Heinrich Magosch ist eine prägende Figur im Taekwondo und Allkampf-Jitsu. Seit nunmehr 55 Jahren betreibt Magosch Allkampf, auch heute ist er noch täglich aktiv, leitet Trainingseinheiten und gibt Kurse.
Ein Leben für den Kampfsport
Wenn man Heinrich Magosch die Frage stellt, wie er auf sein bisheriges Leben und Wirken zurückblickt und dieses bewertet, kommt ohne großes Zögern die klare Antwort: „Ich würde nichts anders machen. So, wie es gelaufen ist, ist es perfekt. Taekwondo ist mein Lebenswerk.“
Magosch begann seine Taekwondo-Laufbahn vor 55 Jahren in Burgau, der zweite Taekwondo-Club überhaupt in Deutschland. 60 Mitglieder waren es zu Beginn, heute zählt der Taekwondo-Club Donau-Lech-Iller 1600 Mitglieder.
Unsere Schule wurde im Jahr 1980 in Schwenningen / Bayern gegründet. Ihr gehören heute außer der Schule in Schwenningen noch weitere Schulen in Dillingen, Dresden, Gundelfingen, Bissingen, Buttenwiesen an. Unsere Schwerpunkte liegen im Taekwondo und Allkampf-Jitsu. Wir konzentrieren uns vor allem auf den Breitensport und möchten so vom Kleinkind bis hin zum Senioren allen Altersgruppen die Möglichkeit geben, diese Sportarten kennen zu lernen.
Dafür benötigen wir natürlich hervorragend ausgebildete und hoch motivierte Trainer. Dies zu gewährleisten, ist ein großes Anliegen unserer Schule.
Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?
Als Trainer ist der Schwenninger bereits seit 1975 aktiv. 300 bayerische Meistertitel und 85 deutsche Meistertitel seien inzwischen erkämpft worden. Magosch selbst, der als einer der wenigen den 9. Kunz lobt die „Disziplin, Beharrlichkeit und tiefe Liebe zum Sport“ des 70-Jährigen.
Zusammenarbeit und Anerkennung
Einen Olympiateilnehmer brachten die Magosch-Sportschulen noch nicht hervor, weshalb in Zukunft eine Kooperation mit dem TCC angestrebt wird, das bekanntlich Olympiastarter in Serie produziert, seitdem Taekwondo olympisch geworden ist (2000).
Oberbürgermeister Frank Kunz übergibt Heinrich Magosch am Samstagabend für dessen Lebenswerk eine besondere Ehrung, die der Dillinger Stadtrat einstimmig beschlossen hat: die Goldene Verdienstmedaille der Kreisstadt. Magosch habe den Verein geprägt und deutschlandweit bekanntgemacht.
Soziales Engagement und Benefizveranstaltungen
Als Heinrich Magosch 2019 erneut zu einer legendären Kampfsport-Benefizgala mit der Weltspitze des Taekwondo in die Dillinger Sebastian-Kneipp-Halle eingeladen hatte, ließ der Großmeister aus Schwenningen wissen, dass es das letzte Mal gewesen sei. Der Schwenninger versprach aber, „weiterhin etwas für die Kartei der Not zu tun“.
Denn der Einsatz für das Leserhilfswerk unserer Zeitung gehört zur DNA des Vorsitzenden des Taekwondo-Clubs Donau-Lech-Iller - mit seinen etwa 1600 Mitgliedern so etwas wie der FC Bayern München dieser Sportart.
Lesen Sie auch: Die Bedeutung von Taekwondo Poomsae
Nach 2023 hat der inzwischen 70-Jährige am Samstag erneut zu einem Benefiz-Lehrgang zugunsten der Kartei der Not nach Dillingen eingeladen. „Es sind 20 Großmeister da, das gibt‘s auf der ganzen Welt nicht“, sagt Magosch stolz.
Viele Helfer und Helferinnen tragen zu dem Gelingen des Events in Dillingen bei, das am Abend ein emotionales Ende bei einem Festakt im Schloss Kalteneck in Schwenningen finden wird. Magosch erhält vom BLSV-Kreisvorsitzenden Alfons Strasser die goldene Ehrennadel des Bayerischen Landessportverbands.
Magosch und seine Mitstreiter haben in den vergangenen 40 Jahren die unglaubliche Summe von 165.000 Euro für die Kartei erkämpft. „Mir fehlen etwas die Worte, aber ich mache weiter“, sagt Heinrich Magosch und will eine Spende aus den Einnahmen des Lehrgangs in Höhe von 9050 Euro für die Kartei der Not an Redaktionsleiter Berthold Veh übergeben.
Da greift wieder einmal Unternehmer Andreas Kimmerle ein, der zuvor an eine Rede Winston Churchills („Niemals aufgeben, niemals aufgeben, niemals, niemals, niemals ...) erinnert hat. Der Höchstädter schraubt - wie bei den beiden vergangenen Benefizveranstaltungen - die Spendensumme für die Kartei der Not in eine atemberaubende Höhe nach oben. Kimmerle lässt 20.000 Euro auf den Scheck schreiben.
Taekwondo-Club Donau-Lech-Iller: Eine Erfolgsgeschichte
Bei einem Festakt am Abend feiert das „Who is Who der der Kampfsport-Szene in der Region und darüber hinaus“, wie Landrat Markus Müller sagt, das 40-jährige Bestehen des Taekwondo-Clubs Donau-Lech Iller. Und Heinrich Magosch: Der Präsident des Deutschen Allkampfbundes führt den Verein mit Sitz in Dillingen bereits seit vier Jahrzehnten. Seit 36 Jahren steht ihm Großmeister Günter Sonner aus Günzburg zur Seite.
Lesen Sie auch: Umfassender Test: Daedo Taekwondo Schuhe
Taekwondo und Allkampf seien anfangs „ein ganz zartes Pflänzchen“ in der Region gewesen, stellt Landrat Müller fest.
Der Zweite Vorsitzende Günter Sonner bezeichnet Magosch als „die Lokomotive“ des Taekwondo-Clubs Donau-Lech-Iller und ernennt ihn bereits jetzt zum Ehrenvorsitzenden.
