Karate Gelbgurt Prüfung für Kinder: Anforderungen und Vorbereitung

Regelmäßig finden Shotokan-Gürtelprüfungen statt, mit denen das Fortschreiten der Schüler dokumentiert werden soll. An Gürtelprüfungen kann man sehr schnell die Seriosität eines Budo-Vereins oder einer Kampfkunstschule erkennen. Wer z. schon nach 3 Wochen eine Prüfung macht, kann nichts gelernt haben... Eine "geschenkte Prüfung" nimmt dem ganzen Prüfungsgeschehen die Würde. Damit tut sich keiner einen Gefallen.

In diesem Artikel werden die Anforderungen für die Gelbgurtprüfung (8. Kyu) im Karate speziell für Kinder behandelt. Der Artikel soll einen umfassenden Überblick über die Prüfungsinhalte, die Vorbereitung und den generellen Ablauf geben.

Gürtelfarben im Karate

Beim Karatetraining tragen die Teilnehmer Gürtel in unterschiedlichen Farben. Diese geben an, welchen Ausbildungsstand der Karateka bislang erreicht hat. Es gibt neun Schülergrade (weiß bis braun) und zehn Meistergrade (alle schwarz bzw. rot-weiß).

  • Weiß
  • Gelb
  • Orange
  • Grün
  • Blau
  • Violett (je nach Verband und Dojo werden blau und violett auch gleichwertig verwendet)
  • Braun
  • Schwarz
  • Weiß-Rot (nur 10. Dan)

Die Bedeutung des Gelbgurts

Über den gelben Gürtel heißt es in Japan “Der Schnee schmilzt, die gefrorene Erde leuchtet gelb”. Die gelbe Farbe steht für die Sonne.

Voraussetzungen für die Prüfung

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man niemals eine Prüfung ohne Empfehlung seines Trainers machen sollte. Kein Prüfling möchte sich, seinen Verein oder seine Trainer blamieren. Es gibt keine spezielle Prüfungsvorbereitung. Karate lebt von der Regelmäßigkeit. Verbesserungen im Training werden durch Kontinuität erreicht. Deshalb ist es für den Großteil der Mitglieder vollkommen ausreichend immer zum Training zu kommen, dann kann man auch seine Prüfung schaffen.

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Aus Gründen der Fairness werden bei Kindern Trainingskarten geführt, in denen jede Trainingsteilnahme dokumentiert wird. Für Kinder und Schüler bis 14 Jahren können Zwischenprüfungen mit farblicher Kennzeichnung am Gürtel (Querstreifen in der Farbe des nächsten Gürtelgrades) durchgeführt werden, z.B. nach der 1. Zwischenprüfung einen orangenen Querstreifen auf dem gelben Gurt usw. Die letzte Zwischenprüfung liegt zwischen dem grünen und dem blauen Gurt.

Die Wartezeit bei Kindern beträgt beim 8. bis 1. Kyu 5 Monate.

Wartezeiten zwischen den Prüfungen

Die Vorbereitungszeit zwischen einem halben und einem ganzen Jahr ist üblich.

Prüfungsinhalte für den 8. Kyu (Gelbgurt)

Die meisten von Euch werden mit der Prüfung zum Gelbgurt, dem 8. Kyū, beginnen. Hier erwarten Euch einige Einzeltechniken sowie eine neue Fußposition im Kihon und die Kata Heian Shodan. Das Kumite bleibt unverändert.

Was lernen wir in der Prüfung zum 8. Kyu?

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  • Kihon (Grundtechniken): Einzeltechniken und neue Fußpositionen
  • Kata: Heian Shodan
  • Kumite: Unverändert

Prüfer und Prüfling achten dabei auf sichere Stände, korrekte Techniken und Ausholbewegungen. Die aufrechte Haltung des Oberkörpers ist ein wichtiges Merkmal. Im Kumite sind die kontrollierte Ausführung der Techniken und die richtige Distanz beider Partner besonders zu beachten.

Die Selbstverteidigung ist ein natürlicher Bestandteil des Karate. Das Erlernen der Sportart soll den Karateka zur Selbstbehauptung und zur Selbstverteidigung befähigen.

Tipps zur Vorbereitung

Ein guter Trainer ist auch immer gleichzeitig Coach seiner Schützlinge. So werden Enttäuschungen und Fehlentwicklungen vermieden. Wer sich noch unsicher fühlt, hat die Möglichkeit, sich selbst vorzubereiten, z. B. vor oder nach einer Trainingsstunde oder in einem freien Training.

Einige wenige sind so talentiert, dass sie nach kurzer Zeit alles verstehen und sofort umsetzen können. Voraussetzungen - dafür können sich die Karateschüler durch andere Möglichkeiten, wie z. B. Trainingsfleiß auszeichnen. Es ist ein Unterschied, ob man einmal oder dreimal die Woche trainiert.

Die neue Shotokan-Prüfungsordnung des DKV

Seit Januar 2023 gibt es eine neue Shotokan-Prüfungsordnung des DKV. Dann wurde sie noch redaktionell am 20.03.2024 geändert.

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Zusätzliche Informationen

In der Prüfungsordnung wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit auf das Hinzufügen von weiblichen Endungen verzichtet. Die Prüfungsordnung ist in vier Gruppen aufgeteilt. In jeder Gruppe werden besondere Schwerpunkte in der Ausbildung gesetzt.

  • Unterstufe (9. - 7. Kyu): In der Unterstufe erlernt der Prüfling die Grundform der einzelnen Techniken.
  • Mittelstufe (6. - 4. Kyu): Die Grundtechniken, die jetzt häufig in Kombinationen gezeigt werden, sollen sich von der Grundform zur Feinform entwickeln.
  • Oberstufe (3. - 1. Kyu): Die Grundschule der Oberstufe zeichnet sich durch eine Vielzahl schwieriger Kombinationen aus.

Die monatlichen Mitgliedsbeiträge für den Verein steigen mit Vollendung des 14. Altersbedingt gibt es da große Unterschiede.