Eine umfassende Darstellung des Lebens und der Karriere von Harald Ufer, einem herausragenden Kickboxer.
Der Artikel beleuchtet seine Erfolge, Herausforderungen und seinen Einfluss auf den Sport.
Errol Leslie Thomson Flynn wurde am 20. Juni 1909 in Hobart, der Hauptstadt des australischen Inselstaats Tasmanien, als Sohn des renommierten Meeresbiologen Theodore Thomson Flynn und dessen Ehefrau Lily Mary geboren.
Schon in frühester Jugend hatte er sich ein eigenes Schiff gekauft, einen wesentlichen Teil seiner letzten Jahre verbrachte er auf See an Bord seiner Luxusjacht „Zaca", einem 120 Fuß messenden Segelschiff.
Hier fühlte er sich sicher und am wohlsten.
Lesen Sie auch: Kickboxen: Das Leben von Harald Zimmermann
Mit dem hatte er die Weltmeere befahren und etwa 1946 die Reize von Jamaika entdeckt, wo er die vorgelagerte malerische Insel Navy Island zu seinem Paradies auserkoren und gekauft hatte.
Nur an Sport zeigte Flynn ein gewisses Interesse.
Wenig später wanderte Errol Flynn als Kabinenjunge auf einem Segelschiff nach Neuguinea aus, wo er bis zu seinem 20. Lebensjahr angeblich allerlei Abenteuer zu bestehen hatte.
Wegen Diebstählen und kleinerer Gaunereien geriet er schon früh mit dem Gesetz in Konflikt und wurde mit 17 Jahren endgültig von der Schule verwiesen.
Deren Wahrheitsgehalt kann aber bis heute niemand überprüfen, da Flynn ein überaus begabter Geschichtenerzähler war und viele Details nur aus seiner posthum Ende 1959 erschienenen Autobiografie „My wicked, wicked ways" bekannt sind.
Lesen Sie auch: Der Aufstieg von Harald "The Tank" Fischer
Verbürgt ist, dass er sich als Goldsucher mit eigenem Claim oder als Aufseher auf Tabak- und Kokosplantagen versuchte.
Mit seinem ersten kleinen Küstenschoner schipperte der junge Mann übers Meer und verdiente sich mit Berichten über diese Expeditionen etwas Geld für den „Sydney Bulletin".
Es gelang ihm, die Rolle des Fletcher Christian im 1933 erschienenen Film „The wake of the Bounty" von Regisseur Charles Chauvel zu ergattern.
Da ein Mitglied der Filmcrew seinen Namen notiert hatte, gelangte 1932 über Umwege, als er sich vom Erlös seines Neuguinea-Goldclaims gerade seine erste Segeljacht „Scirocco" gekauft hatte, das Angebot für ein Casting an ihn.
So wurde ein Talentsucher des Warner Studios auf ihn aufmerksam.
Lesen Sie auch: Thai Kickbox Studios Hannover
Als Curtiz die Eskapaden seines Stars satthatte, sollte Raoul Walsh der präferierte Regisseur von Errol Flynn werden.
Es war seine erste Zusammenarbeit mit Regisseur Michael Curtiz, mit dem er bis 1941 die meisten seiner Filme drehen sollte.
Mit Olivia de Havilland stand er in acht Filmen vor der Kamera.
Als Boxer brillierte er in „Gentleman Jim".
Mit Olivia de Havilland stand Flynn bis 1941 achtmal vor der Kamera, gemeinsam machte das Hollywood-Leinwand-Traumpaar Karriere.
Als Flucht ins echte Leben mag daher seine Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg angesehen werden, wo er 1937 einige Monate als Reporter auf republikanischer Seite gearbeitet hatte, und sein Antrag auf Aufnahme in die US-Streitkräfte, was aber wegen seiner Malaria- und Tuberkulose-Erkrankung abgelehnt wurde.
Trotz des Erfolges missfiel Flynn in zunehmendem Maße seine stereotype Rollenfixierung, sein scheinbar unveränderbares Image als Haudegen oder „Swashbuckler"-Held.
Also blieb er bei seinen Paraderollen.
Seinen Versuchen, in den 1940er-Jahren auch in den Genres Western, Krimi oder Musical zu spielen, wurde nur ein bescheidener Erfolg zuteil.
So spielte er etwa den General George Custer in „Sein letztes Kommando" im Jahr 1941.
Auch sein Mitwirken in „Der Held von Burma" (1945), „Der Herr der Silberminen" (1948) oder „Die Liebesabenteuer des Don Juan" (1948) ließen kräftig die Kassen klingeln.
Obwohl sein Alkohol- und Drogenkonsum in den 50er-Jahren immer dramatischere Ausmaße annahm, wollte er seinen Rauswurf bei Warner zu einem Neuanfang nutzen.
Seine wohl beste Rolle war die des charismatischen Boxers James J.
Sein ehrgeiziger Plan eines eigenen Films über Wilhelm Tell sollte jedoch in einem finanziellen Fiasko enden, das sein gesamtes Vermögen auffraß.
Ironie des Schicksals: In drei seiner letzten Filme spielte er die Rolle eines Trinkers: „Zwischen Madrid und Paris" (1957), „Ihr Leben war ein Skandal" (1958) und „Die Wurzeln des Himmels" (1958).
Ausflüge ins Western-Genre waren weniger erfolgreich.
Der letzte seiner knapp 60 Filme mit dem Titel „Cuban Rebel Girls" war auch eine Hommage an Fidel Castro, mit dessen Revolution Flynn sympathisierte.
Vor einigen Jahren tauchte zudem bei Arte unter dem Titel „Die Wahrheit über Fidel Castros Revolution" eine Filmdokumentation auf, die Flynn gemeinsam mit dem Regisseur Victor Pahlen von der gesellschaftlichen Umwälzung auf dem Inselstaat erstellt hatte.
Er erlitt einen schweren Herzanfall, dem er schließlich erlag.
Seine letzte Geliebte, das 17-jährige Starlet Beverly Aadland, stand ihm in seinem Apartment im kanadischen Vancouver am 14.
Diese Vorliebe brachte Errol Flynn 1942 in den USA eine Anklage wegen Unzucht mit Minderjährigen ein.
Errol Flynn war ein Lebemann.
Der Schauspieler war begeisterter Segler und hatte eine eigene Jacht.
Eines seiner zentralen Lebensmottos lautete: „Ich mag meinen Whiskey alt und meine Frauen jung."
Wobei er seinen Alkoholkonsum keineswegs auf diese einzige Getränkesorte beschränkte und die Damen - um es genau zu sagen - am liebsten blutjung, noch im Teenageralter, mochte.
Zwar wurde er ebenso freigesprochen wie acht Jahre später in einem ähnlichen Fall in Nizza, aber der hedonistische Lebensstil des Hollywood-Machos mit Alkohol- und Drogenexzessen sowie einer fast manischen Sexsucht war manch zeitgenössischen Moralaposteln ein Dorn im Auge.
Immerhin: Beim Kämpfen beschränkte er sich nach wilden Jugendjahren ausschließlich auf die Arbeit vor der Kamera.
Dazu boten seine Paraderollen als Abenteurer, Rebell oder Pirat dem braunäugigen Frauenschwarm und athletischen Schönling und mit dem Gardemaß von 1,88 Meter reichlich Gelegenheiten.
Ab Mitte der 30er-Jahre stieg er zum Prototypen des verwegenen Helden und Haudegens in Hollywood auf.
Das eigene Leben lieferte ihm gewissermaßen die perfekte Blaupause für seine Filmrollen, er brauchte sich eigentlich immer nur selbst zu spielen.
Die Rolle des Freibeuters der Meere pflegte er auch privat bis zu seinem frühen Tod im Alter von gerade einmal 50 Jahren beizubehalten.
