Zwei Kickbox-Weltmeister in Deutschland erschossen: Was steckt dahinter?

In Deutschland wurden innerhalb weniger Monate zwei Kickbox-Weltmeister ermordet. Die Polizei prüft nun, ob es eine Verbindung zwischen den beiden Fällen gibt.

Die Morde

Am vergangenen Freitag wurde der 37-jährige Musa Musalaev in Neu-Ulm erschossen. Er hatte gegen 18 Uhr gerade das Haus verlassen, als er auf seinen Mörder traf. Der Täter flüchtete in einem silbergrauen Mercedes, der von einem zweiten Mann gefahren wurde.

Bereits im April wurde der 35-jährige Said-Sergej Nurislamov in Bietigheim-Bissingen vor seinem Haus erschossen. Auch hier war der Täter vermummt und flüchtete in einem bereitstehenden Fahrzeug.

Parallelen zwischen den Fällen

Es gibt beunruhigende Übereinstimmungen zwischen den beiden Morden:

  • Beide Opfer waren Kickbox-Weltmeister.
  • Beide wurden vor ihrem Haus erschossen.
  • In beiden Fällen war der Täter vermummt.
  • In beiden Fällen flüchtete der Täter in einem bereitstehenden Fahrzeug.

Die Ermittlungen

Die Polizei ermittelt in beide Richtungen. Verbindungen ins Milieu sind ebenso möglich wie beispielsweise eine Eifersuchtstat. Die Sonderkommission "Schüsse" wurde auf 25 Beamte aufgestockt.

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Die Polizei suchte im Großraum Ulm mit Hubschrauber und Spürhunden nach dem Täter, blieb aber bisher erfolglos.

Die Opfer

Musa Musalaev war mehrfacher Weltmeister im Mixed Martial Arts (MMA) und Kickboxen. Er lebte seit 2013 mit seiner Familie in Deutschland und war sportlicher Berater der Regierung seines Heimatlandes Tatarstan.

Said-Sergej Nurislamov betrieb eine Kampfsportschule in Stuttgart und konnte als Personenschützer gebucht werden. Er war 2004 Weltmeister im Kickboxen.

Musa Musalaev war mehrfacher Weltmeister im Mixed Martial Arts (MMA) und Kickboxen, in Russland relativ prominent und unter seinem Kampfnamen "Prince of Tatarstan" bekannt. Im Ring war er nach Berichten von Kämpfen ein harter Kämpfer, der seine Gegner oftmals sehr schnell ausknockte.

Der 35 Jahre alte ehemalige Kickbox-Weltmeister Sergej N. ist am Dienstagabend gegen 22 Uhr auf offener Straße in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) erschossen worden. Der aus Kasachstan stammende Sportler gewann die Weltmeisterschaft 2004 und betrieb in Stuttgart eine „Kampfsport-Akademie“.

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Rätselhafter Grabstein

Musalaev ist mittlerweile beigesetzt. Doch auf seinem Grabstein steht ein Name, der Rätsel aufgibt: Heinrich von Mirbach. Wie die Zeitung weiter berichtet, habe der Kickboxer das Symbol der Barone von Mirbach auch auf seiner Homepage gezeigt. Dort schrieb er, dass er den Namen Heinrich von Mirbach führen dürfe, da er ein Baron sei und von einem deutschen Adelsgeschlecht abstamme.

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