Bekannte Wrestler und Filmstars der 1980er Jahre

Seit vielen Jahrzehnten begeistern Wrestling-Stars weltweit die Fans und viele der besten Showkämpfer erlangten im Laufe der Zeit Kultstatus.

In diesem Artikel soll es um Wrestler in Actionfilmen, aber auch um Wrestling in Filmen gehen. Begriffe wie German- oder Vertical-Suplex, Clothesline und Powerslam zogen in den Sprachgebrauch ein und besonders spektakuläre Finishing Moves konnten mühelos den verschiedenen Wrestlern zugeordnet werden.

Die Anfänge des Wrestlings liegen im 19. Jahrhundert. Es diente schon hier dem reinen Entertainment, etwa auf Jahrmärkten usw. Der Showcharakter war schon immer da, jedoch bei weitem noch nicht so ausgeprägt wie in den 80er oder 90er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Sylvester Stallone erkannte als einer der Ersten, dass Wrestling auf der großen Leinwand gut ankommen kann. Und so sahen die ersten Rollen der Wrestler eben auch aus: Meist waren sie gigantische Erscheinungen für einen WOW-Effekt eines Filmes, blieben aber im Abspann meist unerwähnt oder gingen letztlich trotz ihres beeindruckenden Körperbaus im Hintergrund unter.

Einer der ersten Wrestler, der ins Filmbusiness strebte, war Tor Johnson, sein Kämpfername deutet sein Herkunftsland an: „Super Swedish Angel“. Von kleinsten Minirollen arbeitete sich der Hüne (191 cm bei 136 Kilo) zu einem Lieblingsschauspieler von Ed Wood empor. Damit verbunden ist zwar keine besonders ruhmreiche Filmografie, aber immerhin eine wundervoll trashige.

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Wesentlich interessanter ist das Jahr 1964, als ein gigantischer Asiate Sean Connery das Leben schwer machte und bevorzugt mit seinem todbringenden Zylinder um sich warf. Die Rede ist freilich von „Goldfinger“, in dem Harold Toshiyuki Sakata als „Oddjob“ einen der einprägsamsten Schurken-Sidekicks im Bond-Franchise verkörperte.

1974 erschien mit „The Wrestler“ ein Film, der eine ganze Armada an Wrestlings-Stars aufzuweisen hatte und als einer der ersten Filme auch die Sportart selber zumindest oberflächlich ins Rampenlicht rückte. Ob Sylvester Stallone bei diesem Film Wrestling-Lunte gerochen hat, man weiß es nicht. Zumindest brachte er 1978 mit „Vorhof zum Paradies“ seinen Beitrag zum Wrestling-Film auf den Weg. Auch er versammelte eine beeindruckende Menge an Wrestlern (Ted DiBiase, Terry Funk oder Ray Stevens seien genannt) vor der Kamera, landete allerdings mit dem Film einen Flop.

Doch es rumorte und die Wrestle-Manie stand spürbar vor ihrem großen Ausbruch. In den 80ern erlebte das Wrestling seine absolute Hochzeit. Vor allem die Gründung der WWF gab dem Show-Sport einen unfassbaren Popularitätsschub.

Hulk Hogan

Eng damit verknüpft ist der Name Terrence Gene Bollea, der als „Hulk Hogan“ für das Wrestling das leistete, was Schwarzenegger kurz zuvor für das Bodybuilding geleistet hatte: Er machte es über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Hulk Hogan kann mit Fug und Recht als Galionsfigur des modernen Wrestlings angesehen werden. Er war dabei so erfolgreich, dass er als erster Wrestler der Welt in Form einer Actionfigur Einzug in die Kinderzimmer wrestlingvernarrter Menschen hielt. Er ist fünfzehnfacher World Heavyweight Champion und seine Moves wie der „Immortal Legdrop“ gingen gefühlt in den täglichen Sprachgebrauch über.

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Kurz darauf stand Sylvester Stallone bei ihm auf der Matte und bat ihn um ein Mitwirken in „Rocky III“. Der clevere Marketingmensch Hogan sagte hier freilich nicht nein, konnte man das weltweit bekannte Franchise um Rocky doch nutzen, um den Sport weltweit bekannt zu machen.

Parallel war im Filmgeschäft mit Einführung der Videokassette ein neues Genre aufgelebt: Der Actionfilm. Der genau wie das Wrestling vom Eskapismus lebte und sich immer wieder auch Wrestler hernahm und in prägnanten Rollen präsentierte. Der Hulkster versuchte sich in einigen mülligen B-Gurken. „Shadow Warrior 2“ ist eine davon.

1982 nahm er eigenmächtig und ohne Absprachen mit der WWF eine Rolle in „Rocky III - Eye of the Tiger“ an und flog dafür aus der berühmtesten Liga der Welt. Damit begründete er gleichzeitig seine Filmkarriere, die entgegen seiner parallel laufenden Wrestling-Karriere nur wenige Highlights aufzubieten hat. Familienkompatiblen Streifen wie „Der Ritter aus dem All“ (1991) oder „Mr.

Rowdy Roddy Piper

Rowdy Roddy Piper begeisterte seine Fans mit starken Sprüchen und echt netter B-Ware, darunter „Jungleground“. Während Hogan mit seinen Komödien und „Rocky III“ sogar kurzzeitig A-Luft schnuppern durfte, buk Roderick George Toombs alias Rowdy Roddy Piper deutlich kleinere, dabei aber deutlich unterhaltsamere Brötchen.

Bei „Wrestlemania III“ (1987) begegnete Piper dem Regisseur John Carpenter. Der überredete ihn zum Mitwirken in dem Kinofilm „Sie leben“ (1988), der aber ebenfalls keine Superstarkarriere zur Folge hatte. Ganz im Gegenteil, landete Piper doch nun vollends in den Untiefen des B-Movies: „Back in Action“, „Bad Pack“, „Jungleground“, „Last to Surrender“, „Sci-Fighters“, „Shepherd“, „Terminal Rush“ oder „Tough and Deadly“ seien allen B-Action-Fans ans Herz gelegt.

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Roddy Piper war einer der größten und beliebtesten Wrestler in den 80er und 90er Jahren neben Hulk Hogan und einer Handvoll weiterer Stars. Neben dem Wrestling entdeckte er in den 80er Jahren die Film-Schauspielerei für sich, wobei seine bekannteste Rolle wohl jene des Protagonisten Nada in Sie leben! war.

Tom "Tiny" Lister

Eine der gefragtesten Hackfressen Hollywoods: Tom „Tiny“ Lister. Thomas „Tiny“ Lister junior hat unter Wrestlingfans kein sonderlich gutes Standing.

Sein Filmdebüt gab er 1985 in dem Eric Roberts Streifen „Runaway Train“ und er beeindruckte mit seiner unfassbaren Physis und dem fiesen Gesichtsausdruck unter der Regie von Walter Hill in dem Actionknaller „Ausgelöscht“ (1987), im Renny Harlin Horrorstreifen „Prison - Rückkehr aus der Hölle“ (1988) und unter der Führung von Tony Scott in „Beverly Hills Cop II“ (1987).

Dabei muss er Hulk Hogan aufgefallen sein, der ihm eine Rolle in seinem Wrestling-Streifen „Der Hammer“ (1989) vermachte. Bei den Dreharbeiten überredete Hogan Lister dazu, eine Karriere als Wrestler zu starten. Über sechs Jahre machte sich Lister daraufhin zur Pfeile und gilt vielen als schlechtester Wrestler überhaupt.

Doch erstaunlicherweise lief es für den extrem unsympathisch wirkenden Lister in der Filmbranche wie geschnitten Brot!

Der Actionfilm der 80er und frühen 90er Jahre griff sehr oft auf die Sportler der verschiedenen Wrestlingligen zurück.

Mitte der 90er bekam die WWF Konkurrenz durch die neue Wrestling-Liga "WCW". Es entstand ein irrsinniger Konkurrenzkampf, der ausnahmsweise mal nicht inszeniert war. Beide Ligen setzten alles daran, neue Taktiken zu fahren und die Zuschauer zu binden.

Die WWF konzentrierte sich vor allem darauf, neue Superstars zu kreieren. Diese gaben sich fortan deutlich rebellischer und die Storylines, die das Wrestling-Geschehen begleiteten, wurden deutlich düsterer und komplexer.

Steve Austin

Zwei wichtige Stars dieser Zeit waren Dwayne „The Rock“ Johnson und „Stone Cold“ Steve Austin. Steve Austin wuchtet sich seit dem Ende seiner Wrestling-Karriere durch die verschiedensten B-Kracher. Wie „Damage“.

Steve Austin war unter anderem in der WCW und WWF engagiert und Hauptprotagonist der soeben angedeuteten Attitude Phase: Er war der Wadenbeißer des Systems, er legte sich sogar mit den Bossen der Liga an und leerte gerne volksnah im Ring ein Glas Bier.

Als Bret „The Hitman“ Hart 1997 seinen Hut in der WWF nahm, wurde Austin durch die Liga zum Superstar gepusht. 2003 trat er nach einer Fehde gegen „The Rock“, die bei dem Großevent „Wrestlemania 19“ endete, vom aktiven Sport zurück.

Sein Filmdebüt gab er 2005 in dem Adam Sandler Vehikel „Spiel ohne Regeln“, um danach von einem straighten B-Actioner zum nächsten zu springen. Seinen größten Erfolg markiert das Action-Hero-All-Star-Vehikel „The Expendables“, bei dem er als Sidekick des Bösewichts Eric Roberts dem Helden Sylvester Stallone kräftig in den Arsch treten durfte. Für den richtigen Durchbruch hat es aber bisher noch nicht gereicht.

Dwayne "The Rock" Johnson

Dwayne „The Rock“ Johnson kann wohl mit Fug und Recht als erfolgreichster Wrestler im Filmgeschäft angesehen werden.

Als Steve Austin aus dem aktiven Wrestling-Geschehen zurücktrat, tat er das mit einem Kampf gegen Dwayne „The Rock“ Johnson. Geboren am 2. Mai 1972 begann dieser 1995 mit dem professionellen Wrestling - in der United States Wrestling Association, einer Talentschmiede der WWF.

Der Wrestler in dritter Generation fehdete irgendwann sogar gegen Hulk Hogan, den er bei „Wrestlemania 18“ besiegte. In der Folge trat er nur noch sporadisch als Wrestler auf, wollte er sich doch stärker auf eine mögliche Filmkarriere konzentrieren, für die dank „Die Mumie kehrt zurück“ (2001) und seiner ersten Hauptrolle in „Scorpion King“ (2002) Tür und Tor geöffnet wurde.

Doch das Wrestling konnte er nicht zu den Akten legen. Schon 2002 stand er wieder im Ring, kündigte 2006 aber an, nie mehr aktiv wrestlen zu wollen. 2011 waren diese Worte wieder Geschichte und Fehden gegen unter anderem John Cena mussten im Ring ausgetragen werden.

Auch filmisch gesehen ist die Karriere von The Rock ein ständiges Auf und Ab. Mal wollte er Actionfilme drehen: „Welcome to the Jungle“ (2003) und „Walking Tall“ (2004), mal nicht: „Be Cool“ (2005). Dann wieder doch: „Doom“ (2005), dann wieder nicht: „Southland Tales“ (2006), „Spiel auf Bewährung“ (2006) …

Doch auf eine schreckliche Phase witzloser, familienkompatibler Komödien wie „Daddy ohne Plan“ (2007) folgte eine Phase der echten Besinnung auf seine Actionmanfähigkeiten: „Faster“ (2010), „Fast & Furious Five“ (2011), „Snitch - Ein riskanter Deal“ (2013), „G.I. Joe - Die Abrechnung“ (2013) und „Fast & Furious 6“ (2013) waren die Folge.

Hier eine Tabelle mit den 15 legendärsten Wrestling-Stars aller Zeiten:

Platz Name Bekannt für
1 The Undertaker Totengräber-Gimmick, Kultfigur
2 Hulk Hogan Superstar der 80er, Film und Fernsehen
3 The Rock Ausstrahlung, Kult-Moves, Promos
4 Bret "The Hitman" Hart Hype in den späten 90ern
5 "The Nature Boy" Ric Flair "WOOOO"-Ruf
6 "Stone Cold" Steve Austin Rebell, Liebling der Fans
7 "Macho Man" Randy Savage Matches mit Hulk Hogan
8 The Ultimate Warrior Einer der größten Stars der Szene
9 John Cena Stets in der "Face"-Rolle
10 André the Giant Gigantische Erscheinung
11 Triple H Top-Heel (Bösewicht)
12 "The Heartbreak Kid" Shawn Michaels "Sweet Chin Music"
13 Bill Goldberg Unglaubliche Siegesserie
14 Sting Mystischer Charakter
15 Mick Foley Verwandlungs-Künstler, Hardcore-Legende