Konny Reimann (68), Deutschlands bekanntester Auswanderer und Fernsehliebling, steht immer auf der Sonnenseite. Doch der Eindruck täuscht, denn als Kind ging er durch die Hölle.
Kindheit und Jugend
In seinem Buch „Einfach machen: Wie unsere Träume Realität wurden und unser Leben zum Abenteuer“, das er gemeinsam mit seiner Frau Manu (55) geschrieben hat, erzählt er von den unfassbaren Schrecken. Sein Stiefvater war ein gefühlloser und brutaler Schläger.
„Als ich vier Jahre alt war, stand ich in unserer Wellblechhütte auf dem Bett und musste mit ansehen, wie er meinen kleinen Bruder, ein Kleinkind, brutal verprügelte. Er hielt ihn an den Füßen, also kopfüber in der Luft und schlug mit einem Gürtel mit voller Wucht auf ihn ein. Ja, Leute, das waren schlimme Zeiten“, beschreibt er eine seiner ersten schrecklichen Erinnerungen.
Prügel waren an der Tagesordnung. Ein trauriger Höhepunkt: „Einmal schlug er mir mit der Faust so heftig ins Gesicht, dass das Blut an die Wand spritzte.“
Der Kampfsport als Rettung
Der Sport hat Konny schließlich gerettet. Als Kunstturner entdeckte er seine Liebe zum Karate. Er wollte sich verteidigen! Und das gelang ihm.
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„Mein Stiefvater drohte mir wieder Schläge an. Diesmal stand ich ganz ruhig da und sagte zu ihm: ,Wenn du mich jetzt schlägst, schlage ich zurück‘ “, erinnert er sich. Ein Wendepunkt!
Konny hat Wado Ryu unter Heinrich Reimer in Hamburg betrieben. Ob er noch dabei war, als Heinrich nach Lüneburg umgezogen ist, müsste man mal nachfragen. EDIT: Ja, war er. Er hat Wado-Ryu in Hamburg bis zum 1. Dan betrieben.
Anzumerken ist auch noch, dass in Konnys Karate-Pass zwar Wado-Ryu steht, aber sein persönlicher Stil nur eingeschränkt mit dem vergleichbar ist, was man heute in Wado-Vereinen so sieht. Das liegt zu einen natürlich daran, dass das Wado heute sich weiterentwickelt hat ("Früher ham wa das aber anders gemacht") und zum anderen daran, dass Konny in seiner aktiven Zeit (wie die meisten damaligen Schüler von Heinrich) eher aufs Kämpfen geprägt wurde als auf Prüfungskarate.
Konny erzählte mir mal, dass er seinen 1. Habe zufällig gesehen, dass er jetzt auch ein eigenes Dojo eröffnen wollte bzw. damals gerade im Bau war.
Ja, und ich meine das die (Reimann, Rossen und Heinrich) sich damals dort alle getroffen und mehr oder weniger gut angefreundet haben. Bin mir da aber nicht ganz sicher. Owe Rossen ist aber auch ein ehemaliger Schüler von Heinrich Reimer und meines Wissens nach bestehen heute zwischen ihnen einige Diskrepanzen. Dass sich Rossen, Reimann und Reimer gut kennen, liegt schlicht daran, dass Konny und Owe beides direkte Schüler von Heinrich sind.
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Mit Kono haben die alle eher weniger zu tun, weil Kono vor Gründung des DKV in einem anderen Verband war als Heinrich. Der Kontakt damals beschränkte sich auf Lehrgangsbesuche. Mit Kono haben die alle eher weniger zu tun, weil Kono vor Gründung des DKV in einem anderen Verband war als Heinrich.
Jedenfalls ist es heute so, dass Rossen nicht viel von Reimers Training und Techniken hält und andersrum ist es genau so.
Konny Reimann heute
Der Auswanderer hat aus seiner schlimmen Vergangenheit gelernt. Er gibt seinen Kindern das, was er früher nie bekam: Liebe, Anerkennung und die ganze Welt als Spielwiese!
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