Gold ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Au und der Ordnungszahl 79. Das Symbol Au für Gold leitet sich von der lateinischen Bezeichnung Aurum ab. Gold zählt zu den Edelmetallen und ist zusammen mit Kupfer eines der wenigen farbigen Metalle.
Gold wird seit Jahrtausenden für rituelle Gegenstände und Schmuck sowie seit dem sechsten Jahrhundert v. Chr. in Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel verwendet; es gehört somit zu den Münzmetallen.
Die Bedeutung von Karat bei Gold
Karat ist eine Maßeinheit, welche den Gewichtsanteil von Gold in Goldlegierungen angibt. Je höher die Karat-Angabe ist, desto mehr pures Gold ist in der Legierung enthalten. Die Karat-Skala ist in Grade von 1/24 unterteilt, wobei 24-karätiges Gold eine Reinheit von 99,9% hat.
Die Karatangabe ist nur für Gold gültig und ist beispielsweise nicht identisch mit dem Karat bei Edelsteinen. Gold wird seit Jahrtausenden für die Herstellung von Schmuck genutzt.
Reines Gold (Feingold) wird für die Schmuckherstellung in der Regel mit Silber und Kupfer legiert (vermischt), sodass die Härte, Festigkeit und Polierbarkeit optimiert werden können, denn Feingold ist extrem weich und somit nicht sehr stabil und alltagstauglich.
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Was bedeutet 14 Karat Gold?
Ein Feinlegierungsstempel mit der Prägung 585 hat einen Goldanteil von 58,5 % und steht für 14 Karat Gold. 14 Karat Gold enthält 14/24 Teile (58,5%) reines Gold.
Die Zahl 750 steht für den Feingehalt einer Goldlegierung, d.h. Je kleiner die Zahl des Feingehalts (750, 585 etc.), desto weniger Gold ist effektiv in der Legierung enthalten.
Die beigemischten Bestandteile sind wesentlich günstiger als Gold, weshalb der Preis mit sinkendem Goldgehalt tiefer wird. Optisch sind für Laien die unterschiedlichen Legierungen meist nur am Feingehaltsstempel erkennbar (z.B.
Die Karat-Skala in der Übersicht:
- 24 Karat: 99,99% Goldanteil
- 22 Karat: 91,7% Goldanteil
- 21 Karat: 87,5% Goldanteil
- 18 Karat: 75,0% Goldanteil
- 14 Karat: 58,5% Goldanteil
- 9 Karat: 37,5% Goldanteil
- 8 Karat: 33,3% Goldanteil
Umrechnung von Promille in Karat
Die Angabe in Promille bzw. Tausendsteln drückt aus, wie viel Promille des Gesamtgewichts einer Goldlegierung aus reinem Gold bestehen. Aus dem Promille-System leiten sich auch häufige Bezeichnungen wie zum Beispiel 999er Gold (999/1000) oder 917er Gold (917/1000) ab und das Promille-System kann - wenn auch etwas umständlich - in die Karat-Skala umgrechnet werden:
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- 999er Gold entspricht: 999/1000-Gold oder 24-Karat-Gold
- 917er Gold entspricht: 917/1000-Gold oder 22-Karat-Gold
- 750er Gold entspricht: 750/1000-Gold oder 18-Karat-Gold
- 585er Gold entspricht: 585/1000-Gold oder 14-Karat-Gold
Die Formel, um von Promille in Karat umzurechnen, ist: (Feingehalt in Promille/1000) x 24
Eigenschaften und Verwendung von 14 Karat Gold
In Deutschland werden vor allem in der Schmuckindustrie Legierungen mit den Feingehalten 750, 585 und 333 verarbeitet. Jedes Metall besitzt bestimmte Eigenschaften, die durch Zugabe von anderen Metallen entweder verstärkt oder minimiert werden.
Bei Gold wird auf Grund der geringen Härte, der Farbänderung, der Veränderung des Schmelzpunktes, der Dichte und der Zugfestigkeit, sowie aus Kostengründen eine Legierung mit anderen Metallen vorgenommen.
Die Anzahl der Goldlegierungen ist heutzutage fast nicht mehr überschaubar. Die Schmuckbranche, das Münzwesen und besonders die Zahntechnik haben in den letzten Jahren spezielle Variationen entwickelt, die zudem von Land zu Land leicht abweichen.
Fast alle Farbvarianten von Goldlegierungen, unabhängig vom Feingehalt, werden mit den beiden Zusatzmetallen Silber und Kupfer erzielt. In der Fachsprache wird diese Legierung als Rotgold bezeichnet, wobei die Prozentanteile der drei Metalle schwanken können.
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Weissgold, eine Legierung aus Nickel und Palladium, konnte sich um die Jahrhundertwende durchsetzen. Damals sollte das teure Platin durch ein ähnlich gefärbtes Metall ersetzt werden. Palladiumweissgold besteht hauptsächlich aus Gold, Palladium und Silber und ist teurer als Nickelweissgold, das grösstenteils aus Gold, Nickel und Kupfer besteht.
Goldlegierungen und ihre Bedeutung
Goldlegierungen sind die Verbindung zweier oder mehrerer Metalle. Dadruch konnten man die Eigenschaften dieser Metalle verbessern und deren Verwendungsmöglichkeiten erweitern. Goldlegierungen werden durch Erhitzen von Gold und anderen Metallen gemeinsam eingeschmolzen.
Damit war es möglich, glänzende und robuste Münzen, brillante Schmuckstücke sowie massive Goldbarren für Anleger herzustellen. Mithilfe von Silber, Kupfer, Palladium, Platin, Nickel oder Zink können die Eigenschaften udn das Erscheinungsbild von Gold erheblich verändert werden und somit die Qualität verbessern.
Goldlegierungen haben dem Edelmetall Gold unschlagbare Eigenschaften angeeignet, um dem schimmernden Edelmetall ein neues Image zu verpassen. Den obwohl ihm alle Farben stehen und es sich in Verbindung mit Kupfer, Nickel oder Silber als hochwertiges Schmuckstück präsentiert, lassen sich die Fähigkeiten in der Elektrobranche und der Medizin um ein vielfaches verbessern.
Somit wird Gold zu einem essentiellen und unverzichtbaren Industriemetall für jede moderne Gesellschaft.
Feinheit von Gold
Die Troy Unze bezieht sich auf die 100%-ige Reinheit von Gold. In der Fachsprache nennt man dies „Feinheit“. Die Feinheit gibt den reinen Anteil reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in tausendstel an.
Per Definition darf in Deutschland Gold ab einer 333er Feinheit als Gold bezeichnet werden. In Grossbritannien und der Schweiz liegt die gesetzliche Grenze bei 375 und in Österreich bei 250er Feinheit (auch als Viertelgold bezeichnet).
Achtung! Feinheit ist nicht gleichzusetzen mit Gewicht. Eine Unze Gold ist eine Unze Gold. Sind Legierungsbestandteile in der Münze enthalten, so erhöht sich das Goldgewicht um das der Legierungselemente.
Die Reinheit von Gold ist wichtig für seine Qualität. Wir klären auf und zeigen die Unterschiede zwischen 24 und 18 Karat!
Anlagegold und seine Anforderungen
Damit der Handel von Gold weitgehend steuerfrei gestaltet werden kann, ist es für Investoren entscheidend, dass ihre Werte als Anlagegold anerkannt werden. Anlagegold ist in der Europäischen Union über die Sonderregelungen für Anlagegold unter anderem durch die folgenden Punkte definiert:
- „[…] Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendsteln […]“
- „[…] Goldmünzen mit einem Feingehalt von mindestens 900 Tausendsteln, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, die in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und die üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigt […]“
Festhalten lässt sich, dass Goldanleger im Falle von Goldmünzen mindestens 900er Gold (900/1000 bzw. 21,6 Karat) und im Falle von Goldbarren mindestens 995er Gold (995/1000 bzw. 23,9 Karat) kaufen sollten.
Anlagegold muss in der EU bestimmte Anforderungen an den Feingehalt erfüllen. Im Falle von Goldmünzen liegt diese bei mindestens 900/1000, bei Goldbarren bei mindestens 995/1000. Außerdem gilt in einigen europäischen Ländern ein Mindestgewicht, dass ein Goldprodukt wiegen muss, um als Anlagegold kategorisiert zu werden. Anlagegold genießt steuerliche Vorteile.
Goldfarben und ihre Zusammensetzung
Reines Gold ist immer gelb glänzend. Goldlegierungen können aber andere Farben und Farbtönungen aufweisen - je nachdem, welches bzw. welche anderen Metalle dem Gold in welchen Anteilen beilegiert werden.
Bei einer Goldlegierung mit einem Goldgehalt von 75% (d.h. 18 Karat bzw. Gold 750) werden durch Zugabe von 25% anderer Metalle folgende Farben erzielt:
- Gelb: Dem Gold werden hauptsächlich Kupfer und Silber zu etwa gleichen Teilen beilegiert.
- Rot: Dem Gold wird vor allem Kupfer beilegiert. Je mehr Kupfer beilegiert wird, desto intensiver wird die Färbung.
- Weiss: Dem Gold werden als farbgebende Metalle entweder Palladium oder Nickel beilegiert. Entsprechend unterscheidet man zwischen Palladium- und Nickelweissgold. Palladiumweissgold setzt sich grösstenteils aus Gold, Palladium und zusätzlich Silber zusammen - Nickelweissgold grösstenteils aus Gold, Nickel und zusätzlich Kupfer.
- Grün: Dem Gold wird vor allen Silber beilegiert. Grüngold wird in der Schmuckverarbeitung beispielsweise eingesetzt, um möglichst naturgetreue Blätter nachzuahmen.
Die Punzierung von Goldlegierungen
Die Punzierung - oder auch „Punze“ - in der Goldlegierung bezieht sich auf das Anbringen von Stempeln oder Markierungen auf Goldschmuck oder Goldmünzen, um Informationen über die Goldlegierung und andere wichtige Details zu kennzeichnen. Diese Markierungen sind entscheidend, um die Echtheit und Qualität des Goldes zu überprüfen und sicherzustellen.
Die Anforderungen an die Punzierung könenn sich je anch Land und Region unterscheiden. Dazu wird ein Schlagstempel oder ein sog. Punziereisen verwendet. Bei Schmuckstücken wird die Punzierung meist an einer unauffälligen Stelle in Form von Nummern angebracht. Die Zahlen stellen dabei den Anteil an Edelmetallen dar - also den Feigehalt. Dieser Stemple wird auch als Feingehaltsstempel bezeichnet.
Vor- und Nachteile von Goldlegierungen
Goldlegierungen werden hergestellt, um die natürliche goldene Farbe des reinen Goldes zu variieren. Dies ermöglicht die Schaffung von Goldschmuck in verschiedenen Farbtönen, einschließlich Gelbgold, Weißgold und Roségold, je nach den Vorlieben der Verbraucher.
Reines Gold (24 Karat) ist sehr weich und anfällig für Kratzer und Verformungen. Durch Zugabe von anderen Metallen wie Kupfer, Silber oder Palladium wird die Härte und Haltbarkeit von Gold erhöht. Goldlegierungen können so formuliert werden, dass sie leichter bearbeitet und geformt werden können.
Bestimmte Goldlegierungen werden in der Elektronikindustrie verwendet, aufgrund ihrer hervorragenden Leitfähigkeit für Elektrizität und ihrer Korrosionsbeständigkeit. Beispielsweise werden sie in der Medizin für Implantate und medizinische Geräte verwendet, aufgrund ihrer Biokompatibilität und ihrer Fähigkeit, korrosionsbeständig zu sein.
Beliebte Anlage-Goldmünzen
Wie bereits erwähnt müssen Anlage-Goldmünzen einen Feingehalt von mindestens 90% aufweisen. Darüber hinaus müssen sie in ihrem Herkunftsland als Zahlungsmittel gelten oder gegolten haben und nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein. Außerdem darf ihr Verkaufswert nicht den Metallwert der Münze um mehr als 80% übersteigen.
Im deutschprachigen Raum erfüllen diverse Anlagemünzen diese Vorgaben, wobei die folgenden Goldmünzen zu den beliebtesten zählen:
- Wiener Philharmoniker: Aufgrund ihres Feingehalts von 999,9 zählt diese Münze zu den meistverkauftesten Europas.
- Krugerrand: Die erstmals 1967 geprägte Münze hat einen Feingehalt von 22 Karat (91,67%)
- Britischer Sovereign: Die Münze hat einen Feingehalt von etwa 22 Karat (91,67%). Auf der Vorderseite der Münze befindet sich das Profil des Souveräns von England.
- Maple Leaf: Die Maple Leaf-Goldmünze gehört zu den bekanntesten Prägungen weltweit und hat eine Reinheit von 999,9.
Goldbarren als Wertanlage
Goldbarren sind eine weitere Möglichkeit, langfristig Vermögen durch die Investition in Edelmetalle aufzubauen oder Risiken bestehender Portfolios zu streuen.
Dabei sollten Anleger einige Dinge beachten: Der Reinheitsgrad sollte mindestens 995 Tausendstel (23,9 Karat) betragen und der Barren sollte von einem bekannten Hersteller sein.
Ihr Goldbarren sollte mit einer Seriennummer und dem Siegel der Scheideanstalt versehen sein.
Was bedeuten folgende Bezeichnungen auf Goldschmuck: 750, 585 und 375?
Die dreistelligen Zahlen geben an, wieviele Gewichtsteile einer Goldlegierung - von total tausend Teilen - aus reinem Gold bestehen. Man spricht dann vom sogenannten Feingehalt oder einfach von der Feinheit des Goldes.
Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 750, 585 oder 375 bedeutet, dass dieses einen Goldgehalt von 750/1000, 585/1000 oder 375/1000 besitzt, d.h. 75%, 58.5% oder 37.5%.
Was bedeuten folgende Bezeichnungen auf Goldschmuck: 18K, 14K und 9K?
Das K steht für Karat. Mit Karat wird der gewichtsmässige Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung bezeichnet. Die Bezeichnung 24K steht für reines Gold, 1K steht für einen Goldanteil von 1/24.
Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 18K, 14K oder 9K bedeutet, dass dieses einen gewichtsmässigen Goldanteil von 75% (18/24), 58.5% (14/24) oder 37.5% (9/24) aufweist.
In der Schweiz ist die Angabe des Goldanteils in Karat veraltet, sie erfolgt über die Angabe des Feingehaltes.
| Goldanteil (%) | Karat-Angabe | Feingehalts-Angabe |
|---|---|---|
| 100% | 24K | 999.9 |
| 91.6% | 22K | 916 |
| 75% | 18K | 750 |
| 58.5% | 14K | 585 |
| 37.5% | 9K | 375 |
Vergleich der Karatangabe und der Angabe des Feingehalts von Gold
Karat hat daneben aber noch eine zweite Bedeutung. Das Karat ist auch eine Masseinheit für das Gewicht von Edelsteinen, wobei 1 Karat für 0.2 Gramm steht.
Kann Gold anlaufen?
Reines Gold kann nicht anlaufen, da es chemisch sehr träge ist. Besonders bei Goldlegierungen mit niedrigen Goldgehalten (wie beispielsweise 9 Karat und 14 Karat) kann sich das Schmuckstück jedoch verfärben. Das Anlaufen wird dabei durch beilegierte Metalle, wie z.B. Silber und Kupfer, verursacht. Die Folge davon sind oft schwarze Ablagerungen auf Haut oder Kleidung. Je höher der Goldgehalt ist, desto weniger besteht die Gefahr des Anlaufens.
