Anneke Kim Sarnau brilliert in der ZDF-Krimireihe "Sarah Kohr" in zahlreichen Actionszenen. In der neuen Folge mit dem Episodentitel „Stiller Tod“ glänzt die Figur in zahlreichen Actionszenen.
Wie einst Bruce Willis prügelt und schießt sich diese äußerlich eher unscheinbare Frau durch ihre Fälle, schwärmt RND-Kritiker Ernst Corinth. Da hat Hamburg mal wieder mächtig Glück gehabt. Fast wäre es mitten in der Hansestadt zu einem Anschlag mit dem Giftgas Sarin gekommen, wenn nicht im allerletzten Moment Sarah Kohr, die Frau für ganz besonders heikle Fälle, dies verhindert hätte.
Wer bisher die ZDF-Reihe mit dieser fürs deutsche Fernsehen ungewöhnlichen Actionheldin verpasst hat, hat was versäumt. Vorausgesetzt, er (und natürlich auch sie) hat ein Faible für das Popcornkino der Achtziger- und Neunzigerjahre.
Wie einst etwa Bruce Willis in seinen Filmen prügelt und schießt sich diese äußerlich eher unscheinbare Frau durch ihre Fälle, trägt dabei auch ein dafür offenbar unvermeidbares weißes und bald blutverschmiertes Unterhemd. Sie ist stets bereit, notfalls ihr eigenes Leben zu opfern, kann sogar wie in ihrem aktuellen Fall „Stiller Tod“ problemlos einen Panzer lenken.
Die eigentliche Sensation ist allerdings trotzdem Lisa Maria Potthoff in der Titelrolle als Sarah Kohr, die auch in ihrem sechsten Fall fast alle Stunts selbst ausgeführt hat. Und die offensichtlich auch diverse asiatische Kampfsportarten beherrscht. Das beweist sie in gleich zwei rasant choreografierten Prügelszenen mit dem Bösewicht des Films, Aleksandar Jovanovic, der ebenfalls ordentlich austeilen kann.
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Schauplatz ist eine Hamburger Firma, die darauf spezialisiert ist, Giftgas unter anderem aus dem Syrien-Krieg zu vernichten. Ein junger Mitarbeiter zeigt seiner Freundin gerade, wie das vonstattengeht. Plötzlich jedoch zieht die Frau eine Pistole, nimmt den gerade eine Giftgasgranate entschärfenden Chef ihres Freundes, Hartmut Distel (Wiesinger), als Geisel und flüchtet dann mit ihm und dem Giftgas.
Ein Fall natürlich für Sarah Kohr, die schnell den Verdacht hat, dass an der Geschichte etwas nicht stimmt. Und damit recht behalten soll. Der Fall ist recht komplex - wenn auch nicht immer ganz schlüssig konstruiert. Doch das sollte man von einem Actionfilm auch gar nicht erwarten. Schließlich geht‘s hier vor allem darum, dass sich die Heldin brillant in Szene setzen kann - und diesen Job macht Sarah Kohr einfach gut.
Für „Familiensache“ standen Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau zum zehnten Mal als Rostocker Duo vor der Kamera. Frisch und frech von der Waterkant, schimpfend und schnell in Schimanski-Manier legten Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau als neues Rostocker „Polizeiruf 110“-Team 2010 ihren Einstand hin.
Nun ermittelt das Duo bereits in seinem zehnten Fall und dürfte mit dem äußerst gelungenen Jubiläumsstück die Erfolgsserie für Kommissar Bukow und Profilerin König fortsetzen. „Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben hat, ist die Familie“, heißt es im Film auf einer rauschenden Polizei-Party - als eine schreckliche Familientragödie gerade ihren Lauf nimmt.
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