Wrestling-Fans erlebten in der Vergangenheit schon so manchen Schockmoment. Die WWE War Games sind dabei keine Ausnahme. Wie der Name vermuten lässt, herrschen dabei spezielle Regeln - Die nichts für schwache Nerven sind.
Der Kampf zwischen Rey Mysterio und Seth Rollins
Ein besonders heftiges Beispiel für die Brutalität im Wrestling war der Kampf zwischen den WWE-Stars Rey Mysterio und Seth Rollins. Der Grund für diesen Showkampf war eine Attacke von Rollins auf Mysterio im Mai. Auch schon bei diesem Kampf drückte Rollins das Auge seines Gegners auf die Ringtreppe. Die Folge war damals eine wochenlange Verletzungspause von Rey Mysterio.
Der erneute Kampf zwischen den WWE-Stars Rey Mysterio und Seth Rollins endete auf widerliche Weise. Mysterio verlor dabei ein Auge - die Bedingung für den Sieg. Um dem Fight zu gewinnen wurden auch diverse Instrumente eingesetzt, beispielsweise Kendostäbe, Stühle und Zangen. Am Ende des Kampfes war es dann tatsächlich so weit. Während Rollins seinen Gegner mit dem Auge voraus gegen die Ringtreppe drückte schrie dieser laut auf. Der Ringrichter sagte, dass Mysterios Auge aus der Augenhöhle gesprungen sei, daraufhin brach der den Kampf ab.
Während die Zuschauer entsetzt zusehen mussten übergab sich Rollins neben dem RIng, Mysterio wurde mit einem Krankenwagen abtransportiert.
Entwarnung für das Auge von Rey Mysterio
Immerhin ist Wrestling ein Showsport und gehört zur Unterhaltungsindustrie. So ist es wenig überraschend, dass es später Entwarnung gab. Das aus dem Kopf gedrückte Auge ist nicht das echte von Rey Mysterio. Es hat sich um ein Gummiauge gehandelt, teilte Organisator WWE mit. Nach dem Kampf gab es im Internet mächtig Kritik für diese Darbietung.
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WWE 2K25: Ein Spiel der Widersprüche
Mit «WWE 2K25» steht der neueste Ableger der Wrestling-Simulation in den Startlöchern. Nach dem katastrophalen «WWE 2K20» hat 2K in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt. Nun stellt sich die Frage: Setzt «2K25» diesen positiven Trend fort? Als langjähriger Wrestling-Zuschauer wurde das Spiel ausgiebig getestet und bin zu einem gemischten Schluss gekommen.
Gameplay - 2K setzt auf ein bewährtes System
Der wichtigste Faktor bei einer Wrestling-Simulation ist für mich das Kampfgeschehen und der Spielspaß im Ring. Dies muss passen, damit mich das Spiel mindestens einige Stunden fesseln kann.
Das Gameplay von «WWE 2K25» bleibt dem Stil der Vorgänger in weiten Teilen treu. Das bewährte Steuerungssystem mit leichten und schweren Angriffen sowie Kontern ist weiterhin angenehm zu erlernen, aber schwer zu meistern. Vor allem auf höchster Stufe kann es anspruchsvoll sein.
Das Bloodline-Rules-Match ist genauso neu im Spiel enthalten wie das Underground-Match. Unter anderem kehren im Spiel die Mini-Games zurück und spielen in verschiedenen Match-Situationen eine Rolle. Diese kleinen Herausforderungen tauchen auf, wenn es um wichtige Wendepunkte im Match geht - etwa beim Kontern, bei Pinversuchen sowie Submissions oder bei bestimmten Griffwechseln. Sie verlangen schnelle Reaktionen und präzises Timing, um das Geschehen im Ring zu beeinflussen.
Einige Mini-Games sind einfache Button-Mash-Sequenzen, bei denen ich möglichst schnell eine Taste drücken muss. Bei anderen handelt es sich dagegen um Reaktionstests, bei denen ich im richtigen Moment eine Taste betätigen oder einen Cursor in eine Zielzone lenken muss. Ein Comeback erfährt das neue Ketten-Wrestling-Mini-Game, das während eines Griffwechsels auftritt: Hier muss ich im richtigen Moment reagieren, um eine dominante Position zu erlangen oder mich aus einem Haltegriff zu befreien.
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An manchen Stellen ergeben diese Mini-Games für mich Sinn: beispielsweise bei einer Submission oder wenn ich gepinnt werde. In anderen Momenten stört es den Spielfluss. Insgesamt wirkt die Action im Ring etwas flüssiger als bei den Vorgängern. Es gibt neue Animationen, die dafür sorgen, dass ich tiefer in das Match involviert bin. Ich habe zudem das Gefühl, dass ich Matches unterschiedlich aufbauen kann.
Positiv hervorzuheben sind die überarbeiteten KI-Verbesserungen, die für realistischere Matches sorgen. Gegner reagieren intelligenter auf Aktionen und die Matches fühlen sich dadurch weniger geskriptet an. Leider gibt es jedoch weiterhin Momente, in denen die KI unerwartet aussetzt. Sie reagieren in einem Fatal-Four-Way nicht auf einen Pin der Gegner oder ignorieren, dass jemand in einem Laddermatch auf die Leiter steigt und so den Sieg holt.
Ein echtes Ärgernis sind die weiterhin vorhandenen Glitches und Clippingfehler. Teilweise blieb ich oder ein KI-Gegner zwischen den Seilen hängen oder die Stühle als einsetzbare Waffen wirbelten wild umher. Während meines Tests haben die Entwickler von Visual Concepts hier allerdings bereits einige Patches geliefert. Es ist auch kein Vergleich zum Bugfest, das «WWE 2K20» bot.
Grafik & Präsentation - Realismus mit Licht und Schatten
Optisch weiß «WWE 2K25» zu gefallen - zumindest auf den ersten Blick. Die Gesichtsmodelle der Superstars sind detaillierter denn je, besonders bei den Main Eventern wie Roman Reigns, Cody Rhodes oder Seth Rollins. Auch die Lichteffekte in den Arenen sorgen für eine packende Atmosphäre. Leider gibt es weiterhin einige Superstars mit wenig Liebe zum Detail, was besonders bei manchen weiblichen Wrestlerinnen auffällt. Insbesondere die Modelle von Elektra Lopez, Carmella oder Becky Lynch fallen hier deutlich ab.
Die Animationen sind ein zweischneidiges Schwert: Einige neue Bewegungsabläufe wirken geschmeidig, doch bei bestimmten Moves (besonders Grapples) merkt man, dass sie noch aus den Vorgängern übernommen wurden und teilweise abgehackt wirken. Die überarbeiteten Einzugsanimationen sind zwar eindrucksvoll, aber einige sind recycelt und passen nicht immer zum aktuellen Look der Wrestler.
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Soundtrack - ein Mix aus Energie und Vielfalt
Ein zentraler Bestandteil der Atmosphäre in «WWE 2K25» ist der Soundtrack, der erneut mit einer vielseitigen Auswahl an Künstlern und Genres aufwartet. Mit Tracks wie «Fuel» von Eminem feat. JID, «Suffocate» von Knocked Loose feat. Poppy und «Curse» von Architects wird eine Mischung aus Hip-Hop, Metal und Alternative Rock geboten. Besonders auffällig ist die Einbindung internationaler Klänge, etwa durch «Arabi» von Mohamed Ramadan, Future & Massari oder «Doblexxó» von J Balvin & Feid.
Einige Songs wurden strategisch als Themes für WWE-Events genutzt, was ihre Verbindung zur Wrestling-Welt verstärkt. So diente «Ratatata» von Babymetal und der deutschen Band Electric Callboy als offizieller Song für Bash in Berlin, während «Arabi» beim Crown Jewel 2024 zum Einsatz kam. Diese Integration gibt dem Soundtrack eine zusätzliche Authentizität und sorgt für Wiedererkennungswert bei den Fans.
Insgesamt passt die musikalische Untermalung zum schnellen, actiongeladenen Gameplay und trägt zur Gesamtatmosphäre des Spiels bei. Die Auswahl ist mutig und abwechslungsreich, auch wenn ich vielleicht eine stärkere Präsenz klassischer Rock- oder Wrestling-Hymnen vermisse. Trotzdem ist der «WWE 2K25»-Soundtrack ein gelungener Mix.
Roster - viel Auswahl, neue Stars nur als DLC
Das Roster von «WWE 2K25» ist erneut beeindruckend groß. Ich habe die Auswahl zwischen mehr als 300 Charakteren. Es deckt eine breite Palette von aktuellen Superstars, NXT-Talenten und Legenden aus den unterschiedlichsten Dekaden ab. Neben etablierten Stars wie Roman Reigns, Seth Rollins und Becky Lynch gibt es auch eine Vielzahl von Debütanten wie Jacob Fatu, den aktuellen NXT-Champion Oba Femi, Kelani Jordan und Lola Vice. Dazu kommen zahlreiche Legenden: von Peter Maivia über Andre The Giant, Diesel, Batista bis hin zu dem vor zwei Jahren viel zu jung verstorbenen Bray Wyatt. Einige Charaktere sind zudem in verschiedenen Gimmicks und aus verschiedenen Jahren verfügbar.
Leider sind einige Wrestler nur über kostenpflichtige DLCs verfügbar. Auch das Freispielen mancher anfangs gesperrter Charaktere ist mühsam. So muss ich beispielsweise im Modus MyRise die Storyline mit jeweils anderen Entscheidungen viermal durchspielen, um alles freizuschalten.
Bei den DLCs wird es wieder fünf verschiedene Packs mit bis zu 25 weiteren Wrestlern und Wrestlerinnen geben, die im Laufe des Jahres (Mai bis November) veröffentlicht werden. Dazu gehören unter anderem Giulia, Stephanie Vaquer, die Motor City Machine Guns, Abyss, Penta, drei bislang ungenannte NBA-Spieler und weitere Legenden wie die New Age Outlaws oder Mark Henry.
Modi - Kleine Lichtblicke und viele Enttäuschungen
«WWE 2K25» bietet eine große Auswahl an Spielmodi: Vom Karrieremodus über den Universe-Mode bis hin zu Online-Wettkämpfen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich auszutoben. Allerdings können mich die wenigsten Modi wirklich überzeugen. Die meisten fristen trotz neuer Features ein tristes Dasein.
Das Spiel umfasst mehrere Modi und bietet damit eine gute Vielfalt.
Exhibition-Modus: für das Match zwischendurch
Der Standardmodus für schnelle Spiele ist der Exhibition-Modus. Hier kann ich aus einer Vielzahl an Matcharten wählen - von klassischen One-on-One-Begegnungen über Tag Team-Duelle bis hin zu wilden Hell in a Cell-, Extreme Rules- oder Elimination Chamber-Schlachten. Auch mehrstufige Matches wie der Gauntlet oder der legendäre Royal Rumble sind wieder mit dabei. Besonders spannend sind die neu hinzugefügten Spezialvarianten, die frische Dynamiken ins Spiel bringen: das Bloodline-Rules-Match sowie das Underground-Match.
Außerdem kann ich im Custom-Match-Menü zahlreiche Parameter anpassen - sei es das Ein- oder Ausschalten von DQ-Regeln, die Möglichkeit, neue Siegbedingungen hinzuzufügen oder das Manipulieren der Matchdauer.
Der Showcase-Modus: Bloodline rules
Mein großes Highlight bleibt der Showcase-Modus, der dieses Jahr einen besonderen Fokus auf die samoanische Wrestling Dynasty legt. Die Bloodline war in den vergangenen Jahren nicht nur das wahrscheinlich bedeutendste Stable des Wrestlings, sondern auch die wichtigste Storyline - und das über mehrere Jahre.
In diesem Showcase-Modus durchlebe ich die wichtigsten Matches der samoanischen Dynasty, angefangen bei den ersten Erfolgen von Peter Maivia (dem Vater von The Rock) und den Wild Samoans bis hin zu den aktuellen Triumphen von Roman Reigns und den Usos. Ich muss verschiedene Aufgaben und Ziele erfüllen, um das Match durchzuspielen und Belohnungen wie Wrestler, Outfits etc. freizuschalten.
Erzählt wird diese epische Reise von niemand Geringerem als Wiseman Paul Heyman, dessen mitreißenden Intros und Analysen dem Modus eine besondere Tiefe verleihen. Die Atmosphäre wird durch nahtlose Übergänge zwischen echten Videosequenzen und Gameplay verstärkt.
Der Universe-Modus
Beim Universe-Modus bin ich hin- und hergerissen. Aus der Erfahrung bietet dieser Modus die größte Langzeitmotivation. Dazu bemerke ich schnell erste Verbesserungen. Die Rivalitäten fühlen sich logischer aufgebaut an. Ich habe gefühlt mehr Kontrolle über die Storylines und auch die KI-generierten Fehden laufen besser ab.
Leider hat der Modus weiterhin klare Schwächen. Das Storytelling bleibt rudimentär und die KI hat weiterhin Probleme, wenn ich manuell in deren Fehden eingreife und etwas verändere. Im Superstar-Modus wirken die Matches und der Verlauf schnell repetitiv.
Erwähnenswert ist die Rückkehr der Promo-Funktion. Ich werde nie verstehen, wie Entwickler bewährte Funktionen aus Spielereihen rausnehmen können und sich dann feiern lassen. Aber immerhin haben sie ihren Fehler hier erkannt. Obwohl sie keine Texte oder Sprachausgabe enthält, bieten mir die Entscheidungen innerhalb der Promos mehr Kontrolle über den Verlauf der Geschichten. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Letztlich hätte ich allerdings gerne noch viel mehr Freiheiten bei der Erstellung von Storylines und Fehden. Das ist das Herzstück des Wrestlings. Darum dreht sich alles. Jedoch kann ich dies im Universe-Modus nur sehr eingeschränkt umsetzen.
Der Karrieremodus MyRise
Der Karrieremodus MyRise bietet mir in diesem Jahr eine Storyline mit neuen Zwischensequenzen und Entscheidungsoptionen. Bedauerlicherweise muss ich diesen Modus mehrfach spielen und alle Entscheidungsoptionen nutzen, damit ich alle freischaltbaren Gadgets erspielen kann. Das finde ich etwas mühsam.
In diesem Modus erstelle ich mir anfänglich einen eigenen Wrestler oder eine Wrestlerin. Dabei kann ich auf Vorlagen von 2K zurückgreifen oder mir von Grund auf eine Person entwickeln. Der Editor gefällt mir seit Jahren schon sehr gut. Die Möglichkeiten sind sehr umfangreich. Zur Story in MyRise will ich nicht zu viel spoilern: ich kann dir aber sagen, dass mir die Mutiny-Storyline gut gefallen hat. Sie ist solide inszeniert, bietet einige Twists und involviert auf kreative Weise alle drei großen Brands der WWE.
Außerdem spielen die neu hinzugekommenen Intergender-Matches eine große Rolle. Diese unterscheiden sich von normalen Matches allerdings nur darin, dass nun Frauen gegen Männer und auch andersrum antreten können.
Ich werde Booker im MyGM-Modus
Kommen wir zu einer der größten Enttäuschungen im Spiel: der MyGM-Modus. Ich werde einfach nicht warm mit dieser Version. Vor allem erinnere ich mich daran, dass dieser Modus in «Smackdown vs. Raw 2008» noch echt Spaß gebracht hat. Die Umsetzung ist mittlerweile allerdings katastrophal. Aber was ist der Modus überhaupt?
In MyGM kann ich mich mit bis zu vier Konkurrenten duellieren: ab sofort auch online gegen andere menschliche Gegner.
In MyGM schlüpfe ich in die Rolle eines General Managers bzw. Bookers und leite meine eigene Wrestling-Show. Ich bin verantwortlich für das Roster, das Budget, das Booking von Matches und Fehden, die Vergabe von Titeln und das Planen von Premium Live Events. Dabei duelliere ich mich mit bis zu drei Konkurrenten und will die bestbewertete Show mit den meisten Fans abliefern. Der Aufbau ist in meinen Augen allerdings völlig unlogisch. Ich werde für Matches belohnt, die ich zig mal wiederholt ansetze. Ein wichtiger Faktor ist zudem, dass die unterschiedlichen Worker zusammenpassen. Beides macht in meinen Augen keine Storyline, Rivalität oder Fehde aus.
Ich kann von diesem Modus nur abraten. Wenn ich tiefergehendes Booking erleben möchte, setze ich auf die «Total Extreme Wrestling»-Reihe.
Pay-to-Win oder auch MyFaction & The Island
Ein echter Tiefpunkt ist MyFaction, das weiterhin auf ein Pay-to-Win-System setzt. Lootboxen und Mikrotransaktionen dominieren den Modus. Ich kann mit solchen Modi nichts anfangen. Ich finde schon die Ultimate-Team-Sachen in den Spielen von Electronic Arts zum Kotzen. Das ist hier auch nichts anderes.
Auch der neue Modus «The Island» wirkt auf mich nach einer weiteren Möglichkeit, um Mikrotransaktionen zu pushen und dem Spieler Geld aus der Tasche zu ziehen. Er erinnert an «The City» aus «NBA 2k25».
In diesem Modus hat Roman Reigns eine Art Wrestling-Freizeitpark erschaffen. Ich kann mich darin bewegen und diese Welt frei erkunden. Allerdings bin ich schon früh komplett genervt. Erst klicke ich mich durch zahlreiche Erklärungen. Dann erstelle ich mir meinen Charakter. Wenn ich mir allerdings Fähigkeiten zuteilen will, kostet dies natürlich Geld. Nee, lasst mal. Wenn das die Zukunft der Spielereihe werden soll, sehe ich schwarz.
Community-Inhalte - Starke Features mit frustrierenden Ladezeiten
Ein großer Pluspunkt von «WWE 2K25» ist erneut die Möglichkeit, benutzerdefinierte Inhalte herunterzuladen und eigene Wrestler, Arenen, Titel und Storylines zu erstellen. Die Community-Inhalte sorgen für eine enorme Vielfalt und ermöglichen es, das Spiel immer wieder neu zu erleben.
WarGames in "WWE 2K23"
Als neue Match-Art präsentiert "WWE 2K23" die sogenannten WarGames. Dabei handelt es sich um einen Käfigkampf, bei dem die Stahlkonstruktion gleich zwei nebeneinander stehende Ringe umspannt. Hier treffen zwei Teams mit jeweils drei bzw. vier Teilnehmern aufeinander. Den Anfang machen zwei Kontrahenten, und dann kommen abwechselnd immer wieder neue Talente in den Ring. Erst wenn beide Teams komplett sind, beginnen offiziell die WarGames, und das Match kann beendet werden. Ihr seht: Die WarGames sind nicht ganz unkompliziert, und genau deshalb könnt ihr die Regeln selbst bestimmen. Wie gross sind die Zeitabstände? Wie soll der Kampf enden? Für diese Spielart musste Visual Concepts die gesamte In-Game-Technik neu aufstellen, damit Action in zwei Ringen überhaupt möglich ist.
Sehr schön: Jeder neue Teilnehmer kann zuvor ausgewählte Waffen wie Tische, Stühle oder Kendo-Sticks mit in den Käfig bringen. Leitern und Mülltonnen sind hier nicht mit von der Partie. Dafür könnt ihr Aktionen in die Maschen zeigen oder ganz nach oben klettern und auf eure Gegner springen. Auch der Bereich zwischen den Ringen ist interaktiv. In dem stahlbedeckten Spalt zeigt ihr Slams oder auch Aktionen in die Ecken. Mit ein wenig Geschick könnt ihr sogar über die Seile in den anderen Ring hüpfen. Chaos und Härte werden hier in jedem Fall grossgeschrieben.
Showcase-Modus in "WWE 2K23"
Im Showcase-Modus standen bislang bekannte Stars und ihre grössten Momente im Mittelpunkt. In "WWE 2K23" steht John Cena im Mittelpunkt. Der 16-fache Champion ist dank Serien wie "Peacemaker" oder Filmen wie "Suicide Squad" längst über den Tellerrand der Wrestling-Welt hinaus bekannt. Wie schon in den Vorgängern ist der Showcase auch diesmal sehr linear. Beim Nachspielen der Matches stellt euch "WWE 2K23" immer wieder vor Aufgaben, ehe es den nächsten Abschnitt des Kampfes öffnet. Der Clou ist dabei natürlich die Präsentation. Erneut verschmelzen In-Game-Grafik und reale Filmaufnahmen (diesmal untermalt von John Cena höchstpersönlich) miteinander. Dadurch sind der Wiedererkennungswert und der Nostalgiefaktor für Fans natürlich immens.
Im ersten Kampf kontrolliert ihr etwa Kurt Angle bei Cenas SmackDown-Debüt, im zweiten dagegen Rob Van Dam bei ECW One Night Stand 2006. Sehr schön: Solltet ihr die Matches verlieren, gibt es eine alternative Siegesfeier von John Cena. Wie es um andere Spielmodi steht, muss sich noch zeigen. Sie waren in der Demo noch nicht enthalten. Aber es sieht stark danach aus, als würde Visual Concepts bei MyGM, MyRISE und Co auf dem Vorgänger aufbauen und diese Optionen erweitern. Exemplarisch wurde hier der MyGM genannt, der um mehr General-Manager, Matches und Titel ergänzt werden soll.
Nein, die ganz grossen Überraschungen gibt es bei "WWE 2K23" nicht. Aber das ist in diesem Fall gar nicht schlimm und - mit "WWE 2K20" im Hinterkopf - vielleicht auch die klügere Alternative. Denn anstatt noch einmal Gameplay und Grafik umzumodeln, serviert Visual Concepts einen klassischen Nachfolger inklusive einiger spannender Verbesserungen. Spielerisch ist "WWE 2K23" ein ungemein launiges und flüssiges Wrestling-Game, das seinen Vorgänger in puncto Handling und Möglichkeiten übertrifft. Und auch die Spieloptionen sehen sechs Wochen vor Release gut aus: WarGames machen enorm viel Spass. Der Showcase bringt eine Menge Wiedererkennungswert mit. Da blicken wir auch über einige Altlasten wie die hässliche Darstellung der Haare hinweg.
