Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart, die das ganze Jahr über ausgeübt wird. Wörtlich übersetzt heißt Taekwondo „Fuß- Faust- Weg“. Beim Taekwondo handelt es sich um eine aus Südkorea stammenden Kampfkunst, bei der Füße und Hände benutzt werden. Die Techniken bauen auf Schnelligkeit und Beweglichkeit auf, und zwar in haeufiger Wiederholung. Ziel im Taekwondo ist es, den Gegner oder die Gegnerin zu treten und zu schlagen, ohne dabei selbst geschlagen zu werden. Gefragt sind schnelle Kombinationen aus Tritten und Schlägen über drei Runden von je zwei Minuten. Es kommt im Taekwondo (übersetzt: „Der Weg des Fuß- und Faustkampfes“) nicht auf Brutalität an, vielmehr gilt es laut der Lehre, die gesamte Kraft genau im Moment des Schlages auf eine möglichst kleine Fläche wirken zu lassen, und dies möglichst schnell. Ebenso soll die gegnerische Kraft in die eigene fließen und diese dadurch effektiver machen. Auch verpflichten sich Taekwondo-Kämpfer*innen dazu, den Sport in anderen Lebensbereichen nicht zu missbrauchen.
Wettkampfregeln und Ablauf
Wie ein offizieller Taekwondo-Kampf abläuft, wer Punkte bekommt, wann Verwarnungen folgen und wie ein Kampf entschieden wird, regelt das offizielle Wettkampfregelwerk der World Taekwondo (WT). Dieses wird regelmäßig aktualisiert. Wettkämpfe finden ausschließlich in einer Wettkampfhalle auf speziellen Wettkampfmatten statt. Bei der Olympischen Disziplin Zweikampf wird in einem Oktagon gekämpft. Taekwondo-Kämpferinnen und -Kämpfer tragen eine spezielle Wettkampfuniform, den sogenannten Dobok, der mit einem Gürtel zusammengebunden wird. Der Gürtel hat, je nach Leistungsstand des Trägers, eine unterschiedliche Farbe. Über die Farben Gelb, Grün, Blau, Braun/Rot arbeitet sich der Sportler/die Sportlerin hin zum schwarzen Gürtel - dem sogenannten 1.
Die Kampfbekleidung der Wettkämpfer besteht aus einem weißen Taekwondo-Dobok (Anzug) sowie der Schutzbekleidung. Senioren, Junioren und Jugend müssen zusätzlich mit Handschützern ausgerüstet sein. Die Wettkämpfer dürfen keine andere als die oben genannte Bekleidung oder zusätzliche Sachen bei Wettkämpfen tragen (Brillen, Uhren, Schmuck usw. sind verboten). Die Kämpferinnen und Kämpfer tragen eine Schutzausrüstung, bestehend aus Kampfweste, Kopfschutz, Fuß-, Schienenbein, Arm- und Handschonern. Seit den Olympischen Spielen 2012 in London werden die Kämpfe weltweit mit elektronischen Westensystemen ausgetragen. Bei diesem System werden die Treffer auf die Weste und an den Kopf elektronisch ausgelöst. Jedes Coach-Team erhält eine Challenge Card pro Kampf.
Punktesystem und Kampfentscheidung
Punkte werden für gültige, technisch saubere Treffer vergeben. Ziel eines Kampfes ist, zwei der insgesamt drei Runden mit Punkteüberlegenheit zu gewinnen. Der Punktestand in jeder Runde startet wieder bei 0. Ein Sieg durch K.o ist ebenfalls möglich. Erlaubt sind Fußtechniken zur Schutzweste und zum Kopf. Fauststöße zum Kopf sind nicht erlaubt. Fehlverhalten, z. B. Ein Kampf kann vorzeitig beendet werden, z. B.
Gewichtsklassen im Taekwondo für Frauen
Im Taekwondo wird in Gewichtsklassen gekämpft. Bei Weltranglistenturnieren, Europa- und Weltmeisterschaften treten die Kämpferinnen und Kämpfer in 8 Gewichtsklassen gegeneinander an. Gekämpft wird bei Olympischen Spielen jeweils in vier Gewichtsklassen, bei WM und EM gibt es je acht Kategorien.
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Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul im Mutterland Südkorea sowie 1992 in Barcelona war Taekwondo eine Demonstrationssportart, erstmals ins olympische Programm aufgenommen wurde es für Frauen und Männer 2000 in Sydney. Austragungsort 2024 in Paris ist das Grand Palais, ein architektonisches Meisterwerk im Herzen der französischen Metropole.
Erstmals konnten sich die Sportler für die Olympischen Spiele in Rio über das neu eingeführte Weltranglistensystem qualifizieren. Demnach waren die Sportler der jeweiligen Olympischen Gewichtsklasse direkt für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert, die sich Ende 2015 unter den Top 6 befanden.Die Gülec-Geschwister Rabia und Tahir hingegen waren körperlich fit und zeigten an ihren Wettkampftagen klasse Leistungen. Beide besiegten ihre Erstrundengegner, die bei Olympischen Spielen ebenfalls absolute Top-Leute sind. Im Viertelfinale gingen beide Sportler an ihre Grenzen, konnten aber die entscheidenden Treffer zum Sieg nicht setzen. Beide erhielten leider nicht die Chance noch um die Bronzemedaille zu kämpfen, da ihre Viertelfinalgegner nicht ins Finale einzogen. Die Erfahrungen, die man bei Olympischen Spielen macht, prägen die weitere sportliche Laufbahn weiter.
Zur olympischen Sportart wurde der so genannte Vollkontaktwettkampf (Kyorugi). Die zweite Angriffsfläche bildet das Gesicht einschließlich der Vorderseite des Halses. Dieser Teil darf nur mit dem Fuß angegriffen werden.
Die ersten Weltmeisterschaften fanden 1973 statt, die erste EM drei Jahre später. Deutschland war zweimal Gastgeber einer WM (Sindelfingen 1979 und Garmisch-Partenkirchen 2003). Die erste deutsche Olympiamedaille bei den Männern gewann Weltergewichtler Faissal Ebnoutalib bei der Premiere in Sydney. Zwölf Jahre später holte Ex-Europameisterin Helena Fromm in London Bronze.
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