Judo Entkalkungsanlage Wartung Anleitung

Mancherorts ist Trinkwasser sehr kalkhaltig (“hartes Wasser”). Sobald hartes Wasser verdunstet oder erhitzt wird, wandelt sich gelöstes Calciumhydrogencarbonat zu Kalk um und setzt sich an Leitungen, Töpfen und Wasserhähnen in Form von unschönen weissen Flecken und Rändern sichtbar ab.

In einigen Regionen ist dies ein grosses Problem. Diverse Hersteller von Wasserenthärtungsanlagen (insbesondere von Ionentauschern) versprechen nachhaltig wirkende Kalkreduzierung, die Wasseranlagen und Armaturen sowie Töpfen nicht mehr kreidebleich aussehen lassen. Als Antikalk- oder Kalkschutzsysteme sollen sie Abhilfe bei hartem Wasser oder gegen Kalkprobleme schaffen.

Jedoch haben die Geräte ihren Preis: Je nach Hersteller und Modell können die Systeme schnell mehrere Tausend Franken kosten. Da es in vielen Gebieten der Schweiz (wie auch in Deutschland) stark kalkhaltiges Wasser gibt, was Kalkkrusten und geschädigte Trinkwasserinstallationen zur Folge hat, werben Ionentauscher-Produzenten damit eben diese zu reduzieren bzw.

Funktionsweise von Ionenaustauschern

Beim Ionenaustausch-Verfahren werden dem Wasser die Calcium- und Magnesium-Ionen - also der Kalk - entzogen und gegen Natrium-Ionen ausgetauscht. Die Entkalkungsanlage wird so in die Wasserversorgung im Haus integriert, dass das kalkhaltige Wasser, bevor es zum Hahn oder zur Waschmaschine gelangt, zunächst das Tauscherharz in der Anlage durchfliesst.

Beim Tausch von vorhandenen Kalzium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen wird aus hartem Wasser weiches Wasser. Da hartes Wasser den Spül- und Waschmittelverbrauch deutlich erhöhe folgt im Rückkehrschluss für das ionisierte, entkalkte Wasser: Wesentlich geringerer Verbrauch von teurem Waschmittel (gerade in der Gastronomie, Hotelbranche sowie Reinigungsindustrie genauso aber auch in Privathaushalten), da derlei Mittel in weichem Wasser einfacher schäumen und damit geringere Mengen notwendig werden.

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Überdies bliebe die Wäsche und Kleidungsstücke länger weich. Ebenso verhielte es sich bei Pflegemitteln wie Seifen, Duschgel und Shampoo: Mit weichem Wasser käme man mit geringeren Mengen an täglichen Hygiene-Mitteln aus. Realitäts-Check im Ionentauscher-Test: Tatsächlich schäumt Spül-, Wasch- und Pflegemittel stärker in weichem Wasser.

Aber die zahlreich in Aussicht gestellten positiven Effekte, wie spürbar weichere Wäsche oder gar Haut, können nicht nachgewiesen werden. Mit weichem Wasser zubereiteter Tee und auch Kaffee zeichne sich durch einen erheblich angenehmeren Geschmack aus.

Realitäts-Check im Ionentauscher-Test: Ganz im Gegenteil führt ionisiertes bzw. weiches Wasser in jedem Fall zu Geschmacksveränderungen. Kalk ist ein Geschmacksverstärker; gerade Kaffeewasser sollte mineralreich sein. Entgegen der geläufigen Meinung resultiert die Entkalkung nicht in einem ausgeprägteren Aroma, sondern in einem abgeschwächten.

Darüber hinaus erzeugt das Ionentauschverfahren stets einen Überschuss an Natriumionen. Ab einem Härtegrad von 43fH wird der von der Tinkwasserverordnung erlaubte Natriumwert überschritten!

Vorteile von Ionenaustauschern

Getreu dem Motto “je weicher das Wasser, umso eher lassen sich die Verkalkungen in den Wasserleitungen in Grenzen halten” sind Ionentauscher-Testsieger in der Lage die Leitungen schützen. Ionentauscher dienten als Prävention für die Trinkwassersysteme in Einfamilienhäusern genauso aber auch in Mehrfamilienhäusern, denn sie erhöhten die Lebensdauer derselben wesentlich.

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Das Ionentauscher-Prinzip stoppt den Kalk und macht eventuell anfallende Reparatur-Arbeiten, die aufgrund von Verkalkungen in den Rohrleitungen entstehen könnten, unnötig. Die Anwendung von Ionenaustauschern erhöhe im gleichen Zug auch die Lebensdauer von Armaturen: Die Belastungsprobe sei für das empfindliche Material durch die reduzierte Auseinandersetzung mit dem schädigenden Kalk weitaus geringer und verlängere so Nutzdauer.

Nachteile und Realitäts-Checks

Realitäts-Check im Wasserenthärter-Test: Verschwiegen wird hierbei, dass durch die Entkalkung der pH-Wert abgesenkt und die Entkalkung das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht zerstört werden. Wenn hartes Wasser Boiler, Durchlauferhitzer und Wärmetauscher durchläuft, verkalken auch die Übergangsflächen unweigerlich.

In der Folge komme es an den Übergangsstellen zu einer Art “Wärmesperre aus Kalk”. Denn der abgelagerte Kalk habe eine nahezu unvorstellbare Isolationswirkung, die den Energiemehrverbrauch wiederum ins Unermessliche steigere. Realitäts-Check im Ionentauscher-Test: In der Regel arbeiten Ionentauscher mit Strom.

Realitäts-Check im Ionentauscher-Test: Das Prinzip Ionentausch funktioniert mit einer zusätzlichen Beimischung von Frischwasser, damit das aufbereitete Wasser der Trinkwasser-Vorschrift entspricht. Daher trifft die vollständige Entfernung der Kalkablagerung in Küche und Bad nur bedingt zu. Denn schlussendlich wird wieder haftender Kalk im Wasser zugeführt.

Eine Kostenersparnis sei in vielerlei Hinsicht in Aussicht: Einerseits - wie bereits erwähnt - spare der Verbraucher an Spül- und Pflegemittel sowie an Mitteln für die Entkalkung von Küchengeräten oder Waschmaschinen. Darüber hinaus wirke sich der Ionentauscher-Effekt präventiv auf alle Anlagen aus, sodass durch Verkalkung entstandene Reparatur-Kosten gar nicht erst aufkämen.

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Realitäts-Check im Wasserenthärter-Test: Chemische Wasserenthärtungsanlagen wie der Ionenaustauscher sind äusserst wartungsintensiv. Ionentauscherpatronen müssen in regelmässigen Abständen ausgetauscht werden. Zudem muss die Reinigung jeder Tauscher zwingend periodisch vollzogen werden, um einer Verkeimung zuvor zu kommen.

Grundsätzlich gilt, wenn eine Wasserenthärtungsanlage DVGW geprüft ist, kostet sie in der Regel mehr. Unserem Ionentauscher Test zufolge sind neben Grünbeck, Aquintos, Judo, BWT, Brita, A&G und Filtrasoft die wichtigsten Marken bzw.

Die Geräte unterscheiden sich hinsichtlich Kapazität (zwischen 1000 und 3200 Liter), Betriebsdruck (Minimum zwischen 1,40 und 2,20 bar / Maximum zwischen 6,00 und 8,60 bar), Regenerationsdauer (zwischen 12 und 50 Minuten), und Durchflussmenge (zwischen 0,4 und 1,7 m³/h). Die Verarbeitung der einzelnen Modelle unterscheidet sich mitunter sehr stark, was sich wiederum im Preis spiegelt.

Wichtige Fragen vor dem Kauf

  • Wie lässt sich die Anlage in das Rohrsystem integrieren?
  • Mit Blick auf die Bauweise, wie kompliziert ist die Installation an sich?
  • Passt das Ionenaustauscher-System zur Anzahl der Nutzer?
  • Für welche Haushalte eignet sich die Anlage?
  • Wie hoch ist der Stromverbrauch?
  • Ist die Handhabung leicht und unkompliziert?
  • Gibt es eine Test-Zeit für die Messung des Erfolgs bei der Kalkminderung, die vertraglich festgelegt werden kann?
  • Gibt es ein Rückgaberecht im Fall, dass keine Wirkung nachweisbar ist?

Der Spielraum für Kosten einer Wasserentkalkungsanlage ist sehr gross. Abhängig davon, wo man Ionentauscher bestellt und ob im Paket neben dem Gerät selbst auch Einbau, Zubehör und Salz enthalten sind, kann der Ionentauscher-Preis sehr unterschiedlich ausfallen. Die Spanne entsprechend des Ionentauscher Tests liegt bei zwischen ca. 1000 und 4.000 Schweizer Franken.

Hinzu kommen in den meisten Fällen teure Wartungskosten, die kontinuierlich weitergetragen werden müssen. Das System steht und fällt mit einer regelmässigen, sorgfältigen Wartung. Die Hersteller profitieren von Folgegeschäfte durch den periodischen Patronentausch oder Unterhaltsarbeiten. Rein aus ökonomischer Sicht rentiert sich die Anschaffung einer solchen Anlage nicht.

Gesundheitliche Aspekte und Alternativen

Es kursieren Gerüchte, (sehr) kalkhaltiges Trinkwasser sei möglicherweise ungesund. Dies muss richtiggestellt werden: Trinkwasser aus dem Wasserhahn, auch wenn es sehr viel Kalk enthält, ist NICHT schädlich. Vielmehr enthält es lebensnotwendige Mineralien wie Calcium und Magnesium, die für den Knochen- und Muskelaufbau des Menschen wichtig sind. Trinkwasser hat eine hervorragende Qualität.

Zudem stellt sich bei einer Wasserhärte unter 20 °fH (Messwert in französischen Härtegraden) überhaupt nicht die Frage nach einer Nachbehandlung in Form einer Entkalkung bzw. Nicht nur unserem Ionentauscher Test zufolge wirkt sich das Entziehen von Kalk aus unserem Trinkwasser negativ aus: Durch den Ionentausch werden wichtige Mineralstoffe aus dem Wasser entfernt, die Natriumbelastung erhöht und der pH-Wert gesenkt. Das Wasser hat somit eine völlig andere chemische / basische Zusammensetzung.

Das Trinkwasser wird zum schädlichen Industrie-Abwasser. Es geht auch MIT Kalk und ganz ohne Chemie: Die innovative Kalkschutz-Technologie von maitron® funktioniert mit sogenannten «Impfkristallen», die Kalk zu kleinen einzigartigen Kalkkristallen binden, sodass sich keine Kalkablagerungen an den Armaturen bilden können. Dank der Kalkwandler-Wirkungsweise bleibt wertvolles Kalciumcarbonat weiter im Trinkwasser enthalten, setzt sich jedoch nicht mehr an Oberflächen ab.

Die Kalkbehandlung durch Impfkristalle ist seit 2009 wissenschaftlich anerkannt. … kein Ionenaustauscher! Wenn Sie nachhaltig und umweltbewusst leben, stellt der Ionenaustauscher keine überzeugende Variante zur Reduzierung von Kalkrückständen auf Armaturen und Geräten dar, da er die Umweltbilanz für die gesamte Hauswasserleitung verschlechtert.

Die Teilentmineralisierung und Beimischung von Natrium im Rahmen der Ionenaustauscher Funktionsweise verändert unser Lebenselexier Trinkwasser zu Industriewasser und schädigt unwiderruflich die Umwelt. Bei der Regeneration des Gerätes wird unser Grundwasser mit Natriumchlorid respektive mit Natrium belastet. Dadurch wird uns trinkbares Wasser entzogen. Je Einfamilienhausanlage gelangen jährlich über 100 Kilogramm Regeneriersalz ins Grundwasser.