Kickboxen Prüfungsprogramm WAKO

Vor einigen Tagen habe ich mich mit den Gürtelprüfungen im Kickboxen beschäftigt, wobei ich keine Diskussion über Sinn und Unsinn von Gürtelprüfungen (im Kickboxen) führen möchte.

Nun habe ich herausgefunden, dass man die Prüfung unter der Wako ablegen kann oder WKU (und noch ein paar andere, deren Namen ich aber schon vergessen habe). Allerdings ist mir nicht klar geworden, welcher Verband nun „besser“ ist.

Wenn ich mir das Programm der Wako anschaue, dann sieht das einfach aus. Lese ich mir hingegen das WKU Programm durch, dann stelle ich fest, dass das deutlich anspruchsvoller ist. Die Frage ist, was nun die „bessere“ Prüfung ist.

Wenn du die Prüfung eines anerkannten Weltverbands der olympischen Sportfamilie ablegen willst, solltest du dich einem Verein oder Gym, der der WAKO angeschlossen ist, anschliessen und dort die Prüfung ablegen. Die Prüfung hat gewisse Kriterien. Sie hört sich beim Lesen recht einfach an, die Praxis ist dann doch nicht ganz so einfach.

Ich kenne Vereine, die im Jahr mehrere Prüfungen anbieten, andere nur eine im Jahr. Bei manchen sind es Massenveranstaltungen, wo man auch so durchrutscht, oder es gibt recht individuelle strenge Prüfungen.

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Mir geht es auch darum zu verstehen, wieso die eine Prüfung so viel anspruchsvoller aussieht als die andere. Man merkt, dass du aus einer traditionellen Sportart kommst.

Die WKU fordert auch Sparring, was ebenfalls von der Wako nicht gefordert wird. Nun denke ich mir, dass die Warm-up, Koordination und Kraftprüfung nicht der Rede Wert sein sollte, da ein Gelbgurt problemlos 16 Liegestütze schaffen sollte. Dennoch ist mir einfach nicht klar, wieso die Programme so stark voneinander abweichen. Das Sparring wird auch von Gürtel zu Gürtel anspruchsvoller.

Interessant wird es aber dann ab orange-grün bei WKU. Laut Prüfungsprogramm muss man hier schon das Warmup im Gym leiten und je höher der Grad wird, desto mehr Verantwortung in den Trainings muss man übernehmen bzw.

Der Unterschied ist: Die WKU hat einen kleinen konditionellen Teil, der als ernsthaft Trainierender wirklich kein Problem darstellen sollte. Bei der Wako musst du stattdessen ein Budoprogramm mit Rollen und SV Techniken beherrschen.

Bei der Wako beginnt das (Modell)Sparring beim grünen Gurt und ein freies Sparring wird erst später verlangt. Bei der Wako kann man einen Trainerschein gemäß der DOSB Richtlinien ab dem grünen Gurt machen, der mehrere Wochenenden Ausbildung erfordert.

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