Die Bedeutung von 18 Karat Gold: Ein umfassender Überblick

Wenn es um vergoldeten Schmuck geht, sind Begriffe wie 14K und 18K Goldbeschichtung allgegenwärtig. Bei vergoldetem Schmuck handelt es sich nicht um massives Gold, sondern um Schmuckstücke aus einem Metall (z. B. Edelstahl oder Silber), die mit einer dünnen Schicht (Legierung) echten Golds überzogen sind.

Was bedeutet Karat bei Gold?

Die Karatzahl zeigt den Goldanteil, der immer angemischt ist. Den Gewichtsanteil reinen Goldes an der Gesamtmasse einer Legierung gibt man mit dem Begriff "Karat" an. Goldlegierungen werden hauptsächlich mit Kupfer und Silber hergestellt.

Der Feingehalt in Karat wird in x/24-Teilen angegeben. Einkarätiges Gold entspricht also einem 1/24 Gewichtsanteil Gold (= 4,167%). Eine hundertprozentige Reinheit (24/24) ist quasi ausgeschlossen, da mögliche Verunreinigungen nie ganz zu eliminieren sind. Statt der Bezeichnung "Karat" kann man die Reinheit von Goldlegierungen auch in 1/1000 Teilen angeben.

Nicht überall ist Gold gleich Gold. Unterschiedliche Länder definieren den Mindest-Reinheitsgrad, den ein Schmuckstück haben muss, um als Gold verkauft zu werden, verschieden. In Deutschland gilt für Goldlegierungen eine Mindestgrenze der Reinheit von 8 Karat. Das entspricht einer 333er Feinheit. Diese Werte sind nicht nur auf staatliche Festlegungen zurückzuführen, sondern auch auf kulturelle Vorlieben.

14K vs. 18K Gold: Was sind die Unterschiede?

Während 18K vergoldeter Schmuck durch seinen luxuriösen Glanz punktet, überzeugt 14K vergoldeter Schmuck durch Zurückhaltung, Vielseitigkeit und Haltbarkeit. 14K Gold hat eine dezente, leicht kühlere Goldfarbe, die oft als moderner oder natürlicher empfunden wird. 18K vergoldeter Schmuck punktet durch seinen luxuriösen Glanz.

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Mehr Karat = höherer Feingehalt (14K = 585er Legierung = 58,5% Goldanteil und 18K = 750er Legierung = 75,0% Goldanteil). 18 ist weicher, dafür etwas wertvoller. 14 ist alltagstauglicher, fester, härter, bei Uhren zb., die man täglich trägt, Brillen, Füllhaltern, und anderen Alltagsgegenständen.

Ob Du die helle, moderne Optik von 14K Gold bevorzugst oder den warmen, luxuriösen Schimmer von 18K Gelbgold liebst - beide Varianten erfüllen höchste Ansprüche an Qualität und Design. Ob 14 Karat oder 18 Karat vergoldet - dank unserer hochwertigen Verarbeitung und der modernen Ionenplattierung überzeugen beide Varianten mit außergewöhnlicher Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit.

Wenn Du Dich fragst, ob Deine PURELEI Schmuckstücke in 18 Karat zum neuen Schmuck im helleren 14-Karat-Goldton passen, sagen wir ganz klar: Ja! Der etwas kühlere, natürliche Goldton unserer 14K vergoldeten Schmuckstücke wirkt sehr harmonisch neben dem warmen Glanz von 18K Gold - ganz ohne Stilbruch. Plus: Gerade weil der 14K-Goldton dezent und unaufdringlich ist, passt er auch hervorragend zu Schmuckstücken aus Echtgold - etwa zu Eheringen oder Erbstücken.

Karat als Maßeinheit für Edelsteine

Das metrische Karat ist eine Gewichtseinheit zur Bestimmung von Edelsteinen (1 Kt = 0,2 g), wohingegen die Karat-Angabe bei Goldlegierungen den Feingehalt von Schmuckstücken definiert. Die Maßeinheit des metrischen Karats trägt in Deutschland die Abkürzung Kt (in Österreich und der Schweiz ist ct üblich).

So wirken zwei Steine äußerlich manchmal fast identisch, unterscheiden sich aber durch ihre Karat-Zahl. Den wahren Wert z.B. eines Diamanten misst der Fachmann anhand der 4cs (Englisch: carat, color, clarity und cut). Der Karat-Gehalt ist von diesen vieren der einzige unsichtbare, da er durch das Gewicht des Edelsteins bestimmt wird.

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Die Gewichtseinheit Karat wurde erst 1875 auf das standardisierte Maß von 0,2 g festgelegt. Schon viele Jahrhunderte vorher kannten Menschen aber eine Methode zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen, die wahrscheinlich den Grundstein für diese Messmethode legte: Sie nutzten die Samen des Johannisbrotbaums als Gegengewicht.

Die hörnchenförmigen Früchte des Johannisbrotbaums (Ceratornia siliqua) gaben so der römischen Gewichtseinheit Siliquia ihren Namen. Eine Siliquia entsprach in etwa 189 bis 192 Milligramm - also annähernd dem Gewicht unserer heutigen Maßeinheit von einem Karat.

Um einen Diamant oder andere Edelsteine heute zu messen, nutzt man eine spezielle Karat-Waage. Diese wird vor der Messung auf ihre Genauigkeit getestet, so dass keine größeren Abweichungen vorkommen können (normal ist eine Genauigkeit von ca. 0,01 bis 0,001 Karat). Neben der Vermeidung von Erschütterungen muss beim Wiegen auch darauf geachtet werden, dass Wärmequellen oder Luftzüge das Messergebnis nicht verfälschen. Schließlich wird die erzielte Karatzahl nicht gerundet, außer es handelt sich um die dritte 9 hinter dem Komma.

Statt in Karat erfolgt die Angabe auch häufig in Punkten: 100 Punkte entsprechen dabei einem Karat. Ein Halbkaräter hat also eine Punktzahl von 50. Dann spricht man auch von einem 50 Punkter oder bei einem Viertelkaräter z.B. von einem 25 Punkter. Diese Punkte-Angabe wird vor allem genutzt, wenn es sich um einen Edelstein-Masse unter 0,2 g handelt.

Der Wert von Diamanten und der Einfluss des Karatgewichts

Ein weit verbreiteter Irrglaube herrscht darüber, dass der Preis eines Diamanten direkt mit dessen Größe in Zusammenhang stünde. Wie anfangs bereits erwähnt, hängt der Wert eines Steins von den 4cs ab: carat, color, clarity und cut. Die Reinheit (clarity) beschreibt die Sichtbarkeit vorkommender Einschüsse im Edelstein. Dessen Farbe kann von weiß bis gelblich eingestuft werden und erhöht den Wert eines Diamanten je heller sie ist. Eine Ausnahme sind Steine, welche in allen Regenbogenfarben schimmern. Diese sogenannten "fancy colored diamonds" erhalten ihre Farbgebung aber auch durch den besonderen Schliff (cut). Die Eigenschaft des Schliffgrads bestimmt die Brillanz eines Steins. Je höher also hier die Qualität, umso strahlender funkelt z.B.

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Zwar herrscht nicht direkt eine Beziehung zwischen Größe und Wert eines Steins, aber durchaus zwischen dessen Gewicht und seinem Wert. Die Preissteigerung erfolgt allerdings nicht gleichmäßig mit steigender Karat-Zahl, sondern es ergeben sich exponentielle Sprünge. Beispielsweise zwischen einem 0,95 Karäter und einem Einkaräter. Diese Preisentwicklung begründet sich durch die Seltenheit großer Diamanten.

Je größer die Karatzahl, umso sprunghafter steigt der Preis, zwischen einem Stein mit drei und vier Karat liegt ein weitaus höherer Preisunterschied als zwischen zwei Steinen mit ein und zwei Karat.

Die Wirkung eines wertvollen Diamanten ergibt sich aus mehreren Faktoren: dem Karat-Gewicht und seiner augenscheinlichen Größe. Das menschliche Auge tendiert jedoch dazu, diesen zweiten Faktor zu verzerren.

  1. Edelsteine können unterschiedlich tief sein. Je tiefer ein Stein ist, umso kleiner wirkt er oft. Dagegen sehen flachere Steine größer aus.
  2. Wie bereits oben beschrieben, bestimmt der Schliff die Brillanz. Diese kann auch über die wirkliche Größe des Steines hinwegtäuschen, da mehr Licht auf das Auge zurückfällt.
  3. Als Tafel bezeichnet man den sichtbaren Bereich des Edelsteins bei Draufsicht.

Der einfachste Weg, das richtige Karat-Gewicht für Euer perfektes Schmuckstück zu ermitteln, führt über unseren Trauring-Konfigurator. Hier könnt Ihr den ausgewählten Ring direkt an der Hand betrachten und einfach die Größe des Diamanten ändern. Zur leichteren Verständlichkeit seht Ihr hinter der Karat Einheit den Durchmesser jedes Steins noch einmal in Millimetern angegeben.

Wie groß ein Diamant am Finger wirkt, hängt auch entscheidend von der jeweiligen Steinfassung ab. Bei Trauringen könnt ihr den Steinbesatz zudem spielend im Konfigurator ändern. Ihr seid Euch schon sicher, dass Ihr mehrere Steine in 0,02 ct haben möchtet, wisst aber nicht, wie diese angeordnet sein sollten? Vielleicht eingerieben oder lieber im Verschnitt? Dank unseres modernen Visualisierungstools ist Ausprobieren kein Problem.