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Grenzach-Wyhlen liegt am Hochrhein im Dreiländereck von Schweiz, Frankreich und Deutschland an den südlichen Ausläufern des Südschwarzwalds.

Grenzach-Wyhlen ist die am südlichsten gelegene Gemeinde von Baden-Württemberg.

Die Lage der Gemeinde weist sowohl die maximale Entfernung zur Landeshauptstadt (Stuttgart; ca. 177 km Luftlinie), als auch zur Bundeshauptstadt (Berlin; ca.

Die Gemarkung von Grenzach-Wyhlen umfasst die von Auenlehm und mit vom Dinkelberghang stammendem Schwemmlehm bedeckte Schotterebene des Hochrheins und den südwestlichsten Teil des Dinkelbergplateaus.

Bei diesem dominieren die teils gebankten, teils plattigen Kalke des Oberen Muschelkalks, die in den Steinbrüchen aufgeschlossen sind.

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Zuoberst finden sich dolomitische Bänke mit Silexknollen, die man da und dort auf den Feldern auffindet.

Mittlerer und unterer Muschelkalk bilden stellenweise die unteren Hangpartien, sind aber meist von Hangschutt überdeckt, also kaum aufgeschlossen.

Vom Vorhandensein des Mittleren Muschelkalks zeugen neben dem Flurnamen Gipshalde noch Mundlöcher von Stollen, in denen nach dem hier lagernden Gips gegraben wurde (z. B.

Die Muschelkalktafel ist auf der Gemarkung Grenzach-Wyhlen durch eine ganze Schar von meist schmalen NS-streichenden tektonischen Gräben zergliedert, die mit eingesacktem Keuper, (der über dem Muschelkalk folgenden Schichtenfolge) gefüllt sind.

Außerhalb der schützenden Gräben ist der Keuper weitgehend der Abtragung anheimgefallen.

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Nur im Rührberg-Chrischonagebiet und auf dem Neufeld ist er noch flächenhaft vorhanden.

Diese Keupergräben mit ihrem keilförmigen Querschnitt sind Begleiterscheinungen der im Tertiär erfolgten Rheingrabenbildung.

Sie zeugen von zerrenden Kräften quer zur Rheingrabenachse.

Von West nach Ost folgen Bettinger Graben, Grenzacher Graben, Rustelgraben, Ziegelhof-Rudishaugraben, Keusbodengraben und Rührberger Graben.

Im Talbach-, Rustel- und Keusbodengraben haben Bäche die weichen Keupertone z. T. ausgeräumt, so dass diese tektonischen Gräben auch im Landschaftsbild in Erscheinung treten.

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Völlig nivelliert ist der Ziegelhof-Rudishaugraben.

Die Dinkelberghöhen sind stellenweise mit einer Lösslehmauflage bedeckt - großflächig südlich Rührberg und auf dem Grenzacher Oberberg.

Im Westen wird der Dinkelberg durch eine Flexur (Abbiegezone) begrenzt.

Der Mittlere Muschelkalk führt neben Gips (Anhydrit) auch Kochsalz.

Letzteres ist über Rheinniveau längst herausgelöst, hat sich aber in der Tiefe unter dem Hochrheintal erhalten.

Es wurde lange Zeit in Wyhlen als Sole zutage gefördert und war Grundlage für die dortige chemische Industrie (Firma Solvay).

Diese Schutzgebiete sind in das FFH-Gebiet 8411-341 Wälder bei Wyhlen integriert, das eine Größe von 693 Hektar hat.

Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen besteht aus den ehemaligen Gemeinden Grenzach (westlicher Ortsteil) und Wyhlen (östlicher Ortsteil).

Zur ehemaligen Gemeinde Grenzach gehört das Dorf Grenzach.

Zur ehemaligen Gemeinde Wyhlen gehören die Dörfer Rührberg und Wyhlen, die Siedlungen Karbidfabrik, Kraftwerk, Siedlung an der Rheinfelder Straße und Sodafabrik und die Häuser Am Schacht.

Der zu Grenzach-Wyhlen gehörende Ort Rührberg liegt oberhalb von Wyhlen ().

Er wurde etwa 1750 erstmals schriftlich erwähnt und um 1830 wurde er von Bauern besiedelt.

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Grenzach liegen die Wüstungen Bertlikon und Büttiken sowie die abgegangene Burg Burggraben.

Erste Siedlungen in der heutigen Gemarkung sind keltischen Ursprungs und reichen bis in die die Hallstattzeit im frühen 1. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück.

Auf die keltische Besiedlung folgte eine römische Niederlassung; ab dem 3. Jahrhundert ist eine alamannische Landnahme.

Der Ortsname Grenzach geht auf den römischen Gutshofnamen Carantiacum zurück.

1982 wurden in Grenzach Reste einer römischen Villa rustica entdeckt; ein Jahr später kamen bei weiteren Untersuchungen Mauerreste eines zugehörigen Nebengebäudes zutage.

Die Reste der römischen Villa wurden zwischen 1982 und 1984 unter Leitung des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg archäologisch untersucht und dokumentiert.

Die urkundliche Ersterwähnung der Siedlungen findet sich schließlich im 13. Jahrhundert.

Grenzach und Wyhlen waren inzwischen unter fränkischer Herrschaft.

Im späten Mittelalter trennte die Ortschaften eine Landesgrenze.

Grenzach kam zur Markgrafschaft Baden, Wyhlen zu Vorderösterreich (Landschaft Rheintal in der Kameralherrschaft Rheinfelden).

Seit etwa 1315 gab es in Grenzach ein Weiherschloss.

Im Dreißigjährigen Krieg und in späteren kriegerischen Auseinandersetzungen erlitten die Ortschaften schwere Verwüstungen.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Wyhlen mit dem Kalkstein vom Dinkelberg und dem Salz aus der Saline Soda und Ammoniak produziert.

Die 1880 eröffnete Sodafabrik war die erste Deutschlands, die nach dem Solvay-Verfahren produzierte.

Das Werk der Solvay & Cie. (später: Deutsche Solvay-Werke AG) bestand bis 1953.

Ein alter Bau der ehemaligen Saline ist heute noch zu sehen.

Im späten 19. Jahrhundert gründeten auch bedeutende Schweizer Unternehmen in Grenzach Niederlassungen, insbesondere 1896 die F. Hoffmann-La Roche AG und 1898 die Firma Joh.

Der Gemeinderat in Grenzach-Wyhlen besteht aus 22 Mitgliedern und dem Bürgermeister als Vorsitzendem.

Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgermeister ist seit dem 1. Dezember 2014 Tobias Benz (CDU).

Er wurde bei seiner ersten Wahl am 26. Oktober 2014 von CDU, SPD und FDP unterstützt und mit 50,4 Prozent der Stimmen gewählt.

Bei der Bürgermeisterwahl am 23. Oktober 2022 wurde er mit 97,2 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Von 1999 bis 2014 war der parteilose Jörg Lutz Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen; er wurde 2007 mit etwa 98 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Das Wappen der Gemeinde Grenzach-Wyhlen zeigt hinten auf goldenem Grund einen schwarzen linksgewendeten, rotgezungten, aufrecht stehenden Bären auf zwei blauen Wellenleisten.