„Karate Kid“ erschien 1984 und wurde zu einem absoluten Klassiker, der zahlreiche Fortsetzungen nach sich zog und einen kleinen Karate-Boom auslöste.
Nachdem Karate Kid II - Entscheidung in Okinawa 115 Millionen Dollar einspielte, musste anscheinend unbedingt ein Sequel her.
Die Geschichte um Daniel LaRusso und Mr. Miyagi machte die Darsteller Ralph Macchio und Pat Morita zu Weltstars.
Karate Kid III - Die letzte Entscheidung ist der dritte Teil der beliebten Reihe um Daniel LaRusso (Ralph Macchio) und seinen Mentor Mr. Miyagi (Pat Morita).
Allerdings muss man deutlich sagen das die beiden charmanten Vorgänger besser waren. Hier ist die ganze Story doch ziemlich an den Haaren herbei gezogen worden.
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Handlung
Dritter Teil der "Karate Kid"-Reihe: Nachdem Daniel LaRusso (Ralph Macchio) im ersten Teil den gegnerischen Kämpfer John Kreese (Martin Kove) besiegt hat, sinnt Kreese auf Revanche.
Nach dieser Niederlage verlassen alle Schüler den Cobra-Kai-Sensei John Kreese, weshalb dieser Daniel die Schuld gibt und ihn in einem neuen Kampf demütigen will.
John Kreese (Martin Kove) hat alles verloren. Nachdem sein bester Schüler (William Zabka) im Finale des All-Valley-Turniers Daniel LaRusso (Ralph Macchio), dem Schützling von Mister Miyagi (Pat Morita), unterlegen war, und er sein wahres Gesicht zeigte, wird sein Dōjō von weiteren Teilnahmen ausgeschlossen.
Außerdem möchte sowieso niemand mehr Karate von ihm lernen.
Er sucht Zuflucht bei seinem alten Kameraden Terry Silver (Thomas Ian Griffith), dem er im Vietnamkrieg mehrmals das Leben gerettet hat.
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Dieser ist mittlerweile ein reicher Geschäftsmann, der seinem Freund mithilfe eines diabolischen Planes die Genugtuung der Rache verschaffen möchte.
Er engagiert den brachialen Mike Barnes (Sean Kanan), damit dieser im nächsten Turnier gegen LaRusso antritt.
Daniel hat jedoch kein Interesse daran, so dass Kreese gewalttätige Methoden einsetzen muss, um ihn von seinem Vorhaben zu "überzeugen".
Erst lässt er dessen Bonasigeschäft zerstören, und als Daniel ein letztes Exemplar der seltenen Bäume aus einem Versteck holen will, um die Zucht wieder in Gang zu bringen, nutzt Kreese eine prekäre Lage Daniels aus, um ihn zu erpressen.
Gegen die Wünsche seines Mentors Mr. Kesuke Miyagi (Pat Morita) willigt Daniel ein, seinen Titel im All-Valley Championship gegen Kreese zu verteidigen.
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Bei den Vorbereitungen gerät Daniel aber unter den Einfluss des Karate-Kämpfers Terry Silver (Thomas Ian Griffith), der mit Kreese zusammenarbeitet.
Seine Vorstellung von der japanischen Kampfkunst hat nichts mit der meditativen Interpretation Miyagis zu tun.
Die dunkle Seite des Karate
In Karate Kid III verführt Terry Silver einem Teufel gleich Daniel, um ihn von dem Pfad abzubringen, den Mister Miyagi für ihn vorgesehen hat.
Heute ist es besser denn je zu beobachten, wie die mentale Unreife von Kindern ausgenutzt werden kann, um einen Keil zwischen sie und ihre Familien zu treiben, auch weil die heutigen Methoden deutlich effizienter sind.
Kritik
Dieses ließ allerdings drei Jahre auf sich warten und wurde generell eher verhalten aufgenommen. Die damalige Enttäuschung ist auch zu verstehen: Im Grunde gibt der Film der Geschichte von Karate Kid einfach nur ein neues Gewand und erzählt sie noch einmal, während er den zweiten Teil in einigen Kernpunkten praktisch negiert.
Trotzdem kommen wir nicht umhin, uns zunächst den negativen Punkten zu widmen.
Ralph Macchios Charakter hat ein ziemliches Downgrade erfahren.
Das kann auch mit dem Schauspieler zusammenhängen, der im Vergleich zu den vorherigen Teilen etwas an Gewicht zugelegt hat und generell nicht mehr so agil wirkt.
Die Karateszenen sind auf ein Minimum reduziert und Daniel wirkt zu keiner Zeit wie ein ernstzunehmender Gegner.
Darüber hinaus stand der Junge im Vorgänger wortwörtlich in einem Kampf um Leben und Tod, aus dem er gestärkt hervorging, scheint nun aber Angst vor seinem eigenen Schatten zu haben.
Allerdings gibt es auch eine Erklärung für die Veränderung, die der Film jedoch nicht deutlich genug macht.
Der Film geht jedoch nicht genau genug auf Daniels innere Schwäche ein und das konstruierte Drumherum macht es auch nicht einfacher, diesen Aspekt zu verteidigen.
Auch Mister Miyagis Charakter wurde ein wenig verändert. Während sein Widerstand gegen Daniels Turnierteilnahme anfangs noch verständlich ist, scheint er später nur deshalb weiterhin störrisch dagegen zu sein, weil das Drehbuch es verlangt.
Seine kurze Auseinandersetzung mit Silver zementiert ihn zwar erneut als unantasbaren Gott der Kampfkunst, aber vielleicht hätte er ihn nicht ganz so sehr vorführen sollen, damit das Gefühl der Bedrohung aufrechterhalten bleibt.
Zum Glück haben Pat Morita und Ralph Macchio weiterhin eine exzellente Chemie, selbst wenn Daniel aufbegehrt und sich von seinem Meister abwendet.
Der größte Pluspunkt von Karate Kid III - Die letzte Entscheidung jedoch ist Thomas Ian Griffith (xXx - Triple X) als Bösewicht.
Er interpretiert die Rolle ziemlich over the top, was dabei hilft, sie zu akzeptieren. Ein Multimilliardär, der nichts Besseres mit sich anzufangen weiß, als Zeit und Ressourcen dafür aufzubringen, Rache an einem Teenager zu üben, den er noch nie gesehen hat? Das lässt sich ja nicht ernstnehmen.
Genau deshalb spielt Griffith die Rolle auch völlig überzogen: Silver ist ein Psychopath.
So kann auch hingenommen werden, dass der ganze Plan von Silver und Kreese völliger Schwachsinn ist, der zudem bis kurz vor Schluss nur dank der Plotconveniences funktioniert.
Weitere Kritikpunkte
Leider fehlt Karate Kid III die emotionale Tiefe und Frische der ersten beiden Filme.
Während Ralph Macchio und Pat Morita erneut solide Leistungen abliefern, ist Daniels Charakterentwicklung enttäuschend.
Statt der Lernreise der ersten beiden Teile wirkt Daniel hier oft naiv und unüberlegt.
Mr. Miyagi, sonst das Herzstück der Reihe, bleibt diesmal zu sehr im Hintergrund.
Die Antagonisten sind überzeichnet und fast schon karikaturhaft böse.
Besonders Terry Silver, gespielt von Thomas Ian Griffith, agiert mit übertriebenem Schurkengehabe, was dem Film eine fast unfreiwillige Komik verleiht.
Die Kampfszenen sind solide, aber nicht so eindrucksvoll wie in den Vorgängern, und die Handlung wiederholt viele Elemente aus Teil 1 ohne wirkliche Neuerungen.
Hintergrundinformationen
Regie führte erneut John G.
Avildsen, doch diesmal wirkt die Geschichte weniger frisch und emotional packend als in den Vorgängern.
Regie: John G. Besetzung: Ralph Macchio, Pat Morita, Robyn Lively, Thomas Ian Griffith, Martin Kove, Sean Kanan, Randee Heller, Pat E.
Das Karate Kid-Universum
Das „Karate Kid“-Universum ist seit den 80ern stetig gewachsen.
Neben den Filmen wird die Geschichte auch in Form einer Serie fortgesetzt.
Bei den vielen Filmen und Serien blickt ihr nicht mehr richtig durch?
Kein Problem, dann seid ihr hier genau richtig.
Wir verraten euch, in welcher Reihenfolge ihr das „Karate Kid“-Franchise schauen müsst.
Nachfolgend haben wir euch die Reihenfolge nach Erscheinungsdatum aufgelistet:
- „Karate Kid“ (1984)
- „Karate Kid II: Entscheidung in Okinawa“ (1986)
- „Karate Kid III: Die letzte Entscheidung“ (1989)
- „Karate Kid“-Zeichentrickserie (1989)
- „Karate Kid IV: Die nächste Generation“ (1994)
- „Karate Kid“ (2010)
- „Cobra Kai“ (2018-2025)
- „Karate Kid: Legends“ (2025)
Mit dem Start des Comedy-Dramas erhielten nicht nur die bekannten Schauspieler Ralph Macchio and William Zabka in ihren Rollen als Daniel LaRusso und Johnny Lawrence ein Revival.
