Kampfkünste haben eine lange Tradition und sind ein fester Bestandteil der Menschheitsgeschichte. Neben westlichen Disziplinen wie Boxen und Fechten erfreuen sich fernöstliche Kampfkünste wie Karate und Kung Fu großer Beliebtheit. Die Kampfstile haben sich stetig weiterentwickelt und so entstanden neue Systeme wie MMA (Mixed Martial Arts), das auf der effizienten Kombination verschiedener Kampfkünste basiert.
Um eine qualitativ hochwertige Ausbildung im MMA und JJB (Brazilian Jiu-Jitsu) zu gewährleisten, ist ein Dojo erforderlich, das optimal auf die Bedürfnisse der Kämpfer abgestimmt ist. Der Trainingsraum muss eine sichere Umgebung bieten, in der jeder seine gewählte Disziplin unter idealen Bedingungen ausüben kann.
Die Bedeutung des Bodenbelags
Bei der Auswahl des Bodenbelags für ein Dojo, einen MMA- und JJB-Trainingsraum oder ein Trainingszentrum sind die Materialien und die Ausstattung von entscheidender Bedeutung. Diese Faktoren beeinflussen maßgeblich den Komfort, die Sicherheit und die Bewegungsfreiheit der Trainierenden. Dicke, Dichte und Struktur der Oberflächen spielen sowohl bei Bodenbelägen als auch beim Wandschutz eine wesentliche Rolle.
Für das MMA- und JJB-Training ist die Wahl einer geeigneten Tatami unerlässlich, um Verbrennungen an bestimmten Körperteilen zu vermeiden. Glatte Vinyl-Tatami-Matten sind hierbei eine ideale Lösung, da sie speziell für diese Zwecke entwickelt wurden.
Glatte Vinyl-Tatami-Matten: Ideal für MMA und JJB
Glatte Vinyl-Tatamis bieten den idealen Boden für MMA und JJB, da sie Verbrennungen durch Reibung an bestimmten Körperteilen verhindern. Diese Matten sind perfekt auf Kämpfe in den Bereichen MMA, Kampf, Grappling und JJB abgestimmt. Sie werden in Deutschland entwickelt und von Experten handgefertigt, was höchste Zuverlässigkeit und Qualität für eine Lebensdauer von über 15 Jahren garantiert. Zudem bieten viele Hersteller eine 10-jährige Garantie auf diese Matten.
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Kickboxen: Eine vielseitige Disziplin
Kickboxen ist ein Oberbegriff für verschiedene Disziplinen. Klassisch sind die ursprünglichen Disziplinen aus den Anfängen des Kickboxens in den 70er Jahren: Vollkontakt, Leichtkontakt und Pointfighting (früher Semicontact oder Sportkarate). Um die olympische Anerkennung zu erhalten, wurde ein Zusammenzug diverser Kampfsportarten angestrebt.
Verschiedene Varianten des Kickboxens
- Voll- und Leichtkontakt: Sportliche Wettkämpfe mit Händen und Füßen, bei denen der Gegner am Kopf und Körper getroffen werden darf. Die Kämpfe dauern 1-3 Runden à 2 oder 3 Minuten, ähnlich wie beim Boxen. Die Treffer werden von Punkterichtern zusammengezählt.
- Pointfighting: Eine Karate-ähnliche Disziplin, bei der der Kampf nach jedem Treffer unterbrochen und eine Wertung erfolgt. Nach 2 oder 3 Minuten gewinnt der Kämpfer mit mehr Treffern.
- K1 und Kicklight: Thaibox-nahe Varianten, bei denen Lowkicks und Kniestöße erlaubt sind.
Gurtprüfungen im Kickboxen
Der Schweizerische Kickboxverband stellt einen Leitfaden mit Mindestanforderungen für die diversen Gurtstufen bereit. Diese werden oft übernommen und zum Teil im Prüfungsprogramm noch erweitert. Hier eine Übersicht der Gurtstufen und Anforderungen:
| Gurtstufe | Mindestalter | Trainingszeit | Trainingsbesuche |
|---|---|---|---|
| Gelbgurt | 10 Jahre | Mind. 6 Monate | Mind. 20 Trainings |
| Orangegurt | 11 Jahre | Mind. 9 Monate (nach Gelbgurt) | Mind. 40 Trainings (nach Gelbgurt) |
| Grüngurt | 12 Jahre | Mind. 12 Monate (nach Orangegurt) | Mind. 60 Trainings (nach Orangegurt) |
| Blaugurt | 14 Jahre | Mind. 15 Monate (nach Grüngurt) | Mind. 80 Trainings (nach Grüngurt) |
| Braungurt | 16 Jahre | Mind. 18 Monate (nach Blaugurt) | - |
| Schwarzgurt (1. MG) | 18 Jahre | Mind. 24 Monate (nach Braungurt) | Mind. 150 Trainings (nach Braungurt) |
Die Prüfungen bestehen aus einem Kraft-/Konditionsteil (Springseil, Liegestütz, Rumpfbeugen, Kniebeugen) und einem technischen Teil (Grundschule, Partnerübungen, Schattenboxen, Sandsack und Sparring - Umfang je nach Gurtstufe). Die Prüfungen für Schülergrade werden im eigenen Trainingslokal von Schwarzgurtträgern abgenommen.
Kindgerechtes Kampfsporttraining
Kampfsportarten sind nicht nur für Erwachsene geeignet. Spezielle Kinderkurse vermitteln wichtige Werte wie Disziplin, Höflichkeit, Respekt und Konzentration. Der Unterricht ermöglicht körperliches Austoben und fördert eine gewaltfreie Verteidigung gegen Mobbing. Pädagogisch ausgebildete Lehrer legen Wert auf die Einhaltung klarer Regeln.
Vorteile des Kinder-Kampfsporttrainings:
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- Förderung des Selbstbewusstseins
- Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
- Steigerung der körperlichen Beweglichkeit und Koordination
- Vermittlung sozialer Kompetenzen und gegenseitigen Respekts
- Erlernen spielerischer Selbstverteidigung
Das Trainingssystem für Kinder ist pädagogisch besonders wertvoll und stärkt den Charakter, die körperliche Gesundheit und lehrt altersgerechte Technik. Es besteht aus drei Teilen:
- Wertevermittlung: Besprechung wöchentlich wechselnder Themen, um gute Werte weiterzugeben.
- Aufwärmen-Fitness/Austoben: Gesunde Möglichkeit, Energie rauszulassen und Koordination und Ausdauer zu trainieren.
- Technik & Anwendung: Vermittlung verschiedener Techniken, die in Gefahrensituationen schützen und zu einem gesunden Selbstbewusstsein führen.
Aus- und Weiterbildungen im Kampfsportbereich
Für angehende Trainer gibt es verschiedene Aus- und Weiterbildungen im Kampfsportbereich. Diese Kurse vermitteln fundierte Fachkompetenz, effektive Lehrmethoden und fördern die persönliche Weiterentwicklung. Beispiele hierfür sind:
- Kickbox Personal Trainer
- Karate Personal Trainer
- MMA Personal Trainer
- Kickbox Group Trainer
- Kinder Kampfsport Trainer
Die Voraussetzungen für die Zulassung zu diesen Ausbildungen variieren, liegen aber meist bei einem Mindestalter von 18 Jahren und ggf. einer Vorbildung im Fitnessbereich.
Krav Maga und Karate im Vergleich
Krav Maga ist ein israelisches Selbstverteidigungssystem, das sich von traditionellen Kampfkünsten unterscheidet. Im Gegensatz zu Kampfsportarten, bei denen Regeln und Wettkämpfe im Vordergrund stehen, konzentriert sich Krav Maga ausschließlich auf die Selbstverteidigung und kennt keine Regeln. Ziel ist es, den Angreifer möglichst schnell und effektiv auszuschalten, wobei auch der Einsatz von Alltagsgegenständen und das Angreifen empfindlicher Körperstellen erlaubt sind.
Karate hingegen ist eine japanische Kampfkunst, die sowohl als Sportart als auch zur Selbstverteidigung praktiziert werden kann. Es gibt verschiedene Karate-Stile, wobei Martial Art Karate (Budo-Karate) den Fokus auf traditionelle Werte und Selbstverteidigung legt, während Wettkampf-Karate auf sportliche Erfolge ausgerichtet ist.
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