Ferdinand Mack, geboren 1959 in Mannheim, ist ein deutscher Kickboxer und mehrfacher Weltmeister der WAKO. Er ist nicht nur ein erfolgreicher Sportler, sondern auch ein anerkannter Lehrer im Kickboxen und den Kampfkünsten.
Frühe Karriere und Erfolge
Bereits im Alter von 16 Jahren begann Ferdinand Mack mit dem Karate. Zwei Jahre später bestritt er die ersten Wettkämpfe im Semikontakt-Kickboxen. 1978 wechselte er dann zur Königsdisziplin, dem Vollkontakt-Kickboxen. Insgesamt wurde Ferdinand Mack viermal Europameister und viermal Weltmeister der Amateure.
Zur damaligen Zeit fanden Welt- und Europameisterschaften noch im selben Jahr statt, erst später wechselte man zum zweijährigen Turnus.
Von 1979 bis 2017 erkämpfte sich Ferdinand Mack fünf Weltmeisterschaftstitel in drei verschiedenen Gewichtsklassen bei den Amateuren.
Wechsel ins Profilager
1988 wechselte er ins Profilager und wurde im gleichen Jahr in Mannheim Europameister der PKO, dem damaligen Profiverband, der mit der WAKO zusammenarbeitete. Weltmeister der PKO und Intercontinental Champion der ISKA wurde Ferdinand 1991.
Lesen Sie auch: Kampfsport-Analyse von Rio Ferdinand
Viele sahen in seinem Rücktritt 1991 einen großen Fehler. Er hatte gerade einen WM-Titel gewonnen und damit die Möglichkeit, als Profi-Weltmeister richtig Karriere zu machen.
Immer wieder war von einem Rückkampf Mack-Wilson die Rede. Der kam bis heute nie zu Stande, obwohl damit sicher Kasse zu machen gewesen wäre. Sicher hätte ein solcher Kampf dem Sport neue Anhänger zugeführt und die alten abgehalten Kampfart und Verband zu wechseln.
Das Mack lieber als Dreher arbeitete, anstatt versuchte von seinem Sport zu leben ist schon schwer zu verstehen. Ich war entsetzt als ich sah, das sich Ferdi zeitweise in Boxkämpfen um eine süddeutsche Amateur Meisterschaft prügelte, auch ohne finanziellen Gewinn, anstatt konsequent auf Profi Kämpfe zu setzen, notfalls in einem anderen Verband, oder einem anderen Land.
Tätigkeit als Bundestrainer
Nach seiner aktiven Laufbahn war Ferdinand Mack von 1987 bis 2011 Bundestrainer im Vollkontakt-Kickboxen. In dieser Tätigkeit hat er zahlreiche Welt- und Europameister mitgeprägt.
Auch in dieser Tätigkeit kann er auf zahlreiche Welt- und Europameister welche er auch bei seinen Lehrgängen mitgeprägt hat zurückschauen.
Lesen Sie auch: Erfahrungen im Kickboxen in Mannheim teilen
Comeback und Seminare
2008 - 7 Jahre danach und 49 jährig gewann Ferdinand Mack sein Comeback Kampf um die Int.
Ferdinand Mack war nach Jahren mal wieder in Dortmund, um sein Kickboxen in einem Seminar zu unterrichten. Trotz seines Alters und gesundheitlicher Einschränkungen ist der bekannte Ex-Weltmeister noch voller Tatendrang. Er trainiert nach wie vor regelmäßig intensiv und betreut die Kämpfer der Kickboxschule Mack auf Wettkämpfen im In- und Ausland.
Die 25 Teilnehmer aus 6 Vereinen konnten einiges aus dem „Nähkästchen“ erfahren und Technik/Taktik lernen. Auch für Trainer hat Ferdi immer zahlreiche Tipps und Infos sowie neue Übungen auf Lager.
Nach dem Lehrgang gab es eine Teilnahmeurkunde sowie die Möglichkeit das Buch von Ferdi „Kopftraining in den Kampfkünsten“ zu erwerben.
Philosophie und Rat
Seine aktive Wettkampfkarriere hat Ferdinand Mack beendet, jetzt gibt er sein Wissen weiter. Denn Ferdinand Mack ist eine Kickbox-Legende: Der 52-Jährige ist fünffacher Weltmeister und war bis 2011 Nationaltrainer.
Lesen Sie auch: Thai Kickbox Studios Hannover
"Man sollte sich beim Aufwärmen auf die Bewegungen konzentrieren, die man dann auch im Wettkampf umsetzt. Ein Läufer wärmt sich ja auch nicht durch Schwimmen auf", sagt Ferdinand Mack.
Apropos Gegner: "Man darf nie Wut auf seinen Gegner haben", rät Ferdinand Mack. "Denn Wut ist ein negatives Gefühl, und das ist bei einem Kampf fehl am Platz."
"Dabei lernen die Teilnehmer immer enorm viel, weil sie von vielen unterschiedlichen Trainern Tipps bekommen.
Einfluss und Vermächtnis
An seiner Karriere kann man irgendwo auch die Entwicklung des klassischen Kickboxens und der WAKO festmachen. Während seine Karriere in den Achtzigern überaus glanzvoll verlief und die WAKO boomte, ging es in den Neunzigern abwärts, auch mit dem Sport selbst der immer mehr Konkurrenz durch andere Kampfarten bekam.
Der Beitrag von Mike Kann über Ferdi Macks Ansichten zum Kampfsport hat mich veranlasst diesen Beitrag zu erstellen, über Ferdis eigene wichtige Rolle im Kickboxen.
Wichtige Personen in Macks Karriere
- Georg F. Brückner: Der "Vater des Kickboxens" und Macks Lehrer.
- Peter Zaar: Coach von Ferdinand Mack und Bundestrainer im Leichtkontakt Kickboxen.
- Werner Sossna: Teilte sich das Amt des Bundestrainers im Vollkontakt mit Mack.
Veröffentlichungen
- Kopftraining in den Kampfkünsten (Sensei Verlag Kernen)
- Mentales Training im Kampfsport (Peters Verlag Kernen)
Hall of Fame
In der „Hall of Fame“ werden all diejenigen Sportler und Funktionäre aufgenommen, die durch ihre Taten und Leistungen den Kickboxsport nach vorne gebracht haben. Ohne diese Persönlichkeiten würde es den Sport Kickboxen in dieser Form nicht geben.
An erster Stelle dieser Hall of Fame steht natürlich der Gründer der Sportart Kickboxen, Georg F. Brückner. Er ist der „Vater des Kickboxsports“, und ihm ist es zu verdanken, dass der Sport in der heutigen Form betrieben werden kann.
Brückner reiste durch ganz Europa und gab Lehrgänge und Seminare, um das Kickboxen nach oben zu bringen. Er war der Gründer der WAKO und veranstaltete auch die ersten Welt- und Europameisterschaften in Deutschland.
