier nicht unerwähnt bleiben soll.
Nach einer Art Reverse Cross Body vom zweiten Seil durch Robin (zuerst angedeutet, dann auch durchgezogen) war das Match auch vorbei. Wie gesagt, letztlich war es ein weiteres Diven-Match, wie es dem Standard in Amerika gegen Ende der 80’er entsprach.
Interview mit dem Dr. of Style Slick
Im Anschluss daran gab der Dr. of Style Slick mit den Twin Towers ein Interview, in dem er jegliches Zusammenwirken mit dem Million Dollar Man in Bezug auf dessen Startnummer empört zurückwies und mit Nichtwissen bestritt (auch Videobeweise änderten nichts an seinen Unschuldsbeteuerungen). Der Big Boss Man wollte während dieses Interviews böse und gefährlich erscheinen, indem er immer wieder seinen Schlagstock bedrohlich in die linke Hand schnellen ließ, wirkte dabei aber doch nur wie ein lieber und übermotivierter Polizeiknuddelbär, der aus Versehen einmal zu oft am Koksschränkchen der Asservatenkammer geschnüffelt hatte.
Akeem seinerseits ging in Sachen Präsentation völlig auf Nummer sicher und führte eine Art erleuchteten Wuseltanz auf, bei dem in erster Linie körperliche Schlangenlinienbewegungen zu Besten gegeben und mit dem rechten Arm entspannt und monoton durch die Gegend gewuselte wurde. Da stimmte einfach alles, das muss man gesehen haben!
Rick Rude und Gene Ukerlund
In den Katakomben stellte danach ein empörter Gene Ukerlund den bösen Rick Rude wegen dessen Attacke auf den Ultimate Warrior zur Rede. Rude reagierte weltmännisch und über den Dingen stehend diplomatisch, nannte Ukerlund einen „little man“ und legte mit bestimmender Stimme dar, dass und warum er den Pose-Down aus seiner Sicht eindeutig gewonnen hatte. Kritische Nachfragen von Ukerlund nahm er jovial hin, indem er einfach wegging und dem verdutzten Mean Gene die Tür vor der Nase zuschlug.
Kampf um die Krone
In diesem Kampf sollte ermittelt werden, wer sich als den wahren König der WWF bezeichnen durfte (kein Witz!!!). Der amtierende König Haku (er langweilte die Zuschauer mit einem sich ewig hinziehenden Einzug inklusive Sänfte), musste dabei gegen den ehemaligen König Harley „Fips Asmussen“ Race antreten (dieser verletzte sich während seiner Regentschaft als König, so dass Heenen die umstrittene Krone Haku übergab, von dem Race sie nun wieder zurückhaben wollte - klar soweit?). Pikantes Detail am Rande: Bobby Heenan managte zu dieser Zeit beide Wrestler.
Harley Race, zu diesem Zeitpunkt bereits 45 Jahre alt und nicht mehr der frischeste Worker im Ring, machte gleich zu Beginn Nägel mit Köpfen und schmiss den noch auf seiner Sänfte das niedere Fußvolk grüßenden Haku von eben jenem hohen Sockel publikumswirksam herunter, um ihn danach außerhalb des Rings zu bearbeiten. Auch im Ring angekommen behielt Race zunächst die Oberhand. Aber im Laufe des Matches wechselte das Schlachtenglück wie erwartet hin und her.
Das Match selber war keinesfalls schnell, aber dennoch nicht wirklich schlecht. Zwar gab es den einen oder anderen Botch, aber gerade Race mit seiner Ringerfahrung sorgte dafür, dass der Kampf immer einen roten Faden hatte. Dazu kamen einige sauber ausgeführte Old school-Moves (diverse Arten von Suplessen) und High-Risk-Aktionen (wie ein feiner Piledriver von Race außerhalb des Rings), so dass das Match durchaus seine Qualitäten hatte, ohne dabei natürlich ein Highlight zu sein. Auch einen Big Splash vom obersten Seil daneben zu setzen (so wie es Haku zeigte und Race immerhin noch vom zweiten Seil nachmachte) musste man zu der damaligen Zeit erst einmal so hinbekommen.
Wie gesagt, eine Offenbarung war diese Ansetzung nicht, aber schlecht ist auch das falsche Wort. Beide Wrestler haben ein ordentliches Match geworked, wobei gerade Race noch einmal zu überzeugen wusste.
Einspieler und die Battle Royal
Danach gab es noch ein letztes Mal ein paar Einspieler der Akteure, die im anschließenden Rumble antreten sollten. Unter anderem unterstrich Brutus Beefcake seine Ambitionen (und wirkte dabei wie ein etwas zu gut über den Winter gekommener Jim Carey mit toupierter Vokuhila).
Und dann kam endlich die lang erwartete Battle Royal. Und sie begann gleich mit einem Paukenschlag: Denn Ax (Nr. 1) von Demolition trat gegen seinen Tag Team Partner Smash (Nr. 2) an. Beide schenkten sich nichts, sondern gingen gegeneinander genau so vor, wie sie es bei jedem anderen auch getan hätten. Nicht minder eindrucksvoll ging es weiter, denn André the Giant gesellte sich mit Nummer 3 zu den beiden.
Mit Nr. 4 gab ein Wrestler sein Flashback-Debüt, der als eine der Legenden dieses Sports bezeichnet werden darf: Mr. Perfect kam mit freiem Oberkörper und herrlich arrogantem Gesichtsausdruck zum Ring. Über diesen Mann muss man eigentlich nicht viel sagen, ich mache es dennoch kurz: Obwohl er Anfang der 90‘er "nur" zweimaliger WWF Intercontinental Champion war (was damals eben noch etwas bedeutete!), zählt er nicht von ungefähr unter den Fachleuten zu den Großen dieses Sports. Sowohl sein Charisma als auch seine techn...
WWE - Mehr als nur Show?
Ob die WWE fake oder real ist, fragen sich insbesondere Leute, die sich selbst nicht für Wrestling interessieren. Wie real es beim Wrestling zugeht und was daran Sport und was Show ist, erklärt Ihnen dieser Artikel.
Ist die WWE fake?
Den meisten Leuten dürfte zumindest bewusst sein, dass Wrestling generell Show ist. Ein Wrestling-Match ist ein Schaukampf. Das bedeutet, dass alles, was in einem Kampf passiert, vorher abgesprochen ist - auch wer am Ende siegt und wer verliert. Nicht nur das: Alle Schläge, Tritte und Aktionen werden so ausgeführt, dass sie möglichst echt aussehen, dabei jedoch niemand verletzt wird.
Die Titel, die ein Wrestler gewinnen kann, sind also Requisiten. Genauso wie Stühle, Tische oder auch Schlagstöcke und Ähnliches, die bei einem Kampf zum Einsatz kommen. Sowohl alle Wrestler als auch die Ringrichter, Ansager und Moderatoren, sowie der Großteil des Publikums sind sich dessen bewusst und haben sich dazu verabredet, so zu tun, als wäre Wrestling real, die Aktionen echt ausgeführt und Sieger und Verlierer würden nicht vorher feststehen.
"Kayfabe" kann gebrochen werden, zum Beispiel indem zwei Wrestler, die laut Storyline verfeindet sind, sich im Ring wie Kollegen oder Freunde verhalten, die sie in der realen Welt sind. Auch prinzipiell ist Wrestling eine Show: Die Wrestler tragen Kostüme, haben Pseudonyme, inszenieren sich bei ihren Einläufen mit lauter Musik, theatralischen Gesten und Feuerwerk. Teilweise sind sie geschminkt oder tragen Requisiten bei sich, die abgestimmt sind auf ihre Charaktere.
Ein Gimmick ist das Besondere an einem Wrestler, das ihn unverwechselbar macht, zumindest jedoch einen Wiedererkennungswert bietet. Ein klassisches (und eindeutiges) Beispiel für ein Gimmick wäre der Big Boss Man, der einen Polizeibeamten verkörpert, inklusive Uniform und Schlagstock.
Leute, die Wrestling für echt halten (oft sehr junge Fans) werden als "Marks" bezeichnet.
Das Reale am Wrestling
Ist Wrestling nun eine bloße Show? Nein, denn sportlich ist das Ganze auf jeden Fall.
Ist Wrestling per Definition auch kein Kampfsport, so basiert es doch auf Ringen. Jeder Wrestler hat Jahre, wenn nicht Jahrzehnte trainiert. Auch etwas wie ein Titelgewinn mag vorher abgesprochen sein, ist jedoch insofern real, als dass nicht jedem Anfänger ein Titel zugesprochen wird, sondern jemandem, dem man eine lange Karriere zutraut. Zudem ist es so, dass die reale Welt oft in die Storylines hineinwirkt.
