Judo Bad Nauheim Geschichte: Eine Reise durch die Zeit

Die Erforschung der Geschichte des Judosports in der Region Rhein-Main durch eine “AG Sportgeschichte” brachte interessante Erkenntnisse.

Die Anfänge des Judo in Deutschland

Der deutsche Prof. Erwin von Bälz unterichtete im Auftrag des Deutschen Reiches um 1880 in Tokyo an der Medizinischen Fakultät der Universität und war beratender Arzt bei der kaiserlichen Familie. Japanische Studenten ermutigte er zum Sport. Mit einem der Studenten, Jigoro Kano, tauschte er sich über den Sport in Japan und spezielle Kampfsportarten aus.

Im Jahr 1882 entwickelte der ehemalige Student Jigoro Kano ein neues sanfteres Kampf-System als Jiu-Jitsu, das er JUDO (den sanften Weg) nannte und in der neuen Sportschule „KODOKAN“ (Die Schule zum Studium des Weges) unterrichtete. Dieses Judo-Sportsystem verbreitete sich schnell in Japan und später zusammen mit Jiu -Jitsu auch in Europa.

1906 gelangte das neue japanische Sportsystem (Jiu-Jitsu / Judo), anläßlich eines Flottenbesuches der japanischen Marine in Kiel, nach Deutschland. Der Berliner Erich Rahn (1885-1973) wurde als Polizeisportlehrer einer der ersten deutschen Schüler von Prof. Kano. Zwischen 1914 und 1918 ruhte kriegsbedingt der gesamte deutsche Sportbetrieb.

Im Jahr 1919 tauschte sich der Polizeisportlehrer Alfred Rhode (1896-1978) mit Erich Rahn aus und wurde von ihm unterwiesen. Im Jahr 1921 zog Alfred Rhode berufsbedingt zum Polizeidienst nach Frankfurt / Main. Bereits seit 1922 wurden in der Sportgauregion Rhein-Main Frankfurt / Hanau Selbstverteidigungslehrgänge für Männer, Frauen, Geld-Postboten, Polizisten etc. durchgeführt.

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Am 10. Oktober 1922 wurde der 1. Deutsche Jiu-Jitsu / Judo-Club (1. DJC) Frankfurt/ Main in Frankfurt durch Alfred Rhode, Willi Lutz und Gleichgesinnte gegründet und wählten den Architekten Lutz zum 1. Vorsitzenden. In der Folgezeit gründeten sie auch die ersten Judo-Selbstverteidigungsvereine im Rhein- Main Gebiet und in Deutschland. Die erste Judoabteilungsneugründung erfolgte dann beim Polizei-Sport-Verein (PSV) Grünweiß - Frankfurt mit Hans Schäfer und mit Unterstützung durch Alfred Rhode im November 1922.

Auch der Judoclub - Wiesbaden und der 1. Berliner Jiu-Jitsu Club mit dem Berliner Max Hoppe (1903-1973) wurden im November 1922 gegründet. Am 1.10.1924 wurde der Reichsverband Jiu-Jitsu (Judo) gegründet. Diese beiden Sportarten waren im Jahr 1924 noch nicht getrennt.

Vom 5. bis zum 10. Oktober 1930 fand in London die internationale Sport-Rückbegegnung mit einer Auswahl von Sportlern aus Frankfurt/Main und Wiesbaden statt.

Im Sommer 1932, bei der ersten internationalen JUDO - Sommerschule im Stadion in Frankfurt/Main (7. - 12. Gürtelgraduierung festgelegt. Weiter gründete man, als DJB -Vorgänger, den Deutschen-Judo-Ring (DJR) und die heute noch bestehende Europäische-Judo-Union (EJU). Frankfurter Friedrich Brehm wurde der erste EJU- Vizepräsident. Damit ist das Rhein-Main-Gebiet und Hessen die Gründungsregion des deutschen und europäischen Judosports. IOC-Mitglied Prof. Jigoro Kano aus Japan sowie die deutschen Organisatoren und Sommerschulen-Teilnehmer Alfred Rhode, (1896-1978) und Edgar Schäfer (1910-1978) beide später mit dem 8.Dan., vom l. DJC -Frankfurt /Main und Otto Schmelzeisen (1892-1983) 8.Dan, JC Wiesbaden verbreiteten den Judosport federführend in Deutschland.

Als einer der ersten Judo-Schüler wurde dann Otto Rachhals und Philipp Breitstadt (1. DJC-Frankfurt) später als 1.Judolehrer in der Region Frankfurt /Main ausgebildet.

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In den 1930er Jahren konnten dann internationale Sportkontakte nach Wien, Zürich und zum Sportclub Budokwai -London, als ältesten europäischen Judoclub, aufgenommen werden. 1934, 1936 und 1938 folgte die zweite, dritte und vierte internationale Judo-Sommerschule im Stadion Frankfurt/Main.

Im Jahr 1933 wurden die Judo-Wettkampfregeln von einer Regelkommission, unter der Leitung von Sportlehrer Alfred Rhode und des Berliner Sportfunktionär und Polizeisportlehrer Max Hoppe (1903-1973), aktualisiert. Auch Heinrich Frantzen (Köln) trug zur Verbreitung des deutschen Judosportes bei. Im Jahr 1936 fanden die ersten Deutschen Jugendmeisterschaften in Frankfurt/ Main statt. Erster Deutscher Judo-Meister war von Rauhaupt (1. DJC Frankfurt). Im Jahr 1937 wurde er zum zweiten Mal Deutscher Jugendmeister in Hamburg.

Bis ins Jahr 1937 fanden z.B. schon über 40 Jugendbegegnungen im Sportgau Frankfurt /Main statt. Spezielle Jungen-und Mädchenwarte gab es damals noch nicht. In den 1930er Jahren fanden schon internationale Judosportbegegnungen der Männer in London, Zürich und in Wien statt.

Die dortigen Judovereine hielten bis zum Krieg und auch wieder nach dem 2. Weltkrieg ständigen Kontakt zum damaligen Frankfurter Vereinsvertreter dem 1. Deutschen Judoclub (1. DJC) u.a. auch in Kooperation mit der Judoabteilung des PSV -Grünweiß Frankfurt Main.

Schon ab dem Jahr 1934, nach der nationalsozialisten Gleichsschaltung, wurden die Sport-und Judovereine in das Reichsamt für Schwerathletik im NSRL eingegliedert und durch Einheitssatzungen “gleichgeschaltet„. Seit dem Jahr 1938 gab es für alle Sportvereine im Deutschen Reichsverband für Leibesübungen (DRL), dem der Judosport untergliedert war, eine vorgeschriebene, einheitliche Vereinssatzung.

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Die Sportvereinemussten sich nun Sportgemeinschaft nennen und aus den Vereinsvorsitzenden wurden Gemeinschaftsführer. Der Sportbetrieb wurde nach dem politischen Führerprinzip damit diktatorisch angeglichen. Der 1. Deutsche Judoclub (Frankfurt/M) musste sich nun Frankfurter-Judo-Sportgemeinschaft e.V. (FSG) nennen. Nach einer Schamfrist, bis zu den Olympischen-Spielen in Berlin 1936, „entfernten„ die nationalsozialistischen Sportführer auch ab 1937 alle iüdischen Sportmitglieder aus deutschen Sportvereinen.

Diese konnten, wenn überhaupt, nur in eigenen Organisationen eingeschränkt Sport betreiben. Später kam es dann zur Vertreibung und Vernichtung vieler Arbeitersport-Leiter / innen sowie jüdischer und systemkritischer Sportler und Sportlerinnen. 1936 verstarb der japanische Judosportgründer Jigoro Kano. Als IOC-Mitglied hatte er die vorgesehenen Olympischen Spiele im Sportjahr 1940 nach Tokyo in seine Heimat geholt.

Der Judosport war dort als Demonstrationssportart vorgesehen. Nach dem Beginn des 2. Weltkrieges wurden die Olympischen Spiele 1940 abgesagt, da das vorgesehene Ausweichland Finnland so kurzfristig die Spiele nicht mehr ausrichten konnte.

Otto Schmelzeisen war weiter als Sportfunktionär auch in der NS- Hitlerjugend tätig und für das Gebiet Hessen-Nassau zuständig und dabei u.a. der Obmann für den Judosport. Im Jahr 1941 fanden kriegesbedingt die letzten Deutschen Judomeisterschaften der Männer mit Frankfurter Judosportlern in Essen statt. Der Rhein / Main-Vereinssport wurde notdürftig bis 1944 organisiert.

In der Zeit von 1945 bis 1948 waren von den alliierten Besatzungsmächten Kampfsportarten wie Boxen, Judo etc. verboten. Dies hielt die einzelnen Judogruppen nicht davon ab, sich schon im Jahr 1946 wieder heimlich zu treffen, zu trainieren und auch gegenseitig zu besuchen. Verpflegung und Heizmaterial musste zum Teil zu Lehrgängen mitgebracht werden, wie von den Zeitzeugen Otto Rachhals, Alfred Rhode und Edgar Schäfer einem der Chronisten (Rüdiger Kotte Judo seit 1963) geschildert wurde.

Ab dem Jahr 1949 wurde Judo im Landessportbund-Hessen (LSBH) zuerst im Hessischen LSB-Fachverband des Deutschen Athletik-Bundes mit verwaltet. Schon Ende 1949 organisierte Alfred Rhode in der Stadion-Sporthalle Frankfurt/M. Judosportlehrgänge.

Im Jahre 1951 fanden die ersten Deutschen Judomeisterschaften für Männer, noch als Judo - Sektion beim Deutschen Athletik-Bund (DAB) nach dem Krieg, in Frankfurt / Main vom 1. F. Brehm wurde im Jahr 1950 Vorsitzender des 1. DJC Frankfurt und der Judo-Sportregion.

Ab dem Jahr 1952 bis 1954 war Edgar Schäfer Bundesjudoleiter im zuständigen DAB Edgar Schäfer (1.DJC) wurde 1952 Brehms Nachfolger. Er hatte 1952 als erster Deutscher nach dem Krieg die Internationale - Kampfrichterlizenz erhalten. Im September 1952 wurde das Deutsche Dan-Kollegium (DDK) von den Judoleitern A. Rhode, E. Schäfer und O. Schmelzeisen gegründet und ihr erster Präsident wurde Alfred Rhode. Heinrich Frantzen wurde ihr Präsident. Der Frankfurter Edgar Schäfer war im DJB -Vorstand als Kampfrichterreferent. 1953 wurde mit Leopold (Leo) Köhler (1929-2000) vom 1. Die Europäische Judo-Union wählte Edgar Schäfer von 1954 bis 1958 als zweiten Frankfurter Sportfunktionär nach H. Brehm, zum Vizepräsidenten.

1954 erkämpfte sich Leo Köhler bei der Europameisterschaft die Bronzemedaille. Das 1.DJC-Mitglied Heinrich (Heiner) Metzler wurde im Herbst 1956, als einziger Deutscher, zur Judoweltmeisterschaft nach Tokyo entsandt.

Nach der Gründung des Hessischen Judoverbandes (HJV) im Jahre 1955, übemahm der Landessportbund-Hessen (LSBH) auch die Betreuung des Judosportes im Rahmen des Deutschen-Sportbundes (DSB). In der DDR gründeten die Judovereine den Deutschen - Judo-Verband (D J V). Der Frankfurter Edgar Schäfer wurde 1955 zum 1. Präsidenten des neugegründeten HJV gewählt. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod im Jahr 1979 inne.

Durch die Funktionäre Rhode und Schäfer wurden schon ab den 1950er Jahren internationale Sportkontakte nach Paris, Amsterdam, Zürich, Wien, Brüssel und Straßburg für die Rhein-Main-Region organisiert. Der 1. DJC -Frankfurt und GW Frankfurt kooperierten bei den Frankfurter Sportlerauswahlen hier sehr oft.

In den Jahren 1959 bis 1964 wurden die Frankfurter 1.DJC-Judoka Heiner Metzler, Helmut Eck, Karlheinz Menke und Wolf-Dieter Paetsch mehrfach Deutsche- und Internationale Judomeister. 1960 und 1961 gelangen der „goldenen“ Frankfurter Judogeneration vom 1.DJC die Sensation: Zweimal wurden sie bei den Männer mit den Sportlern Eck, Egenolf, W.Hartmann, L.Köhler, K.H.Menke, H.Metzler und Scholz Deutscher-Mannschaftsmeister.

Eine weitere Sensation schaffte der Frankfurter und spätere Bundestrainer Heiner Metzler. Er wurde in den Jahren 1960 und 1961 Judo-Europameister der Männer.

Der HJV wählte im Jahr 1962 den Frankfurter Leopold Köhler zum Hessischen Kampfrichterreferenten. Er war später auch Mitglied im Internationalem Olympischen Komitee (IOC) und wurde als 3 maliger Weltmeister und 20 facher Europameister 1997 mit dem 10. Dan vom Welt- Judo-Verband (IJF) ausgezeichnet. Dr.Walter Michel war jahrelang Judo-Sportarzt und Fortbilder für die Frankfurt-Region. Da der 1. DJC 1965 aus den eigenen Clubräumen mit dem Dojo ausziehen musste, gab es eine kurze sportliche Unterbrechung des Trainings.

In den ehemaligen Räumen konnten alle Frankfurter Judoka 7 Tage in der Woche Judo-Leistungssport betreiben. 1965 wurde der Koreaner Han Hosan Deutscher Judobundestrainer und wohnte zeitweise in Frankfurt. Es folgten Deutsche Meisterschaften in den 1960 er und 1970 er Jahren in Frankfurt /Main.

Die Stadt Frankfurt/Main ist Sitz u.a. des Deutschen-Olympischen-Sportbundes (DOSB), des Deutschen Judo-Bundes (DJB), des Landessportbund Hessen (LSBH) und u.a. des Hessischen Judoverbandes (HJV) und gilt deshalb als Sportstadt Deutschlands und Hessens.

In den 1950er und 1960er Jahren wurden Regional- und Kreis-Sportmaßnahmen auf Vereinsebene durchgeführt.

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) wählte 1971 Edgar Schäfer zu seinem Vizepräsidenten. Zwischen 1969 und 1985 stellten die Frankfurter Sportvereine aus den Altersgruppen der Jugend, den Junioren und bei den Männern und Frauen viele weitere Deutsche und Internationale Judo Meister und Vizemeister.

Erst ab 1970 war es auch Mädchen und Frauen erlaubt, an offiziellen Judowettkämpfe der Judo-Verbände im Deutschen Judobund (DJB) teilzunehmen. Im Oktober 1972, wurde die Gründung der Judosportregion HJV- Hessen Ost ( HJV- H O ) von den Gründungsvereinsvertreter / innen, als Bezirksorganisation beschlossen. Karl Seyfried (bad Homburg und Gerd Niegemann (JC Sakura Frankfurt) war ihre 1. Bezirkssportleiter.

Danach richtete der damalige Präsident des Hessischen Judoverbandes (HJV) Edgar Schäfer im September 1972, in Zusammenarbeit mit dem LSB H - Sportkreis Frankfurt sowie des Stadtsportamt, jeweils ein Regional - Judoleistungstraining im Klub Sakura Frankfurt ein. Weiter fand für die Bundesregion Südwest ein Bundesleistungstraining beim 1. Das betreffende Regional-Leistungstraining leiteten die ehemaligen Deutschen Meister und Judo-Sportlehrer Karlheinz Menke (4. Dan), Rüdiger Kotte (5. Dan) und Otto Rachhals (4. Dan) sowie Karl Seyfried . Im Oktober 1972 feierte gleichzeitig der älteste deutsche und 2. älteste europäische Judoclub, der 1.

Elvis Presley und Judo in Bad Nauheim

Elvis Presley, der von 1958 bis 1960 seinen Militärdienst in Friedberg ableistete und in Bad Nauheim lebte, hatte auch Verbindungen zum Judo. Er hielt sich in Bad Homburg auf und erlernte und trainierte dort Karate. Jürgen Seydel hatte 1957 den ersten Deutschen Karateverein in Bad Homburg gegründet. Dietmar Biemel, einer seiner Trainer, hatte zuvor die 1952 von Seydel gegründete Judo-Schule besucht.

Im Herbst 1959 erfuhr Biemel, dass Elvis Presley in die Turnhalle in der Dorotheenstraße kommen würde, um Karate zu trainieren. Biemel und Elvis trainierten regelmäßig zusammen. Im Januar 1960 reisten Seydel und Elvis nach Paris, um an einem privaten Lehrgang mit Karatemeister Tetsuji Murakami teilzunehmen.

Judo-Club Rüsselsheim

Die Geschichte des Judo-Club Rüsselsheim beginnt Anfang 1954. Damals hatte sich in Rüsselsheim eine Gruppe junger Leute gefunden, die sich für Judo interessierten. Um die Basis für eine Vereinsgründung zu verbreitern, gab man eine Zeitungsannonce auf und verkündete die Absicht, einen Judo-Club gründen zu wollen.

Die wichtigste Aufgabe der Versammlung vom 21. Februar 1954 war die Wahl eines provisorischen Vorstandes, dem als vordringlichste Aufgabe die Erstellung einer Satzung zufiel. Die Turnhalle der Parkschule war der erste Trainingsraum des JCR. Zum ersten Trainingsabend erschienen etwa 70 Interessente.

Im Mai 1954 schlug Herr Alfred Rhode den Dan-Träger Herrn Becker vom 1. DJC Frankfurt als Trainer für den Judo-Club Rüsselsheim vor. Er nahm den Auftrag an und leitete einmal pro Woche das Training des JCR. Vom 1. DJC Frankfurt brachte Becker auch den Sportkameraden Bruno Pempe mit, der zu dieser Zeit als Träger des 1. Kyu (Braungurt) zu den besten Kämpfer in der Zunft zählte.

1957 wurde Robert Heil als Jugendwart gefunden - ein absoluter Glücksgriff, wie sich erweisen sollte. Von da an ging es bei den Schülern und der Jugend des JCR aufwärts und schon bald war die Rüsselsheimer Nachwuchsarbeit in ganz Hessen führend. 1961 legte Günter Beckhaus als erstes Vereinsmitglied des JCR erfolgreich die Prüfung zum 1. Dan in Wiesbaden ab. Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins 1964 zählte man bereits mehr als 250 Mitglieder.

1966 wurde Willi Moritz erster Deutscher Jugendmeister und Manfred Liedtke, als erfolgreichster Kämpfer der Jugendmannschaft seit Jahren, Deutscher Vizemeister. Die Jugendmannschaft holte zum ersten Male die Südwestdeutsche Mannschaftsmeisterschaft, die sie bis 1969 stetig verteidigte. Viermal hintereinander wurden sie auch bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften mindestens Vierter.

Insgesamt konnten Sportler des JCR 94 Einzeltitel auf Deutschen Meisterschaften erringen, 67 Mal holte sich ein JCR-Athlet DM-Silber, 121 belegte ein Kämpfer Rang drei. In 50 Jahren feierte der Verein rund 300 Südwestdeutsche sowie mehr als 560 Hessische Meisterschaften. 5 Mal gab es eine WM-Medaille zu bejubeln, 19 Mal erkämpfte sich ein JCR’ler Edelmetall auf einer Europameisterschaft. Mit Daniel Lascau geht in der Vereinsgeschichte der bislang einzige Weltmeister in der JCR-Chronik hervor.