Das Judo ist reich an spezifischen Begriffen und vielfältigen Trainingsformen, die es zu verstehen gilt, um die Kampfkunst vollends zu erfassen. Hier werden einige wichtige Begriffe und Trainingsmethoden erläutert.
Grundlegende Judo-Begriffe
Einige grundlegende Judo-Begriffe umfassen:
- Uke: Verteidiger; der Fallende; derjenige, an dem die Aktion gemacht wird.
- Tori: Der Werfende; derjenige, der die Aktion macht.
- Waza: Technik
Trainingsformen im Judo
Es gibt verschiedene Übungsformen im Judo, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte haben. Hier sind einige davon:
Geiko (oder Keiko)
Geiko (oder Keiko) bedeutet "Training". Hier trainiert ein Judoka mit einem anderen Judoka, der ein wesentlich höheres Niveau hat, z.B. ein Orangegurt mit einem Braungurt. Der Orangegurt versucht seine Spezialtechnik (tokui-waza) an dem Braungurt anzuwenden im Rahmen eines Randori.
Yaku-soku-geiko
Yaku-soku-geiko ist ein abgesprochenes Training. Der Begriff "yaku-soku" bedeutet "Absprache" und "Verabredung". Es ist abgesprochen, dass Uke z.B. einen bestimmten Angriff macht (z.B. nur Hüftwürfe) und Tori darauf entsprechend reagiert. Es ist wieder ein Randori. Tori will z.B. eine bestimmte Technik üben.
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Kakari-Geiko
Kake-Geiko ist eine Randoriform, bei der vorher Angreifer und Verteidiger festgelegt werden. Der Verteidiger kann beliebig auf Angriffe reagieren. Kakari-geiko bedeutet, dass du schnell hintereinander mehrere Trainingskämpfe mit immer wechselnden Partnern ausführst, um deine Kondition, deinen Mut und die Fähigkeit, dich in einem Kampf auf jede mögliche Situation einzustellen, zu verbessern. Das ist das, was in vielen Vereinen als Randori-Phase des Trainings bekannt ist.
In Dave Lowrys Buch "In The Dojo" wird Kakari-geiko wie folgt beschrieben: "Kakari-geiko, or "attack practice", is the kendo term for training with one who is senior to you. Again, it applies to every form of budo, however. While the responsibility for setting the pace and intensity of the practice is up to the senior, the junior has his own duties when training with a senior. He must never take undue advantage of the fact that he's being given an opportunity to make his techniques work. Kakari-geiko is a time to try out newly learned lessons. It is not an opportunity to show off or try to impress your senior. He's giving you a chance to try to perfect your art. Take it."
Beim Kakari-Geiko sollte sich der Junior auf das Lernen konzentrieren und Ego und Leistungsdruck ablegen. Stattdessen sollte er sich darauf konzentrieren, was er von diesem Training lernen kann.
Randori
Randori ist eine freie Übungsform, bei der die Partner ohne vorherige Absprache miteinander kämpfen. Hierbei können die Judoka ihre erlernten Techniken anwenden und ihre Fähigkeiten verbessern. Randori kann im Stand (Standrandori) oder am Boden (Bodenrandori) durchgeführt werden.
Weitere Judo-Begriffe
Hier sind noch einige weitere Judo-Begriffe:
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- Mae: Vorne
- Ushiro: Hinten, rückwärts
- Yoko: Seite
- Migi: Rechts
- Hidari: Links
Beispiele für Übungsformen
- Würfe ansetzen ohne Wurfausführung: Dies ist eine Übungsform, bei der die Judoka den Wurf vorbereiten, aber nicht vollständig ausführen.
Tabelle der Judo-Begriffe und ihre Bedeutung
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Uke | Verteidiger, derjenige, an dem die Aktion gemacht wird |
| Tori | Der Werfende, derjenige, der die Aktion macht |
| Waza | Technik |
| Geiko (Keiko) | Training |
| Yaku-soku-geiko | Abgesprochenes Training |
| Kakari-geiko | Angriffstraining mit wechselnden Partnern |
| Randori | Freies Übungskämpfen |
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