Thorsten Legat, bekannt für seine Zeit als Fußballprofi, hat sich nach seiner sportlichen Karriere in verschiedenen Bereichen einen Namen gemacht. Er ist nicht nur für seine Auftritte im Reality-TV bekannt, sondern auch für seine Leidenschaft für den Kampfsport.
Kampfsport-Karriere
Schon als Junge faszinierte ihn der Kampfsport. Seit rund 40 Jahren betreibt er Kampfsport für den Hausgebrauch: Judo, Jiu-Jitsu, Taekwondo, Kung-Fu, Karate. Bereits seit dem Frühjahr stand fest, dass Legat 2018 sein MMA-Debüt geben wird, aktuell läuft die Vorbereitung auf Hochtouren.
Am 1. September trat der 49-Jährige in der Kölner Lanxess-Arena im Rahmen der German MMA Championship gegen Fitnessmodel Dominic Harrison im Käfigkampf an. Dass sein Kontrahent 23 Jahre jünger ist, sieht Legat nicht als Nachteil: "Ich bin etwas älter und ich kenne die ganzen Tricks".
Im Oktagon zu stehen, dem Achteck-Käfig bei MMA, erinnere ihn an früher, sagt Legat. „Ich bin in der Gosse aufgewachsen. Wenn es da Streit gab, konntest du auch nicht weglaufen. So ist es auch jetzt im Käfig.“ Nach dem Kampf will Legat einen Schlusspunkt setzen. „Danach werde ich nie wieder Hochleistungssport machen“, behauptet er und reibt sich die Schulter.
Begegnung mit dem Weltmeistertrikot von 1954
Wer Thorsten Legat persönlich trifft, bekommt natürlich erstmal einen Eindruck von seinen hart antrainierten Muskeln. Die sind aber an diesem Tag nicht das Einzige, was an Legat optisch auffällt. Als er kurz vor Sendungsbeginn des SPORT1 Fantalk durch den Shop des Fußballmuseums spaziert, fällt ihm ein Trikot sofort auf: Das Weltmeistertrikot von 1954, das es als Replik zu erwerben gibt. Das Trikot überzeugt Legat, weil ihn das „Wunder von Bern“ emotional packt. Im weißen Dress geht’s dann in die Ausstellung, wo Legat auf einige hochkarätige Exponate trifft, die ihn an seine lange Bundesliga-Karriere in den 1990ern erinnern. Beim Anblick der Meisterschale blickt Legat an seine Deutsche Meisterschaft mit Werder Bremen 1993 zurück: "Ich weiß noch, wie wir damals bei einer Schlacht in Stuttgart die Meisterschale gewonnen haben. ein Traum!"
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Emotionale Vergangenheit und Kämpfergeist
Mit Fußball und Kampfsport verarbeitete er seine traurige Kindheit. Schon als Fußballer habe er „klare Kante“ bevorzugt. „Aber ich hätte noch aggressiver sein müssen“, meint er. Das war er manchmal jenseits des Platzes. Seine Passion für Kampfsport floss in sein Fußballspiel ein. „In meinen Gegenspielern habe ich meinen Vater gesehen. Ihm wollte ich es zeigen“, verrät er. Legat hasste seinen Vater. „Er hat mich als Kind missbraucht und misshandelt.“ Einzelheiten beschreibt er in der Autobiografie „Wenn das Leben foul spielt“. „Deshalb bin ich zum Kampfsport. Ich wollte mich wehren können. Das habe ich geschafft.
Im Fußball war er aber besser. Außerdem gab es mehr Geld. „Vom Straßenkind zum reichen Mann, das war toll“, feixt Legat. Finanziell gehe es ihm gut. „Ich bin zufrieden. Ich war immer sparsam.“ Mit seiner Frau, sagt er, ist er in der Immobilienbranche zugange.
Reality-TV-Karriere
Vor allem im Fernsehen (Ich bin ein Star - holt mich hier raus, Grill den Hensler, Schlag den Star) wird Legat gefragt, ist er als Reality-Macho dabei. „Das hat einen anderen Menschen aus mir gemacht“, meint er. „Und es gibt auch noch ein bisschen Geld.“ Obendrein kitzelt es sein Ego. „Die Leute mögen mich. Ich erzähle die Wahrheit, ohne jemanden zu beleidigen. Es wäre doch schade, wenn es Thorsten Legat nicht mehr im Fernsehen zu sehen gibt.
Kuriose Fakten über Thorsten Legat
Thorsten Legat mischte nach den Fußballplätzen die Reality-Shows auf. Der Ex-Fußballprofi ist als Special Guest bei "TV total - Aber mit Gast" auf ProSieben und hat viel zu erzählen. Wir verraten ein paar kuriose Fakten über den heutigen Reality-Star, die du sicher nicht alle kennst.
- Eine Mannschaftsfoto kostete Thosten Legat 20.000 Mark.
- Daher kommt Thorsten Legast Lieblingswort "Kasalla".
- Thorsten Legat bedrohte Jugendliche mit einem Samurai-Schwert.
- Thorsten Legats wichtigster Sieg: Er rang seinen gewalttätigen Vater nieder.
- Verletzungen an Hals und Hoden.
- "Promi-Büßen": Eskalation oder Versöhnung zwischen Thorsten und Nico?
Steckbrief
Thorsten Legat wurde 1968 in Bochum geboren. Er spielte von 1986 bis 1991 für den VfL Bochum und wechselte dann zum SV Werder Bremen. Mit Bremen gewann Legat die Deutsche Meisterschaft, den Europapokal der Pokalsieger und den DFB-Pokal.
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Der ehemalige Bundesliga-Fußballer Thorsten Legat wärmt sich vor einem Trainingskampf auf. Als defensiver Mittelfeldspieler war der frühere Fußball-Profi Thorsten Legat ein harter Hund. Im Vergleich zu heute war das aber soft. Jetzt ist er knüppelhart. „Ich liebe Kampfsport, der hat mich schon als Junge fasziniert“, sagt Legat. Zurzeit klettert der Ex-Profi in den Käfig. Mixed Martial Arts (MMA) heißt das, was er da macht. Klingt kriegerisch, ist es auch. Erlaubt ist so ziemlich alles. Fäuste, Füße, Ellenbogen, Knie - alles, womit sich schlagen und treten lässt.
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