Budo ist der Weg der traditionellen japanischen Kampfkünste.
Mabuni Kenei ist diesem Weg bis heute durch nahezu acht Jahrzehnte gefolgt. Er gehörte zu den letzten Meistern, die bei den Gründervätern des modernen Karatedo in die Lehre gegangen sind.
Der Sohn und Erbe Mabuni Kenwas, des Gründers des Shito ryu, ist im Lauf seines Lebens zu einem tiefen Verständnis vom Wesen des Karate als Budo-Kampfkunst gelangt. Auf lebendige, fesselnde Weise versteht er es, dem Leser dieses außerordentlich komplexe und vielschichtige Wissen nahezubringen.
Dies geschieht in Form von Lebenserinnerungen, technischen Erläuterungen, historischen und philosophischen Ausführungen, Legenden und anekdotischen Begebenheiten aus dem Leben berühmter Samurai und Budoka (Meister des Schwertkampfes, des Aikido, des Okinawa te und des Karate).
Dem Anfänger vermittelt das Buch eine Idee von den unerschöpflichen Möglichkeiten des Budo als Lebensschule, und der Fortgeschrittene findet vielfältige Anregungen für die eigene Weiterentwicklung oder auch für seine Lehrtätigkeit.
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Mabuni Kenei: Ein Leben für das Karate
Mabuni Kenei, Träger des 10. Dan, wurde 1918 auf Okinawa, dem Ursprungsort des Karatedo, geboren. Als Sohn eines der bedeutendsten Karateexperten in der Geschichte der Kampfkünste kam er von Kindheit an mit dem Karate und einigen seiner größten Meister, wie z. B. Funakoshi Gichin und Miyagi Chojun, in Berührung.
Im Alter von 34 Jahren übernahm er den Vorsitz des Shito ryu.
Noch heute, im hohen Alter, hielt er regelmäßig Lehrgänge in verschiedenen Teilen der Welt, in denen er authentisches Karatedo vermittelte.
Frühe Jahre und Ausbildung
Mabuni Kenei (1918-2015) wurde in der okinawanischen Stadt Shuri geboren. Er war das älteste von drei Kindern des Gründers des Shito ryu, Mabuni Kenwa.
1929 zog Mabuni Kenwa auf die japanische Hauptinsel (Honshu), in die Stadt Osaka, um dort Karateunterricht zu geben. Wenig später folgte seine Familie nach. In dieser Zeit begann Mabuni Kenei mit dem systematischen Studium der Kampfkünste.
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Sein Vater unterrichtete ihn im Karate und im Jujutsu. Bei Meister Konishi Yasuhiro erlernte er das Ryukyu-Kobudo und das Kendo. Ninjutsu erlernte er bei Meister Fujita Seiko. In seiner Jugend lernte Mabuni Kenei viele der großen Meister des Budo kennen.
Wirken als Soke des Shito ryu
1939 wurde das Shito ryu offiziell beim Dai Nippon Butoku Kai registriert.
Nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1952 wurde Mabuni Kenei dessen offizieller Nachfolger als 2. Soke des Shito ryu.
1962 begann Kenei Mabuni, seinen Stil weltweit zu verbreiten, indem er in zahlreichen Ländern Unterricht im Shito-Karate erteilte. Seine erste Auslandsreise führte ihn nach Mexiko.
Mabuni Kenei, Träger des 10. Dan, erhielt im Laufe seines Lebens zahlreiche Auszeichnungen, so z. B. die „Medaille für besondere Verdienste in den Kampfkünsten“ durch den Nihon Budo Kyougi Kai. Soke Mabuni Kenei ist technischer Berater der Japan Karate Federation (JKF). 1993 gründete er die World Shito-ryu Karate-Do Federation.
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Ein Vermächtnis für die Welt des Karate
Kenei Mabuni, einer der letzten Meister, die bei den Gründervätern des modernen Karatedo in die Lehre gegangen sind, vermittelt dem Anfänger eine Idee von den unerschöpflichen Möglichkeiten des Budo als Lebensschule, und der Fortgeschrittene findet in diesem Buch vielfältige Anregungen für die eigene Weiterentwicklung oder auch für seine Lehrtätigkeit.
"Dieses Werk, aus dem eine ebenso vergessene wie wertvolle Vergangenheit zu uns spricht, ist eine Einladung, dem Weg des 'vollendeten Menschen' zu folgen, welcher der wahre Weg des Karatedo ist. Soke Mabuni geht sogar über diesen Weg hinaus, indem er Verbindungen zu buddhistischer, taoistischer und konfuzianischer Spiritualität knüpft. Möge seine Botschaft gelesen und verstanden werden." (Roland Habersetzer, 9.
