GLOW: Eine Reise in die schrille Welt des Frauen-Wrestling

Netflix begeisterte mit der neuen Wrestling-Serie "GLOW", die mit einem tollen Frauen-Cast aufwarten kann. Die Serie dreht sich um die Anfänge des Frauen-Wrestlings in den 80ern und basiert auf wahren Begebenheiten, wenngleich die Charaktere frei erfunden sind. "GLOW" (Gorgeous Ladies of Wrestling) erzählt die Geschichte einer erfolglosen Schauspielerin und einiger weiterer Frauen, die darauf abzielen, ihre erfolglosen Karrieren im Showbusiness wieder auf die Sprünge zu helfen. Die Wrestling-Show soll ihr aller Sprungbrett werden.

Die Story in drei Sätzen

Willkommen zurück in den 1980er Jahren, wo die Vorbereitungen für die Frauen-Wrestling-Show „Glow - Gorgeous Women of Wrestling“ auf Hochtouren laufen. Während Sam (Marc Maron) sich erst einmal eine Nase voll Kokain gönnt, nervt ihn Ruth (Alison Brie) mit lauter Ideen, die die Show noch spektakulärer machen könnten. Die Frauen, die wieder in die Rollen von Vicky the Viking, Beirut the Mad Bomber oder The She Wolf schlüpfen sollen, ärgern sich derweil darüber, dass ihre Kostüme immer noch nach Bier und Rassismus müffeln.

Die Charaktere

  • Ruth Wilder (Alison Brie): Eine arbeitslose Schauspielerin, die verzweifelt versucht, in Hollywood Fuß zu fassen. Sie nimmt an einem Casting für eine Fernseh-Wrestling-Show teil und bekommt einen der zwölf Plätze.
  • Debbie Eagan (Betty Gilpin): Ehemaliger Soap-Star und Ruths ehemals beste Freundin.
  • Sam Sylvia (Marc Maron): Gescheiterter Filmregisseur, der das Wrestling-Projekt leitet.
  • Cherry Bang (Sydelle Noel): Stuntfrau und Teil des GLOW-Teams.
  • Carmen Wade (Britney Young): Tochter einer Wrestling-Familie und ebenfalls Teil des GLOW-Teams.

Die Handlung

In den 1980er Jahren kämpft die arbeitslose Schauspielerin Ruth Wilder (Alison Brie) darum, in Hollywood Fuß zu fassen. Als sie die Gelegenheit erhält, in einer neuen TV-Show mitzumachen, stellt sich heraus, dass es sich um ein Frauen-Wrestling-Format handelt. Gemeinsam mit anderen Frauen, darunter Debbie Eagan (Betty Gilpin), Carmen Wade (Britney Young) und Cherry Bang (Sydelle Noel), bildet sie das GLOW-Team.

Staffel 2

Mitte der 80er Jahre haben die „Gorgeous Ladies of Wrestling“ ihre erste Show-Periode erfolgreich abgeschlossen. Doch nun droht ihre Show von einer männlichen Wrestling-Liga ersetzt zu werden. Während Ruth Wilder (Alison Brie) ihre Rolle als „Zoya the Destroyer“ weiter ausbaut, kämpft Debbie Eagan (Betty Gilpin) mit den Folgen ihrer Scheidung.

Staffel 3

Im Jahr 1986 haben die „Gorgeous Ladies of Wrestling“ ihre TV-Show hinter sich gelassen und eine Residency im Fan-Tan Hotel & Casino in Las Vegas begonnen.

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Die Themen

Die in den Achtzigerjahren angesiedelte Serie der "Orange Is the New Black"-Schöpferinnen Jenji Kohan und Carly Mensch und der "Homeland"-Produzentin Liz Flahive ist eine Emanzipationsgeschichte. Sie nutzt den absurden, in den USA extrem erfolgreichen Showsport mit seinen soapartigen Kapiteln, den übertriebenen Kampf-Moves, den kreischenden Outfits und ebensolchen Performances als Vehikel. Dabei verstecken Liz Fahive und Carly Mensch, die Erfinderinnen der Serie, in dieser absurden Komödie die sehr ernste Frage, ob die Frauenbewegung der 1970er Jahre irgendetwas erreicht hat.

Ruth und die anderen erarbeiten sich im Laufe der ersten Staffel von "GLOW" ihre neuen Rollen- und Frauenbilder erst langsam, dann bestimmter. So werden die farbigen Frauen der Truppe gleich doppelt ausgegrenzt. Die Macherinnen haben vielmehr das Potenzial des doppeldeutigen Ambientes erkannt.

Kritik und Rezeption

"GLOW" führt seine Mischung aus Comedy und Drama auch in der zweiten Staffel weiter. Humorvolle Dialoge lockern die Dramatik und die Sozialkritik vieler Szenen auf. Bingewatch-Faktor „Glow“ erweist sich auch beim Auftakt der zweiten Staffel als eine wunderbar spröde, schlaue und sarkastische Satire auf die Diskriminierung, die trotz der Achtziger-Jahre-Kostümierung ganz nah dran am Hier und Jetzt ist.

Die wahre GLOW

Die wirkliche "GLOW"- Show ("Gorgeous Ladies Of Wrestling"), die der Serie als Vorlage dient, fand in den USA zwischen 1985 und 1990 im Fernsehen statt und wird bis heute als Live-Event organisiert. Dabei ist "GLOW" nur eine von vielen ähnlichen Veranstaltungen und Show-Wettkämpfen, denn Frauen-Wrestling war in den Achtzigern mit seinem kruden Mix aus aufgetakelten Frauen, derbem Slapstick und technisch beeindruckenden Figurfolgen äußerst populär.

Alternativen zu GLOW

Als Alternativen zu "GLOW" empfehlen wir euch auch das Wrestling-Drama "Heels" und die Netflix-Serie "Orange is the New Black". "Heels" erzählt die Geschichte der Brüder Rivalen Jack und Ace Spade, die in einer Kleinstadt ihren Traum vom Wrestling verwirklichen. OITNB stammt von der Macherin von "GLOW" und liefert ebenfalls wie die Wrestlingserie einen starken weiblichen Cast in einem ungewöhnlichen Setting.

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Besetzung

  • Alison Brie als Ruth Wilder aka Zoya the Destroya
  • Betty Gilpin als Debbie Eagan aka Liberty Belle
  • Sydelle Noel als Cherry Bang aka Junkchain aka Black Magic
  • Britney Young als Carmen Wade aka Machu Picchu
  • Marc Maron als Sam Sylvia
  • Britt Baron als Justine Biagi aka Scab

Episodenübersicht

Der Episodenguide zu GLOW umfasst 3 Staffeln mit 30 Episoden. Die Episodenliste der einzelnen Staffeln seht ihr nachfolgend.

Trailer zur Netflix-Serie „The Queen of Villains“

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Darum geht es in „The Queen of Villains“

In „The Queen of Villains“ wird die weitgehend unbekannte Geschichte von Dump Matsumoto (Yuriyan Retriever) erzählt, einer professionellen Wrestlerin, die mit ihrer kultartigen Popularität einen weiblichen Wrestling-Boom auslöste und in den 1980er-Jahren Japan im Sturm eroberte.

Die Netflix-Comedy wurde von Jenji Kohan produziert, die bereits für die Erfolgsserien "Weeds" und "Orange Is the New Black" verantwortlich ist. "GLOW" besteht aus drei Staffeln, im September 2019 orderte Netflix eine vierte Staffel.

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