Grischa – Lodernde Schwingen: Eine Zusammenfassung

„Lodernde Schwingen“ ist das Finale der Grisha-Trilogie von Leigh Bardugo.

Die Bücher sollten auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, da sie aneinander anschließen.

Tief unter der Erde versteckt sich Alina vor dem Dunklen, der nun endgültig die Macht in Ravka übernommen hat.

Um sie hat sich ein Kult gebildet, der sie als Sonnenkriegerin verehrt - doch in den Höhlen kann Alina ihre Kräfte nicht anrufen.

Und die einst mächtige Armee der Grisha ist fast vollständig zerschlagen.

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Alinas letzte Hoffnung gilt nun den magischen Kräften des legendären Feuervogels - und der winzigen Chance, dass ein geächteter Prinz noch leben könnte.

Gemeinsam mit Mal macht sich Alina auf die Suche.

Doch der Preis für die uralte Magie des Feuervogels könnte alles zerstören, wofür sie so lange gekämpft haben.

Erneut suchen Alina und Maljen ein Versteck vor dem Dunklen.

Ein unheimlicher Priester, Asket genannt, führt sie in ein finsteres Höhlengeflecht.

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Doch hier kann Alina die Macht der Sonne nicht aufrufen.

Mit jedem Tag wird sie schwächer.

Um wieder sie selbst zu werden, um zu leben, muss sie zurück ans Licht.

Vom Regen in die Traufe sozusagen, denn auch dort stoßen sie auf Probleme, denn der Asket verfolgt seine eigenen perfiden Ziele.

Als ihnen abermals die Flucht gelingt, machen sie sich weiter auf die Suche nach dem legendären Feuervogel, dem dritten Kräftemehrer, mit dessen Hilfe sich Aline eine Chance gegen den Dunklen erhofft um Rawka retten und von der Schattenflur befreien zu können…

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Nach der letzten Begegnung mit dem Dunklen haben Alina und ihre Anhänger Zuflucht beim Asketen gefunden.

Die Flucht aus der weißen Kathedrale hat sich doch etwas gezogen und war eher langweilig als spannend, so dass ich befürchtet hatte, dass es nun bis zum Finale so weiter gehen würde.

Dem war allerdings nicht so, aber das zeigte sich erst nach knappen 150 Seiten.

Dann wurde es spannend, aber richtig!

Im letzten Band gab es bereits einige sensationelle Enthüllungen, die ich so nicht erwartet hatte und von denen ich nicht zuletzt deswegen auch total begeistert war.

Anhand dessen hatte ich mir schon recht genau ausmalen können, wie der dritte Band wohl enden würde.

Ich fand meine Überlegungen im Vorfeld auch schlüssig, wurde aber dennoch eines besseren belehrt und wieder einmal total überrascht, denn meine Erwartungen an die Auflösung wurden allesamt nicht erfüllt, nein, sie wurden übertroffen!

Ehrlich, Leigh Bardugo hat es wirklich geschafft hier ein total unerwartetes Ende zu konstruieren, was total stimmig ist, worauf ich aber dennoch nicht wirklich gekommen bin.

Dabei gab es schon in den Vorgängerbänden etliche Andeutungen, die aber so geschickt untergebracht wurden, dass sie zwar präsent waren, aber nie so sehr, dass sie hervorstachen.

Die Autorin schafft es auch in diesem Band wieder ihre Figuren so authentisch, vertraut und lebensecht darzustellen, dass sie einem nicht nur ans Herz wachsen und man mit ihnen mitfiebert, nein, ich habe teils auch noch den Eindruck die Figuren, allen voran natürlich der Protagonistin Alina, zu kennen.

Keine der Figuren polarisiert einfach, es gibt etliche Abstufungen und Bardugo konstruiert ihre Figuren so richtig geschickt, so dass es nahezu unmöglich ist sie zu durchschauen und voraus zu sehen, auf welcher Seite sie stehen, auch wenn sie von Grund auf gut oder böse scheinen.

Nicht zuletzt war ich natürlich auch sehr gespannt, wie sich die Beziehungsgeschichte zwischen Alina, Maljen, Nikolaj und dem Dunklen auflösen würde.

Und - ohne zu viel verraten zu wollen - auch hier wurde ich nicht enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich wieder total mitreißen.

Einmal an die vielen fremden Namen und Begriffe gewöhnt, lässt sich das Buch flüssig lesen und trotz der düsteren Atmosphäre der Geschichte, kommt hier ein wenig Humor und Ironie nicht zu kurz.

Dieser finale Band der Grischa Reihe konnte mich insgesamt also total überzeugen.

Die Geschichte begann zwar recht gemächlich, fast schon enttäuschend, konnte dann aber so richtig aufdrehen und punkten.

Es gab zahlreiche unerwartete Entwicklungen und überraschende Wendungen und auch mit der Darstellung ihrer Figuren konnte Leigh Bardugo hier wieder punkten.

Die Hauptcharaktere haben sich meiner Meinung nach weiterentwickelt, Alina wirkt sehr erwachsen und reif in ihren Entscheidungen, sie ist reflektiert und gesteht sich kaum Schwächen zu.

Mir erscheint sie ziemlich sympathisch, auch wenn ich manch ihrer Handlungen nicht nachvollziehen kann.

Natürlich spielt auch Maljen wieder eine Hauptrolle und ja, ich mag den Kerl einfach Auch wenn er mir hin und wieder einfach zu selbstlos vorkommt.

Die Autorin geht auch auf einige andere Charaktere näher ein und man gewinnt sie doch lieb mit der Zeit.

Die Gestaltung des Schutzumschlages gefällt mir wieder sehr gut, obwohl ich die Farbe diesmal etwas zu kräftig finde, da es sich somit etwas von den anderen beiden Bänden abhebt.

Die Geschichte geht sofort spannend los und konnte mich durchgehend packen.

Es passiert so viel in diesem Finale und man lernt so viel neues über die Welt der Grisha, was mir echt gut gefallen hat!

Außerdem bin ich wirklich damit zufrieden, wie das Buch endet.

Ich habe hier absolut nichts auszusetzen!

Auch Alinas Entwicklung fand ich wirklich gelungen!

In den vorherigen Bänden merkte man, wie unsicher sie in ihrer neuen Rolle war und dadurch ließ sie sich doch sehr von anderen beeinflussen.

Im ersten Band vom Darkling und im zweiten Band von Nikolai.

Im dritten Band ändert sich das, weil sie ihre eigenen Entscheidungen trifft.

Sie wirkt insgesamt viel stärker und ist entschlossen den Darkling gegenüberzutreten und ihn endgültig zu besiegen.

Alina ist noch geschwächt von ihrem Kampf mit dem Darkling, doch viel Zeit zum Ausruhen hat sie nicht.

Der letzte von Morozovas Amplifiers wartet irgendwo in Ravka auf sie und damit die Chance den Darkling endgültig zu besiegen..."

"Ruin and Rising" ist der dritte und finale Band von Leigh Bardugos Grisha Trilogie und wird wieder aus der Sicht von Alina erzählt.

Der zweite Band hat mich nicht direkt enttäuscht zurückgelassen, aber ich fand es schade, dass das Buch viel zu lange gebraucht hat, um spannend zu werden.