Viele Menschen stehen vor der Frage, welche Kampfkunst am besten zu ihren Bedürfnissen passt. Besonders bei der Wahl zwischen Hapkido und Taekwondo gibt es einiges zu beachten. Beide Stile haben ihre Vorzüge, aber auch klare Unterschiede.
Die Wahl der richtigen Kampfkunst
Leider fällt die Entscheidung recht schwer. Eine bessere Selbstverteidigung wäre einem schon wichtig, was ja damit eher für Hapkido sprechen würde. Da gibts nur eins: Probetraining. Einfach mal beides ausprobieren und dann schauen, was einem besser gefällt. Genau! Eine bessere Selbstverteidigung wäre einem schon wichtig, was ja damit eher für Hapkido sprechen würde.
Hapkido und Taekwondo im Vergleich
TKD ist halt meistens mehr auf Wettkampf ausgelegt und schwerpunktmäßig Kicks trainiert. Das ist zwar einerseits die Stärke im TKD, im Hapkido lernst du aber auch schnell, dass sie eine große Schwachstelle bieten können. Auch im Hapkido gibt es jede Menge Fusstritte die wie im TKD auch gedreht oder gesprungen ausgeführt werden.
Von der Beintechnik her sind beide in etwa gleich. HKD hat dafür dann auch noch wirklich gute griffe, eine nette Fallschule und Würfe. Wenns dir um SV geht, nimm HKD. Bedenke aber das es dauert. Was man nimmt ist Geschmackssache. In Sachen Wettkampf wird dir TKD wesentlich mehr bieten können, während du beim Hapkido vermutlich mehr "SV-spezifische" Techniken lernen wirst.
Zudem ist TKD deutlich weiter verbreitet, du wirst in Wien also keine großen Schwierigkeiten haben, eine entsprechende Schule zu finden. Die Fußtechniken, die im Taekwondo gelehrt werden, sollten sich eigentlich auch im Hapkido wiederfinden, wenn auch mit weniger starker Intensität.
Lesen Sie auch: Einblick in die Taekwondo-Terminologie
Hapkido: Vielseitigkeit und Selbstverteidigung
Hapkido ist die zweitpopulärste Kampfkunst aus Korea neben dem weltweit bekannten Taekwondo. Charakteristisch sind zahlreiche Wurf-, und Hebeltechniken, sowie Schlag- und Tritttechniken. Hapkido ist eine sehr vielseitige Kampfkunst, die vornehmlich defensiv ausgerichtet ist.
Neben Tritt-, Faust- und Wurftechniken werden auch Hebel- und Nervendruckpunkttechniken gelehrt. Dabei führt man die meisten Bewegungen aus einer Halbkreisdrehung aus. Das Kreisprinzip ist das zentralste Element beim Hapkido.
Es gibt einen umfassenden Lehrplan, der durch den Einfluss verschiedener Kampfstile geprägt ist. Besonders charakteristisch sind die zahlreichen Hebeltechniken und Würfe, welche meist für die Abwehr genutzt werden. Des Weiteren werden Schlag- und Tritttechniken für den Angriff angewandt.
Außerdem nutzt du die Energie des Angreifers, um sie mit minimalem Kraftaufwand gegen ihn selbst zu richten. Ziel der kreisenden Bewegungen ist die Nutzung der Angriffsenergie des Gegners für den eigenen Angriff.
Die Kampfkunst bietet zudem effektive Techniken zur Selbstverteidigung in verschiedenen Situationen, indem es Körper, Geist und Energie des Schülers nutzt. Da bei der Kampfkunst gezielt die Druckpunkte des Gegners ausgenutzt werden, ist dabei nur ein minimaler Krafteinsatz erforderlich. Dadurch kann die Technik auch von Menschen mit geringer körperlicher Kraft erfolgreich angewendet werden.
Lesen Sie auch: MMA-Legenden: Der koreanische Einfluss
Für ein ausgewogenes Hapkido-Training ist es zudem wichtig, sowohl die innere als auch die äußere Seite zu trainieren. Durch die Kombination von Meditation, Atmung, Heilung und Haltung mit den physischen Techniken, können dabei deine Kampfkunstfähigkeiten und Gesundheit verbessert werden. Zudem werden in manchen Stilen das Training durch die Handhabung verschiedener Waffen ergänzt.
Taekwondo: Dynamik und Wettkampf
Beim weltbekannten und modernen Wettkampfsport Taekwondo wird vorzugsweise mit Fußtechniken gekämpft. Die Techniken sind auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt.
Weitere Aspekte
Es ist auch wichtig, die Trainer anzusehen. Wenn der Hapkidomann nicht ein völliger Trottel ist, dann solltest du auf jeden Fall Hapkido trainieren. Wenn du dann richtig loslegst, besonders mit Griffen und Hebeln denk dran: Gute Handgelenkbandagen schützen dich vor Überlastung.
Die koreanischen Wurzeln des Hapkido
Hapkido ist eine koreanische Selbstverteidigungskunst, die ihren Ursprung allerdings in Japan zu suchen hat. Ihr Begründer, der Koreaner Choi, Yong-Sul (1904-1986), zog im Jahre 1912 während der japanischen Besetzung Koreas nach Japan. Dort lebte er bei Takeda, Sogaku-Minamoto-Masayoshi (1860 - 1943), der ein Meister des Daito-ryu-Aikijutsu war.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte Choi mit dem Wissen um das Daito-ryu-Aikijutsu wieder nach Korea zurück und vermischte dieses mit Techniken anderer koreanischen Kampfkünste, beziehungsweise erweiterte er das System. Die neu begründete Kampfkunst erfuhr mehre Namensänderungen, da Choi das System stetig weiterentwickelte.
Lesen Sie auch: Die Rolle der koreanischen Flagge im Taekwondo
Die Philosophie des Hapkido
Die Philosophie der harmonischen Einheit von Körper, Geist und Energie spiegelt sich zudem in der Bedeutung des Hapkido wieder. Gegen den Namen Hapkido sträubte er sich jedoch, da dies in seine Silben zerlegt: Hap (Harmonie), Ki (Lebenskraft) und Do (Weg) bedeutet und somit begrifflich das koreanischen Äquivalent zum japanischen Aikido darstellt.
Shinson Hapkido
Wir tauchen ein in die faszinierende Welt von Shinson Hapkido. Lerne die Grundlagen dieser ganzheitlichen Kampfkunst kennen, die von Großmeister Ko Myong entwickelt wurde. Lerne im Einklang mit Mensch und Natur zu leben. Erfahre mehr über die 7 Vorteile, die 5 Lehrmethoden, die 3 Säulen und die Techniken. Mit extra Bonus-Leitfaden für Anfänger!
Hapkido: Für jeden geeignet
Hapkido ist eine kraftvolle und effektive Kampfkunst, die sich hervorragend zur Selbstverteidigung eignet. Körper, Geist und Energie kommen durch das Training in eine perfekte Harmonie. Dadurch ist der Kraftaufwand gering und die Kampfkunst auch für körperlich schwächere Personen geeignet.
Weitere Kampfkünste
- Xingyiquan
- Wushu
- Wing Chun
- Vovinam
- Tai Chi Chuan
- Systema
- Sumo Ringen
- Shaolin Kung Fu
- Sambo
- Ringen
- Ninjutsu
- Muay Thai
- Modern Arnis
- Lethwei
- Kyusho Jitsu
- Kyudo
- Kyokushin Kaikan
- Kung Fu
- Kendo
- Kali
- Judo
- Iaido
