Kampfsport ist bei vielen Sportlern sehr beliebt, wobei es unterschiedliche Disziplinen mit jeweils ganz eigenen Regeln gibt. Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Vergleich von Mixed Martial Arts (MMA) und Kickboxen, um die wesentlichen Unterschiede herauszustellen.
Was bedeutet MMA - Mixed Martial Arts?
Übersetzt bedeutet MMA - Mixed Martial Arts ganz einfach gemischte Kampfkünste. MMA ist ein Sport, der neben Treten und Schlagen auch Clinchen, Werfen und Bodenkampf beinhaltet.
MMA Sport
Beim Kampfsport verteidigt man sich gegen jegliche Arten von Griffen, Hebeln und Würfen. Dabei wird versucht, den Gegner schnell bewegungsunfähig zu machen und den Kampf innerhalb eines einzigen Angriffs zu beenden.
Es gibt mehrere Kampfdistanzen. Einige davon finden im Stand statt. Diese sind Kick-, Faust-, Knie- und Ellenbogen und die Körperkontakt Distanz (Grappling), in der wir weiter unter (Antibodenkampf) detaillierter darauf eingehen werden. Du wirst lernen, in jeder Distanz deine Fähigkeiten zu steigern und jede Eigenschaft in den Distanzen sowie deren Schwächen und Stärken kennen lernen. Um so mehr Distanzen Du beherrschst, desto unwahrscheinlicher wirst Du in einer brenzliche Notlage geraten.
Antibodenkampf / Grappling
Das Antibodenkampf Training startet im Stand. Es ist Zwischenlevel von Stand zu Boden und möchte insgesamt den Bodenkampf vermeiden und eher den Gegner zu Boden werfen. Bei einer Selbstverteidigung im Straßenkampf kann ein Wurf zu Boden mit schlimmen Verletzungen enden. Durch dieses Nahdistanz-Training, lernst Du reflexartig und blitzschnell die richtigen Entscheidungen zu treffen und Dein Können richtig einzusetzen.
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Bodenkampf
Die letzte Distanz mit der größten Herausforderung ist am Boden. Dort ist es sehr wichtig und entscheidend, in eine strategisch ideale Bodenlage zu geraten oder diese zu erlangen. Im sportlichen Training gelangt man öfter zum Bodenkampf, oder man sucht gegebenenfalls auch gezielter den Bodenkampf, was aber in der Selbstverteidigung auf der Straße eher kontraproduktiv ist.
Die Unterschiede im Detail
Zunächst einmal sei gesagt, dass MMA viele unterschiedliche Kampfsportarten miteinander kombiniert. Daher finden sich auch Elemente aus dem Boxsport wieder. Dennoch unterscheiden sich die beiden Sportarten in vielen Punkten.
Im Boxsport gehen die Angriffe immer nur von den Händen aus. Beim MMA können dagegen auch die Beine für den Angriff genutzt werden. Zudem sind auch Takedowns erlaubt.
Viele Boxer clinchen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Im MMA ist das ganz anders. Denn dort unterbricht der Referee eine solche Situation nicht. So sind in einer Situation auch Schläge und Tritte erlaubt. Das Clinchen ist daher im MMA kein Vorteil.
Wie bereits erwähnt, vereint MMA mehrere Sportarten. Dadurch kommen auch viele unterschiedliche Schläge und Tritte zum Einsatz. Viele Sportler stammen ursprünglich aus dem Taekwondo, Jiu-Jitsu, Kickboxen oder auch aus dem Muay Thai.
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Ein weiterer großer Unterschied zwischen dem Boxsport und MMA sind die Regeln. In Letzterem sind deutlich mehr Dinge erlaubt. So sind zum Beispiel Angriffe auf den Genitalbereich oder das Beißen des Gegners verboten. Im Boxsport gibt es dagegen deutlich mehr Regeln.
Beide Sportarten sind auf ihre ganz eigene Weise spannende. Dennoch ist MMA immer sehr intensiv, während im Boxsport häufig auch taktisch agiert wird.
Wesentlich : MMA meistens im Octagon. Boxen immer im Boxring.
MMA und Kickboxen im Vergleich
Im MMA gibt es Clinch, Kämpfe am Boden und im Stand. Kickboxen sind nur Schläge und Tritte.
MMA: Elbows, Knie, Tritte, Schläge, Takedowns und Submissions erlaubt.
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Kickboxen: Nur Schläge und Tritte erlaubt.
Du findest im MMA ähnliche Tritte, da es gemischt ist mit z.B. Kickboxen. MMA ist dafür viel Brutaler. Die Sportart kommt aus Californien.
MMA ist eine Mischform vieler unterschiedlicher Kampfsportarten
Wie auch beim Muay Thai ist auch bei Mixed Martial Arts das Clinchen erlaubt und darüber hinaus auch das Werfen und der Bodenkampf. Im Gegensatz zu den anderen Kampfsportarten sind MMA Handschuhe keine Fäustlinge, sondern sehen wie stark gepolsterte Fahrradhandschuhe aus. Während Handrücken und Handinnenseite stärker gepolstert werden, sind die Finger nicht geschützt.
Die Wahl der richtigen Sportart
Das hat mit "besser" oder "schlechter" nichts zu tun, Sportarten sind wertneutral (oder ist Fussball besser als Handball weil man die Füsse benutzen darf?). Es kommt darauf an, was der Praktizierende machen möchte.
Der Unterschied zwischen MMA und Kickboxing bzw. K1 liegt in den Handlungsmöglichkeiten: Beim MMA werden viele Kampfsportarten gemischt, um im Clinch, am Boden und im Stand stets eine praktikable Lösung parat zu haben. Kickboxing/K1 ist auf Schläge, Stöße und Tritte begrenzt.
Beim MMA sind Ellbogenstöße, Takedowns und Submissions erlaubt, was im Kickboxen nicht der Fall ist.
Vor- und Nachteile beider Sportarten
MMA und Boxen sind fantastische Kampfsportarten, je nach deinen Zielen. Obwohl es Vor- und Nachteile hat, beides zu trainieren, führt das MMA-Training oft zu einem vielseitigeren Kämpfer, weil es sowohl Stand-up als auch Bodentraining beinhaltet.
Wenn du keine Erfahrung mit Kampfsportarten hast, ist Boxen vielleicht der bessere Einstieg für dich. Es hat nur eine stehende Haltung und hält sich an strengere Richtlinien. Für neue Wettkämpferinnen und Wettkämpfer ist das einfach, weil sie sich leicht daran gewöhnen können. Sie müssen jedoch Körper, Kraft, Geschwindigkeit und Griffkontrolle entwickeln.
Du kannst davon profitieren, MMA dem Boxen vorzuziehen, wenn du bereits Erfahrung in mehr als einer Kampfsportart hast.
Schlussfolgerung
Die Wahl zwischen MMA und Kickboxen hängt von den persönlichen Präferenzen und Zielen ab. Beide Sportarten bieten einzigartige Vorteile und Herausforderungen. MMA ist vielseitiger und umfassender, während Kickboxen sich auf Schlag- und Tritttechniken konzentriert. Letztendlich sollte die Entscheidung auf der Grundlage dessen getroffen werden, was der Einzelne von seiner Kampfsportausbildung erwartet.
