Alex Pereira: Vom Kickbox-Champion zum UFC-Star

Alex Pereira hat sich in der Welt des Kampfsports einen Namen gemacht. Der 37-jährige hat sich in mehreren Disziplinen bewiesen und seit seinem UFC-Debüt im Jahr 2021 einen rasanten Aufstieg erlebt.

Pereiras Aufstieg in der UFC

Im Jahr 2022 sicherte sich Pereira den UFC-Mittelgewichtstitel mit einem KO-Sieg über Israel Adesanya. 2023 gewann er dann durch einen weiteren Knockout gegen Jiri Prochazka den Halbschwergewichtstitel.

„Ich glaube schon, dass ich der größte Star und das Gesicht der UFC bin“, erklärte Pereira selbstbewusst. „Ich hatte letztes Jahr ein arbeitsreiches Jahr mit vielen Erfolgen.“

Mögliche zukünftige Kämpfe

UFC-Champion Alex Pereira hat Schwergewichtsweltmeister Oleksandr Usyk zu einem Boxkampf im September in Saudi-Arabien herausgefordert. Pereira betonte, dass er als Erster Interesse an einem Duell mit Usyk geäußert habe.

„Ich glaube, ich war derjenige, der zuerst Interesse gezeigt hat. Dann sagte Usyk, er würde auch gerne kämpfen. Er hat auch Interesse gezeigt. Jetzt sind wir also beide an dem Kampf interessiert.“

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Während Pereira einen möglichen Boxkampf gegen Usyk ins Gespräch bringt, verfolgt er parallel ein weiteres großes Ziel innerhalb der UFC: Einen Superkampf gegen den amtierenden Schwergewichtschampion Jon Jones.

Pereiras Kampfstil

Pereiras Stil ist sehr einzigartig und speziell. Er kämpft mit niedriger Deckung, was für die meisten böse ausgehen würde, aber durch sein hervorragendes Distanzgefühl und Reaktionsvermögen nimmt er trotzdem nur wenig Schaden.

Beispielsweise seine Leg Kick-Technik ist nicht ganz korrekt, da er seine Hüfte kaum eindreht, wie man es klassischerweise macht. Für ihn funktioniert es aber so am besten und er ist damit erfolgreicher als mit der „korrekten“ Technik.

Pereira ist groß, hat sehr lange Gliedmaßen und einen sehr speziellen Körperbau und als erfahrener Kickboxer hat er seinen eigenen Stil über viele Jahre so etabliert, dass er damit erfolgreich ist.

Trainer und Mentor Plinio Cruz

Pereira spricht zwar weder englisch noch deutsch, doch dafür hat er seinen besten Freund „Plinio Cruz“ in der Trainerecke. Dieser begleitet ihn zu Veranstaltungen und Seminaren, um für ihn unter anderem als Dolmetscher zu agieren.

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Plinio Cruz, der Mentor des ehemaligen UFC-Bantamgewichtschampions Alex Pereira, zeigte sich zuversichtlich, dass sein Mentee einen Rückkampf gegen den neuen Titelverteidiger Magomed Ankalaev bekommen wird.

"Wir wachsen, wenn wir einen Gegner haben. Wir werden aus all den Fehlern lernen, die wir gemacht haben, und eine bessere Version von Alex präsentieren. Ancalaev hat sich selbst ein Loch gegraben, da er im Rückkampf auf Pereira 2.0 treffen wird. Das ist Alex schon einmal passiert. Der wahre Champion geht weiter nach vorne. Das nächste Mal wird er wütender in das Achteck gehen", zitiert Cruz MMA Fighting.

Pereiras Seminare

Pereira bietet auch selber immer wieder Seminare für MMA-Interessierte an. Dennoch wird es wohl pro Jahr nicht mehr als ein Seminar in einem Land geben. Dieses Jahr hatte er sich in Deutschland für das NR1 Gym in Düsseldorf Pempelfort entschieden, um sein Wissen weiterzugeben.

Das Seminar fand am 9. Februar statt. Die Teilnehmerbegrenzung für das Seminar wurde von dem UFC-Champion auf 28 Teilnehmer festgesetzt, da seine Techniken „zwar auf den ersten Blick einfach wirken, aber doch sehr komplex seien".

Um die einzelnen Techniken zu erklären, stellte sich Pereira mit einem der Teilnehmer in die Mitte des Octagons und wurde von den anderen Teilnehmern umkreist. Pereira zeigte die Techniken und erklärte sie auf Portugiesisch, Plinio Cruz übersetzte das Gesagte ins Englische.

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Während die Teilnehmer versuchten, die Techniken anzuwenden, unterstützten Pereira und sein Team diese mit konkretem Feedback. Es wurde deutlich, dass es dem UFC-Champion wichtig ist, dass die Teilnehmer möglichst viel aus dem Seminar mitnehmen können.