Michael Smolik ist ein Name, der in der Welt des Kickboxens für Aufsehen sorgt. Bekannt für seine K.-o.-Siege in nur wenigen Sekunden und seinen aggressiven Kampfstil, trägt er die Beinamen "Flying Badboy" und "Die K.-o.-Maschine". Doch hinter dem Kämpfer steckt eine vielschichtige Persönlichkeit, die neben dem Sport auch soziale Projekte und die Schauspielerei verfolgt.
Frühe Jahre und der Weg zum Kampfsport
Schon in jungen Jahren wurde Michael Smolik von seinem Vater Jan Smolik, einem der besten Taekwondo-Kämpfer Polens, trainiert. Bereits mit drei Jahren begann er zusammen mit seinem Bruder mit dem Training. Ab dem fünften Lebensjahr konzentrierte er sich auf Taekwondo. Diese frühe Prägung legte den Grundstein für seine spätere Karriere im Kampfsport.
Wechsel zum Kickboxen und erste Erfolge
Nach dem Wechsel zum Kickboxen feierte Smolik 2012 in Orlando seinen ersten WM-Titel als Amateur bei der World Kickboxing and Karate Union (WKU). Weitere WM-Siege im Leichtkontakt, Vollkontakt und K-1 Rules folgten. Im September 2014 gewann er seinen ersten Profikampf durch K. o. nach nur wenigen Sekunden.
Professionelle Karriere und Titel
Seit Anfang 2015 wurde Smolik von Pavlica und Mladen Steko in München trainiert. Da sein Dienstherr das Kickboxen wegen der Verletzungsgefahr nicht als Nebentätigkeit genehmigte, gab Smolik zum 1. März 2016 seinen Beruf als Polizist auf, um sich voll und ganz dem Kampfsport zu widmen. In der Nacht vom 10. auf den 11. September 2016 gewann er durch K. o. gegen Luca Panto in der ersten Runde seinen ersten WM-Titel im Superschwergewicht bei den Profis.
Er hält den Weltrekord für das schnellste K. o. nach Sekunden. Bei seinem Kampf am 1. Juli 2017 in der Münchner Zenith-Halle brauchte er 3 Sekunden für seinen K. o.-Sieg nach Beginn des Kampfes.
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Der Mensch hinter dem Kämpfer
Neben seiner sportlichen Karriere engagiert sich Smolik auch für soziale Projekte und trainiert Nachwuchstalente. Zudem wirkte er bei der Fernsehserie "Die Ruhrpottwache" mit, wo er einen Polizisten spielte. Smolik ist ein vielseitiger Mensch, der seine Bekanntheit nutzt, um anderen zu helfen und positive Werte zu vermitteln.
Die Rolle des Taekwondo in seiner Karriere
Smolik betont, dass er sich trotz seiner Erfolge im Kickboxen immer noch als Taekwondoin sieht. Die 15 Jahre Taekwondo haben ihm die Grundlage für seine Laufbahn gegeben. Seine Beinarbeit, sein Auge, seine Beweglichkeit und Agilität als Schwergewichtler sind auf diese Zeit zurückzuführen.
Er sagt: "Ohne diesen Sport hätte ich nicht die Grundlage für meine Laufbahn gelernt."
Mentale Stärke und Meditation
Mentale Stärke ist für Smolik einer der wichtigsten Faktoren für Erfolg. Seit er im Profibereich ist, meditiert er und stellt sich viele Situationen vor. Er konzentriert sich auf das dritte Auge und visualisiert den Kampf gegen seine Gegner. Dies hilft ihm, sich zu fokussieren und seine Leistung zu optimieren.
Erfolge und Auszeichnungen
Michael Smolik hat alle seine 29 Profikämpfe gewonnen. Er ist der erste männliche, deutsche Kickboxer, der einen Live-Kampf im Fernsehen bekommen hat. Seine präzisen Kicks und sein schneller K. o. machen ihn zu einem gefürchteten Gegner.
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WM-Titel im Kickboxen
- 2012: WM-Titel als Amateur bei der World Kickboxing and Karate Union (WKU)
- 2016: WM-Titel im Superschwergewicht bei den Profis
Schnellste K.o. Siege
- Weltrekord für das schnellste K.o. nach Sekunden
- 3 Sekunden für seinen K.o.-Sieg nach Beginn des Kampfes am 1. Juli 2017
Zukunftspläne
Smolik plant, sich kampftechnisch weiterzuentwickeln und mehr in die Medienbranche einzusteigen. Er würde gerne in einem Film mitspielen und seine Reichweite vergrößern. Auch ein Engagement im MMA-Bereich ist denkbar. Sein Ziel ist es, einen Legenden-Status zu erreichen und als Sportler etwas zu schaffen, was noch kein Deutscher zuvor erreicht hat.
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