Die Geschichte der UFC-Leichtgewicht-Champions

Vor mehr als 30 Jahren wurde die MMA-Organisation gegründet - und hat sich bis heute zu einer angesehenen Sportart etabliert. Die Käfig-Stars sorgen Woche für Woche für ausverkaufte Hallen und starke Fights. Immer im Fokus: die exzellenten Kämpfer.

UFC: Alle Weltmeister im Überblick

Die UFC ist auf der Überholspur! Es gibt acht Gewichtsklassen bei den Männern und drei bei den Frauen. Wer sind die aktuellen UFC-Champions?

Leichtgewicht (bis 70,3 kg)

Nach Ex-Champ Khabib Nurmagomedov gibt es erneut einen Weltmeister aus Russland. Islam Makhachev (32) regiert im Leichtgewicht. Die aktuelle Siegesserie vom Russen: 14 gewonnene Fights am Stück. Dreimal hat er den Titel bereits verteidigt, zuletzt bei UFC 302 gegen Dustin Poirier.

Wenn Conor McGregor in der kommenden Woche in den UFC-Käfig zurückkehrt, tut er das zum ersten Mal seit seinem Kampf gegen Khabib Nurmagomedov wieder im Leichtgewicht und überhaupt erst zum dritten Mal in seiner UFC-Karriere. Obwohl er bereits Champion der Gewichtsklasse war, will der Ire mit einem längeren Lauf dem Leichtgewicht endgültig seinen Stempel aufdrücken.

„Ich würde gerne eine längere Zeit im Leichtgewicht bleiben, mit Sicherheit“, so McGregor gegenüber TheMacLife. „Ich kam als Federgewicht in die UFC und bin durchmarschiert. Ich strebte nach Höherem und wechselte ins Leichtgewicht, wurde Champion und der erste Doppel-Champion der Geschichte der UFC. Dann bekam ich offensichtlich andere Optionen, Floyd kam und ging, ich bin kurz ins Weltergewicht.“

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„Ich bin nie wirklich im Leichtgewicht angekommen. Ich würde gerne das im Leichtgewicht schaffen, was ich im Federgewicht erreicht habe. Einen guten Lauf und durch die Gewichtsklasse durchmarschieren. Es gibt viele gute Kämpfer und glaube, ich bin mehrere Level über ihnen.“

Doch auch eine längere Zeit im Leichtgewicht kann McGregor nicht von der Idee, in den Boxring zurückzukehren, abbringen. Das räumt der Ire ein. Neben einem weiteren Boxkampf ist auch ein dritter Kampf gegen Nate Diaz interessant für McGregor.

„Es gibt einige Karotten vor meiner Nase. Schatztruhen, die mir hingestellt werden“, so McGregor. „Wir sprechen von WM-Kämpfen im Boxen. Ich habe gehört, Dana White spricht davon, dass Nate Diaz ins Leichtgewicht zurückkommt. Wir werden uns noch einmal miteinander messen. Wenn das der Titelkampf im Leichtgewicht wäre, wäre es etwas Besonderes. Es gibt so viele Optionen, an denen wir arbeiten, wir müssen abwarten. Aber ich bin bereit.“

Diaz kämpfte zuletzt vor fünf Jahren im Leichtgewicht und besiegte dabei Michael Johnson. Für die Kämpfe gegen McGregor und seine Rückkehr im Jahr 2019 gegen Anthony Pettis und Jorge Masvidal wechselte Diaz ins Weltergewicht. UFC-Präsident Dana White sprach erst vor wenigen Tagen davon, dass Diaz mit einem großen Kampf ins Leichtgewicht zurückkehren könnte und dann bereits in Position für einen Titelkampf sein könnte. Worte, die bei McGregor sofort auf Widerhall stoßen.

„Wenn es im Leichtgewicht steigt, dann könnten wir das einfach als Titelkampf machen. Falls nicht, kämpfen wir einfach nochmal bei 170 Pfund. Wir haben schon zwei Mal im Weltergewicht gekämpft, warum etwas vor der Trilogie verändern. Aber wenn Titel oder höhere Dinge auf dem Spiel stehen, bin ich mir sicher, dass ein Wettkampf gegen Nate bei 155 Pfund eine große Sache wäre.

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Weitere UFC-Champions im Überblick

Hier ist eine Übersicht über weitere aktuelle UFC-Champions in anderen Gewichtsklassen:

  • Frauen-Strohgewicht (bis 52 kg): Weili Zhang
  • Frauen-Fliegengewicht (bis 56,7 kg): Alexa Grasso
  • Frauen-Bantamgewicht (bis 61,2 kg): Raquel Pennington
  • Bantamgewicht (bis 61,2 kg): Sean O'Malley
  • Federgewicht (bis 65,7 kg): Ilia Topuria
  • Weltergewicht (bis 77,1 kg): Leon Edwards
  • Mittelgewicht (bis 83,8 kg): Dricus du Plessis
  • Halbschwergewicht (bis 93 kg): Alex Pereira
  • Schwergewicht (bis 120,2 kg): Jon Jones

Die Entwicklung der UFC Gewichtsklassen

Im Gründungsjahr 1993 der Ultimate Fighting Championship (UFC) gab es keine Gewichtsklassen. Zunächst gab es aber nur zwei UFC Gewichtsklassen - das Schwergewicht mit allen Kämpfern ab 91 kg (200 Pfund) und das Leichtgewicht mit allen Akteuren bis 90 kg (199 Pfund). Im Jahr 2001 stieg die Gesamtzahl der UFC Ranglisten auf fünf Gewichtsklassen an: Leichtgewicht, Weltergewicht, Mittelgewicht, Halbschwergewicht und Schwergewicht.

Bei den Frauen (→ Die besten Frauen in der UFC) wurden nach und nach auch eigene Ranglisten erstellt. Begonnen hat es mit der Bantamgewicht-Division. Es folgten danach das Strohgewicht, Federgewicht und zuletzt das Fliegengewicht.

Doppel-Champions in der UFC Geschichte

Zehn Mal kam es in der UFC-Geschichte bislang vor, dass eine Person zwei Titel in unterschiedlichen Gewichtsklassen gewonnen hat. Randy Couture war der erste Titelträger in zwei verschiedenen Gewichtsklassen. In der jüngeren Vergangenheit kürten sich Alex Pereira und Ilia Topuria zu UFC Champions in zwei Gewichtsklassen.

Hier eine Liste der Doppel-Champions:

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  1. Randy Couture (Schwergewicht, Halbschwergewicht)
  2. B.J. Penn (Weltergewicht, Leichtgewicht)
  3. Conor McGregor (Federgewicht, Leichtgewicht)
  4. Georges St-Pierre (Weltergewicht, Mittelgewicht)
  5. Daniel Cormier (Halbschwergewicht, Schwergewicht)
  6. Amanda Nunes (Bantamgewicht, Federgewicht)
  7. Henry Cejudo (Fliegengewicht, Bantamgewicht)
  8. Jon Jones (Halbschwergewicht, Schwergewicht)
  9. Alex Pereira (Mittelgewicht, Halbschwergewicht)

Längste Regentschaften in der UFC

Die längste Regentschaft in einem UFC Ranking hat Anderson Silva. Der Brasilianer regierte insgesamt 2.457 Tage im Mittelgewicht. Das schaffte er mit zehn Titelverteidigungen.

Hier die Top 5 der längsten Regentschaften:

  1. Anderson Silva - 2.457 Tage (Mittelgewicht)
  2. Demetrious Johnson - 2.142 Tage (Fliegengewicht)
  3. Georges St-Pierre - 2.064 Tage (Weltergewicht)
  4. Amanda Nunes - 1.981 Tage (Bantamgewicht - Frauen)
  5. Jon Jones - (Halbschwergewicht)

Bedeutende MMA-Kämpfer

Neben den aktuellen Champions gibt es viele weitere bedeutende MMA-Kämpfer, die die Geschichte des Sports geprägt haben.

  • Anderson Silva: Bekannt für seine beeindruckenden Fähigkeiten im Standkampf und seinen langen Titelgewinn im Mittelgewicht.
  • Jon Jones: Dominanter Kämpfer im Halbschwergewicht mit einer beeindruckenden MMA-Bilanz.
  • Khabib Nurmagomedov: Ehemaliger UFC-Weltmeister mit einer ungeschlagenen Bilanz und starker Bindung an Familie und Glauben.
  • Fedor Emelianenko: Gilt als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten und war Schwergewichtsweltmeister bei PRIDE.
  • Demetrious Johnson: Ehemaliger UFC-Fliegengewichtschampion mit zahlreichen erfolgreichen Titelverteidigungen.
  • Matt Hughes: Zweifacher UFC-Champion im Weltergewicht und Mitglied der UFC Hall of Fame.
  • Chuck Liddell: Ehemaliger UFC Light Heavyweight Champion und Trainer in der Reality-TV-Serie The Ultimate Fighter.
  • B.J. Penn: Ehemaliger Weltergewichts- und Leichtgewichtsmeister der UFC.
  • Conor McGregor: Ehemaliger UFC Lightweight Champion und UFC Featherweight Champion.
  • Georges St-Pierre: Ehemaliger UFC-Champion im Mittelgewicht und Weltergewicht.

Die Bedeutung der Gewichtsklassen

Die Gewichtsklassen sind ein grundlegender Bestandteil der UFC und sorgen für einen fairen Wettbewerb. Dieses System verhindert, dass Athleten mit großen Gewichtsunterschieden gegeneinander antreten, was ausgewogenere und sichere Kämpfe gewährleistet. Die UFC unterteilt die Kämpfer derzeit in 12 Hauptklassen, 8 für Männer und 4 für Frauen.

Eines der kontroversesten Themen in den Gewichtsklassen ist das sogenannte „Cutting“, also das schnelle Abnehmen, um das Gewichtslimit der eigenen Klasse einzuhalten. Obwohl es eine gängige Praxis ist, kann sie verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Athleten haben, wie extreme Dehydrierung und Erschöpfung.

Jede Klasse hat Besonderheiten, die die Kampfstrategien beeinflussen. In den leichteren Klassen sind Geschwindigkeit und Technik entscheidend, während in den schwereren Klassen die Schlagkraft eine zentrale Rolle spielt.

Die Gewichtsklassen sind nicht nur eine sportliche Angelegenheit. Sie spiegeln auch die Vielfalt von Geschlechtern und Körperbauten wider und vermitteln eine Botschaft der Inklusivität.