UFC 287: Alle Infos zu Zeit, Übertragung und Kämpfen in Deutschland

Am Samstag, den 8. April 2023, stieg UFC 287 in Miami, Florida (USA). Aufgrund der Zeitverschiebung begann UFC 287 in der Nacht von Samstag auf Sonntag (9. April) um 4:00 Uhr deutscher Zeit.

Hauptkampf: Pereira vs. Adesanya

Im Fokus stand der Titelfight von Pereira vs. Adesanya. Nicht minder spannend versprach das Co-Mainevent zwischen Gilbert Burns und Jorge Masvidal zu werden.

Bei UFC 287 kam es beim Mittelgewicht-Titelfight zum Rückkampf von Israel Adesanya vs. Alex Pereira. Das erste Duell gab es im November des Vorjahres. Damals war Adesanya der Champion im Mittelgewicht und Pereira der Herausforderer. In Runde 5 verlor Adesanya durch TKO und damit auch seinen Titel an Pereira. Jetzt kam es zur Revanche mit umgekehrten Vorzeichen.

Nach dem ersten Duell im November des Vorjahres folgte nur wenige Monate danach der Rückkampf. Zur Erinnerung: Vor der ersten Begegnung war Adesanya der Champion, doch durch den TKO in Runde fünf musste er seinen Goldgürtel abgeben. Beim Rückkampf wollte „The Last Stylebender“ nun Revanche nehmen und den Thron zurückerobern. Für Pereira indes war es der erste Auftritt als Mittelgewicht-Champion.

Die UFC 287 Wettquoten der Buchmacher gaben zu erkennen, dass ein Sieg für Adesanya das naheliegendste Szenario war.

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Übertragung in Deutschland

Die Übertragung von UFC-Events lief in Deutschland auf zwei Kanälen - sowohl beim Sportstreamingdienst DAZN als auch auf bei der hauseigenen Online-Plattform der Ultimate Fighting Championship, dem UFC-Fightpass.

Die UFC 287 Übertragung bei DAZN startete Sonntagfrüh ab 4:00 Uhr deutscher Zeit. Dabei waren die vier Vorkämpfe der Main Card ebenso in der Übertragung inkludiert, wie auch der Hauptkampf zwischen Alex Pereira und Israel Adesanya.

Die zweite Option war der UFC 287 Livestream über den kostenpflichtigen UFC Fightpass. Über das offizielle UFC-Portal waren nicht nur die vier Fights auf der Maincard und der Headliner mit Pereira vs. Adesanya zu sehen, sondern auch die Preliminary Card.

Die Fightcard von UFC 287

Neben dem Headliner mit Alex Pereira vs. Israel Adesanya standen bei UFC 287 noch vier weitere Kämpfe an. Zum Auftakt duellierten sich aber erst einmal die beiden Bantamgewichtskämpfer Raul Rosas Jr. und Christian Rodriguez. Danach kam es zum Weltergewicht-Duell zwischen Kevin Holland und Santiago Ponzinibbio.

MAINCARD

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  • Alex Pereira (c) vs. Israel Adesanya - Mittelgewicht
  • Gilbert Burns vs. Jorge Masvidal - Weltergewicht
  • Rob Font vs. Adrian Yanez - Bantamgewicht
  • Kevin Holland vs. Santiago Ponzinibbio - Weltergewicht
  • Raul Rosas Jr. vs. Christian Rodriguez - Bantamgewicht

PRELIMS

  • Chris Curtis vs. Kelvin Gastelum - Mittelgewicht
  • Michelle Waterson vs. Luana Pinheiro - Strohgewicht (Frauen)
  • Gerald Meerschaert vs. Joe Pyfer - Mittelgewicht
  • Cynthia Calvillo vs. Lupita Godinez - Strohgewicht (Frauen)
  • Shayilan Nuerdanbieke vs. Steve Garcia - Federgewicht
  • Jaqueline Amorim vs. Sam Hughes - Strohgewicht (Frauen)

Die Kämpfer im Fokus

Alex Pereira

Alex Pereira dagegen ist erst seit 2021 bei der UFC, hat das Mittelgewicht aber im Turbogang erobert. Mit vier Siegen aus ebenso vielen UFC-Fights hat er deutlich gemacht, dass er eine Ära prägen kann.

Jetzt ist Edwards dieser Gewichtsklasse und will es auch bleiben. (→ Alle UFC Champions & Rankings).

Überhaupt hat Pereira in seiner Kampfsport-Karriere erst acht MMA-Fights bestritten. Bis auf die Niederlage beim Debüt im Oktober 2015 hat „Poatan“ (“Hands of Stone”) seine sieben nachfolgenden Käfig-Auftritte siegreich beendet.

Davor war Pereira ein überragender Kickboxer, wo er es in der Glory-Liga zum Mittelgewicht und Halbschwergewicht-Champion gebracht hat. Interessant ist: In der Kickbox-Zeit traf er auch einmal auf Israel Adesanya, den er auch damals besiegen konnte.

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Israel Adesanya

Israel Adesanya war lange Zeit der Herrscher im Mittelgewicht. Der Neuseeländer mit nigerianischen Wurzeln dominierte diese Gewichtsklasse in den letzten Jahren nach Belieben.

2019 kürte sich Adesanya mit einem Sieg gegen Robert Whittaker zum Mittelgewicht-Champion. Diesen Titel konnte fünf Mal in Folge verteidigen. Dabei räumte er namhafte Konkurrenten wie Yoel Romero, Paolo Costa, Marvin Vettori, Jared Cannonier und auch ein zweites Mal Robert Whittaker aus dem Weg.

2021 verlor Adesanya zwar auch gegen Jan Blachowicz, dabei wagte er aber einen Ausflug ins Halbschwergewicht. Das zeigt, wie dominant „The Last Stylebender“ in den letzten Jahren war.

Nun will er wieder dort hin zurück, wo er nach seinem Selbstverständnis hingehört: Auf den Thron im Mittelgewicht.

Statistiken und Fakten

Bei den statistischen Werten hat Pereira die Vorteile auf seiner Seite. Für Adesanya spricht vor allem seine Erfahrung. Auch, wenn Pereira mit 35 Jahren bereits ein hohes Alter hat, so hat er dennoch erst sieben MMA-Kämpfe bestritten. Adesanya kommt auf 25. Ein weiteres Plus für „The Last Stylebender“. Er hat Ausdauer und kann einstecken. Seine letzten fünf Kämpfe gingen allesamt in die 5. Runde.

Ein paar Zahlen sprechen für den Brasilianer. Bei der Schlaggenauigkeit liegt er mit 59:50 Prozent recht deutlich vor Adesanya. Und er landet auch mehr Schläge pro Minute (5.29 zu 3.93).

Israel Adesanya hat bis zu seiner Niederlage gegen Alex Pereira das Mittelgewicht nach Belieben dominiert. Vier dieser fünf Titelverteidigungen holte sich der nigerianische Neuseeländer aber erst nach Decision - durch die Entscheidung der Punktrichter. Anders lief es bei Pereira: Drei seiner vier UFC-Fights hat er durch TKO oder KO gewonnen. So auch gegen Adesanya im August des Vorjahres.

Es ist davon auszugehen, dass der Kampf nicht schnell endet. Somit ist davon auszugehen, dass auch das Re-Macht länger dauern wird. Über 3,5 Runden gilt als sehr wahrscheinlich. Zudem hat Adesanya 9 seiner insgesamt 14 UFC-Kämpfe über die volle Distanz bestritten.