Methoden zur Trennung von Karat-Bands

Vor einigen Monaten sah ich die TV-Dokumentation „Aus dem Schatten des Vaters“ - und war fasziniert, was Walter Kohl, der ältere der beiden Söhne von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl da über sein Leben erzählte. So anders der Lebensweg von Kohl auch ist, in einem ist er Punk: er macht genau sein Ding.

Die Rolle der Musik in der Jugend

Ich höre gerne Musik. Sie ist für mich Energie und Spaß und, wenn es gute Musik ist, auch eine Kraftquelle. Als Schüler war ich von der Neuen Deutschen Welle begeistert, das war so zu meiner Oberstufen-, Abitur- und Bundeswehrzeit. Für Rockmusik war ich immer schon empfänglich, DEEP PURPLE, ROLLING STONES, URIAH HEEP, CINDERELLA und so weiter.

Nö. Da waren meine Eltern total entspannt, und in meiner Teenagerzeit konnte ich die Musik laut aufdrehen, da gab es fast nie Stress. Große Momente waren für mich damals Open-Air-Konzert auf dem Mannheimer Maimarkt-Gelände, DEEP PURPLE beispielsweise war ein echtes Erlebnis. Bei Liedern wie „Smoke on the water“ kann man einfach nicht nicht gut drauf sein.

Ja, ich hatte eine Meinung und es war keine gute. Die Punker, die ich kannte, entsprachen nicht meinem Geschmack. Ich fand, dass Musik einfach nur Musik sein soll und das große Teile der Punk-Bewegung sich damals völlig überzogen und einseitig in Dinge verrannt haben. Damals war ja die große Zeit der Wehrdienstverweigerung, ich aber ging freiwillig zur Bundeswehr, wurde später Reserveoffizier in einer Kampfeinheit. Ich konnte mit einer Rebellion um der Rebellion Willen noch nie viel anfangen. Interessant ist, dass die meisten Punker von damals heute durchaus brave Bürger geworden sind. Wenn ich etwa an DIE TOTEN HOSEN denke, die sind einen langen Weg gegangen, was ich auch völlig okay finde. Ich finde es gut, wenn jemand rebelliert, aber ich finde es auch wichtig, dass jeder die Freiheit hat, seinen eigenen Lebensweg zu finden. Die totale Rebellion ist auch ein Weg, aber meiner Meinung nach nicht unbedingt der Sinnvollste.

Ich hatte damals in der Schule im Fach Sozialkunde eine Facharbeit geschrieben. Damals für mich unglaublich lange 25 Seiten zum NATO-Doppelbeschluss ...... vom 12. Dezember 1979, bei dem es einerseits um Verhandlungen ging über die Begrenzung amerikanischer und russischer atomarer Mittelstreckenraketen, zum anderen aber auch um die weitere Aufrüstung in Westdeutschland mit Pershing-Raketen und Marschflugkörpern ...

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Ich war der Meinung, wenn wir diesen NATO-Doppelbeschluss nicht machen, dass die NATO und wohl auch die Europäische Gemeinschaft auseinanderbrechen werden und die Russen zumindest politisch bis zum Rhein marschieren. Ich war der Einzige an meiner Schule, der diese These vehement vertreten hat, und das völlig losgelöst von meinem Vater. Ich bin heute noch der Meinung, hätte Helmut Schmidt den NATO-Doppelbeschluss nicht initiiert und hätte mein Vater die Wahl im März 1983, die ja als die „Raketenwahl“ tituliert wurde, nicht gewonnen, wäre wahrscheinlich die ganze weitere politische Entwicklung - Stichwort: Ende des Ostblocks - ganz anders abgelaufen. Ich halte den NATO-Doppelbeschluss für einen absoluten Kulminationspunkt und hatte für mich entschieden, dass es den Doppelbeschluss geben muss und dass eine Öffnung im Sinne von Trennung von den USA im damaligen Kontext zu einer Katastrophe führen würde. Und so bin ich einerseits jemand, der begeisterter Rockmusikhörer ist, und andererseits Reserveoffizier der Bundeswehr sowie ein überzeugter Vertreter des NATO-Doppelbeschlusses. Das ist für mich überhaupt kein Widerspruch. Übrigens kann man im Schützenpanzer über Walkman sehr gut Rockmusik hören, das kann ich aus Erfahrung sagen.

Politische Meinungsbildung

Ganz wesentlich durch diese Facharbeit, für die ich ein Vierteljahr Zeit hatte und für die ich ein mir damals ganz neues, intensives Quellenstudium betreiben musste. Ich las deutsche und internationale Zeitungen, Hintergrundberichte und Analysen. Obwohl ich erst in der 12. Klasse war, war es das erste Mal, dass ich eine eigenständige akademische Leistung vollbringen musste. Da machte ich vieles zum ersten Mal, was heute noch für mich wichtig ist, nämlich das tiefe Arbeiten an Themen, das Researchen. Das hat alles seinen methodischen Ursprung in dieser Facharbeit. Auch das Bilden einer eigenen Meinung, das Durchhalten dieser gegen ein anders gesinntes Umfeld, geht darauf zurück. Mein schulisches Umfeld, meine Lehrer, waren zu 80% anderer politischer Meinung. Ich hatte aber mein Urteil gefällt und blieb dabei, auch und gerade weil es natürlich häufig das Vorurteil gab und gibt, dass der Sohn vom Kohl ja sowieso dieselbe Meinung wie sein Vater zu haben hat. Ich aber habe stets betont: „Das ist meine eigene Meinung!“. Und genau das mache ich heute auch, womit wir bei meinem Thema Versöhnung sind. Für mich ist es kein Widerspruch über Versöhnung und inneren Frieden zu sprechen und dabei auch gerne Rockmusik zu hören.

BAP ist für mich kein gutes Beispiel für Rockmusik, denn Rockmusik muss auch mal richtig krachen. Ich finde, Musik soll Freude machen und man muss nicht alles politisieren. Ich fand die Neue Deutsche Welle mit Bands wie IDEAL oder SPLIFF richtig gut, aber mir gefiel auch die Rockmusik aus der DDR, etwa CITY, PANKOW oder KARAT. Ich höre Musik ja nicht um der Politik willen, sondern um Musik zu hören. Musik ist auch der Weg nach innen. Johnny Cash zum Beispiel höre ich auch gerne, „Cocaine Blues“ oder „Hurt“, sein letztes Lied, das ist schon fast eine Reise in die andere Welt, wenn man da mal genau zuhört. So was begeistert mich an Musik.

Ich war nur die ersten vier Jahre der Achtziger in Deutschland, den Rest verbrachte ich in den USA. Dadurch habe ich viele Diskussionen in Deutschland nicht mitbekommen, aber die Friedensbewegung der frühen Achtziger lehnte ich in ihrer Radikalität und auch Naivität ab, speziell Personen wie Petra Kelly und Gert Bastian. Zu beiden gibt es mittlerweile ja auch klare Hinweise, dass sie im Sold der Stasi standen. Deren Tun habe ich damals mit Zweifel betrachtet und diese Zweifel haben sich in meinen Augen bewahrheitet. Was nun die USA betrifft, so erlebte ich dort ganz andere Diskussionen, da war das Thema Integration und Rassenversöhnung wichtig. Es entstanden Filme wie „Mississippi Burning“. Das habe ich mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, weil es ein „Healing“ in der Gesellschaft war. Da haben die Amerikaner meiner Meinung nach eine große Fähigkeit, kritische Themen anzusprechen und diese auf eine breite Plattform zu stellen. Die soziale und kulturelle Diskussion der Achtziger Jahre war in den USA sehr stark von diesen Themen geprägt. War das ein aktives Aneignen von Wissen über Versöhnung oder stellten Sie erst im Nachhinein fest, dass sie da was aus ihrer Zeit in den USA mitgenommen hatten?

Ja, ich habe solche Wut erlebt und schließlich auch in eine neue, konstruktive Energie gewandelt. Jedes Gefühl hat ein Gegengefühl. Wenn Sie die fünf Schritte des Weges der Versöhnung betrachten, die den Kern meiner Arbeit ausmachen, finden Sie im dritten Schritt, den sogenannten Energiewandel. Das heißt, dass wir nach einer gewissen biografischen Vorarbeit im ersten und zweiten Schritt sagen, was das neue Ziel der Wut ist. Wie kann ich aus alter Wut eine neue, heilende Energie machen? Und das gilt nicht nur für Wut, sondern auch für Dinge wie Einsamkeit, Sprachlosigkeit, Angst, Schmerz, eben für all jene Gefühle, die uns belasten, die „Kraftfresser“ sind. Das Ziel meiner Arbeit ist, Kraftfresser in Kraftquellen zu wandeln. Ein Wandel bedeutet, dass man das Alte annimmt und ihm eine neue Richtung, einen neuen Sinn gibt. Ein Beispiel: Der Tod meiner Mutter hat mich extrem geschmerzt. Suizid in der eigenen Familie, dann auch noch im einstigen Kinderzimmer, im einstigen Jugendbett, das war eine Katastrophe. Mein Wandel besteht nun darin, dass ich es als meinen Auftrag definiert habe, offen über Suizid zu sprechen, um Menschen zu erreichen und zu bewegen, nicht diesen Weg zu gehen. Und heute kann ich sagen, dass eine ganze Reihe von Menschen mir geschrieben haben „Herr Kohl, Ihre Worte haben mir geholfen, ich begehe keinen Suizid“. So kann ich jetzt ans Grab meiner Mutter gehen und sagen „Mama, das haben wir gemeinsam mitbewirkt.“. So ist aus dem alten Schmerz neuer Sinn geworden. An der Punk-Bewegung hat mich übrigens damals gestört, rein intuitiv, dass die bei der Wut stehengeblieben sind, dass die keine Antwort hatten. Die bloße Wut an sich ist keine Antwort, sondern eine Sackgasse! Die große Herausforderung im Leben ist das, was uns widerfährt, z. B. Wut, Einsamkeit, Enttäuschung zu befrieden und in neue Kraft zu wandeln. Mein Appell an die Musik ist, den Weg bis zum Ende zu gehen und nicht im Schmerz stehenzubleiben, sondern weiterzugehen in Richtung deiner neuen, lebenswerten und positiven Antwort, also Impulse zur Lösung zu geben.

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Ich schreibe, wie ich denke, fühle, eben wie ich bin. Und ich bin, wie ich bin.

Ja, natürlich. Ich habe Volkswirtschaft studiert, im Investmentbanking und Controlling gearbeitet, das sind analytische Berufsfelder. Ich musste regelmäßig vor Entscheidungsträgern Analysen zu komplexen Sachverhalten abgeben, und später auch selbst als Entscheider wirken. Für mich gehört eine Analyse dazu, das war schon immer meine Art - bis hin zur vorhin erwähnten Facharbeit, die einen Wendepunkt in meinem Leben darstellte. Jeder geht seinen Weg, hat seine Art, und das ist eben meine.

Ich glaube, dass wir als Menschen aus drei Elementen bestehen: Körper, Geist und Seele. Das ist wie ein Dreiklang, ein Akkord, eine Harmonie. Die sachliche, intellektuelle, die Geistaussage, dann die spirituelle, emotionale, die Seelenaussage, und das körperliche Wohlbefinden, der „Bauch“, die müssen im Einklang sein. Wenn wir Menschen überzeugen wollen, dann schaffen wir das nur, wenn wir im Einklang mit uns selbst sind. Ich nenne das „Freundschaft mit uns selbst“. Wer seine Freundschaft mit sich selbst findet, der kann auch Freundschaft mit anderen Menschen haben, und, so gewünscht, auch eine Freundschaft mit Gott. Eines meiner großen Themen ist es deshalb, Menschen Wege zu öffnen, um zu dieser Freundschaft mit sich selbst zu gelangen.

Ich würde das nicht als „weich“ bezeichnen, es ist gemischt, im Sinne von Körper, Geist und Seele. In der Gewichtung liegt dann auch die Wucht der Aussage, denn es gibt Menschen, bei denen eher die Gefühle im Vordergrund stehen, bei anderen der Kopf. Mein Ziel ist, viele Menschen zu erreichen, und in mir offen zu bleiben.

Das ist ein fast immer positives Erlebnis. Bei vielen meiner Lesungen und Vorträge kommt jemand aus meinem alten Leben, sei es jemand, der mal mit mir zusammengearbeitet hat, oder ein ehemaliger Kunde oder Lieferant. Dann bekomme ich viel positives Feedback. Und das freut mich, denn der Tenor ist, dass ich mich weiterentwickelt habe. Das gibt mir Bestätigung.

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Ich vermute, dass ein Reiz, sich mit Ihnen zu beschäftigen, zunächst schon das „So... DDR hinaus kam, bzw. durch das Regime und der im Westen nicht sehr beliebten Heimat der Bands. DDR-Rockmusik gelegt wurde. Amiga betrieben.

Die Puhdys

Die PUHDYS waren die erfolgreichste Rockgruppe der DDR. Hand, zum Vorbild mehrerer Musikergenerationen. Melodien sowie der, bis auf einen Wechsel, konstanten Besetzung.Am 19. Nov. 1969 gaben die PUHDYS - Dieter Birr (g, voc; geb. am 18. März 1944; n. a. A. 1945), Dieter Hertrampf (g, voc; geb. am 29. Nov. 1944; n. a. A. Peter Meyer (keyb; geb. am 5. Jan. (b; geb. am 6. Okt. 1937) - ihr erstes Konzert in Freiberg.

LED ZEPPELIN). gab, die Originalinterpreten live zu erleben. hatten die PUHDYS schon eine ansehnliche Fangemeinde erschlossen. nicht aus, daß auch die Medien auf die Band aufmerksam wurden. oder auf Platte.. dies zu ermöglichen. Chefdramaturgen des Berliner Friedrichstadtpalastes Wolfgang Tilgner. hatte. 1971 fertiggestellt. des DDR-Rundfunks wochenlang auf Platz 1. Der Anfang war gemacht. man diesen Titel heute, ist anzumerken, daß heftig abgekupfert wurde (z. B. «Ähnlichkeiten mit "Gypsy" von URIAH HEEP). der Musikschule Berlin-Friedrichshain miteinfloß. "Geh dem Wind nicht aus dem Wege". (Mittelteil: Dudelsack, Tempowechsel). schon damals ihre Unverwechselbarkeit. nach. Die PUHDYS durften ihre erste LP veröffentlichen. auf einer LP veröffentlicht zu werden. damit verbracht, neue Titel zu produzieren. "Die Legende von Paul und Paula" mit. - ihre Verwandtschaft mit bereits existierenden Hits nicht verleugnen konnten. "Look Wot You Dun". bereits Dagewesenem nicht zu Plagiatsklagen. international nicht die geringste Rolle. 1974 erschien die erste PUHDYS-LP. war sie die zweite echte Rock-LP in der Geschichte dieses Genres in der DDR. Staats wegen sich kontinuierlich zu entwickeln. Erfolg der ersten die zweite LP eingespielt. PUHDYS Studioerfahrung gesammelt und sich kompositorisch weiterentwickelt. Jeske. Dieses ruhige Lied (u. a. die erfolgreichste DDR-Rockband. und PANTA RHEI. 1975 auf. im Sept. zugezogen hatten. Die PUHDYS hatten keine Schwierigkeiten mit jenen Institutionen. Single erschien. das Wasser reichen können. Zeit von 1975 bis 1980 war gewiß die erfolgreichste Periode in der PUHDYS-Geschichte. Jugend" in Dortmund. Möglichkeit zuteil wurde. Dem erfolgreichen Konzert folgten im Nov. Konzerte in Westberlin und im Febr. 1977 eine erste Tournee.

New Wavemusik. Art von Rock die einfach etwas jünger und frischer war. wieder viele neue Bands, wie z.B. Circus, Setzei, Reggae Play u.a.. alten Bands. Rockhaus. DDR-Rockspektakel.

Demokassetten im Rundfunk spielen zu lassen. ins Licht der Medienöffentlichkeit gelangen. Seiten Vorgabe nicht eingehen kann. Einfluß und waren Regional sehr populär.

Viele Bands lösten sich auf, z.B. wegfielen. Viele gestandene Bands versanken in der Bedeutungslosigkeit. über Wasser halten. Die Prinzen z.B. Wende etwa genauso weiter machen konnten wie zuvor, wie z.B. hatten. Diesen Bands blieb ihre etwas andere Fangemeinde treu.

Band Gründungsjahr Bemerkungen
Puhdys 1969 Erfolgreichste Rockgruppe der DDR
Karat Bekannte DDR-Rockband
City Einflussreiche DDR-Band