Für ihre Verdienste in verschiedenen Bereichen des Judosports wurde Andrea Haarmann aus Sprockhövel und Trainerin bei der TSG Sprockhövel eine besondere Ehre zuteil. Ihr wurde auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Judo Bundes der 6. Dan verliehen. In NRW ist Andrea erst die dritte Judoka mit dieser Auszeichnung.
Bereits seit 1980 steht Judo in Andrea Haarmanns sportlichem Werdegang an erster Stelle. Seit 1982 ist sie Vereinstrainerin im Kinder- und Jugendbereich des Judo-Klub Hagen e.V.. Für diesen Verein, startete Sie auch in den 90er Jahren in der Judo- Bundesliga. Am Sonntag konnte die aus Hagen stammende Judobegeisterte den Rot-Weißen Gürtel stolz auf dem Weihnachtsturnier in Iserlohn in Empfang nehmen.
Seit 1980 ist Haarmann im Judo aktiv und legte 1984 die Prüfung zum 1. Dan in Köln ab. Im Jahr 2006 bestand sie die Prüfung zum 5. Dan in Hagen. Seit über 35 Jahren hat sie seitdem vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Judo und seine Werte näher gebracht. Acht Gruppen in zwei Vereinen trainiert sie zur Zeit. Außerdem lehrt sie Judo an verschiedenen Schulen im OGS-Bereich und Sportkarussell.
Engagement als Kampfrichterin und Jugendleiterin
Lange Jahre ist sie auch im Kampfrichterbereich unterwegs. Bereits 1984 legte sie die Prüfung zur Kreis-Kampfrichterin ab und hat mittlerweile die Bundes-B-Lizenz. Gewissenhaftigkeit und Übersicht zeichnen die Sprockhövelerin ebenso aus, wie der menschliche Umgang und ihr Fingerspitzengefühl, vor allem bei den kleineren Judoka. Im Kreis Südwestfalen ist Haarmann seit mehr als zehn Jahren als Kampfrichter-Referentin des Kreises zuständig. Seit fast dreißig Jahren ist sie Jugendleiterin des Kreises Südwestfalen und mit verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Turniere und Meisterschaften im Kreis. Viele Wochenenden werden also bei verschiedenen Events in der Halle verbracht.
Erfolge bei Veteranen-Wettkämpfen
Zudem nimmt die Judokämpferin mit großem Erfolg an den Veteranen-Wettkämpfen teil. Wer die Judo-Nachrichten verfolgt, wird auch mitbekommen haben, dass Andrea auch noch aktiv an den Veteranen-Wettkämpfen mit großem Erfolg teilnimmt. So hat sie in diesem Jahr nicht nur Gold im Einzel und in der Mannschaft auf der EM geholt, sondern wurde zudem auch noch Weltmeisterin. 2019 gewann Sie die Deutsche-, Europa-, und Weltmeisterschaft in Ihrer Alters- und Gewichtsklasse. Aber auch in früheren Jahren war Andrea kämpferisch aktiv. Erfolgreich auf nationaler und internationaler Ebene gehörte sie lange Jahre dem NRW-Kader an und kämpfte auch viele Jahre in der Bundesliga.
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Freitags hin, montags wieder zurück. So schnell verflog die Zeit für die Sprockhöveler Judokämpferin Andrea Haarmann bei der Veteranen-Weltmeisterschaft in Marokko. Die Tage waren zwar sehr anstrengend für sie, haben sich aber sehr gelohnt. Haarmann ist mit einer Goldmedaille zurück nach Deutschland gekommen.
Über 1200 Judoka aus allen fünf Kontinenten waren bei der Weltmeisterschaft am Start. Insgesamt schickten 49 Nationen ihre Athleten ins Rennen. Mit 368 Judoka stellten die Franzosen das größte Team. Der Deutsche Judo Bund wurde durch 47 männliche und 30 weibliche Judoka vertreten. Mit 18 mal Bronze, neunmal Silber und viermal Gold schaffte es das deutsche Team insgesamt auf Platz sechs der Nationenwertung.
Eine von vier deutschen Goldmedaillen geht nach Sprockhövel. Von den vier Goldmedaillen erkämpfte sich die Sprockhövelerin auch eine. Nach dem üblichen Prozedere wie Akkreditieren und Wiegen, ging es für Haarmann noch in die Wettkampfhalle. Dort liefen noch die Kämpfe um die Medaillen der Männer in den AK4 und AK5. Also hieß es, schon mal ein bisschen das Feeling zu genießen. Warm war es dort, sehr warm. Ein Vorgeschmack auf den nächsten Tag, wenn die eigenen Kämpfe anstehen.
Für die Kämpferin der TSG Sprockhövel starteteder Wettkampftag mit ordentlichem Aufwärmen, obwohl dies bei der Hitze schon eine echte Herausforderung war. Aber die Verletzungsgefahr ist sonst zu groß. Dann ging es mit den Kämpfen los. In der Altersklasse F6 bis 70 Kilogramm musste Haarmann insgesamt viermal auf die Matte. Das Warten auf die einzelnen Kämpfe war dabei schweißtreibender als die eigentlichen Kämpfe, bei 35 Grad.
Die einzelnen Kämpfe dauerten dann nicht so lange. Alle Kämpfe gingen nach kurzer Zeit (alle unter 30 Sekunden) an die Athletin aus Sprockhövel. Die Goldmedaille war ihr damit sicher. Nun musste noch die Zeit bis zur Siegerehrung überbrückt werden. Da noch einige Kämpfe um die Medaillen offen waren, feuerte die Gewinnerin noch einige deutsche Judoka an.
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Sprockhövel. Der Sieg war ihr Ziel. Dafür hat Andrea Haarmann den langen Weg nach Fort Lauderdale auf sich genommen. Dort wollte die erfolgreiche Judoka ihren Weltmeistertitel zum zweiten Mal verteidigen. Nach einer Anreise mit Hidernissen war die ehrgeizige Sportlerin sich diesmal allerdings nicht ganz sicher, ob der Griff nach Gold ihr erneut gelingen würde. „Mit dem Schlafmangel im Gepäck war ich zunächst skeptisch. Mit einem Freilos in der ersten Runde konnte sich zunächst ihre Gegnerinnen anschauen und die eigene Aufregung niederkämpfen. Beim ersten WM-Duell in der Klasse der Frauen bis 70 Kilo stand ihr eine Brasilianerin gegenüber. Mit ihrer Spezialtechnik setzte sich die Sportlerin von der TSG Sprockhövel durch. In der zweiten Runde kam sie damit allerdings nicht zum Erfolg. Gegen die Britin hatte sie sich bereits im WM-Finale in Amsterdam nur mit Mühe durchgesetzt. „Sie ist eine sehr unangenehme Kontrahentin.“ Also ging Andrea Haarmann in die Offensive drehte die Gegnerin am Boden mit einem Haltegriff, fixierte sie und konnte damit das Duell vorzeitig für sich entscheiden. „Abzuwarten liegt mir nicht. „Es war ein wunderbares Gefühl, den Titel noch einmal zu gewinnen.“ Ihre eindrucksvolle Medaillensammlung möchte Andrea Haarmann allerdings gerne noch etwas erweitern. „Nächstes Jahr sind wieder Europa- und Weltmeisterschaften. Darauf arbeite ich hin.“ Mit konzentriertem Training und kleineren Turnieren in Holland, Belgien und Frankreich bereitet sich die 52-Jährige darauf vor. „Den Wettkampf brauche ich als Bestätigung und Motivation für mich. Mich fasziniert einfach die Auseinandersetzung mit dem Gegner.“
Da ihr Vater der Meinung war, das sei nichts für Mädchen ist Andrea Haarmann erst spät zum Judo gekommen. „Da war ich schon 17 Jahre alt“, sagt sie lachend. Deshalb möchte sie gerne noch so lange wie möglich weiter kämpfen und ihre Erfolge genießen.
Engagement im NWJV und weitere Aktivitäten
Neben der Trainer-C-Lizenz besitzt Andrea auch verschiedene B-Lizenzen sowie die Jugendleiter-Lizenz, die auch regelmäßig aktualisiert werden. Beim Weihnachtsturnier in Iserlohn wurde ihr nun von den drei Kreis-Dan-Vorsitzenden des Kreises Südwestfalen die Urkunde zum 6. Dan überreicht. Ein weiteres Steckenpferd von Haarmann sind die Kurse für Gewaltprävention an Kindergärten und Grundschulen.
Für den Monat März zeichnet der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband zwei Judokas aus, die gefühlt schon seit Ewigkeiten für den Verband und in ihren Vereinen aktiv sind. Es gibt kaum Wochenenden, an denen Andrea Haarmann und Karlheinz Stump nicht in einer Judohalle zu finden sind.
Beide haben im jugendlichen Alter von 11 (Karlheinz) bzw. 15 Jahren (Andrea) mit dem Judosport begonnen. Nach ersten Erfolgen auf Wettkämpfen und Turnieren wurde ihnen schnell klar, dass Judo mehr bietet. Früh begannen sie Aufgaben im Verein zu übernehmen, sei es als Trainerhelfer auf der Judomatte oder in dem Organisieren von Vereinsfesten und Ferienfreizeiten. Auch die Frauen und Männer in „schwarz“ hatten es ihnen angetan. Im Alter von 19 Jahren erwarben sie jeweils die Lizenz auf Kreisebene, heute besitzen beide die Bundes B-Kampfrichterlizenz.
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Im Jahre 1985 erwarben sie die damalige Übungsleiter C-Lizenz im Judo. Ehrensache, dass sie bis heute als Trainer für ihre Vereine TSG Sprockhövel (Andrea) und TuS Eichengrün Kamen (Karlheinz) auf der Matte aktiv sind. Mittlerweile leiten Andrea und Karlheinz die Judoabteilungen in ihren Vereinen und erledigen die Aufgaben des Vereinsvorstandes gleich mit. Viele Vereine wären sicherlich froh, hätten sie ein solches ehrenamtliches Engagement in ihren eigenen Reihen.
So vertritt Andrea als Kreisjugendleiterin und Kreiskampfrichterreferentin seit Jahren die Interessen der Vereine aus dem Kreis Südwestfalen bis in die Landesebene hinauf. Sie bildet zudem junge Judokas zu Listenführern und Jugendkampfrichtern aus. Als lizenzierte Trainerin im Bereich „Gewaltprävention“ kooperiert sie mit verschiedenen Kindergärten, Schulen und Vereinen und engagiert sich für starke Kinder, Mädchen und Frauen.
Und, seit mehreren Jahren hat Andrea ihr Kämpferherz (wieder)entdeckt. Sie feiert bis heute Erfolge auf nationalen und internationalen Meisterschaften der Altersklasse Ü 30 (Veteranen). Ihren größten Erfolg erkämpfte sie im Jahre 2018 als sie Weltmeisterin in der Altersklasse F 5 bis 70 kg wurde. Andrea - du bist ein Vorbild für viele weibliche Judokas und Frauen!
Mit der neu geschaffenen Auszeichnung „Ehrenamtler des Monats“ zeichnet der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband in 2021 ein Jahr lang jeden Monat besonders für den NWJV engagierte Judokas aus. Die Auszeichnung erfolgt in verschiedenen Kategorien und wird vom NWJV-Präsidium in Abstimmung mit dem Verbandsausschuss getroffen.
Auf dem Bild zu sehen sind von links: Manuel Gabsa 3. KDV, Andrea Haarmann, Manfred Halverscheid 1. KDV und Harald Klettke 2.
Aktivitäten und Veranstaltungen der TSG Sprockhövel
Sprockhövel. Das letzte Training vor den großen Ferien fandfür die Kinder nicht auf der Judomatte statt. Stattdessen war Spielen und Grillen auf dem Spielplatz geplant. Über 40 Judokinder mit ihren Eltern und Geschwistern hatten sich dafür angemeldet. Und trotz des zuerst eher feuchten Wetters waren auch tatsächlich alle Angemeldeten da und haben sich nicht abschrecken lassen. Der Wettergott hatte dann auch ein Einsehen und schickte den Regen weiter. So konnte dann doch noch planmäßig weitergemacht werden. Die Kinder konnten ausgiebig spielen und sich anschließend bei Salat, Rohkost, Süßigkeiten und Grillgut stärken. Die Erwachsenen hatten genug Zeit zum Plauschen und Essen.
Ein riesiger Dank von mir geht an den Grillmeister und die Grillmeisterin. Ohne den Einsatz von Dennis und Alex wäre es mit Grillen deutlich schwieriger geworden. So war es für alle hoffentlich eine gelungene Maßnahme. Ein großer Dank geht außerdem an den Stadtsportverband Sprockhövel, die uns durch ihre Spende den Saisonabschluss in dieser Form ermöglicht haben.
Sprockhövel. Judo mal anders! Nicht nur, dass das Training an einem Samstag stattfand, nein, auch die Eltern waren mit auf der Matte. Bisher konnten die Eltern das Wirken ihres Nachwuchses von außerhalb bewundern. Diesmal hatte sie aber die Gelegenheit, selber mal auszuprobieren, was die Kinder immer trainieren. Und ja, die Kinder haben ihre Eltern ganz schön ins Schwitzen gebracht. Schon das Aufbauen der Matten trieb einigen Eltern den Schweiß auf die Stirn. Entmutigen ließ sich aber niemand. Fleißig wurde trainert, und die Kinder konnten den Eltern mal zeigen, was sie schon alles gelernt haben.
Auch im Bodenkampf machten die Kleinen den Großen das Leben schwer. Bevor die Matten wieder abgebaut wurden, gab es noch Eltern-Kinder-Duell. Die Fläche wurde in zwei Hälften aufgeteilt und abgeteilt. In beide Hälften kamen gleich viele Bälle. Nach einer festen Zeitvorgabe mussten die Teams versuchen, am Ende weniger Bälle in ihrem Feld zu Haben. Und was soll ich sagen…Team Kinder war siegreich. Alle Beteiligten hatten viel Spaß. In der zweiten Jahrehälfte soll es wieder so ein Angebot geben.
Sprockhövel. Vor den Osterferien konnten einige Judoka der TSG Sprockhövel noch einmal ihr Können unter Beweis stellen. Insgesamt stellten sich 27 Teilnehmer der Prüfungskommission. Dass sich das fleißge Üben gelohnt hat, war am Tag der Prüfung zu sehen. Trotz Aufregung präsentierten alle Teilnehmer ihr entsprechendes Programm souverän. Auch das Publikum, bestehend aus Eltern, Großeltern, … , konnte keinen aus der Ruhe bringen. Überzeugen konnten vor allem die Jugendlichen Teilnehmer, die bei ihren Darbietungen schon eine enorme Dynamik vorweisen konnten. Aber auch das jüngere Teilnehmerfeld konnte durch gute Leistungen überzeugen. Würfe, Haltegriffe, und auch das restliche Programm wurde von allen gekonnt vorgeführt. Insgesamt eine ordentliche Prüfung. Annalina, Jannes und Luan konnten am meisten überzeugen.Jetzt ist erstmal Erholung angesagt, bevor es mit neuem Elan nach den Ferien weitergeht.
Sprockhövel. Der erste Schritt ist getan! Im Laufe des Jahres 2024 haben sich insgesamt 17 Kinder die Graduierung zum weiß-gelben Gürtel verdient. Für die erste Graduierung gibt es keine direkte Prüfung mehr. Die Judoka werden während des Trainings oder des Kurses in verschiedenen Bereichen geprüft und bekommen dann, wenn alles ordnungsgemäß erfüllt worden ist, ihre erste Graduierung. Beobachtet wird zum Beispiel, ob sich die Kinder an die Judowerte halten. Auch werden die ersten Wurf- und Haltetechniken, sowie Fallschule überprüft. Erst zum gelben Gürtel gibt es eine große Prüfung.
Sprockhövel. Ein weiteres Jahr hat sich dem Ende geneigt. Die Gruppe der größeren Jugendlichen und Erwachsenen hat sich für das letzte Training mangels geöffneter Halle ein etwas anderes Training überlegt. Nach Absprache und Vorbereitung ging es dann nach Bochum-Wattenscheid zum Bouldern. Für die meisten Teilnehmer war dies eine neue Erfahrung. Einmal quer durch die meisten Schwierigkeitsgrade waren alle am Ende doch ziemlich geschafft. Nach knapp zwei Stunden ging es dann für eine kleine Stärkung noch in ein bekanntes Fastfood-Restaurant :-)) .
Sprockhövel. Vor den großen Ferien strengten sich 18 Kinder und Jugendliche noch einmal so richtig an; die große Sommerprüfung stand an, und alle wollten sich mit einer neuen Gürtelfarbe belohnen. Es war außerdem die erste Prüfung nach dem neuen Graduierungssystem des Deutschen Judo Bundes. Somit war die Prüfung zum gelben Gürtel dür einige Kinder tatsächlich auch die erste Prüfung auf großer Bühne. Carl Rabe war bei dieser Prüfung das jüngste Kind. Überzeugen konnten vor allem die Jugendlichen Teilnehmer, die bei ihren Darbietungen schon eine enorme Dynamik vorweisen konnten. Aber auch das jüngere Teilnehmerfeld konnte durch gute Leistungen überzeugen. Würfe, Haltegriffe, und auch das restliche Programm wurde von allen gekonnt vorgeführt. Insgesamt eine Prüfung, bei der sich die Prüferin entspannt anlehnen und zuschauen konnte, ohne groß eingreifen zu müssen. Jetzt ist erstmal Erholung angesagt, bevor es mit neuem Elan nach den Ferien weitergeht.
Sprockhövel. Warum bis Weihnachten auf Geschenke warten? Die 18 Prflinge der TSG machten sich schon vor Weihnachten selber ein Geschenk. Am vorletzten Trainingstag gaben die Teilnehmenden noch einmal alles und konnten die Prüferin mit guten Leistungen überzeugen. Fallschule, Würfe, Haltetechniken und vieles mehr wurden gekonnt präsentiert. Das abschließende Randori (Übungskampf) war dann nur noch Formsache. Die jüngste Teilnehmerin war Malin Starosta, die ihre erste Prüfung absolvierte. Nur wenig älter war Anton, für den es aberschon die zweite Prüfung war. Mit Annika und Nina stellten sich auch zwei „reifere“ Damen zur Prüfung. Maite Rottschy und Leon Stenitzer konnten bei dieser Prüfung am meisten überzeugen.
Köln / Sprockhövel. …das dachte sich auch Leon Stenitzer von der TSG Sprockhövel, als er die Ausschreibung für einen Lehrgang beim Bushido Köln bekam. Der Bushido Köln hatte mit dem Referenten-Team Frank Wieneke und Ralf Lippmann ein Top-Team für diesen Lehrgang eingeladen. Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984 holte Frank Wieneke die erste olympische Goldmedaille für den Deutschen Judo Bund (DJB). Ralf Lippmann war ebenfalls ein sehr erfolgreicher Wettkämpfer und ist heute zuständig für den kompletten Ausbildungsbereich im DJB. Also machte sich Leon mit seinen Eltern auf nach Köln. Der Lehrgang war in drei Altersgruppen aufgeteilt. Nach einem intensiven Aufwärmprogramm ging es mit Taktik- und Techniktraining weiter. Super erklärt und vorgezeigt, ging es dann an die eigene Umsetzung des Gezeigten. Natürlich wurde im Anschluss auch gekämpft, wo dann die vorher geübten Techniken auch ausprobiert werden konnten. Nach einem sehr intensiven Training gab es noch die Gelegenheit, sich mit den Referenten fotografieren zu lassen oder Autogramme zu holen.
1. Sprockhövel. Vor vielen Jahren hat Marc als Schüler beim TuS Eichengrün-Kamen mit dem Judosport angefangen. Dann passierte das, was bei vielen jungen Leuten passiert. Mit dem Abitur in der Tasche ging es dann zum Studium. Da blieb nicht mehr viel Zeit für Judo. Vor einigen Jahren verlegte Marc mit seiner Familie seinen Lebensmittelpunkt nach Sprockhövel. Dort wurde er auf die Judo-Abteilung der TSG Sprockhövel aufmerksam und entschied sich für ein Probetraining. Das hat ihm anscheinend gut gefallen, denn Marc blieb dem Judo treu. Irgendwann wurde beim Training auch über eine Prüfung zum schwarzen Gürtel nachgedacht. Eine intensive Vorbereitung folgte. Die vielen Termine zu den Vorbereitungen, die in Bochum, Witten und Herne angeboten wurden, stellten allerdings ein zeitliches Problem dar. Da kam die Idee der Trainerin, bei der „Black-Belt-Aktion“ des NWJV (Nordrhein-Westfälischer Judo-Verband), gerade recht. Erst seit letztem Jahr gibt es dieses Angebot vom NWJV. Judoka, die die Prüfung zum 1. Dan machen wollen, nehmen an einem einwöchigem Lehrgang in Hennef teil und können im Anschluss die Prüfung ablegen. Dieses Angebot nutze Marc dann auch. Eine extrem intensive Woche mit täglich vielen Übungseinheiten bei Top-Referenten folgte. Aber die Mühe hat sich am Ende ausgezahlt. Voller Stolz darf Marc nun nach bestandener Ptüfung den schwarzen Gürtel zum Judogi tragen. Marc ist nun der erste TSG-Judoka seit mindestens über 15 Jahren, der die Prüfung zum 1. Von der Judo-Abteilung der TSG bekommt Marc nun seinen Gürtel überreicht.
Sprockhövel. Vor den Osterferien machten sich noch fünf junge Judoka selber eine Freude. Für sie stand die erste Judoprüfung auf dem Plan. Natürlich wurde sich auch vor der Prüfung ordentlich aufgewärmt und noch ein wenig geübt. Dann ging es auch endlich los. Aufgeregt brauchte keiner zu sein, hatten sich doch alle gut vorbereitet. Die Fallübungen, Würfe und Haltetechniken wurden gekonnt präsentiert. Alle Prüflinge legten eine gute bis sehr gute Prüfung ab. Julian war mit seinen sechs Jahren der jüngste Teilnehmer. Als einziges Mädchen nahm Maite teil. Marlon unterstützte die größerern Jungs als Partner.
