OKTAGON MMA Ergebnisse: Dramatik, Überraschungen und packende Kämpfe

Die Welt der MMA ist groß, mit Organisationen wie UFC, Bellator und Oktagon. Um den Überblick zu behalten, bieten wir einen Einblick in aktuelle und vergangene MMA-Ergebnisse. Wenn im Oktagon gefightet wird, finden Sie hier alle wichtigen Infos dazu.

OKTAGON 75 in Hannover: Ein Rückblick

Erstmals gastierte Europas beste MMA-Organisation in Hannover. Ein Abend voller Dramatik, Überraschungen und packender Kämpfe: Die Premiere von OKTAGON MMA in Hannover brachte alles mit, was Kampfsport-Fans erwarten. Vom dominanten Hauptkampf über krachende Knockouts bis hin zu aufstrebenden Newcomern - die Veranstaltung bot Spektakel pur.

Gjoni Palokaj vs. Jakub Batfalský

Palokaj vertrat Holzer, der eigentlich im Hauptkampf stehen sollte. Der Hannoveraner erteilte dem tschechischen Talent Jakub Batfalsky eine Lehrstunde, dominierte die alle Runden im Stand, aber vor allem am Boden. Batfalskyj hatte seine Momente, wenn er seine Körpergröße ausspielen konnte, und in Runde zwei mit einem Submissionversuch. In der dritten Runde gab es dann einen Schlagabtausch mit offenem Visier. Palokaj, der bereits vier Siege bei Oktagon einfahren konnte, wollte unbedingt ein Finish, bekam es aber nicht. Nach Punkten ging der Sieg an den Deutsch-Albaner, der damit seine Serie weiter ausbaut. Gjoni Palokaj dominiert Batfalský klar nach Punkten und rückt näher an den Titelkampf. Drei Runden lang bestimmte Palokaj das Geschehen mit gnadenloser Kondition, präzisem Boxen und starkem Ringen. Batfalský zeigte Herz und suchte bis zuletzt nach Chancen, doch Palokaj ließ nichts anbrennen.

Khalid Taha vs. Edgar Jimenez

Taha hatte zuvor seine Titelambitionen untermauert. Die verbalen Scharmützel mit Holzer und Provokationen auf Social Media spielten gegen Edgar Jimenez keine Rolle, der Ersatzmann machte es dem Dortmunder aber enorm schwer. Gute Schlagkombinationen und eine gute Defensive sicherten dem Mann aus Costa Rica die ersten beiden Runden nach Punkten. Taha machte aber in der dritten Runde Druck, landete schwere Haken und presste seinen Gegner immer wieder in Richtung Käfigzaun. Eine rechte Gerade fand dann endlich ihr Ziel und traf Jiminez genau am Kinn, der sofort zu Boden ging. Taha-Sieg durch Knockout. Taha mit irrem Comback Khalid Taha landet den entscheidenden Schlag. Khalid Taha siegt mit krachendem Knockout gegen Jimenez und klettert in den Rankings. Ein rechter Haken ans Kinn brachte die Entscheidung, Nachschläge erzwangen das Stoppzeichen. Taha sicherte sich seinen zweiten OKTAGON-Sieg und darf nun auf ein Duell mit Holzer hoffen.

Im Anschluss stachelte Taha das Publikum auf. "Hannover! Wo ist euer Chicken?", brüllte er. Zuvor hatte der Dortmunder stets behauptet, Holzer sei mit dem Druck nicht klargekommen.

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Finn Griessmann vs. Jixie Molapo

Den Auftakt in Hannover machte ein Lokalmatador. Finn Griessmann war mit wenigen Tagen Vorbereitung gegen Jixie Molapo eingesprungen. Der Südafrikaner ist ein ehemaliger Rugby-Spieler und gilt als großes Talent. Mit Legkicks setzte er dem Deutschen zu Beginn zu, doch Griessmann antwortete direkt mit harten Händen zum Körper. Mit einem Takedown konnte er sich bei den Punktrichtern die erste Runde sichern. Mokapo arbeitete aber in der zweiten Runde weiterhin mit harten Tritten zum Bein seines Gegners - und die hinterließen Wirkung. Griessmann war sichtlich unbeweglicher, landete einen sauberen Haken und einen Takedown, die Runde dominierte aber der Südafrikaner. Molapo hatte in der finalen Runde die besseren Treffer, der Lokalmatador kämpfte auch ein wenig mit der Kondition. Entsprechend gaben die Punktrichter den Kampf knapp an den Südafrikaner. Es entwickelte sich ein taktisches Kräftemessen, das erst in der dritten Runde entschieden wurde. Molapo nutzte seine Reichweite klug, punktete mit dem Jab und holte sich den knappen Sieg.

Niko "MMA Spider" Serbezis vs. Henrique Madureira

Niko "MMA Spider" Serbezis traf auf Henrique Madureira. Der in Hannover geborene Serbezis wusste nach drei Gegnerwechseln nicht so recht, was ihn mit Madureira erwartet. Der Brasilianer war von Beginn an hellwach, nutzte die Lücken seines Gegners gut. Nach wenigen Minuten hatte Serbezis die linke Hand zu weit unten und fing sich eine krachende rechte Gerade. Der Deutsche ging sofort k.o. Henrique Madureira siegt mit schneller Overhand in Runde eins und beeindruckt Hannover.

Emir-Can Al vs. Lukas Elias

Emir-Can Al aus Düsseldorf hatte bereits beim Wiegen eine Handgreiflichkeit mit dem Slowaken Lukas Elias. Entsprechend wild ging es gleich in der ersten Runde los. Al landete harte Treffer zum Körper, Elias nahm die Doppeldeckung hoch. Dann überraschte er den "Turkish Bull" und brachte ihn per Takedown zu Boden. Er versuchte einen Aufgabegriff, doch der Deutsch-Türke wusste sich zu verteidigen. In der zweiten Runde setzte der Slowake seinen Plan fort - und letztlich auch durch. Durch eine Unachtsamkeit rutschte Al in einen Choke und musste abklopfen.

Hugo Vach vs. Moritz Merten

Für den "German Tarzan" Hugo Vach war es ebenfalls ein Gegner, der kurz vorher eingesprungen war. Moritz Merten machte aber gleich in der ersten Runde Druck, versuchte, den Hannoveraner zu Boden zu bringen. Das gelang ihm mit einem rechten Haken. Vach fand sich aber schnell und drehte sich am Boden, bearbeitete Merten mit Schlägen und Ellbogen. Ein Schlag landete genau im Auge. Merten musste in der Rundenpause medizinisch behandelt werden und konnte nicht weitermachen.

Mochamed Machaev vs. Wanderley Junior

Die Nummer 2 im Federgewicht, Mochamed Mochaev, bekam es mit dem gefährlichen Striker Wanderley Junior zu tun. Der Österreicher dominierte in der ersten Runde durch sein Grappling. Sein brasilianischer Gegner wirkte stellenweise chancenlos. Machaev wusste seine Stärken im Ringen immer wieder mit harten Schlägen zu kombinieren. In der zweiten Runde klingelte er Wanderley gleich mehrfach an, ehe es wieder auf den Boden ging. Ein Schlaghagel des Österreichers folgte und der Referee ging dazwischen. Sieg durch technischen Knockout für Machaev. Mago Machaev dominiert Wanderley Junior klar und setzt mit TKO deutliche Titelansprüche. Schon in Runde zwei erzwang er den TKO per Ground Strikes. Mit diesem dominanten Sieg unterstrich Machaev seine Titelansprüche im Federgewicht und forderte die Spitze der Division heraus.

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Emilio Quissua vs. Mateusz Strzelczyk

Im Halbschwergewicht feierte Emilio Quissua gegen Mateusz Strzelczyk sein Debüt. Der Balinger wurde gleich zu Rundenbeginn von einer Rolle des Bodenspezialisten überrascht. Sein polnischer Gegner versuchte, einen Beinhebel anzusetzen und Quissua zur Aufgabe zu zwingen. Der wiederum drehte sich geschickt heraus und landete in Top-Position. Dort bearbeitete er den überforderten Polen mit Schlägen. Viele gingen in die Deckung, viele landeten im Ziel. Nach rund zwei Minuten ging der Referee dann dazwischen - Quissua siegte durch technischen Knockout. Gegen Mateusz Strzelczyk überstand er zunächst eine gefährliche Submission-Situation und setzte dann zu wuchtigem Ground-and-Pound an. Der Referee brach den Kampf noch in Runde eins ab - Quissua bleibt ungeschlagen mit 8-0. Die Halbschwergewichtsklasse hat damit ein neues Gesicht.

David Dvorak vs. Mo Walid

Der ehemalige UFC-Kämpfer David Dvorak wollte dem Hannoveraner Mo Walid kräftig in die Suppe spucken. Das gelang dem tschechischen Veteranen auch. In der ersten Runde landeten beide Kontrahenten häufig im Clinch, beide setzten geschickt Treffer, aber Dvorak konnte sich immer dann befreien, wenn Walid Kombinationen schlagen wollte. Mit einer krachenden Overhand beendete Dvorak dann den Kampf. Walid ging nach dem Treffer sofort zu Boden. Schon in der ersten Runde landete er einen perfekten Treffer gegen Mohammed Walid, der zum Highlight-KO führte.

Lazar Todev vs. Edson Barbosa

Bei den Schwergewichten Lazar Todev und Edson Barbosa bekamen die Zuschauer eher Taktik statt Wucht geliefert. Drei Runden beackerten sich beide Kämpfer mit vereinzelten Schlägen. Der Stuttgarter Todev war agiler, hatte die Mehrzahl der Treffer. Barbosa landete nur einen wilden Aufwärtshaken, mit dem er den Deutsch-Bulgaren durchschüttelte. Nach drei zähen Runden gaben die Punktrichter Todev den Sieg. Auch im Schwergewicht ging es zur Sache: Lazar Todev traf auf den erfahrenen Luis Barbosa. Todev setzte auf Disziplin und Distanz, kontrollierte das Tempo und punktete mit klaren Treffern. Barbosa hielt dagegen, doch der „Bulgarian Tank“ entschied die Begegnung nach Punkten für sich.

Weitere MMA-Ergebnisse und Ereignisse

Die letzten Wochen waren vollgepackt mit spannenden MMA Kämpfen. Wir blicken auf wichtige aktuelle MMA-Ergebnisse bei den Top-Events zurück.

  • OKTAGON 62: War vor allem für die deutschen MMA-Fans ein großes Highlight.
  • OKTAGON 60: In der kleinen Halle in Oberhausen sorgten rund 10.000 Fans für eine unglaubliche Stimmung.

Titelkämpfe im Überblick

  • Schwergewicht: Jon Jones vs. [Gegner]
  • Mittelgewicht: Dricus du Plessis vs. [Gegner]
  • Federgewicht: Ilia Topuria vs. [Gegner]
  • Leichtgewicht: Islam Makhachev vs. [Gegner]
  • Halbschwergewicht: Alex Pereira vs. [Gegner]
  • Weltergewicht: Belal Muhammad vs. [Gegner]

Bellator Champions Series

  • Halbschwergewicht: Corey Anderson vs. [Gegner]
  • Federgewicht: Patricio Pitbull vs. [Gegner]

Bemerkenswerte Fakten

  • Kürzester Fight: Der kürzeste MMA Kampf dauerte gerade einmal vier Sekunden. Insgesamt teilen sich sechs Sieger aus verschiedenen Serien diese unglaublich kurze Zeit bis zum Take-out.
  • Meiste Siege: In der UFC ist Jim Miller mit 26 Siegen im Leichtgewicht das Maß aller Dinge. In der Geschichte der MMA kommt aber niemand an Travis Fulton vorbei. Die Legende hat insgesamt 255 Siege gefeiert.
  • Effizientester Kämpfer: Der Ire Ben Davis hat in seiner MMA-Karriere durchschnittlich nur 51 Sekunden benötigt, um seine Gegner zu besiegen.

OKTAGON MMA: Eine europäische Serie

Bei Oktagon MMA handelt es sich um eine europäische Mixed Martial Arts Serie, die 2016 gegründet wurde. Es gibt acht Kampfkategorien vom Heavyweight bis zum Fliegengewicht. Im Jahr 2024 finden insgesamt 14 reguläre Events und ein Sonderevent namens Oktagon Time statt. Die Serie startet im Januar und endet im Dezember. Die meisten Oktagon-Events finden in Mitteleuropa statt. Der Deutsche Kerim Engizek ist seit 9 Jahren unbesiegt und zählt zu den besten Oktagon UFC Kämpfern im Mittelgewicht.

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OKTAGON 71 in München

Am Samstag wurde München zur Kampfsportmetropole. Alle Infos zu den spannenden Kämpfen beim großen MMA-Event „Oktagon 71” gibt es hier.

Alexander Poppeck vs. Pavol Langer

Im Hauptkampf von Oktagon 71 kam es zum Kampf zwischen Poppeck und Langer. Im Hauptkampf kam es zum spannenden Rückkampf zwischen Alexander Poppeck und Pavol Langer. Poppeck konnte seine Revanche am Samstag in München verwirklichen und machte mit dem Slowaken kurzen Prozess. Bereits nach knapp 90 Sekunden schickte Poppeck Langer mit einer rechten Geraden zu Boden.

Ergebnisse von OKTAGON 71

Das sind die Ergebnisse bei Oktagon 71:

  • Alexander „Ironside“ Poppeck siegt gegen Pavol Langer- Light Heavyweight (Main Event, Rematch)
  • Denis Frimpong sichert sich TKO-Sieg gegen Arijan Topallaj - Lightweight
  • Shaqueme Rock gewinnt mit Split Decision Sieg gegen Attila Korkmaz - Lightweight
  • Patrick Vespaziani siegt nach Eins-Zwei-Kombination gegen Josip Zeljkovic - Heavyweight
  • Gökhan Aksu siegt mit Ground-and-Pound gegen Ognjen Dimić - Lightweight
  • Tomáš Mudroch überrollt Ozan Aslaner - Lightweight
  • George Staines siegt gegen Hafeni Nafuka - Lightweight
  • Wanderley Junior gewinnt gegen Jakub Dohnal - Featherweight
  • Matěj Polívka siegt gegen Harun Uzun - Light Heavyweight
  • Matěj Gabal siegt mit wilden Schwinger gegen Elias Jakobi - Bantamweight
  • Endrit Brajshori siegt mit „Uppercut aus der Hölle“ gegen Jan Malach vs. Brajshori - Welterweight

Übertragung von OKTAGON 71

Eine Übertragung des MMA-Events Oktagon 71 im deutschen TV wird es leider nicht geben. Allerdings zeigt RTL+ das Mega-Event in München live und in voller Länge online. Der kostenpflichtige Stream ist exklusiv im Premium & Max Abo verfügbar und startet um 17:25 Uhr.

OKTAGON 73 in Hamburg: Eckerlin verliert überraschend

Deutschlands populärster MMA-Kämpfer Christian Eckerlin steigt bei Oktagon 73 in Hamburg in den Käfig, verliert aber völlig überraschend.

Christian Eckerlin vs. Robert Pukac

MMA-Star Eckerlin hatte es mit dem Slowaken Robert Pukac zu tun. In der ersten Runde dominierte der Deutsche noch mit guten Kicks und schnellen Jabs. Pukac hatte immer wieder einen Legkick im Petto. Die Mehrzahl der Treffer lag auf Seite Eckerlins, mit einem Jab brachte der Slowake den Favoriten aber kurz aus dem Gleichgewicht. In Runde zwei schaltete Pukac einen Gang hoch. Eine höhere Schlagfrequenz machte Eckerlin zu schaffen. Das leitete in Runde drei auch das Ende des Kampfes ein. Eckerlin kassierte erst einen krachenden Jab und dann eine rechte Gerade, die ihn zu Boden schickte. Außenseiter Pukac versetzte das gesamte Publikum in Schockstarre.

Altin Zenuni vs. Tibor Balasz

Den Auftakt in Hamburg machte Altin Zenuni aus Düsseldorf mit seinem Profidebüt gegen Tibor Balasz. Der Slowake hat bereits sechs MMA-Kämpfe absolviert und entsprechend den Erfahrungsvorteil auf seiner Seite. Der Deutsch-Albaner landete recht zügig einen Takedown und arbeitete sich am Boden in immer bessere Positionen. Der 22-Jährige eroberte den Rücken seines Gegners und setzte zum Aufgabegriff an. Balasz wusste sich nicht richtig zu verteidigen, und der Griff wurde immer enger. Nach einigen Sekunden klopfte der Slowake ab. Ein Einstand nach Maß für den jungen Zenuni.

Ahmad Halimson vs. Tomas Ziganik

Eine echte Schlacht lieferten sich der Berliner Ahmad Halimson und Tomas Ziganik im Leichtgewicht. Über drei Runden schenkten sich beide Kontrahenten nichts. Zum Nachteil von Halimson konnte er nur selten seine ringerischen Stärken einbringen. Ziganik zeigte sich aggressiver und mit etwas mehr Vorwärtsdrang. Die Punktrichter sahen den Slowaken leicht vorne und Ziganik siegte per Split Decision.

Daniel Makin vs. Marek Bartl

Für Daniel Makin aus Hannover ging es von der Couch in den Käfig. Mit nur zwei Tagen Vorbereitung sprang der Hannoveraner im Kampf gegen Marek Bartl ein. Eine Runde lang hielt der 40-jährige Veteran sehr gut mit dem frischeren Tschechen mit. Makin hatte im Clinch gute Momente, Bartl dafür aus der Distanz die besseren Treffer. In Runde zwei konnte der Deutsche den Kampf auf den Boden verlagern, wurde von seinem Gegner aber auf den Rücken gedreht und musste sich gegen Submissionversuche wehren. Bartl fand dann einen Weg, den Arm zu isolieren, und setzte einen Kimurahebel an. Makin klopfte ab, der Tscheche war der Sieger.

Wahed Nazhand vs. Faridun Shokhnazarov

Für Wahed Nazhand sollte es gegen Faridun Shokhnazarov ein Heimspiel in Hansestadt werden. Der Hamburger mit dem Spitznamen "Stone Eater" ("Steinbeißer") machte in der ersten Runde ordentlich Druck. Mit harten Kicks und Eins-Zwei-Kombinationen setzte er dem kurzfristig eingesprungenen Shokhnazarov zu. In Runde zwei wurde der Lokalmatador dominanter, doch dann machte Nazhand einen entscheidenden Fehler. Bei einem Legkick ließ der afghanische Star die Deckung unten und Shokhnazarov landete eine krachende rechte Overhand. Nazhand ging zu Boden, konnte sich aber irgendwie vor den Schlägen seines Kontrahenten retten. Mit einem geschickten Griff an den Arm leitete der Hamburger einen Armhebel ein - und brachte ihn auch durch. Shokhnazarov versuchte sich herauszudrehen, musste aber nach wenigen Sekunden abklopfen. Wie sich herausstellte, hatte Nazhand beim Schlag seines Gegners einen heftigen Kieferbruch erlitten.

Jonas Magard vs. Farbod Nezhad

Für Jonas Magard und Farbod Nezhad ging es in ihrem Duell um die Chance, künftig um den Titel im Bantamgewicht zu kämpfen. In der ersten Runde versuchte Nezhad den Dänen per Takedown zu Boden zu bringen. Die Versuche waren aber nicht gut vorbereitet. Einmal bekam er aber das Bein zu packen. Er warf Magard zwar auf den Boden, der ehemalige Champion hatte aber immer eine Idee, wie er aufstehen konnte. Dazu landete er viele, wenn auch nicht gravierende, Treffer. Ein ähnliches Bild zeichnete sich in Runde zwei ab. Magard landete Treffer, Nezhad hatte bis auf einige Legkicks nur wenig zu bieten. In der dritten Runde landete der dänische Fighter einen heftigen Tieftritt gegen den Berliner. Nezhad krümmte sich auf dem Boden, brauchte fünf Minuten, um sich wieder aufzurichten. Danach wirkte der Deutsch-Iraner wieder frischer, sein Plan ging aber nicht auf. Magard boxte seinen Gegner relativ einfach aus und sicherte sich am Ende einen ungefährdeten Punktsieg.

Niklas Stolze vs. Jessin Ayari

Das deutsche Duell im Weltergewicht zwischen Niklas Stolze und Jessin Ayari sollte zum heimlichen Fanfavoriten werden. Beide Kämpfer haben eine Vergangenheit in der UFC und sind zwei der besten Techniker und Taktiker bei Oktagon. "Abacus" Ayari hatte in der ersten Runde im Striking die schlechteren Karten. Stolze wirkte fokussiert und setzte die ersten sauberen Treffer. Der Magdeburger wusste auch den ersten Takedownversuch seines Nürnberger Kontrahenten abzuwehren. In der zweiten Runde agierte Ayari mutiger, machte mehr Druck. Eine Kombination aus Schlägen und Kniestößen setzte Stolze zu, dann wechselte Ayari schnell in den Bodenkampf und versuchte einen Kimura-Armhebel anzusetzen. Stolze drehte sich raus, gab aber seinen Rücken preis.

OKTAGON 74 in Štvanice: Titelwechsel und Überraschungen

OKTAGON 74 in Štvanice lieferte eine der aufregendsten MMA-Nächte des Jahres auf RTL+. Unter freiem Himmel erlebten die Zuschauer Titelwechsel, Favoritenstürze und dramatische Wendungen, die niemand vorhersehen konnte. Von rasanten Finishes bis zu taktischen Schlachten bot die Fightcard alles, was das Herz eines Kampfsportfans höherschlagen lässt - und schrieb Geschichten, die in der Kampfsport-Welt noch lange diskutiert werden.

Titelwechsel im Bantamgewicht: Szabová vs. Bolander

Früh in der ersten Runde brachte Szabová die Titelträgerin zu Boden. Beim Sturz renkte sich Bolander das Knie aus, das zwar zurücksprang, aber keine Belastung mehr zuließ. Szabová nutzte ihre dominante Position und setzte harte Ground-and-Pound-Schläge, bis der Ringrichter eingriff. Die „Silent Killer“ krönte sich damit zur neuen Königin der Bantamgewichtsklasse.

Tipsport Gamechanger: Engizek und Humburger ziehen ins Halbfinale ein

Kerim Engizek bewies erneut, warum er seit 11 Jahren ungeschlagen ist. Gegen Mick Stanton wehrte er Takedown-Versuche ab, übernahm die Kontrolle und landete eine Schlagserie, die den Ringrichter zum Abbruch zwang. Dominik Humburger sorgte für eine der größten Überraschungen des Abends. Als Außenseiter gegen Favorit Mark Hulme gestartet, überstand er Submission-Versuche, bevor er in Runde zwei mit einem brutalen Ellbogen den Kampf beendete und ebenfalls ins Halbfinale einzog.

Engizek baut seine Siegesserie nach TKO gegen Stanton auf 16 Kämpfe aus. Perfekte Takedowns, präzise Stand-Up-Arbeit und harte Treffer am Boden brachten ihm einen späten TKO-Sieg in Runde drei.

Hojat Khajevand vs. Piotr Wawrzyniak

Hojat Khajevand setzte seinen beeindruckenden Lauf im Tipsport Gamechanger fort. Gegen Piotr Wawrzyniak gewann er eine enge Entscheidung nach drei Runden, in denen er vor allem im Stand Vorteile zeigte. Im Halbfinale wartet nun Jotko.

Radek Roušal vs. Adrian Hamerski

Roušal ließ sich von einem starken Beginn seines Gegners Adrian Hamerski nicht beirren. Ab der zweiten Runde dominierte er mit Körpertreffern und Schlagkombinationen, bis Hamerski unter dem Druck zusammenbrach.

Kamil Oniszczuk vs. David Zawada

Kamil Oniszczuk gewann den Reservekampf gegen David Zawada, indem er dessen Takedowns abwehrte und im Stand punktete. Die Punktrichter entschieden einstimmig für den jungen Polen, der nun als Ersatzmann für das Halbfinale bereitsteht.

Zawada unterlag Oniszczuk nach Punkten, der sich damit den Reserveplatz im Halbfinale sicherte.

Vojtěch Khol vs. Raphael Federico

Vojtěch Khol feierte ein erfolgreiches Debüt bei OKTAGON MMA, zwang Raphael Federico in Runde drei mit einem Guillotine Choke zur Aufgabe und forderte anschließend Radek Roušal heraus.

Michaela Hlaváčiková vs. Niamh Kinehan

Im Eröffnungskampf lieferten sich Michaela Hlaváčiková und Niamh Kinehan ein packendes Profi-Debüt.

OKTAGON 64 in München: Hauptkampf fällt aus!

Die Vorfreude der MMA-Fans auf das Käfig-Event „OKTAGON 64“ in der nagelneuen SAP-Arena in München bekommt einen krassen Dämpfer!

Der Grund: Nach BILD-Informationen wird der Hauptkampf zwischen Hatef Moeil und Lazar Todev kurzfristig ausfallen. Zwischen den beiden Schwergewicht-Stars sollte es eigentlich um den Titel von „OKTAGON MMA“ gehen.

Hatef Moeil sagt Kampf ab

Moeil sagt exklusiv: „Ich werde nicht kämpfen und bin bereits auf dem Rückweg nach Hause. Für alle Fans tut es mir sehr leid, aber so lasse ich nicht mit mir umgehen.“

Es geht um einen Vorfall auf der Pressekonferenz am Freitagabend. Als Ringsprecher Philipp Haarburger Moeil mit einer Frage zu einem ehemaligen Trainingspartner überrascht, fühlt der sich provoziert. Moeil antwortet, dann fällt ihm plötzlich Todev ins Wort. Der Bulgare sagt in Richtung Moeil: „Sei vorsichtig, was du sagst.“

Moeil steht auf, greift seinen Schwergewichtsgürtel und wirft diesen in die Richtung von Todev. Der Gürtel streift dabei die Glatze von OKTAGON-Gründer Pavol Neruda. Es kommt zum Handgemenge, Tische und Stühle fallen um. Daraufhin verlässt Moeil die Pressekonferenz.

Am Samstagvormittag wurde eine Geldstrafe gegen den Kölner verhängt. Nach BILD-Infos in Höhe von 30 Prozent seiner Gage. Moeil zu BILD: „So etwas am Kampftag mit mir zu machen, ist unfair. Das lenkt extrem ab in der unmittelbaren Vorbereitung. Diese Leute wollen diese Show von mir und stellen mich dann als bösen Jungen hin.

Für „OKTAGON MMA“ wird das München-Event damit wohl zum Desaster. Am Dienstag war bereits der Co-Hauptkampf zwischen Alexander Poppeck (31) und Marc Doussis (35) aufgrund einer Verletzung abgesagt worden.

Übersicht der Ergebnisse

Event Kämpfer A Kämpfer B Ergebnis
OKTAGON 75 Gjoni Palokaj Jakub Batfalský Sieg nach Punkten
OKTAGON 75 Khalid Taha Edgar Jimenez Sieg durch Knockout
OKTAGON 75 Emilio Quissua Mateusz Strzelczyk Sieg durch Technischen Knockout
OKTAGON 73 Christian Eckerlin Robert Pukac Niederlage durch Knockout
OKTAGON 74 Szabová Bolander Titelwechsel durch TKO