Frühe Anfänge und kontinuierliche Entwicklung
Als dreijährige stand Jolina Reinhold beim TSV Abensberg erstmals auf der Judomatte und eiferte dem Hobby des Großvaters nach. Seitdem war ihre Begeisterung für die Kampfsportart aus Fernost nicht zu bremsen. Mit viel Ehrgeiz hat die junge Dame ihr Judotalent entwickelt. Jolina stammt aus einer der deutschen Judohochburgen, dem TSV Abensberg. Schon früh wurde ihr sportliches Potenzial erkannt. Zusammen mit ihrem Trainer Radu Ivan bildet sie ein äußerst eingespieltes Team.Den Werdegang der Rangdreizehnten der U18-Weltrangliste bezeichnet Heimtrainer Peter Dremow vom TSV Abensberg als „herausragend“: „Es ist ungewöhnlich in diesem Alter so erfolgreich zu sein.“ Jolina habe sich die Grundlagen mit zehn, elf und zwölf Jahren erarbeitet: „Sie hat viele Turniere besucht und entsprechend viele Kämpfe in den Armen und Beinen.“ Mit den Erfahrungen habe sich das Kampfverhalten stabilisiert. Von der harten Vorarbeit profitiere Jolina: „Bereits in der Altersklasse U15 war das Potenzial deutlich erkennbar“, so Dremow. Es war damit zu rechnen, dass Jolina Reinhold rasch in die Altersklasse U18 aufrücken würde.Erfolge im U18-Bereich
Als Lohn für die Beständigkeit im Trainingsalltag und die kontinuierlichen Turniererfolge mischt Jolina Reinhold mit 14 Jahren bei den weltbesten Judoka der Altersklasse U18 mit. In diesem Jahr häuften sich Reinholds Erfolge: Mit den Goldmedaillen bei den Cadet European Cups in Teplice und Berlin sowie den beiden fünften Plätzen bei den Cadet European Cups in Porec und Bielsko, der Silbermedaille beim Thüringen-Cup in Bad Blankenburg sowie Bronze bei der Deutschen U18-Meisterschaft hatte sich das junge Talent national und international großen Respekt verschafft - und sich die Nominierung von U18-Bundestrainer Christopher Schwarzer für die Weltmeisterschaft in Peru verdient.Jolina Reinhold schreckt vor keiner Herausforderung zurück: „Bei mit ist der Siegeswille extrem ausgeprägt“, sagt die Neustädterin. „Ich will auf die Matte gehen und gewinnen - ich kann alle schlagen.“Teilnahme an internationalen Wettkämpfen
Vom 25. bis zum 30. August ist sie bei den U18-Weltmeisterschaften in Lima dabei. Die junge Neustädterin kämpft in der Gewichstklasse bis 58 Kilogramm um einen Platz auf dem Siegerpodest. Die Aufgaben bei der WM nehme sie aber ohne Druck in Angriff: „Natürlich wäre eine Medaille cool, aber ich bin die jüngste Kämpferin und möchte Spaß am Turnier und den Wettkämpfen haben“, so Reinhold.Auch auf europäischer Ebene zeigte sie ihr Können: Bei den European Cups sicherte sie sich bereits eine Gold- und eine Bronzemedaille. Wie oben erwähnt, durfte Jolina schon einmal in der höheren Altersklasse U21 „vorfühlen“ - eine Erfahrung, die sie frühzeitig auch an das hohe internationale Niveau heranführen soll. Obwohl sie erst im Jahr 2027 regulär aus der U18 herauswächst, konnte sie bereits jetzt bei einem European Cup in der U21 eine Silbermedaille gewinnen.Ein besonderer Moment war die Ehrung der Judoka Jolina Reinhold vom TSV Abensberg beim Abend des Sports. Vor kurzem war sie als einzige Einzelkämpferin im Judo für Deutschland beim Europäischen Olympischen Jugendfestival vertreten und trug mit großem Stolz die Fahne. Unter anderem für ihren dritten Platz bei der Judo-Weltmeisterschaft in Peru im Jahr 2024 wurde sie an diesem Abend besonders gewürdigt.Stärken und Charakterzüge
Was zeichnet Jolina als Judoka besonders aus? Ihre größte Stärke ist ohne Zweifel ihre Freude an genau dem, was sie tut. Jolina ist glücklich, wenn sie trainieren darf, Pausen schätzt sie nicht allzu sehr, auch wenn sie mittlerweile weiß, dass auch diese wichtig sind. Eine weitere Stärke ist ihre Power auf die sie zwar zählen kann, aber sich gleichzeitig nicht ausschließlich verlassen will. Hinzu kommt: Für ihr junges Alter ist Jolina bereits extrem fokussiert und abgeklärt. Gerade in Drucksituationen - wenn es um viel geht und die Erwartungen hoch sind - hat sie bewiesen, dass sie zur Höchstform auflaufen kann. Auch wenn ihr Blick dann mal zu den Trainern wandert, am liebsten zu Radu, kann Jolina auch mit den anderen Trainern, die für sie zuständig sind, Medaillen gewinnen.Für Jolina ist ihre Liebe zum Judo wie gesagt die wichtigste Triebkraft. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert sie das ganze über Jahr viel Aufwand und Zeit. Urlaubsplanung, Freizeitgestaltung, Familienzeit - alles wichtige Bausteine zum Glück, aber unter der Überschrift JUDO. Für Jolina sind das keine Opfer, die sie bringt, sondern einfach nur Schritte in Richtung ihres großen Zieles.Ziele und Perspektiven
Geht es nach der sportlichen Karriereplanung von Jolina Reinhold, ist die U18-WM lediglich der nächste Schritt auf dem langen Weg einer internationalen Wettkampflaufbahn. Das Ziel ist für das Jahr 2032 gesteckt: Dann möchte El Toro in Los Angeles bei den olympischen Spielen um eine Medaille kämpfen.| Wettbewerb | Ergebnis |
|---|---|
| Cadet European Cups in Teplice und Berlin | Goldmedaillen |
| Cadet European Cups in Porec und Bielsko | Fünfter Platz |
| Thüringen-Cup in Bad Blankenburg | Silbermedaille |
| Deutsche U18-Meisterschaft | Bronze |
| European Cup in der U21 | Silbermedaille |
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