UFC Verkauf für vier Milliarden US-Dollar – Dana White bleibt Präsident

Der Verkauf ist perfekt. Für den heutigen Montag wird eine Ankündigung erwartet, wonach die UFC für sage und schreibe vier Milliarden Dollar den Besitz wechselt.

Wie der UFC-Medienpartner Fox Sports berichtet, ist der Verkauf der UFC in trockenen Tüchern. Seit Monaten halten sich die Gerüchte um einen Verkauf der UFC durch die Fertittas.

Nun ist es offiziell. Eine Stellungnahme der UFC wird für den heutigen Tag erwartet.

Die Ultimate Fighting Championship (UFC), die weltweit größte Mixed-Martial-Arts-Organisation, ist offenbar verkauft.

Nachdem in den vergangenen Wochen die Stimmen immer lauter wurden was einen Verkauf der Ultimate Fighting Championship angeht, ist es nun wohl offiziell.

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München - Die Kampfsport-Organisation Ultimate Fighting Championship (UFC) wechselt für vier Milliarden US-Dollar den Besitzer. Es ist der größte Einzeldeal in der Geschichte des Sports: Bei keinem anderen Verkauf einer Organisation ging es um so viel Geld.

In der Vergangenheit haben wir euch hier bereits von den Gerüchten zum baldigen Verkauf der UFC berichtet. Bisher befand sich die UFC in der Hand der Fertitta Brüder und Dana White, welcher durch seine Arbeit als Verbandspräsident und Promoter selbst zu großer Bekanntheit gelangte.

Die neuen Eigentümer

Neuer Eigentümer wird ein Konglomerat aus der WME-IMG-Gruppe sowie Investoren aus dem Privat-Equity-Sektor, namentlich die Firmen Silver Lake, Kohlberg Kravis Roberts und Michael S. Dell.

Neuer Eigentümer wird eine Gruppe aus mehreren Investoren, wobei die Medienagentur WME-IMG den größten Anteil haben wird. Die Agentur wird von Ari Emanuel und Patrick Whitesell geleitet. Emanuel begleitet die UFC bereits seit Jahren und half der Organisation beim Abschluss des Vertrags mit Fox. Er war das Vorbild der fiktiven Figur Ari Gold in der US-Serie „Entourage“.

Weitere Anteilseigner werden die Firmen Silver Lake, eine Kapitalgesellschaft, die bereits Anteile an der WME-IMG-Gruppe hält, die New Yorker Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (kurz KKR) sowie Michael S. Dell, der Gründer der gleichnamigen Firma Dell.

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Demnach sollen vier Investoren die gewaltige Summe in Höhe von 4,2 Milliarden Dollar aufgebracht haben, nämlich die chinesischen Unternehmen Dalian Wanda Group und TenCent Holding sowie die US-Firmen WME/IMG und Kraft.

Eine amerikanische Investorengruppe übernimmt den Kampfsport-Giganten aus Las Vegas.

Dana White bleibt Präsident

Während die Fertittas damit aus dem Geschäft sind, soll Dana White weiterhin UFC-Präsident bleiben.

Weiter schreibt FloCombat.com, dass der bisherige Präsident Dana White für eine Übergangszeit die Geschäfte weiterführt, um einen geregelten Übergang zu garantieren.

UFC Präsident Dana White, der neun Prozent besitzt, wird laut aktuellen Informationen in seinem Amt bleiben. Neben weiteren kleineren Investoren wird auch Dana White mit entsprechenden Unternehmensanteilen entlohnt werden, da er weiterhin als Präsident tätig bleibt.

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Dana White hingegen bleibt der UFC als Präsident erhalten. Der charismatische Promoter ist einer der größten Stars der Organisation und bekannter als die meisten seiner Kämpfer. "Kein anderer Sport ist mit der UFC vergleichbar", sagte White in einer offiziellen Stellungnahme. "Es war immer unser Ziel, unseren Fans die größten und besten Kämpfe zu bieten und diesen Sport zum größten Sport der Welt zu machen.

Darüber hinaus ließ dieser im Rahmen einer offiziellen Stellungnahme verlauten, dass er den Sport zusammen mit den neuen Eigentümern auf ein noch höheres Level befördern werde.

Hintergründe zum Verkauf

Die UFC wurde im Jahr 2001 von den Fertitta-Brüdern und Dana White für die Summe von 2 Millionen Dollar gekauft. Der Verkauf erfolgt im Nachgang des erfolgreichsten Jahres aller Zeiten für die UFC und ZUFFA.

Die bisherigen Eigner sollen ihre Anteile laut dem Bericht zu 100 Prozent verkaufen.

Lorenzo und Frank Fertitta werden damit aus dem Unternehmen ausscheiden. Beide besaßen jeweils 40,5 Prozent an Zuffa LLC. Ob Flash Entertainment, welche mit zehn Prozent an Zuffa und der UFC beteiligt waren weiterhin aktiv bleiben, ist unbekannt.

Riesiger Return on Investment Lorenzo und Frank Fertitta, Erben eines Casino-Imperiums in Las Vegas, kauften die strauchelnde UFC im Januar 2001 für zwei Millionen US-Dollar. Ihren Kindheitsfreund Dana White setzten sie als Präsidenten ein. Das Trio investierte 40 Millionen Dollar, aber das Unternehmen schrieb jahrelang rote Zahlen. Erst die Reality-Show "The Ultimate Fighter" verhalf der UFC 2005 zum Durchbruch in den amerikanischen Mainstream. Seitdem ging es steil bergauf. 2015 erwirtschaftete sie rund 600 Millionen Dollar Umsatz. Die UFC expandierte unter White und den Fertittas weltweit, kaufte mehrere Konkurrenten auf und schloss Partnerschaften mit dem Sportartikelhersteller Reebok sowie dem TV-Giganten FOX. Letzteren Deal fädelte Ari Emanuel ein, der Geschäftsführer der WME.

Neben dem damaligen Kaufpreis von rund 2.000.000 $ investierte besagtes Dreiergespann im Laufe der Jahre circa 40 Millionen Dollar und machte die UFC somit zu einem Unternehmen mit enormem Bekanntheitsgrad und jährlichen Umsätzen im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Sollte sich der Verkauf bewahrheiten, wäre es der größte Deal der Sportgeschichte. Zum Vergleich: Der Fußballklub Real Madrid wurde im vergangenen Jahr vom Magazin Forbes mit 3,36 Milliarden noch zum kostbarsten Sportunternehmen der Welt beziffert.

Noch dementiert die UFC den Verkauf. "Der Bericht von FloCombat.com, wonach die UFC verkauft wurde, ist falsch.

Dana White ist als der „Big Boss“ und Kopf hinter der UFC (Ultimate Fighting Championship) bekannt. Im Jahr 2001 kaufte Dana White gemeinsam mit den Fertitta Brüdern die MMA Organisation für 2 Millionen Dollar. Unter seiner Führung wurde die UFC zu einem Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen und er selbst hielt dabei 9% der Anteile. Durch einen Verkauf der UFC an die Talent Agentur WME-IMG im Jahr 2016 konnten 4 Milliarden US-Dollar eingenommen werden. Die 9% waren damit für White auf einen Schlag 360 Millionen US-Dollar Wert. Dana White selbst blieb jedoch Präsident der UFC und unterschrieb einen 5-Jahres-Deal bis 2021, wo er aktuell einen Gewinnanteil von 9% kassiert, was etwa 20 Millionen Dollar pro Jahr entspricht. 2019 wurde der Vertrag vorzeitig um 7 Jahre verlängert, wodurch sich der Präsident bis 2026 der UFC verpflichtet. Hochgerechnet besitzt Dana White ein geschätztes Vermögen von rund 450 Millionen Euro.

Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist heute die führende Organisation für Mixed Martial Arts (MMA) weltweit. Gegründet im Jahr 1993, hat sie sich von einem kontroversen und experimentellen Event zu einer der global bekanntesten Sportplattformen entwickelt.

Die Geschichte der UFC zeigt, wie eine kühne Idee durch Innovation, Entschlossenheit und Leidenschaft zu einem globalen Phänomen werden kann. Mit einem ständig wachsenden Eventkalender und einer zunehmenden weltweiten Fangemeinde sieht die Zukunft der UFC sehr vielversprechend aus.

Tabelle: Wichtige Fakten zum Verkauf der UFC

Faktor Details
Verkaufspreis 4 Milliarden US-Dollar
Käufer WME-IMG-Gruppe mit Investoren (Silver Lake, KKR, Michael S. Dell)
Verkäufer Fertitta-Brüder (Lorenzo und Frank)
Rolle von Dana White Bleibt Präsident der UFC
Ursprünglicher Kaufpreis (2001) 2 Millionen US-Dollar