Kickboxen: Vorteile und Nachteile

Der Boxsport ist eine uralte Sportart, die mindestens auf den Faustkampf und die Pankration im antiken Griechenland zurückgeht, aber vielleicht auch schon vorher praktiziert wurde. Heutzutage handelt es sich dabei um eine beliebte Sportart, die zu den Kampfsportarten gezählt wird. Um erfolgreich zu boxen, braucht es nicht nur eine gute körperliche Fitness und Kraft, sondern auch Qualitäten wie Geduld, Durchhaltevermögen und einen eisernen Willen. Ein starker Körper und ein starker Geist kommen hier also zusammen.

Die Belohnung ist dafür auch reichlich, denn Boxen hilft, den Körper zu definieren, fit zu werden (oder zu bleiben), abzunehmen und sich einfach insgesamt fitter und wohler zu fühlen. Gerade diese letzten Aspekte (und weniger der Kampf) stehen oft bei Frauen-Boxtrainings im Vordergrund. Es geht darum, sich richtig auszupowern und das Selbstbewusstsein weiter zu stärken und besonders die Fitnessaspekte bewegen viele Frauen dazu, sich dieser Sportart zu widmen.

Die verschiedenen Boxarten

Bevor man anfängt, Boxen zu trainieren, muss man wissen, worauf man sich einlässt bzw. worauf der Fokus liegen soll: Boxtraining am Punching-Ball (Boxbirne)? Muskel- und Krafttraining? Kardio? Oder eher ein Selbstverteidigungskurs? Box-Unterarten wie Fitnessboxen oder Kardioboxen sind bei Frauen extrem beliebt. Du musst entscheiden, was für Dich das geeignetste Training ist.

In der Regel unterscheidet man zwischen:

  • Den traditionellen Boxarten
  • Besonderen Boxarten bzw. Unterarten
  • Boxtrainings und Fitnessboxkursen extra für Frauen

Jeder Boxstil bzw. jedes Trainingsprogramm hat verschiedene Ziele und Vorteile und dementsprechend unterscheiden sich auch die Hauptzielgruppen.

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Traditionelle Boxarten

Zu den traditionellen (klassischen) Boxtypen zählt man:

  • Englisches Boxen (das, was man normalerweise im Fernsehen sieht)
  • Kickboxen (Amerikanisches Boxen)
  • Französisches Boxen (Savate)
  • Thaiboxen

Sie gehen direkt auf die alten Kampfkünste und Kampftechniken zurück. Man verwendet je nach Art die Fäuste, die Füsse, die Ellenbogen und Knie und zielt meist auf den Oberkörper, den Kopf und die Beine. Bei den Frauen ist unter den klassischen Boxarten vor allem das Savate-Boxen und Kickboxen beliebt.

Spezielle Boxarten für Frauen

Diese Trainingsformen mit Boxelementen wurden speziell für Frauen entwickelt:

  • Fitnessboxen
  • Kardioboxen
  • Aeroboxing

Weitere Unterarten und Abwandlungen

Und schliesslich gibt es auch noch verschiedene Unterarten und Abwandlungen vom klassischen Boxen, die von Männern wie Frauen praktiziert werden:

  • Full-Contact-Kickboxen
  • MMA (Mixed Martial Arts)
  • Cross-Training
  • andere Kampfsportarten wie Karate, Kungfu, Jiu Jitsu usw.

Je nachdem, für welche Boxart man sich entscheidet, steht entweder der Kampfaspekt oder der Fitnessaspekt im Vordergrund. Wenn Du einen Boxstil wählst, bei dem du auch Kämpfe austrägst (egal ob Trainingskämpfe oder echte Wettkämpfe), solltest Du Dir überlegen, ob ein Mundschutz, Kopfschutz usw. nötig ist. Sicher ist sicher!

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Laut der WHO ist es vorteilhaft, im Erwachsenenalter mindestens zweimal die Woche Krafttraining zu machen. Boxen oder Kickboxen ist eine gute Möglichkeit, Ausdauer und Kraft in einem zu trainieren und sich richtig auszupowern!

Wo kann man Kickboxen lernen?

Um einen traditionellen Boxkurs oder eine Unterform von Boxen oder Kickboxen zu machen, kannst Du Dich hier anmelden:

  • Boxschule
  • Boxstudio
  • Boxclub
  • Sportclub
  • Sportverein
  • Fitnessstudio
  • Verein, der über eine Sporthalle verfügt
  • Privater Boxlehrer
  • Selbstverteidigungskurs uvm.

Das Gute an einem Fitnessstudio oder Sportverein ist, dass Du Dein Boxtraining mit anderen Sportarten verbinden kannst, also z.B. an einem Tag ins Fitnessboxen, am anderen ins Zumba oder Pilates gehen kannst usw. So trainierst Du verschiedene Dinge unterschiedlich intensiv und kannst den besten Mix für Dich wählen. In einem Boxstudio wiederum hast Du den Vorteil, dass dort der Fokus wirklich auf dem Boxen liegt und es so leichter ist, auch mal mit verschiedenen Sparring-Partnern zu trainieren, anderen bei Trainingskämpfen zuzuschauen usw.

Egal, wo Du trainierst: Wenn Du keinen Privatlehrer als Boxlehrer hast, musst Du Dich nach den Kurszeiten richten, die dort jeweils angeboten werden. Ein Gruppenkurs hat aber auch den Vorteil, dass Du Dich mit einer Freundin anmelden kannst. Zusammen Sport machen macht meistens mehr Spass!

Ob Du Boxen in München für Anfänger machst oder in einer Kleinstadt Fitnessboxen willst: Es ist wichtig, dass Du körperlich dazu in der Lage bist und vielleicht musst Du dazu auch ein Attest vom Arzt vorlegen. Was den Kurs an sich angeht, gibt es verschiedene Formate und Rahmenbedingungen, in denen Du Boxen lernen kannst, auch je nachdem, ob Du Sportboxen oder eher Freizeitboxen machen willst:

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  • Gruppenkurse
  • Privatkurse
  • Einzelunterricht
  • Abendkurse
  • Wochenendkurse
  • Erwachsenenkurse
  • Workshops
  • Ferienkurse
  • Spezialkurse (z.B. Mutter-Tochter-Kurse, Vater-Sohn-Kurse, Pärchenkurse usw.)

Nach dem eigentlichen Boxtraining und Krafttraining darf auch das Ausdehnen nicht fehlen. So wirst Du ganz nebenbei auch noch beweglicher. Super, oder?

Online-Training als Alternative

Du hast keine Lust, für ein Fitness- oder Boxstudio viel Geld auszugeben? Oder einfach keine Zeit bzw. die nötige Flexibilität, um an festgelegten Kursen teilzunehmen? Kein Problem! Denn auch für Boxen, Kickboxen und alle möglichen Kampfsportarten und Trainingsprogramme gibt es Online-Kurse und zahlreiche Videos:

  • Einzelne Videos
  • YouTube-Kanäle
  • Spezielle Plattformen mit eigenen Angeboten

Also egal, ob Du Savate-Boxen lernen, neue Techniken entdecken oder einfach nur ein Workout machen willst: Im Internet wirst Du auf jeden Fall fündig! Suche jetzt Videos zum traditionellen Boxen oder Fitnessangebote mit Boxelementen wie Fitnessboxen, Body Combat Workout, Sweat Boxing oder Cardio Boxing Workout.

Onlinekurse im Boxen bieten mehrere Vorteile:

  • Sie bieten immer wieder neue Inputs und richten sich an spezielle Niveaus und Bedürfnisse (Boxen für Anfänger, Fortgeschrittene, Profis, bestimmte Techniken usw.)
  • Selbst wenn Du ein Abo löst, ist das immer noch deutlich billiger als in einem Fitnessstudio
  • Absolute Flexibilität: morgens vor der Arbeit, abends oder am Wochenende? Kein Problem!
  • Und auch inhaltlich hast Du den vollen Mix: Heute klassisch, morgen spezielle Kicks, übermorgen Kardioboxen und so weiter und so fort …

Ein Nachteil ist natürlich, dass Du die nötige Ausrüstung (Fitnessmatte, Springseil, Hanteln, Boxsack usw.) selbst besorgen musst. Aber selbst dann ist es noch günstiger als im Boxclub. Aber Vorsicht: Ohne festen Termin ist es oft schwieriger, sich zu motivieren und wirklich regelmäßig zu trainieren. Du solltest also auf jeden Fall genügend Selbstdisziplin haben, um das dann auch wirklich durchzuziehen.

Privatunterricht im Kickboxen

Egal, ob Du abnehmen willst, nach einer Schwangerschaft wieder in Form kommen willst oder einfach nur Lust auf Sport und neue Challenges hast: Ein(e) Privatlehrer(in) kann Dir dabei helfen, Deine persönlichen Ziele zu erreichen! Der Vorteil dabei ist, dass der Boxlehrer bzw. die Boxlehrerin ganz individuell auf Deine Bedürfnisse eingehen kann, Dir die nötige Motivation gibt, Du Dich aber trotzdem nicht so verpflichtest wie bei einem Fitnessstudio-Abo über 12 oder sogar 24 Monate.

Und im Gegensatz zu Internetvideos hat Privatunterricht im Boxen natürlich den Vorteil, dass Du direkt Feedback bekommst, ob Du die Übungen und Techniken richtig ausführst bzw. was Du noch besser machen könntest.

Ein Personal Trainer/Personal Coach kann:

  • Dich allgemein bei Deinem Sportprogramm coachen und Dir so helfen, Deine Kondition und Technik zu verbessern.
  • Spezielles Krafttraining mit Dir machen, sodass Du Bauchmuskeln, Beinmuskeln, Pomuskeln stärken und so auch Rückenproblemen vorbeugen kannst.
  • Dir in einer sicheren und vertrauten Umgebung individuelle Techniken der Selbstverteidigung beibringen.
  • Dir zeigen, wie man sich beim Boxen richtig verteidigt und Schläge antizipiert und abwehrt.
  • Dir bestimmte Boxstile vermitteln, z.B. Englisches Boxen oder Savate.
  • Mit Dir Fitnessboxen-Workouts machen.

Wenn Du Anfänger im Boxen bist, kann es gerade am Anfang sinnvoll sein, bei erfahrenen Boxern zu lernen, da sie Dir auch Tipps zur Ernährung und sonstigen Sportarten geben können und mit Dir einen individuellen Trainingsplan erstellen werden. So kannst Du nach und nach immer selbständiger trainieren und neue Elemente hinzufügen.

Kurzum: Ein Boxlehrer kann Dich ganz allgemein in die Kunst des Kampfsports einführen (z.B. Kickboxen) und hat alle möglichen Tipps & Tricks für Dich im Gepäck.

Boxhandschuhe: Ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand

Boxhandschuhe werden nicht nur beim Boxen, Kickboxen und Thaiboxen getragen, sondern sie sind ein fundamentaler Bestandteil sämtlicher Kampfsport- und Kampfkunstarten. Moderne Boxhandschuhe dienen hauptsächlich dem Schutz der Hände und sind dafür entsprechend gepolstert. Gleichzeitig werden so auch oberflächliche Gesichtsverletzungen des Gegners oder Trainingspartners gemindert. Dazu zählen insbesondere Schnitte und Risse. Das Polster hemmt bis zu einem gewissen Grad auch die Wirkung eines Schlages. Jedoch verringern sie insbesondere bei Wettkämpfen keineswegs das Risiko von Hirnschäden.

Im modernen Boxsport waren bis 1867 Bareknuckle-Kämpfe die Regel, bei denen es häufig zu Handverletzungen kam. Durch die Queensberry-Regeln von 1867 wurde schließlich das Tragen von Boxhandschuhen verpflichtend.

Heute gibt es eine ganze Palette von verschiedenen Arten an Boxhandschuhen. Während beim Boxen, Kickboxen und Thaiboxen in der Regel ein geschlossener Handschuh verwendet wird, kommen bei verschiedenen asiatischen Kampfkunstarten auch Boxhandschuhe zum Einsatz, die das Greifen für bestimmte Techniken erlauben.

Primär wird jedoch nach dem Verwendungszweck unterschieden. Bei den Trainingshandschuhen wiederum gibt es Schlaghandschuhe oder Sackhandschuhe für das Boxsack-Training und Boxhandschuhe für das Sparring. Der Boxhandschuh beim Sparring prinzipiell ebenfalls, jedoch hängt das auch von dem jeweiligen Training und Trainer ab. Nur die Wettkampfhandschuhe müssen in der Regel eine Schnürung haben.

Außerdem ist sowohl bei den Wettkampfhandschuhen als auch zumeist bei Sparringhandschuhen der Daumen angenäht, um die Verletzungsgefahr zu verringern. Dadurch können gerade geschnürte Boxhandschuhe meistens nicht ohne Hilfe angezogen werden.

Die Einteilung von Boxhandschuhen nach dem Gewicht geschieht in Unzen, wobei eine Unze 28,35 g entspricht. Hierbei ist zu beachten, das es sich um eine Gewichtseinheit und nicht um die Grösse der Hände handelt. Die Grössen- in diesem Fall Unzen Wahl für Sparring kann von Club zu Club variieren.

Um die Verletzungsgefahr des Partners beim Sparring zu minimieren, werden hierbei Boxhandschuhe mit einem höheren Gewicht (also mit mehr Polsterung) verwendet. Dadurch wird gleichzeitig auch die eigene Verletzungsgefahr an der Schlaghand vermindert. Bei dem Training mit Pratzen, Schlagpolstern oder auch am Sandsack geht es wiederum nur um den Schutz der eigenen Hand. Dazu zählt einerseits eine gewisse Gewöhnung und Abhärtung, andererseits aber auch eine saubere Technik, die das Verletzungsrisiko vermindert.

Deshalb variiert das übliche Gewicht sehr stark, weil mit zunehmendem Training auch ein leichterer Handschuh gewählt werden kann. Dieser bringt natürlich den Vorteil, weniger Gewicht bewegen zu müssen. Wichtig ist, dass die Boxhandschuhe gut passen. Sie dürfen einerseits nicht zu groß sein, allerdings können zu enge Boxhandschuhe beim Training oder Kampf sogar zu Verletzungen führen.

Bei den Obermaterialien von Boxhandschuhen kann zwischen Leder und Kunstleder gewählt werden. Dabei gilt in der Regel, dass echtes Leder langlebiger und auch strapazierfähiger ist als Kunstleder. Je nach Qualität des Leders kann beides wiederum variieren. Dennoch sind Boxhandschuhe aus echtem Leder generell langlebiger. Außerdem ist Leder im Gegensatz zu Kunstleder sehr atmungsaktiv. Da der Boxsport sowohl im Kampf als auch im Training körperlich anstrengend und sehr fordernd ist, kann das ein wichtiger Punkt sein.

Außerdem hat auch das echte Leder seine Nachteile. Generell muss echtes Leder gepflegt werden. Speziell die Boxhandschuhe aus echtem Leder brauchen auf jeden Fall Pflege, da trotz aller Atmungsaktivität des Materials die Hände dennoch schwitzen und das Material auf Dauer beeinträchtigen können. Und davon abgesehen ist echtes Leder bei Boxhandschuhen auch teurer als Kunstleder. Es ist zwar qualitativ besser und Profis bzw. langjährige Hobby-Sportler bevorzugen es oft, jedoch kann gerade zu Beginn auch der Preis von entscheidender Bedeutung sein.

Es hängt also von der individuellen Situation ab, ob nun echtes Leder oder Kunstleder gewählt werde sollte. Pflege brauchen zwar vor allem Boxhandschuhe aus echtem Leder, allerdings müssen auch bei Kunstleder-Boxhandschuhen einige Dinge beachtet werden. Spätestens bei einer Geruchsentwicklung benötigt auch das Kunstleder etwas Aufmerksamkeit.

Generell für beide Arten der Materialien gilt, dass Boxhandschuhe nicht in der Waschmaschine gewaschen werden können. Denn sowohl bei Leder als auch bei Kunstleder besteht die Gefahr, dass es spröde wird und dass mitunter sogar das Obermaterial einreißt. Im Gegensatz dazu lassen sich Bandagen ganz einfach in der Waschmaschine waschen. Das ist ein weiterer großer Vorteil von Bandagen, die primär zur Stabilisierung der Hand dienen.

Der Sicherheitsaspekt von Boxhandschuhen in Wettkämpfen und Sparring ist allerdings nicht ganz unumstritten. Es steht zwar fest, dass sie nicht nur die Hände vor Verletzungen schützen, sondern auch den Gegner. Das gilt besonders für Schnitte und Risse, deren Zahl durch das Tragen von Handschuhen stark vermindert wird. Der Schutz der Schlaghand führt allerdings zu vermehrten Kopfschlägen.

Bei den früheren Bareknuckle-Kämpfen waren Schläge zum Kopf aufgrund der hohen Verletzungsgefahr der eigenen Hand wesentlich seltener. Boxhandschuhe hingegen erlauben sogar kräftige Schläge zum Kopf ohne dieses Risiko, sodass diese auch häufiger praktiziert werden. Das wiederum führt zu einem erhöhten Risiko von Hirnschäden.

Dennoch sind die Todesfälle im Vergleich zu der Bareknuckle-Zeit erheblich zurückgegangen, wobei allerdings auch die unterschiedliche medizinische Versorgung und einige gravierende Unterschiede im Regelwerk dabei eine große Rolle spielen können.