Zum Start der letzten Staffel der Serie „Cobra Kai“ sehen wir die Stars wieder in Action. Doch welche Castmitglieder haben auch im echten Leben etwas in Sachen Kampfsport drauf? Die Schauspieler aus Karate Kid und Cobra Kai bringen ganz unterschiedliche Erfahrungen im Kampfsport mit - von völligen Neulingen bis hin zu langjährigen Experten.
Die Darsteller und ihre Kampfsport-Hintergründe
Ralph Macchio (Daniel LaRusso) hatte vor Karate Kid kaum Karate-Erfahrung und wurde für die Filme im Okinawa-Goju-Ryu-Stil von Meister Pat E. Johnson trainiert. Für ihn war Karate eher eine choreografierte Kunstform als ein echter Kampfstil, weshalb er das Training nach den Filmen nicht weiterverfolgte.
William Zabka (Johnny Lawrence) hatte als Jugendlicher bereits eine sportliche Vergangenheit im Wrestling und begann nach Karate Kid tatsächlich mit Karate-Training. Nach einer längeren Pause nahm er für seine Rückkehr in Cobra Kai ein intensives Programm auf, das neben Karate auch Kickboxen und allgemeine Fitness umfasste.
Jacob Bertrand (Hawk) trainierte bereits im Alter von acht Jahren Karate und erreichte den violetten Gürtel, bevor er das Training einstellte. Dennoch gab ihm diese Grundlage einen Vorteil bei den Dreharbeiten, und er erweiterte seine Fähigkeiten durch Grappling-Training.
Tanner Buchanan (Robby Keene) brachte Erfahrungen aus dem Tae Kwon Do mit, in dem er nur wenige Gürtel vom schwarzen Gürtel entfernt war. Zudem trainierte er vor seiner Rolle etwa acht Monate lang Muay Thai, was ihm half, die anspruchsvollen Kampfszenen glaubwürdig darzustellen.
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Mary Mouser (Samantha LaRusso) hatte vor Cobra Kai keinerlei Erfahrung mit Karate. Um ihre Rolle authentisch zu verkörpern, begann sie während der Dreharbeiten intensiv zu trainieren. Auch Gianni DeCenzo (Demetri) war vor der Serie kein Kampfsportler, entschied sich jedoch für Krav Maga, eine israelische Selbstverteidigungstechnik, um seine Fitness zu verbessern und seine Szenen realistischer zu gestalten.
Martin Kove (John Kreese), lange bevor er die ikonische Rolle des Cobra Kai-Senseis übernahm, trainierte Okinawa-te Karate unter Gordon Doversola Shihan, was ihm half, Kreese als erbarmungslosen, aber disziplinierten Kämpfer darzustellen. In einem Interview verriet der 75-jährige, dass er einen schwarzen Gürtel in der Karate-Stilrichtung Okinawa-te besitzt.
Thomas Ian Griffith (Terry Silver) begann bereits in der Highschool mit Karate und kann auf über 40 Jahre Erfahrung zurückblicken. Die ersten drei Folgen geguckt. Macht echt Spaß.
Die Bedeutung von Tang Soo Do
Angesichts von Johnsons Choreografie beeinflusst Tang Soo Do Cobra Kai mehr als Karate. In der gesamten Serie gibt es subtile Hinweise darauf. Vom ersten Film bis zu Cobra Kai setzt Johnny, wenn er sparsam ist, viele High Kicks ein, die für koreanische Kampfkünste charakteristisch sind. Nach dem ersten Film studierte Zabka noch viele Jahre Tang Soo Do bei Johnson, es ist also sein Grundstil.
Miyagi-Do: Mehr als nur "Polieren und wischen"
Es ist impliziert, dass Miyagi einen Karate-Stil namens Goju-Ryu lehrt. Goju bedeutet "hart weich" (das Go ist der gleiche Charakter wie in Gosuku-Ryu und das Ju ist das gleiche wie im Judo - "der weiche Weg"). Goju-Ryu-Ostereier deuten darauf hin, dass dies die Inspiration für Miyagi-Do ist. In The Karate Kid Part II ist ein Goju-Ryu Zeichen deutlich auf Chozens (Yuji Okumoto) Gi zu sehen.
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Ein weiterer wichtiger Hinweis liegt in der Kata, die Miyagi Daniel in The Karate Kid Part III unterrichtet. Es basiert auf Seiunchin, einer originalen Goju-Ryu Kata, die von Higaonna Kanryo erstellt und an Chojun Miyagi weitergegeben wurde. Dies ist dieselbe Kata, die Daniel in Cobra Kai rezitiert und seinen Schülern unterrichtet, darunter seiner Tochter Samantha (Mary Mouser) und Johnnys Sohn Robby (Tanner Buchanan).
Die Kampfszenen: Eine Mischung aus Können und Kameratricks
Auch wenn die meisten keine Kampfsport-Ausbildung haben, sind die Kampfszenen dennoch fantastisch inszeniert! Da wird dann halt mit der Kameraarbeit getrickst um das fehlende Kampfsport Know How zu vertuschen.
Die Kampfszenen in Cobra Kai bauen also auf ein solides Fundament aus Lernbereitschaft, vereinzelten Top-Fähigkeiten und allgemeiner Körperbeherrschung. Die Stars, die in der Netflix-Serie mitspielen, müssen Sportlichkeit und Lernbereitschaft mitbringen, um den körperlich fordernden Mix aus dynamischen Stunts und einstudierten Choreographien zu bewältigen.
Die Bösewichte von Cobra Kai
In sechs "Cobra Kai"-Staffeln haben wir einige nennenswerte Bösewichte kennengelernt. Von Terry Silver bis John Kreese gibt es in "Cobra Kai" richtig bösartige Charaktere, die den Helden das Leben schwer machen. Doch nicht nur die Schurken sorgen für ordentlich Chaos, manchmal sind es auch die "Guten", die sich über alle hinwegsetzen.
Die Top-Bösewichte im Überblick:
- John Kreese (Martin Kove): Der "Karate Kid"-Bösewicht der ersten Stunde, der am Ende der ersten Staffel von "Cobra Kai" zurückkehrt.
- Terry Silver (Thomas Ian Griffith): Der intrigante und manipulative ehemalige Partner von Kreese, der ein Karate-Monopol im Valley will.
- Axel (Patrick Luwis) und Zara (Rayna Vallandingham): Talentierte Karatekas der Iron Dragons, die in Staffel 6 auftreten.
- Kwon (Brandon H. Lee): Der arrogante und aggressive Starschüler vom koreanischen Cobra Kai.
- Kim Da-Eun (Alicia Hannah-Kim): Die Enkeltochter von John Kreeses Meister Kim Sun-Yung, die genauso brutal und diszipliniert ist wie ihr Großvater.
- Tory Nichols (Peyton List): Eine Figur, die zwischen den Seiten wechselt und oft von Kreese manipuliert wird.
- Kenny Payne (Dallas Dupree Young): Ein Junge, der aufgrund von Mobbing hart und schonungslos wird.
- Kyler Park (Joe Seo): Der stereotype Mobber, der Miguel das Leben schwer macht.
- Sam LaRusso (Mary Mouser): Eine Heldin, deren Verhalten in den ersten Staffeln nicht immer heldenhaft ist.
Die finale Staffel von "Cobra Kai" ist ab sofort bei Netflix verfügbar. Ganz am Ende angelangt ist das Franchise jedoch noch nicht, denn im Mai 2025 startet bereits der Kinofilm "Karate Kid: Legends".
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