Karat und die Bedeutung des Schwanenkönigs

Wenn es Musik gibt, die als Aushängeschild für die DDR hergenommen werden konnte, so war es die Musik von Karat. Zu sehr wurde das Lied mit dem „Blauen Planeten“ oder mit dem „Schwanenkönig“ oder mit „Über sieben Brücken musst du geh’n“ überdeckt. Das Lied Schwanenkönig von Karat poetisiert den Abschied und die Vergänglichkeit des Lebens durch die Figur des Schwanenkönigs.

Der Schwan ist ein Symbol für Schönheit und Anmut, und sein weißes Gefieder steht für Reinheit und Unschuld. Zu Beginn des Liedes neigt der Schwanenkönig seinen Hals über das Wasser und spiegelt sein Bild im klaren Wasser. Wenn der Schwan singt, hören die Tiere zu, was die Bedeutung und den Respekt des Moments unterstreicht.

Der Gesang des Schwans ist ein Ausdruck seiner Liebe zur Erde und seiner eigenen Sterblichkeit. Mit der Zeit verflüchtigt sich sein Gesang immer mehr, während die Abendsonne untergeht und die Trauerweide still ihre Blätter senkt. Diese Bilder verstärken die Traurigkeit und die Vergänglichkeit des Lebens, während der Schwanenkönig sanft in den Tod entschwindet. Die Tiere neigen sich und zeigen damit ihren Respekt und ihre Trauer.

Deutsche Geschichte in einer Band Grenzen sprengen! Kaum eine andere Band steht dafür wie Karat. Berühmt wurden sie durch deutsche Songs wie „Über sieben Brücken mußt du geh‘n“. Die Ost-Berliner Rockband Karat, die auch schon vor der Wende in der BRD bekannt war, wurde spätestens nach ihrem Nummer 1-Hit „Über sieben Brücken mußt du geh‘n“ eine im Westen fest etablierte Rockband.

In den Lyrics des Liedes heißt es: „Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere. Wenn ein Schwan singt, lauschen die Tiere… Es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt.“ Superpoetischer Text und zu dem haben sich Karat von keinem Geringeren als Leonardo da Vinci inspirieren lassen. Ja DER Leonardo da Vinci, der war nämlich nicht nur einer der größten Maler und Erfinder der Renaissance, er hat auch Fabeln geschrieben.

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Mit Klavierbegleitung und Streichern und teilweise mehrstimmig gesungen, geht diese Ballade total unter die Haut. Das Lyrischste, was die DDR jemals zu bieten hatte, hatte die Band Karat 1980 auf den Markt gehauen. Der Schwanenkönig ist sehr faszinierend und besticht durch seine wohlklingenden Melodien und liedhaften Texte. Für mich ist die Platte auch nach 35 Jahren das Highlight deutsch-demokratischer Musik.

Und für Karat bedeutete die Scheibe die endgültige Verschlüsselung der Texte. Der „Schwanenkönig“ an sich ist mir einen Tick zu dick aufgetragen. Und die Platte insgesamt ist wohl ziemlich die erfolgreichste, die in der DDR erschien.

„Wenn ein Schwan singt, schweigen die Tiere Er weiß, das wird sein Abschied sein Und sie raunen sich leise zu: Es ist ein Schwanenkönig, der in Liebe stirbt.“ Was für eine poetische Metapher, mit dem einst die DDR-Rockgruppe Karat den Mythos des Todes mit ihrem Titel „Schwanenkönig“ zu beschreiben suchte!

Nach einer Tour durch viele Länder stellte sie 1980 ihr neues, lyrisches Album „Schwanenkönig“ vor, das zeitgleich in Ost- und Westdeutschland veröffentlicht wurde. Das Album ist eine Mischung aus Elektrogitarren-Rock und Synthesizer/Elektro-Pop. Das Lied „Schwanenkönig“ ist eine Anspielung auf die aus dem Ballett stammende Symbolik des sterbenden Schwans, ein Symbol für ein Sterben in Anmut.

Karat-Lieder wie "Schwanenkönig" und "Albatros" meißelten aus Keyboard-Gebirgen, Gitarrenwänden und pathetischem Piano Mini-Opern mit Welterklärungsanspruch. Große Melodien, große Worte, vibrierende Stimmbänder! Am Wochenende nun ist der Schwanenkönig verstummt.

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