Breaking: Mehr als nur ein Tanz – Eine Szene im Wandel

Um eins klarzustellen: Wer cool sein will, sagt auf gar keinen Fall "Breakdance". Bei den B-Boys und B-Girls, wie sie sich nennen, heißt es "Breaking". Obwohl die Bewegungen schon was mit Tanzen zu tun haben, das gibt Fabian Vasse durchaus zu.

Die Wurzeln des Breaking

Breaking war da genau das Richtige für ihn. Der Tanz entstand gemeinsam mit dem Hip Hop in den 1970er-Jahren auf den Straßen New Yorks. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurde die Musik und alles, was dazugehört, auch in Europa populär.

Fabian Vasse und seine Leidenschaft für Breaking

Der Tuttlinger macht Breaking, seit er mit elf Jahren im Tuttlinger Jugendkulturzentrum damit in Berührung kam. "Fußball und all das war nichts für mich. Ich wollte einfach was Besonderes machen, was Cooles", sagt Vasse.

Harter Weg zum Können

Doch auf den Händen stehen, den eigenen Körper verbiegen oder auf dem Kopf drehen - das lernt man nicht von heute auf morgen. "Die ersten vier bis fünf Jahre waren hart", sagt Vasse. Wer ein paar coole Moves draufhaben will, muss mindestens zweimal pro Woche trainieren, eher mehr. "Das kann schon mal langweilig werden, wenn man immer wieder das Gleiche probiert - aber irgendwann klappt's, dann ist man wieder einen Schritt weiter."

Mit 16 hatte Vasse seinen ersten Wettkampf in Karlsruhe, heute ist er 32 und ist immer noch in der Breaker-Szene in VS, Schaffhausen oder Zürich unterwegs.

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Breaking als olympische Disziplin

Er kennt auch einige Tänzer, die bei offiziellen Ranking-Wettbewerben des Deutschen Tanz-Verbands (DTV) antreten. Ein paar von ihnen werden auch im August bei den olympischen Spielen in Paris dabei sein. Zum ersten Mal ist Breaking ein olympischer Wettbewerb.

Bewertungskriterien bei offiziellen Wettkämpfen

Die Breaker liefern vor der Jury 60 Sekunden lange Tanzeinlagen ab. Dabei spielen laut DTV sechs verschiedene Kriterien eine Rolle:

  • Technik
  • Vielseitigkeit
  • Kreativität
  • Persönlichkeit
  • Darstellungskraft
  • Musikalität

Besondere Beachtung legt die Jury auf Style und Schwierigkeit der Darbietung.

Underground-Battles vs. Offizielle Wettkämpfe

Für Vasse sind diese offiziellen Wettkämpfe nichts. „Ich bin mehr Underground“, sagt er. Er mag die freie, entspannte Atmosphäre und das Vernetzen und Austauschen bei den „Battles“, den offenen Wettkämpfen.

Weitergabe der Leidenschaft

Trotzdem will er gern weitergeben, was der Sport ihm gibt. Deshalb gibt er Breaking-Kurse, im Oktober soll ein neuer bei der TG Tuttlingen starten.

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