Interpretation des "Schwanenkönig" von Karat

„Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere Er weiß, das wird sein Abschied sein Und sie raunen sich leise zu: Es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt.“ Was für eine poetische Metapher, mit dem einst die DDR-Rockgruppe Karat den Mythos des Todes mit ihrem Titel „Schwanenkönig“ zu beschreiben suchte!

Der Schwanenkönig, der im Mittelpunkt des Geschehens steht, symbolisiert Reinheit und Anmut, während er sich seiner letzten Stunden bewusst wird.

Der Schwan ist ein Symbol für Schönheit und Anmut, und sein weißes Gefieder steht für Reinheit und Unschuld.

Die wiederkehrende Idee, dass „wenn ein Schwan singt, die Tiere schweigen und lauschen“, verdeutlicht nicht nur die Bedeutung des Schwans als König, sondern auch die universelle Ehrfurcht vor dem bevorstehenden Ende.

Der Gesang des Schwans ist ein Ausdruck seiner Liebe zur Erde und seiner eigenen Sterblichkeit.

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Während er sein letztes Lied singt, drückt er nicht nur Trauer, sondern auch die Schönheit seines Lebens aus.

Am Ende des Liedes verschmilzt der Gesang des Schwans mit dem Licht, das im Dunkel verschwindet - eine eindrucksvolle Darstellung von Lebensende und dem unvergänglichen Einfluss der Schönheit, selbst in der Traurigkeit.

Die Trauerweide, die über den Schwan hängt, wird zum Symbol für Traurigkeit und den Zyklus des Lebens.

Ihre senkenden Blätter wirken wie Lanzen, die das noch lebendige Lied des Schwans immer leiser werden lassen.

Diese Bilder verstärken die Traurigkeit und die Vergänglichkeit des Lebens, während der Schwanenkönig sanft in den Tod entschwindet.

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Die Tiere neigen sich und zeigen damit ihren Respekt und ihre Trauer.

Der Schwanenkönig neigt seinen Hals über das Wasser und spiegelt sein Bild im klaren Wasser.

Mit der Zeit verflüchtigt sich sein Gesang immer mehr, während die Abendsonne untergeht und die Trauerweide still ihre Blätter senkt.

Doch singen Schwäne im Angesicht ihres Todes überhaupt?

Als „Schwanengesang“ wird indes gern das letzte Werk eines Musikers oder Dichters bezeichnet.

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Musikalisch berühmt ist jene Sammlung von letzten Liedern Franz Schuberts, die dessen Verleger nach des Komponisten Tod unter dem Titel „Schwanengesang“ zusammengestellt hatte.

Superpoetischer Text und zu dem haben sich Karat von keinem Geringeren als Leonardo da Vinci inspirieren lassen.

Ja DER Leonardo da Vinci, der war nämlich nicht nur einer der größten Maler und Erfinder der Renaissance, er hat auch Fabeln geschrieben.

Die Lyrics des deutschen Songs stammen aus einer polnischen Fabel.

Das Lied dreht sich um die Liebesbeziehung eines polnischen Mannes und einer deutschen Frau.

Die Sehnsucht und das Gefühl von Freiheit spielen auch eine wichtige Rolle.

Karat sind eine Band, die mich schon seit der Kindheit begleitet.

Die Platten wurden im In- und Ausland erfolgreich vertrieben.

Musikalisch berühmt wurden sie durch deutsche Songs wie „Über sieben Brücken mußt du geh‘n“.

Die Ost-Berliner Rockband Karat, die auch schon vor der Wende in der BRD bekannt war, wurde spätestens nach ihrem Nummer 1-Hit „Über sieben Brücken mußt du geh‘n“ eine im Westen fest etablierte Rockband.

Ursprünglich hat die Gruppe den Song für den gleichnamigen Fernsehfilm geschrieben, doch schnell wurde das Lied zum eigenständigen Hit.

Den Songtext können viele mitsingen, die wenigsten wissen aber, wie Karat auf den Text gekommen sind.

„Wir haben uns in einem verräucherten Club kennengelernt. Und das war ja keine alltägliche Geschichte - eine ostdeutsche Band und ein westdeutscher Sänger", erinnert sich der deutsche Sänger Peter Maffay im MDR-Gespräch.

Er coverte das Lied und machte es im Westen erst richtig berühmt.

Das Kulturministerium der DDR verbot Karat, ihren Song im Westen zu spielen.

In den Lyrics des Liedes heißt es: „Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere. Wenn ein Schwan singt, lauschen die Tiere… Es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt.“

Mit Klavierbegleitung und Streichern und teilweise mehrstimmig gesungen, geht diese Ballade total unter die Haut.

Denn der Hit „im nächsten Frieden“ ist leider heute noch genau so aktuell wie damals.

Es geht um Krieg.

Anstatt Prog-Rock ist die deutsche Musik von Karat bei dem gleichnamigen Album eher zwischen Pop und Schlager.

9 deutsche Songs beinhaltete das Album.

„Denn wir sind in einem Labyrinth und wir haben uns verirrt, haben Angst davor, was wird.“, heißt es im Refrain des Liedes.

Der Song zeigt, dass egal wie verloren man scheint, es trotzdem einen Ausweg gibt.

Man soll nicht aufgeben und den richtigen Weg finden.

Genau wie der Song heißt auch Karats aktuellstes Album Labyrinth.

Es ist 2018 erschienen und Karat haben es geschafft sich darauf einen neuen, moderneren Sound zuzulegen und trotzdem dieselben zu bleiben.

„Wir sprechen uns immer ab und entwickeln auch gemeinsam Ideen.

Die Geschichte von Karat gefällt Ihnen?

Ich bin als Kind der DDR natürlich mit Karat aufgewachsen.

Die Band hatte jede Menge legendäre Musik.

Und so manche Perle.

Wie das Lied, um das es gehen soll.

Es gibt so lyrische Kostbarkeiten, die man musikalisch richtig gut umsetzen kann.

So kann man sich auch dem Thema Fernweh widmen.

Wie es auch die Autoren Thomas Kurzhals und Norbert Kaiser bei diesem eher schlichten Lied gemacht haben.

„Hab den Mond mit der Hand berührt“ ist so ein besonderes Lied.