Catch Wrestling Weltmeisterschaft Geschichte

Seit rund 15 Jahren veranstaltet Eddy Steinbock Catch-Events, seit einigen Jahren im „Aladin“.

Die „Special Fight Night“ der EPW am 10. November im „Aladin“ beginnt um 20 Uhr.

Bevor Eddy zur letzten Titelverteidigung antritt, stehen noch diverse Kämpfe an.

Noch ein Weltmeisterschaftskampf.

Noch einmal will „The Big German“ seine fünf Weltmeisterschaftsgürtel verteidigen.

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Dann ist Schluss.

Die Catch-Legende Eddy Steinblock verlässt den Ring - nach mehr als 30 Jahren. Das große Finale - „The Final Chapter“ - steigt in seiner Heimatstadt Bremen.

Am Freitag, 10. November, tritt er zu seiner letzten Titelverteidigung an.

Der Abschied fällt dem Zwei-Meter-Kraftprotz schwer, „sehr schwer“.

Eddy Steinblock hat „gegen die Größten der Welt gerungen“ und unzählige Kämpfe bestritten.

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In den 80er und 90er Jahren zogen die Catcher das Publikum nahezu magisch an.

Die Veranstaltungen füllten große Hallen.

In seinem besten Jahr habe er 346 Kämpfe bestritten, sagt Eddy.

Bremen war damals eine Catch-Hochburg. Eddy Steinblock war einer der Lokalmatadore.

Eine Kampfbilanz?

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In den ersten Jahren habe er durch „Daddelei“ und Unerfahrenheit einige Fights verloren, erzählt der 140-Kilo-Muskelmann.

„Zuletzt habe ich fast nur gewonnen.“

Und Verletzungen?

„Wow“, sagt Eddy.

„Wenn ich jetzt anfange, sitzen wir morgen früh noch hier.“

Eddy Steinblock ist auch offiziell eine „Wrestling-Legende“.

Seit 9. Seit rund 15 Jahren veranstaltet er Catch-Events.

Als Veranstalter - Steinblock ist Gründer der eigenständigen Wrestling-Liga EPW (European Pro Wrestling) - bleibt Steinblock dem Wrestling-Sport erhalten.

Doch noch einmal steigt er in den Ring.

Seit rund 15 Jahren veranstaltet Eddy Steinbock Catch-Events.

Die „Special Fight Night“ der EPW am 10. November im „Aladin“ beginnt um 20 Uhr.

Bevor Eddy zur letzten Titelverteidigung antritt, stehen noch diverse Kämpfe an.

Wer heute auf ein Plakat mit der Aufschrift “Wrestling/Catchen” stößt, der wird nur noch mit einer Illusion konfrontiert.

12.473.474 - das ist die beeindruckende Zahl von Zuschauern, die die Turniere des großen Promoters Gustl Kaiser bis 1976 besuchten.

1965 schließlich startete einer von Kaisers zahlreichen Kämpfern seine Karriere als Promoter, Nicola Selenkowitsch.

Was “Nico” erreichte, war bahnbrechend wie unglaublich zu gleich.

Selbst heute noch, sechs Jahre nach seinem Tod, ist er in Bremen beliebt wie eh und je.

Selenkowitsch, Heinrich Kaiser, Paul Berger, Sven Hansen, Edmund Schober, Georg Blemenschütz - alles Namen, durch die das Catchen in den 70er und 80er Jahren den Höhepunkt erreichte.

Diese Veranstalter hatten internationale Kontakte, wodurch ausländische Superstars wie Antonio Inoki auch in Deutschland auftreten konnten.

Heute scheint es Unmöglich zu sein, so viele Menschen anzulocken, wie sie einst auf dem Schützenplatz in Hannover zu finden waren.

Damals dauerten die Turniere hier oft Wochen, gar Monate mit täglich grandiosen Kämpfen.

So wurde der Schützenplatz zeitweise zum Mittelpunkt des Catchens schlechthin und Hannover zur “Welthauptstadt” dieser Freistilart deklariert.

Einige junge Leser werden erstaunt sein, aber die 100.000 Zuschauermarke zu durchbrechen, war hier keineswegs ungewöhnlich.

Zwischen den ratternden Fahrgeschäften und kreischenden Spielautomaten herrschte ein wahrer Trubel am Eingang des Catcher-Zelts.

Wer eine Eintrittskarte ergatterte, konnte sich glücklich schätzen.

Den Berufsringkampf in Deutschland bestimmten damals zwei Verbände: IBV und VDB, Internationaler-Berufsringkämpfer-Verband (Hamburg) und Verband-Deutscher-Berufsringer (Berlin).

Von einer CWA war nur zu träumen, da es sie bis 1985 überhaupt nicht als Promotion gab.

Fast alle wichtigen Turniere, auch in Österreich, standen mindestens unter der Leitung eines dieser Verbände.

Mit zwei Verbänden existierten im Berufsringkampf auch zwei Lager: Freistil-Berufsringkämpfer (IBV) und Catcher (VDB).

Obwohl eine Trennung nach außen hin offensichtlich erschien, teils auch strikt vollzogen wurde, ist doch die Wirklichkeit etwas anders gewesen.

Man konkurrierte zwar gegeneinander, aber manche Ringer des IBV kämpften später auch beim VDB.

Bestes Beispiel dafür ist Otto Wanz, den Gustl Kaiser 1974 zum IBV holte.

Kaiser war eine Schlüsselfigur, an ihm kam keiner vorbei.

Er schloss Verträge mit allen namhaften Ringern ab, die wie eine Teilnehmerliste bei den Olympischen Spielen erscheinen.

“International” - Gustl Kaiser trug dem alle Ehre.

1976 trat er von der deutschen Ringbühne ab, die er ein halbes Jahrhundert lang mitbestimmte.