Die Besten Schwergewichts-Kickboxer der Welt

Im Kickboxen gibt es nichts Spannenderes als Turniere, insbesondere dann, wenn der beste Schwergewichtler der Welt darin mitmischt.

Aktuelle Top-Kämpfer im Schwergewicht

Hier ist eine Übersicht der Top-Schwergewichts-Boxer der Welt:

  1. Oleksandr Usyk (Ukraine): Unumstrittener Cruiser- und Schwergewichts-Weltmeister.
  2. Agit Kabayel (Deutschland): WBC-Pflichtherausforderer von Oleksandr Usyk.
  3. Daniel Dubois (Großbritannien): IBF-Titelträger.
  4. Joseph Parker (Neuseeland): Ehemaliger WBO-Weltmeister.
  5. Anthony Joshua (Großbritannien): Ex-Weltmeister.
  6. Zhang Zhilei (China): Erfahrener Kämpfer mit beeindruckenden Siegen.
  7. Martin Bakole (Kongo): Koloss aus dem Kongo mit bemerkenswerten Leistungen.
  8. Filip Hrgovic (Kroatien): Vielversprechender Kämpfer mit Potenzial.
  9. Efe Ajagba (Nigeria): Hüne aus Nigeria, der im Schwergewicht vorne mitkämpfen kann.
  10. Dereck Chisora (England): Erfahrenes Schlachtross mit vielen Kämpfen.

Phantom Athlet Lukas Achterberg

Lukas Achterberg, geboren am 27., trägt den Spitznamen „Hightower“, der auf seine imposante körperliche Erscheinung anspielt. Der Name erinnert an einen Turm: standfest, kraftvoll und unübersehbar. Gleichzeitig transportiert der Spitzname eine gewisse Symbolik - „Hightower“ steht nicht nur für physische Überlegenheit, sondern auch für Dominanz, Kontrolle und Übersicht im Kampf.

Bereits im Oktober 2022 wurde er von der renommierten Plattform Combat Press als zehntbester Kickboxer im Schwergewicht weltweit eingestuft - ein bedeutender Meilenstein, der seine außergewöhnliche Entwicklung unterstreicht. Im November 2023 wurde er von Combat Press als sechstbester Kickboxer im Halbschwergewicht gelistet. Trotz seiner internationalen Erfolge im Schwergewicht kämpft Lukas in der Gewichtsklasse Light Heavyweight, in der er mit eindrucksvollen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat.

Seine sportliche Laufbahn ist geprägt von Siegen auf allen Ebenen: 2017 wurde er Amateur-Europameister im International Federation of Muaythai Association (IFMA) Muay Thai, gefolgt vom Gewinn des renommierten Big Game Champion Titels im Jahr 2018.

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Seine internationale Präsenz baute Lukas durch Auftritte bei hochklassigen Veranstaltungen wie der Senshi-Serie in Bulgarien weiter aus, bei der er in den Jahren 2022, 2023 und 2024 wertvolle Erfahrungen sammelte und seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte.

Nach einer verletzungsbedingten Pause kehrt Lukas nun mit neuem Fokus und ungebrochener Entschlossenheit zurück in den Ring - und wagt zugleich den nächsten großen Schritt: den Wechsel in die Welt des Mixed Martial Arts (MMA).

Zu seinen bisher größten sportlichen Erfolgen zählt ohne Zweifel der Sieg beim Gladiator 8-Mann-Turnier. Dieser Titel war nicht nur eine Bestätigung meiner Fähigkeiten, sondern auch ein Meilenstein auf seinem bisherigen Weg - sowohl körperlich als auch mental.

Der härteste Kampf meiner bisherigen Laufbahn war wohl mein letzter K1-Kampf gegen Jimmy Livinus bei der Senshi-Serie. Es war ein regelrechter Krieg im Ring - mit insgesamt sieben Knockdowns - ein intensiver, kräftezehrender und lehrreicher Kampf, den ich nie vergessen werde.

Sein sportliches Ziel ist klar definiert: Er strebt eine Karriere in der Ultimate Fighting Championship (UFC) an.

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Hall of Fame des Kickboxsports

In der „Hall of Fame" werden all diejenigen Sportler und Funktionäre aufgenommen, die durch ihre Taten und Leistungen den Kickboxsport nach vorne gebracht haben. Ohne diese Persönlichkeiten würde es den Sport Kickboxen in dieser Form nicht geben.

Georg F. Brückner

An erster Stelle dieser Hall of Fame steht natürlich der Gründer der Sportart Kickboxen, Georg F. Brückner. Er ist der „Vater des Kickboxsports", und ihm ist es zu verdanken, dass der Sport in der heutigen Form betrieben werden kann. Er organisierte die ersten Veranstaltungen und bald fanden sich viele Anhänger dieser neuen Sportart.

Brückner reiste durch ganz Europa und gab Lehrgänge und Seminare, um das Kickboxen zu etablieren. Er war der Gründer der WAKO und veranstaltete auch die ersten Welt- und Europameisterschaften in Deutschland.

Weiterhin entwickelte er bereits zu den Anfangszeiten des Kickboxens eine Schutzausrüstung, die noch heute den höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Georg F. Brückner es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, Kickboxen zu verbreiten, was ihm auch gelungen ist. Nach langer, schwerer Krankheit starb er am 30.

Dr. Ludger Dietze

Dr. Dr. Ludger Dietze ist ein Mann der ersten Stunde. Zum Kickboxen kam er im Jahr 1977 über das Taekwondo. Seinen ersten internationalen Einsatz im Kickboxen bestritt er 1979 bei der EM in Italien. 1983 in London wurde er Weltmeister im Semikontakt.

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Seinen Abschiedskampf bestritt Dr. Ludger Dietze 1986 beim Europacup in Warschau. Danach zwang ihn ein schweres Hüftleiden zur Beendigung seiner aktiven Laufbahn. Dennoch blieb er dem Kickboxen mit ganzem Herzen verbunden, zum einem als Trainer in seinem Verein und zum anderen als Funktionär in der WAKO.

Er wurde 1987 zum Bundestrainer im Semikontakt berufen. In Deutschland leitete er über acht Jahre als Präsident die Geschicke des Verbandes. Unter seiner Führung wurden in Deutschland eine Welt- und Europameisterschaft ausgetragen. Auf Weltebene war Dr. Ludger Dietze von 1991 bis zum Jahr 2000 als Vizepräsident tätig. Der Allrounder, der insgesamt fünf Sprachen perfekt spricht, trat immer sehr bescheiden auf.

Ferdinand Mack

Begonnen hat der Ausnahmeathlet im Alter von 16 Jahren mit dem Karate. Bereits zwei Jahre später bestritt er die ersten Wettkämpfe im Semikontakt-Kickboxen. 1978 wechselte er dann zur Königsdisziplin, dem Vollkontakt-Kickboxen.

Zur damaligen Zeit fanden Welt- und Europameisterschaften noch im selben Jahr statt, erst später wechselte man zum zweijährigen Turnus. Insgesamt wurde Ferdinand Mack viermal Europameister und viermal Weltmeister der Amateure.

1988 wechselte er ins Profilager und wurde im gleichen Jahr in Mannheim Europameister der PKO, dem damaligen Profiverband, der mit der WAKO zusammenarbeitete. Weltmeister der PKO und Intercontinental Champion der ISKA wurde Ferdinand 1991.

Nach seiner aktiven Laufbahn war Ferdinand Mack von 1987 bis 2011 Bundestrainer im Vollkontakt-Kickboxen. In dieser Tätigkeit hat er zahlreiche Welt- und Europameister mitgeprägt.

Peter Zaar

Für Peter Zaar sind die Tugenden Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gerechtigkeit, Freundschaft, Disziplin, Respekt und Anerkennung nicht nur leere Worte, sondern Lebensinhalt. Er versucht, diese Eigenschaften auch an seine Schüler weiterzugeben.

Begonnen hat er in den 70er Jahren mit dem Kickboxen in Köln. Unter Anleitung von Georg F. Brückners Schüler Gustav Baaden begann er seine Kickboxkarriere in der er vier Deutsche Meistertitel im Leicht - und Semikontakt erkämpfte.

Seit 1990 ist Peter Zaar Bundestrainer im Leichtkontakt Kickboxen. Er zählt mit unzähligen Erfolgen auf nationaler- und internationaler Ebene weltweit zu den erfolgreichsten Trainern. Sein hervorragendes Lehrbuch über das Kickboxen - "von den Grundlagen bis zum Hochleistungstraining" - ist ein wegweisendes Standardwerk zum modernen Kickboxen für Sportler und Trainer.

Seit 1990 modifiziert Peter Zaar federführend das Prüfungsprogramm der WAKO Deutschland als Schnittstelle zum Wettkampf und entwickelte die Voraussetzungen für eine landesweite Trainerausbildung. Dazu gehört auch die langjährige Kooperation mit dem IAT in Leipzig und Dr. 1999 wurde Peter Zaar zum Präsidenten der WAKO Deutschland gewählt.

Peter Zaar betreibt nicht nur Kickboxen, Peter Zaar lebt das Kickboxen.

Weitere Legenden

  • Werner Sossna: Begann 1979 mit dem Kickboxen, Trainer und Funktionär.
  • Peter Harbrecht: Kompromissloser Kampfstil, 3x Deutscher Meister, 3x Europameister, 1x Weltmeister.
  • Peter Kruckenhauser: Erfolge im Semikontakt und Leichtkontakt, Gründer von Budoland.
  • Andreas: Einzel- und Mannschaftsweltmeister im Semikontakt Kickboxen, Bundestrainer.
  • Birgid Sasse: 3-fache WAKO Weltmeisterin und 3-fache Tae Kwon Do Weltmeisterin.
  • Gustav Baaden: Kampfsporterfahrung seit 1953, Mitgründer der WAKO Germany und NRW.
  • Rüdiger Hermann: Ehemaliges Mitglied der Nationalmannschaft im Leichtkontakt-Kickboxen.
  • Michael Kuhr: Vize-Weltmeister, wechselte ins Profilager.
  • Peter Blankenburg: Mitgründer und langjähriger Funktionär der WAKO Germany.
  • Klemens Willner: Kämpft vor allem mit dem Kopf, Ziel Weltmeister zu werden.

Rico Verhoeven - Der "King of Kickboxing"

Rico Verhoeven ist ein Sechser im Lotto für Kickbox-Ästheten. Seine Technik ist makellos, blitzsauber und das Ergebnis jahrzehntelanger, akribischer Arbeit im Gym, erst mit dem Vater, der selbst Karate-Schwarzgurt ist, später mit Dennis Krauweel, in dessen Superpro Sportcenter er seit der Jugendzeit trainiert.

Verhoeven ist Kampfsportler seit er fünf ist - also seit 26 Jahren. In dieser Zeit gab es wenige Tage, an denen er nicht an seiner Technik gefeilt hat. Er ist ein fleißiger Arbeiter, ein geradezu besessener Perfektionist. Agile Schwergewichte sind im Kickboxen selten, insbesondere wenn sie an die zwei Meter messen.

Verhoeven ist für sein Größe von 1,96 Meter und sein Kampfgewicht von 118 Kilo extrem schnell und beweglich, seine Beinarbeit gleicht der eines Mittel- oder Weltergewichts. Seine Defensivarbeit ist exzellent. Im Schnitt kassiert Verhoeven nur 6,5 Schläge pro Minute. Zum Vergleich: Bei seinem Halbfinalgegner Hesdy Gerges sind es mit 11,2 fast doppelt so viele.

Verhoeven besitzt außerdem eine herausragende Ringintelligenz und nutzt seine Stärken perfekt, um Gegnern seinen Stil aufzuzwingen und eigene Schwächen dadurch zu neutralisieren. Er bleibt konsequent auf Distanz, nutzt seine Beinarbeit und Reichweite und punktet Gegner aus, ohne selbst viel getroffen zu werden.

Sechs Jahre auf dem Kickbox-Olymp als Glory-Champion, mit neun erfolgreichen Titelverteidigungen. Dazu Kämpfe - und Siege - gegen praktisch jedes namhafte Schwergewicht seiner Generation. Rico Verhoevens Resümee ist beeindruckend und selbst Kritiker müssen einsehen, dass Verhoeven aktuell wohl der beste Kickboxer der Welt ist.