Karate Dojo Neunkirchen: Informationen und Einblicke in die Welt der Kampfkünste

Die Welt der Kampfkünste ist vielfältig und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung. Karate, als eine der bekanntesten Kampfkünste, hat eine lange Tradition und bietet sowohl körperliche als auch geistige Vorteile. In diesem Artikel werden wir uns mit Karate Dojos, insbesondere im Raum Neunkirchen, sowie mit verschiedenen Aspekten des Karate-Trainings und der Philosophie dahinter befassen.

Die Bedeutung von Karate und anderen Kampfkünsten

Viele Menschen verstehen nicht, weshalb eine Frau eine Kampfkunst ausübt, denn die Vorurteile des unkontrollierten aufeinander Einprügelns und die ständigen Verletzungen, trüben das Bild des tatsächlichen Trainings. Karate hat mir beigebracht, auf meinen Körper zu hören, ihn besser zu verstehen und meine Grenzen auszutesten, ohne mich dabei selbst kaputt zu machen.

Für mich war lange Zeit Kampfsport/Kampfkunst kein Thema, obwohl ich immer schon gerne Sport getrieben habe und auch vor Herausforderungen nicht zurückschrecke. Die Gründe waren damals ganz andere, oft wird einem vermittelt, Kampfsport sei kein Sport für Frauen und Mädchen, da es ein zu brutaler Sport sei, für den man als Frau nicht geeignet ist.

Rückblickend war vermutlich genau diese Unterstellung, dass ich als Frau nicht in der Lage sein könnte, in diesem Sport genau das Gleiche zu erreichen wie meine Trainingspartner, mein Ansporn es trotzdem zu versuchen.

Mir persönlich geht es um das Wissen und die Möglichkeiten, die uns Kampfkünste im Allgemeinen bieten können. Mein Weg der Kampfkünste ist ein Weg mit vielen Abzweigungen, Kurven, Berg- und Talfahrten, aber ich bin immer "drangeblieben".

Lesen Sie auch: Mehr über Karate

Schon als Kind entdeckte ich meine Leidenschaft für Kampfkünste. Stetig von unserem Sensei unterstützt, sammelte ich immer wieder neue Erfahrungen durch den Austausch mit anderen Vereinen und Kampfkunstrichtungen, um auch diese in meine Techniken einfliessen zu lassen. Gerade diese Faszination ständig etwas Neues auszuprobieren, immer dazu zu lernen, nie stehen zu bleiben, hat mich dazu veranlasst mein Wissen im Training weitergeben zu wollen.

Verschiedene Karate-Stilrichtungen

Meine Wurzeln liegen hierbei im Karate, Stilrichtung Shotokan modern, welches ich 8 Jahre in Deutschland als Jugendlicher und junger Erwachsener betrieben habe. Mein neuer Lehrer wurde Shihan Giovanni MARTELLINO, selbst ein Schüler von Tsutomu OHSHIMA, welcher ein sehr traditionelles Shotokan Karate vermittelt. Shihan Martellino, ein sehr strenger Lehrer, welcher stets hohe Anforderungen an sich selbst und seine Schüler stellt, betrachtete mich (zu Recht) als absoluten Neuling und so begann ich meinen Weg noch einmal von vorne.

Ich begann meine Kampfkunstausbildung im traditionellen Swiss Shotokan Karate unter Shihan Tsutomu Ohshima. Noch während meiner Schulzeit habe ich angefangen unter Shihan Giovanni Martellino klassisches Shotokan Karate zu trainieren. Da ich es liebe, Neues zu entdecken und auch gerne über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausschaue, habe ich im Laufe der Jahre an zahlreichen Seminaren und Lehrgängen der verschiedensten Stilrichtungen teilgenommen.

Diese Lehrgänge haben mich in der Welt des Kampfsportes und der Kampfkunst ein wenig herumgebracht, man kann es vergleichen mit einem Handwerker, der auf die Walz geht um seinen Horizont zu erweitern und seine Technik zu verfeinern. Meine Reise hat mich schon zu einigen Meistern geführt, so habe ich die ersten Jahre meines Trainings nach den traditionellen Lehren von Meister Oshima trainiert, habe aber auch die Welt des Shotokai-Karate unter Meister Harada, sowie die Lehren des modernen Shotokan-Karate von Meister Ochi kennengelernt.

Fudokan Karate

Ende 2014 ist unserer Dojo schliesslich geschlossen in die Swiss Fudokan Federation eingetreten, nach deren Regeln wir heute trainieren. Aufgrund einer persönlichen Entscheidung von Shihan Martellino wechselte das Dojo Suisse Shotokan Karate Laufen 2014 zur Suisse Fudokan Federation, eine Landesgruppe der Fudokan Karate Federation. Der Begründer dieser Stilrichtung ist Soke Prof. Dr. Ilija JORGA.

Lesen Sie auch: Rapserdflöhe bekämpfen mit Karate Zeon

All diese verschiedenen Einflüsse und Puzzelteile haben sich schliesslich zu einem immer klarer werdenden Gesamtbild zusammengefügt und haben es mir ermöglicht im Jahr 2015 meine Shodan-Prüfung für meinen ersten schwarzen Gürtel bei Soke Prof. Dr. Ilja Jorga erfolgreich abzulegen.

Kobudo und andere Waffen

Zusätzlich machte ich erste Bekanntschaften mit einzelnen traditionellen japanischen Waffen, wie dem Bo, der Tonfa oder dem Shinai. Hierdurch neugierig geworden nahm ich an einem Seminar teil, bei welchem ich tiefer in Kobudo einstieg und zum ersten Mal mit Kyucho und Tuite Bekanntschaft machte.

Neben meinem Training im klassischen Karate habe ich vor ein paar Jahren auch das Training mit den traditionellen japanischen Waffen (Kobudo) für mich entdeckt. Auch hier war ein Lehrgang, an dem ich Bekanntschaft mit der ersten Waffe, dem Bo (Langstock) gemacht habe, der Auslöser für mein Interesse.

Nach und nach gesellten sich auch andere Waffen, wie der Tonfa (eine Polizeischlagstock ähnliche Waffe), das Shinai (Bambusschwert), sowie die Sai (Dreizack-ähnliches Messer mit achteckiger Klinge) dazu. Nachdem das Interesse geweckt war, bildete ich mich auf diesem Gebiet fort und trainierte das Kobudo unter der Anleitung von Shihan Karl-Hans König.

Durch die Teilnahme am jährlich stattfindenden Kobudo/Kyucho-Lehrgang hatte ich die Möglichkeit einmal in die Welt des Kyucho (Vitalpunktmanipulation) und Tuite (Gelenkmanipulation) hineinzuschnuppern. Seither besuche ich regelmässig Lehrgänge auf diesem Gebiet, mit dem Ziel mich auch in dieser Richtung weiterzuentwickeln.

Lesen Sie auch: Die Lehre im Karate Dojo

Samurai Kids: Karate für Kinder

Durch die Bekanntschaft mit Shihan Toni Dietl lernte ich dessen Programm "Samurai Kids" kennen, welches über viele Jahre gemeinsam mit Polizei und Universitäten entwickelt und speziell auf die Bedürfnisse von Kindern im Alter zwischen 4 und 13 Jahren abgestimmt wurde. Die Schwerpunkte sind Sicherheit, Konzentration, Koordination und Fitness (Gesundheit).

Beim Unterrichten der Kinder nach dem Samurai Kids Programm werde ich unterstützt. Aus diesem Grund habe ich vor einiger Zeit beschlossen eine Ausbildung zum Trainer zu absolvieren um ein Training zu gestalten, welches vor allem Kindern zu Gute kommt und auf ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Für diese Zwecke bietet sich das Programm „Samurai Kids“ von Shihan Toni Dietl sehr gut an, da es speziell auf die Bedürfnisse von Kindern im Alter zwischen 4 und 13 Jahren abgestimmt ist. Es basiert auf den 4 wichtigen Grundpfeilern Sicherheit, Konzentration, Koordination und Fitness/Gesundheit, die kindgerecht und spielerisch vermittelt werden.

FUDOMOTION

Ein weiteres Highlight meiner Trainertätigkeit erlernte ich bei Shihan Karl-Hans König. Er hat gemeinsam mit Soke Prof. Dr. Ilija Jorga und dessen Bruder Vladimir ein gesundheitsorientiertes Training im biomechanischen Optimum entwickelt, welches bis ins hohe Alter problemlos ausgeübt werden kann: FUDOMOTION. Seit 2016 bin ich zertifizierter Diplom Karatelehrer Fudomotion für Erwachsene und Ältere. Dieses System setze ich vor allem im Bereich des Inklusionstrainings ein.

Trainer und ihre Erfahrungen

Viele Trainer bringen eine Fülle von Erfahrungen und Qualifikationen mit, die sie zu wertvollen Mentoren machen. Hier sind einige Beispiele:

  • Ich begann meine Kampfkunstausbildung im traditionellen Swiss Shotokan Karate unter Shihan Tsutomu Ohshima.
  • Als Jugendlicher zog ich mit meinen Eltern in die Schweiz und trainierte zunächst bei Koichi Sugimura in Zürich und in der Folge bei Tsutomu Ohshima. Von dort wechselte ich zu meinem Mentor und Hauptlehrer Taiji Kase, den ich auf vielen Seminaren und europaweit begleitet habe. Unter seiner Anleitung trainierte ich in den Dojo in Paris und Brüssel und erhielt von ihm kurz vor seinem Tod den 8.
  • Seine früheste Jugend verbrachte Salvatore Caprino in Sizilien in grosser Armut. Er begann in einem Verein Judo zu trainieren und begann drei Monate später auch mit Karate.

Die Bedeutung des Alters im Karate

Ich konnte mir nicht vorstellen, in meinem Alter noch eine Kampfkunst zu erlernen. Besondere Freude bereitet mir das Training mit den Veteranen z.B. in Seniorenheimen. Dies zeigt mir ganz besonders, dass man nie zu alt ist, um Karate zu trainieren bzw.