Kyu-Prüfungen im Karate: Anforderungen und Ablauf

Regelmäßig fallen Shotokan-Gürtelprüfungen an, mit denen das Fortschreiten der Schüler dokumentiert werden soll. Das Thema Gürtelprüfungen ist nicht das Wichtigste. Wer fleißig ist und regelmäßig trainiert, macht garantiert genug Prüfungen. An Gürtelprüfungen kann man sehr schnell die Seriosität eines Budo-Vereins oder einer Kampfkunstschule erkennen. Wer z. schon nach 3 Wochen eine Prüfung macht, kann nichts gelernt haben... Eine "geschenkte Prüfung" nimmt dem ganzen Prüfungsgeschehen die Würde. Leider werden Anfänger häufig mit solchen Scheinerfolgen geködert.

Seit Januar 2023 gab es eine neue Shotokan-Prüfungsordnung des DKV. Dann wurde sie noch redaktionell am 20.03.2024 geändert. Die Prüfungsordnung ist in vier Gruppen aufgeteilt. In jeder Gruppe werden besondere Schwerpunkte in der Ausbildung gesetzt.

Aus Gründen der Fairness werden bei Kindern Trainingskarten geführt, in denen jede Trainingsteilnahme dokumentiert wird. Erwachsenen wird die Teilnahme nicht mehr erfasst. Wer unnötigen Zweifel hat, kann auch seinen Sensei fragen.

Vorbereitung auf die Prüfung

Es gibt keine spezielle Prüfungsvorbereitung. Karate lebt von der Regelmäßigkeit. Verbesserungen im Training werden durch Kontinuität erreicht. Deshalb ist es für den Großteil der Mitglieder vollkommen ausreichend immer zum Training zu kommen, dann kann man auch seine Prüfung schaffen. Wer sich noch unsicher fühlt, hat die Möglichkeit, sich selbst vorzubereiten, z. B. vor oder nach einer Trainingsstunde oder in einem freien Training.

Die Trainer des Shotokan Karate Stade e. V. fördern und fordern ihre Schüler gewissenhaft und konsequent. Ein guter Trainer ist auch immer gleichzeitig Coach seiner Schützlinge. Kein Prüfling möchte sich, seinen Verein oder seine Trainer blamieren. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man niemals eine Prüfung ohne Empfehlung seines Trainers machen sollte.

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Es kann vorkommen, dass ein Prüfling die formalen Voraussetzungen erfüllt und dennoch rät der Trainer ab, die Prüfung zu diesem Zeitpunkt zu machen. Das hängt dann mit den unterschiedlichen Ansprüchen von Prüfling und Trainer ab. Wird diese Prüfung „vorgezogen“, muss man sich bis zur nächsten Prüfung umso länger vorbereiten...

Auf der anderen Seite weiß der Prüfling: Auf dem Weg zum Erfolg gibt es keine Abkürzung! Die Vorbereitungszeit beträgt in der Regel zwischen einem halben und einem ganzen Jahr.

Die Kyu-Grade im Überblick

Die Prüfungsordnung ist in vier Gruppen aufgeteilt, wobei in jeder Gruppe besondere Schwerpunkte in der Ausbildung gesetzt werden:

Unterstufe (9. - 7. Kyu)

In der Unterstufe erlernt der Prüfling die Grundform der einzelnen Techniken. Mittelstufe vorbereiten soll. Prüfer und Prüfling achten vor allem auf sichere Stände, korrekte Techniken und Ausholbewegungen. Merkmal. Die Prüflinge zum 7. Kyu sollen die Grundtechniken und erste Kata beherrschen. Die Selbstverteidigung ist ein natürlicher Bestandteil des Karate. Das Erlernen der Sportart soll den Karateka zur Selbstbehauptung und zur Selbstverteidigung befähigen.

Mittelstufe (6. - 4. Kyu)

Die Grundtechniken, die jetzt häufig in Kombinationen gezeigt werden, sollen sich von der Grundform zur Feinform entwickeln. Ausführung der Kombinationen ist wichtig, dass sich die Qualität der Einzeltechnik nicht verschlechtern darf. Kontrolle ausdrücken. ( BUNKAI ) als auch in der Flüssigkeit ( Rhythmus ) des Vortrages zeigen.

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Oberstufe (3. - 1. Kyu)

Alle drei Gürtel der Oberstufe tragen die braune Farbe. Der Japaner sagt: “Der Baum hat eine starke Borke. Er ist jetzt ausgewachsen.” Nachdem der Karateka jahrelanges Durchhaltevermögen bewiesen hat, hat er die letzten drei Schülergrade erreicht. Die Grundschule der Oberstufe zeichnet sich durch eine Vielzahl schwieriger Kombinationen aus. Dabei ist Qualität in den Einzeltechniken, im Rhythmus in den Verbindungen, in der Standfestigkeit und nicht zuletzt in der Ausdauer zu zeigen. Im Kumite wird sowohl das Jiyu - Ippon - Kumite, als auch der Freie Kampf (Jiyu Kumite) geprüft. Beides stellt höchste Anforderungen an den Prüfling. Nur wer exakte Technik mit Kampfgeist und Kontrolle paart, erfüllt die hier gesetzten Anforderungen.

In Kata und im Bunkai muss der Prüfling ein fortgeschrittenes Verständnis des Zusammenhangs von Kata und sinnvollen Anwendungen zeigen können. Bezogen auf die innere Reife, die sich auch in den Techniken ausdrückt, führt der Prüfling seine Ausbildung fort.

Zwischenprüfungen für Kinder

Für Kinder und Schüler bis 14 Jahren können Zwischenprüfungen mit farblicher Kennzeichnung am Gürtel (Querstreifen in der Farbe des nächsten Gürtelgrades) durchgeführt werden, z.B. nach der 1. Bei der 2. Prüfung, der Prüfung zum 9. Kyu, zwei gelbe Querstreifen. Bei der Prüfung zum 8. Bei der 3. Zwischenprüfung einen orangenen Querstreifen auf dem gelben Gurt usw. Die letzte Zwischenprüfung liegt zwischen dem grünen und dem blauen Gurt. Die Wartezeit bei Kindern beträgt beim 8. bis 1. Kyu 5 Monate.

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