Wladimir Putin und seine Leidenschaft für Kampfsportarten

Wladimir Putin, der Präsident der Russischen Föderation, praktiziert seit seiner Jugend Judo und Sambo. Er ist Träger des 8. Dan im Judo.

Putins sportliche Anfänge und Erfolge

Der Kremlchef war mehrfacher Meister von Leningrad (St. Petersburg) im Sambo und betreibt Judo, seitdem er elf Jahre alt ist.

Judo als "essentielle Fähigkeit für jeden Politiker"

Zu seinen Lieblingssportarten gehört Judo, was er bereits seit mehr als 50 Jahren praktiziert. Der Sport schärfe die Fähigkeit, die Stärken und Schwächen des Gegners zu erkennen, nach Putin "essentielle Fähigkeiten für jeden Politiker".

Sambo: Putins erste große sportliche Liebe

Für Wladimir Putin war Sambo die erste große sportliche Liebe. Der Kampfsport-Mix aus Judo, Jiu Jitsu oder Ringen hat seinen Ursprung als Armeesport in der früheren Sowjetunion.

Obwohl Sambo in weiten Teilen der Welt noch reichlich Entwicklungsarbeit vor sich hat, hofft auch der prominente Ehrenpräsident auf eine Aufnahme ins olympische Programm. «In der modernen Geschichte stammen alle einzelnen Kampfsportarten von Sambo ab», sagt Putin.

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«Ich denke, es ist an der Zeit, dass Sambo ein olympischer Wettbewerb wird», fordert Putin auf der Internetseite des Weltverbands. Doch noch ist es ein weiter Weg: Auf der Liste von 26 Sportarten, die sich für eine Aufnahme ins Programm für die Sommerspiele 2020 in Tokio beworben hatten, fehlt Sambo gänzlich.

Weitere sportliche Aktivitäten Putins

In seiner Freizeit zeigt sich der russische Präsident gerne sportlich: Der Kremlchef wählt die Sportarten bedacht - denn sie sollen ihn auch in der Politik und seiner Öffentlichkeitswirkung weiterbringen.

Außerdem fährt Putin gerne Ski, laut einem russischen Skiprofi sogar mit einer "sehr guten Technik". Auch Wildwasser-Rafting hat der russische Präsident bereits ausprobiert.

2011 fing Putin an, Eishockey zu spielen. Er nahm an einem Eishockey-Prominentenspiel zur Feierlichkeit des 70. Jahrestages des Endes vom 2. Weltkrieg teil.

Putins Besuch im Judo-Zentrum Kodokan

Der sportbegeisterte russische Präsident Wladimir Putin hat seinen Staatsbesuch in Japan zu einem Abstecher in ein weltberühmtes Judo-Zentrum genutzt. Der Kremlchef ist selbst Judoka und Träger des Schwarzen Gürtels.

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Bei einem Besuch der Schule im Jahr 2000 war Putin noch selbst für ein Kräftemessen auf die Matte gegangen. Putin trainiert mit der russischen Judo-Nationalmannschaft (Aufnahme vom Januar 2016). Abe scherzte, er sei bereit für einen Versuch. "Ich habe ihn am Arm gehalten", meinte Putin der Agentur Tass zufolge mit einem Lächeln. Kodokan gilt als das wichtigste Judo-Zentrum der Welt.

Kritik an Putins Judo-Expertise

Die „Washington Post“ schrieb am 18. Juli 2017 unter der Überschrift „Ist Putin ein Judo-Hochstapler?“: „Putin hat weithin den Ruf, ein Judo-Experte auf hohem Niveau zu sein. Sein Können sei so eindrucksvoll und bekannt, dass es zu einer Metapher für seinen Regierungsstil geworden ist.“

Die Zeitung zitiert den amerikanischen Martial Arts-Spezialisten und Dan-Träger im Taekwondo und Aikido, Benjamin Wittes, der sagt, dass Putins Judo-Fähigkeiten in keiner Weise derart hohe Auszeichnungen und Graduierungen rechtfertigen würden. In seinem Nationalen Sicherheits-Blog „Lawfare“ befand er nach intensivem Studium der Judo-Videos mit Wladimir Putin, dass dieser ein Betrüger und Hochstapler sei.

Aberkennung von Ehrentiteln

Am 27. Februar 2022, drei Tage nach Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen die Ukraine, entzog die IJF dem Kriegsherrn sowohl den Botschafter-Titel als auch die Ehrenpräsidentschaft. Damit folgen die Kampfsportler dem Judo-Weltverband, der Putin bereits die Ehrenpräsidentschaft aberkannt hat.

Weitere Details zu Putins Leben

Am 7. Oktober 1952 kam Wladimir Wladimirowitsch Putin im russischen Leningrad (heute Sankt Petersburg) als Kind eines kommunistischen Fabrikarbeiters zur Welt und wuchs in einfachen Verhältnissen auf.

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Während seiner KGB-Zeit in der DDR entdeckte Putin seine Vorliebe für deutsches Bier. Pro Woche trank er mindestens zehn Radeberger.