Bas Rutten: Vom UFC-Champion zur Legende

Bas Rutten, geboren am 24. Februar 1965 in den Niederlanden und bekannt unter dem Alias "El Guapo", ist eine Ikone im Mixed Martial Arts (MMA). Seine Vielseitigkeit zeigt sich nicht nur im Ring, sondern auch als Schauspieler, Moderator und TV-Persönlichkeit.

Frühe Jahre und Inspiration

Ruttens Interesse an Kampfkünsten wurde durch den Film "Enter the Dragon" von Bruce Lee geweckt, den er heimlich besuchte. Dieser Film inspirierte ihn, sich den Kampfkünsten zu widmen.

Karriere im Kampfsport

Bas Rutten war damals UFC Heavyweight Champion und Pancrase Champion. Er erlangte Ruhm in verschiedenen Kampforganisationen, darunter die Pride Fighting Championships. Besonders hervorzuheben sind seine Erfolge als dreimaliger King of Pancrase World Champion und UFC-Schwergewichts-Champion.

Frank Shamrock: Ein Pionier im Schatten

Es scheint oft, als ob er etwas im Schatten seines großen Stiefbruders, Ken Shamrock, steht. Überdies war Frank Shamrock einer der Pioniere unter den etwas leichter geratenen MMA-Fightern. Und das zu einem Zeitpunkt, als sich die ersten Gewichtsklassen unter 200 Pfund gerade erst formten. Frank Shamrock war einer der frühen echten Mixed Martial Artists! Frank Shamrock hieß ursprünglich Frank Alisio Juarez und kam aus sehr schwierigen Verhältnissen. Geboren in einer armen, mexikanischen Familie, durchlief Frank Alisio Juarez bereits von Kindesbeinen an mehrere Waisenheime und ähnliche Einrichtungen. Oftmals waren es Institutionen mit dem Fokus auf “schwer erziehbaren“ Problemfällen.

Doch eine glückliche Fügung brachte ihn zu Bob Shamrock. Bob Shamrock und seine Frau Dede konnten keine eigenen Kinder haben. Daher entschieden sie sich, Kinder (speziell Jungen) bei sich aufzunehmen. Und zwar jene, die sonst keiner haben wollte. Im Laufe der Jahre durchliefen wohl Hunderte von schwierigen Jungen die Ranch der Shamrocks. Bob Shamrock offenbarte sich dabei als herzhafter Pragmatiker, der schnell einen Draht zu den verstoßenen Rüpeln etablieren konnte. Er wusste, dass sie jemanden brauchten, den sie als Autorität anerkannten. In diesem Sinne kanalisierte Shamrock die Energien seiner Schützlinge. Ihn interessierte nicht, was sie getan hatten, sondern was sie in Zukunft tun wollten. Harte Farmarbeit wurde belohnt. So konnten die “Shamrock-Jungen“ (die alle eine eigene Jacke bekamen, die sie als ebensolche auswies) sich durchaus Freiheiten gönnen, sofern sie ihre Arbeit erledigten und keine Probleme machten. Dies beinhaltete sogar, dass Bob Shamrock ihnen einen seiner alten, klassischen Wagen auslieh. Doch wer nicht spurte, konnte sich anderweitig abreagieren, in dem ihm und einem anderen “Delinquenten“ die Boxhandschuhe übergezogen wurden. Eine harte jedoch herzliche Linie, mit der Bob Shamrock zahlreichen Leben eine neue, bessere Bahn geben konnte.

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Zu den frühen MMA fand Frank Shamrock, indem er von Ken Shamrock im Submission Wrestling/Catch Wrestling unterweisen wurde. Ken Shamrock, dessen athletisches Potenzial von seinem Ziehvater früh erkannt wurde, verdiente sich bereits seit einigen Jahren als Wrestler gutes Geld in Japan. Doch 1993 entschieden Ken Shamrock, Minoru Suzuki und Masakatsu Funaki, eine Wrestling-Show mit adaptierten Regeln zu veranstalten. Nur mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Kämpfe hier nicht länger fingiert, sondern echt waren. Es entstand (einige Monate vor UFC 1) eine Form von echtem Shootfighting - im Grunde genommen MMA ohne geschlossene Fäuste und ohne Ground and Pound. Eben hier verdiente sich Frank Shamrock die ersten Sporen. Auch wenn es ein zunächst holpriger Start war.

Doch konnte Frank Shamrock den damals selbst noch sehr ungeschulten Bas Rutten besiegen, der später selbst zur Pancrase-Legende schlechthin werden sollte. Es folgten durchwachsene Ergebnisse. Nacht acht Kämpfen in Pancrase hatte Frank Shamrock eine Bilanz von 4-3-1 vorzuweisen. Wenn auch mit einem Sieg über Minoru Suzuki. Doch im Anschluss daran folgte eine Serie von sechs Siegen. Bei einem weiteren Sieg über Minoru Suzuki (nach über 22 ununterbrochenen Minuten) wurde Frank Shamrock zum “King of Pancrase“. Es folgten zunächst wieder durchwachsene Ergebnisse, ehe Frank Shamrock seinen besten Run hinlegte. In zwölf aufeinanderfolgenden Kämpfen blieb er ungeschlagen (elf Siege, ein Unentschieden)! In dieser Zeit wurde er der erste UFC-Mittelgewichtschampion (entspricht dem heutigen Halbschwergewicht). Sensationell besiegte er den hoch gehandelten Olympia-Ringer Kevin Jackson in nur 16 Sekunden! Shamrock verteidigte den Titel viermal. Da er sich im Disput von der UFC trennte, verlor er diesen Titel niemals im Kampf.

Des Weiteren konnte er diese Phase mit dem Sieg des WEC-Titels im Halbschwergewicht krönen. Ferner erstreckte sich seine ungeschlagene Serie über Kämpfe in der japanischen Organisation RINGS, Vale Tudo Japan und sogar einen Kampf bei K-1. Anschließend konnte Frank Shamrock von seinen letzten vier Kämpfen nur noch einen gewinnen. Aber selbst in diesem sicherte er sich Gold. Frank Shamrock trainierte die meiste Zeit im Lion‘s Den. Dem Fight-Camp seines Stiefbruders Ken. Die Lion‘s Den Kämpfer waren meist durch große Athletik ausgezeichnet. Die Besonderheit der Fight-Camps und Gyms aus jener Pionierzeit war, dass es im Grunde genommen noch keine so hoch spezialisierten Trainerstäbe gab, wie man sie heute kennt. Die Kämpfer trainierten sich größtenteils selbst bzw. gegenseitig. MMA war absolutes Neuland!

Frank Shamrock zeigte Maurice Smith, wie dieser sich gut am Boden verteidigen konnte. Shamrock, der selber bereits ein guter Submission-Wrestler und Bodenkämpfer war, lernte im Gegenzug, seine Schlagtechniken zu verbessern und effektives Ausdauertraining. Dies machte Shamrock zu einem der komplettesten frühen MMA-Kämpfer. Mehrere Magazine aus jener Zeit (wie der Wrestling Observer und das Black Belt Magazin) wählten Shamrock zum Kämpfer des Jahres 1998 und 1999. Der Wrestling Observer sah in ihm gar den Kämpfer des Jahrzehnts. Diese Meriten fielen allesamt in jene Phase, in der Frank Shamrock unaufhaltsam schien.

Karriere außerhalb des Rings

Rutten hat sich auch als Schauspieler etabliert. Er spielte in dem Kevin James Kinofilm "Here Comes the Boom" (2012) und war zuvor in "Der Kaufhauscop" (2009) zu sehen. Zudem lieh er dem Voice-Cast von "Der Zoowärter" (2011) seine Stimme.

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Neben seiner Schauspielkarriere ist Rutten auch als Moderator tätig. Er ist Co-Moderator der wöchentlichen MMA-Nachrichtensendung "Inside MMA" auf HDNet. Darüber hinaus moderierte er die Selbstverteidigungsshow "Punk Payback" für Fuel TV. Rutten hat auch für mehrere Kampforganisationen, darunter die ehemaligen Pride Fighting Championships, als Kommentator gearbeitet.

Die Welt des MMA

Mixed Martial Arts (MMA) ist eine moderne Art des Vollkontaktwettkampfes, bei der Kämpfer verschiedene Kampfsportarten nutzen. Dazu gehören Schlag- und Tritttechniken aus Boxen, Kickboxen und Muay Thai sowie Bodenkampftechniken aus Brazilian Jiu-Jitsu, Ringen, Judo, Sambo und Grappling. Das Training ist umfangreich und erfordert hohes Engagement, wobei der Spaß am Training im Vordergrund steht.

Entwicklung des MMA

Die Geschichte des MMA ist unklar, aber es wird angenommen, dass es im alten Griechenland als Pankration begann. Im Jahre 648 v. Chr. wurde dieser Sport olympisch. Pankration sollte die Frage nach dem besten aller Kämpfer beantworten. Die Kämpfer durften schlagen, treten und alle Körperteile verwenden, um den Gegner zur Aufgabe zu zwingen.

Die Entwicklung des MMA ist eng mit Vale-Tudo-Kampfsportveranstaltungen in Brasilien und den USA verbunden. Bei diesen Veranstaltungen wurde ohne Schutzausrüstung und Handschuhe gekämpft. Die Kämpffläche beim UFC ist ein Oktagon, begrenzt durch einen Maschendrahtzaun. In der Regel wird im UFC 3 mal 5 Minuten gekämpft (5 mal 5 Minuten in Titelkämpfen).

The Smashing Machine

Kürzlich wurde bekannt, dass Josh Safdies Bruder Benny Safdie die Arbeiten an seinem A24-MMA-Film "The Smashing Machine" mit Dwayne Johnson abgeschlossen hat. Das Kampfsport-Drama zeigt eine Charakterstudie über Männer am Rande des Abgrunds. Für Johnson, der die Geschichte von Mark Kerr auf die Kinoleinwand bringt, war der Dreh körperlich anspruchsvoll. "The Smashing Machine" soll 2025 in den US-Kinos anlaufen.

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Rickson Gracie: Legende oder Mythos?

Die Gracie`s sind in Brasilien legendaer, und seit den ersten UFC Tagen auch in den USA. Die Gracie`s bauten etliche Training Center von Gracie Jiu-Jitsu auf in ganz Nord Amerika, und die Repraesentaten waren vorallem Royce Gracie durch die UFC, und Rickson Gracie durch seinen Brasilianischen Ruf. Eine oft diskutierte Figur im MMA ist Rickson Gracie. Seine Fans sehen ihn als den heiligen Gral, aber es gibt auch Kritik an der Legendenbildung um seine Person. Einige behaupten, dass er einen 400-0-0 Record hat und der beste BJJ Fighter aller Zeiten ist. Doch Recherchen zeigen, dass viele dieser Behauptungen nicht belegt sind. Es gibt nur wenige dokumentierte Kämpfe und einige seiner Siege waren gegen sportlich schwache Gegner. Auch Behauptungen über seine Erfolge im Sambo und Wrestling konnten nicht bestätigt werden.

Trotzdem ist Rickson Gracie ein 7th Degree Brazilian Jiu-Jitsu Black Belt, was unbestritten ist. Viele seiner Erfolge basieren auf Training Matches und informellen Kämpfen, was seine tatsächliche sportliche Leistung schwer einschätzbar macht.

Zusammenfassung von Rickson Gracies angeblichem und tatsächlichem Rekord
Behauptung Tatsächlicher Status
400-0-0 Record Nicht belegt, beinhaltet viele Training Matches
16 Jahre World Jiu-Jitsu Champion Es gibt keinen offiziellen "World Jiu-Jitsu Title"
Sambo World Champion 1977 Es gab keine Pan American Games 1977 mit Sambo
Brasilianischer Freestyle Wrestling Champion Keine Teilnahme an nationalen Turnieren dokumentiert